Für mich war Weihnachten selten friedlich, die Eltern waren gestresst, die Mutter wollte mehr feierlichen Ernst, der Vater spottete über das liebe Jesulein, und ich musste Blockflöte spielen. Die Schwester kam zu spät, was väterliche Wutausbrüche zur Folge hatte. Und für mich gab es statt eines lebenden Hundes ein Plüschtier. Später irritierte mich der Zwang zu Freude und Frieden „und allen Menschen ein Wohlgefallen“, es schien doch nichts als Anstrengung mit Weihnachten verbunden zu sein, jedenfalls bei uns zu Hause. Die Eltern waren nach dem Krieg wohl Freude und Frieden nicht mehr gewohnt.
Mit den Jahren wird manch einer nachsichtiger. Und, vielleicht, trotziger. Und verteidigt, was früher irgendwie mühsam war: Weihnachten. Warum soll das plötzlich „Lichterfest“ heißen, damit sich niemand ausgeschlossen fühlt? Es bleibt doch erkennbar die Feier der Geburt Jesu, egal, ob auch heidnische Momente hineinspielen mögen wie der Tannenbaum.
Wieso braucht es vor jedem Weihnachtsmarkt und erst recht vor jeder Synagoge umfangreiche Schutzvorrichtungen, aber nicht vor den Moscheen? Weil man von uns Toleranz erwarten darf, aber nicht von aggressiven und gewaltbereiten Islamgläubigen? Deutschland ist ein christliches Land. Und der Islam gehört nicht dazu. Kerzen werden entzündet, Lieder werden gesungen, die Glocken läuten, und kein Ruf des Muezzins sollte dabei stören. Das halten viele so, die weder sonderlich gläubig noch Mitglied in einer der Kirchen sind. All diese Gebräuche gehören zu unserer Tradition, die man nicht aufgeben sollte, nur weil sich jemand daran stören könnte.
Wie christlich Deutschland ist, darf man allerdings nicht an den beiden großen Amtskirchen ablesen. Beide verlieren Mitglieder. Wen wundert es? Insbesondere die Protestanten ähneln langsam einem woken Häkelkurs. Und dass eine Kollekte missbraucht wird, um Klageverfahren von Afghanen zu finanzieren, ist auch nicht im Sinne des Erfinders. Migrationspolitik ist Aufgabe des Staates.
Und die Katholiken? Im vergehenden Jahr sind laut Deutscher Bischofskonferenz mindestens 46 römisch-katholische Kirchen oder Kapellen dauerhaft aufgegeben worden. Und was die Protestanten betrifft: im Jahr 2022 wurden demnach 23 Kirchen, Kapellen und Gemeindezentren verkauft oder abgerissen.
Ist es verwunderlich, dass Kirchen nicht mehr attraktiv sind?
Sagt das etwas über den christlichen Glauben hierzulande aus? Nicht unbedingt. Es gab immer schon einen Zwiespalt zwischen Glauben und Kirche. Wollüstige Päpste, korrupte Bischöfe, hinterhältige Mönche – da war alles drin, was man als nicht besonders christlich empfinden darf. Und mag sein, dass sie heute weniger wollüstig oder korrupt sind (und mal abgesehen von Missbrauchsfällen): Ist es verwunderlich, dass Kirchen nicht mehr attraktiv sind, in denen der Glaube nicht zelebriert wird, sondern irgendein wokes Anliegen?
Warum also christlich? Nun, für eines kann man den Kirchenmännern von damals sogar dankbar sein: die christliche Ehe, von adligen und bäuerlichen Familien zur Sicherheit der Erbfolge gefordert, wurde vom Klerus irgendwann als Mittel im Kampf gegen die Macht der Familie beziehungsweise der Clans gesehen – nachdem man erkannt hatte, dass die eigentlich erwünschte Keuschheit nicht durchsetzbar war. Die Kirche setzte seit dem 12. Jahrhundert erfolgreich Heiratsverbote unter nahen Verwandten durch und schränkte damit familiäre Strategien der Besitzakkumulation ein. Mit der kirchlichen Reglementierung der Ehe ging die Einschränkung der Macht der Clans einher. Jetzt konnte sich die Kernfamilie im Unterschied zu den Clanstrukturen (etwa in islamisch geprägte Kulturen) durchsetzen und damit auch persönlicher Ehrgeiz als mächtigster Motor der Entwicklung – man musste nicht alles Erreichte der Familie überlassen. Die Kirche hat also eine Rolle gespielt bei der Emanzipation des Individuums von Herkommen und Familie. Wahrscheinlich ungewollt – aber egal: so begann der Siegeszug des Westens: durch die Freisetzung des Individuums.
Ein christliches Land kann sich unmöglich mit islamischen Clanstrukturen verbinden. Wie kann es sein, dass man sich darüber hierzulande offenbar Illusionen macht? Dass es uns zu beschäftigen hat, dass „Weihnachten“ Andersgläubige ausschließe? Dass wir es wohlwollend hinzunehmen haben, dass Muslime unsere Marktplätze zum öffentlichen Gebet missbrauchen? Dass islamisch inspirierter Terror sich nicht nur gegen Juden (wie in Sydney) richtet?
Wenn schon der Glaube nicht hilft, dann sollte es die Erinnerung daran sein, dass wir erfolgreich waren, weil wir dem Individuum den Vorrang geben. Und das verdanken wir auch den Christlichen Kirchen.

@Horst Jungsbluth/ 25.12.2025 „@Michael Müller: Die sind aber nicht “rechts„ und nur das wird angeprangert und strafrechtlich verfolgt in Absurdistan!“ Ja, und das ist das Drama. – Es gibt meiner Meinung nach nur zwei Ausgänge: 1. Rotgrün schafft es in seiner unnachahmlichen Art dafür zu sorgen, dass wir das Kalifat bekommen. Und dann wird rumgejammert und ich höre die Jette Nietzart und Neubauer und Reichinnek schon: „Ja, das hatten wir jetzt nicht gewollt; das sind ja lauter Paschas, die jetzt auch noch wollen, dass wir Kopftuch tragen und an besonderen Feiertagen die Burka. Also das geht so nicht blablabla …“ Da ist dann alles sowieso schon zu spät und das Kalifat zementiert. 2. Es gibt eine „nationale Erhebung“ – und die kann ich mir eigentlich nur faschistisch vorstellen. Wobei „faschistisch“ jetzt nicht zwingend schlecht sein muss. Dazu nur mal Folgendes: Ab 1933 gingen viele Juden aus Deutschland ins faschistische Italien, wo sie mit offenen Armen empfangen wurden. Es gibt Studien italienischer Historiker, die zum Inhalt haben, dass sowohl der Anteil der jüdischen faschistischen Politiker als auch der der jüdischen Wählerschaft der Faschisten ziemlich genau dem Bevölkerungsanteil der Juden in Italien entsprachen. Und mehr noch: Das deutsche Historische Institut in Rom schätzt, dass etwa 90% der Juden in Italien hinter Mussolini standen. Die Geliebte Mussolinis war auch Jüdin, also: Der italienische Faschismus hat zunächst einmal nichts mit Antisemitismus zu tun. Die spätere Entwicklung unter Einfluss der Nazis ist ein anderes Thema. Man kann darüber hinaus Faschismus so gestalten, dass es konkurrierende Politiker gibt, die das Volk bestimmen kann. Die sind dann jeweils in Konkurrenz zueinander und sorgen für die politische Vielfalt. Einig sind sich alle im Land, dass es immer um den Vorteil des Landes geht. Wenn es dem Land gutgeht, geht es an und für sich allen gut. Alis aus shit hole countries kämen unter diesen Umständen nie ins Land.
Meine türkische Nachbarin hat auf einer Internet-Plattform allen Freunden und Bekannten „Fröhliche Weihnachten“ gewünscht. Und ein junger afghanischer Flüchtling, dem ich mal ein bisschen Deutsch beigebracht habe, hat ebenfalls der Allgemeinheit „Fröhliche Weihnachten“ gewünscht, während ich bei nichtchristlichen Bekannten stets nur „Frohes Fest“ formuliert habe. Was lerne ich daraus? In Zukunft „Fröhliche Weihnachten“ an alle! Und: Auf die Menschen kommt es an …
@Ilona Grimm @HJG … Ähm nein. Jesus war ein linker Nationalist (man könnte auch sagen Nationalsozialist) & Rassist. Paulus spielt keine Geige. Paulus kannte Jesus nur aus seinen Wachträumen & die Ignoranz des Paulus gegenüber Jüdischen Regeln & Geboten läßt es wenig plausibel erscheinen, daß Jesus die Paulus-Briefe unterschrieben hätte. Jesus hätte diese Machwerke wohl verbrennen lassen. Wenn Sie die Menschheitsgeschichte vor- & nach Jesus ablaufen lassen, spielt es keine Rolle ob Jesus ein Gottessohn (er wäre nicht mal der tausendste in der Historie) war oder nicht. Denn es lassen sich keine positiven historischen Aspekte festmachen, eher das Gegenteil, weil Konflikte, wie Krieg, nun nicht mehr als Interessengeleitet, sondern mit bigotter religiöser Moral begründet wurden, obwohl man Krieg ausnahmslos als politischen Zweck führte & Christianisiserung/Mission mit bewußter Kultur- & Sprachvernichtung verfolgte. Aber Ihr Gott & sein angeblicher Sohn sind völlig nutzlos & daher belanglos. Er probierte es, den Osterhasen zu vernichten, aber sein queeres Osterlamm scheiterte völlig.
Es geht womöglich weniger um die „Christlichkeit“ des Landes als um dessen „Aufgeklärtheit“. Die Errungenschaften der westlichen Aufklärung sind es letztlich, die auf dem Spiel stehen. Jene Aufklärung hat wesentlich zum Erfolg der westlichen Kultur beigetragen sowie zur Lebensqualität und Offenheit der westlichen Gesellschaften – sämtlich Errungenschaften, die inzwischen massiv unter Druck geraten sind. Unterdrückt durch autoritäre, totalitäre Ideologien, welche der im Westen erneut wuchernde Sozialismus im Kern mit dem rechtgläubigen Islam teilt – was deren aktuelle Symbiose erklärt.
Aus gegebenem Anlass mein Leserbrief – leicht verändert – in Sachen Bedford – Strohm , bisher unveröffentlicht.
Man ist wahrlich fassungslos: Ausgerechnet Heinrich Bedford-Strohm , heute Weltkirchenratsvorsitzender und ehemaliger EKD – Ratsvorsitzender sorgt sich um den Mißbrauch des Christentums und teilt unreflektiert und pauschal gegen die AfD aus. Seine peinliche Kreuzabnahme – Affäre auf dem Tempelberg ist unvergessen. Vor allem, dass Herr Bedford – Strohm im Nachhinein versuchte, sich mit Halbwahrheiten zu rechtfertigen, dürfte die Kirchenaustrittswelle befördert haben. Kirche hat nach meinen Verständnis den Zusammenhalt der Gesellschaft zu befördern, nicht aber sie politisch zu spalten.
@H.J.Gille zu Peterson gestern, was auch gut hierher passt:
Sie schrieben, die Bibel „ausgiebig“ gelesen zu haben; dabei fanden Sie „abrahamitisches Teufelszeug“.
Man kann jedes Buch mit der Absicht lesen, es gründlich misszuverstehen oder „nicht hilfreich“ zu finden.
Für das Urteil „nicht hilfreich“ genügt es sogar, das Buch überhaupt nicht zu lesen.
Von welchem Bibbelabschnitt leiten Sie die Behauptung ab, Jesus sei nicht für die Juden in die Welt gekommen?
Erst nachdem sein eigenes Volk Jesus verworfen und getötet hatte, wurde Paulus durch eine übernatürliche Begegnung mit dem auferstandenen Jesus beauftragt, die Heidenvölker (= Nicht-Juden) zu missionieren.
Sie mischen Judaismus, Islam und Christentum wild durcheinander.
Dabei kommt zwangsläufig Chaos heraus:
♦Der Koran des Islam lehnt Jesus als Gottessohn und Erlöser unmissverständlich ab:
Sure 4, 158 → „Sie haben ihn (Jesus) aber nicht getötet und nicht gekreuzigt, sondern einen anderen, der ihm ähnlich war“.
Sure 4.172: →„Es gibt nur einen einzigen Gott. Fern von ihm, dass er einen Sohn habe.“
♦Die orthodoxen Juden beten im „Schmone Esre“ seit zweitausend Jahren für die Zerschmetterung der Christen:
→ „Den Verleumdern sei keine Hoffnung, und alle Ruchlosen mögen im Augenblick verloren sein, alle Feinde deines Volkes mögen rasch ausgerissen werden, und die Trotzigen schnell entwurzele, zerschmettere und demütige. Gelobt seist du, Ewiger, der du die Feinde zerbrichst und Trotzige demütigst.“
Und Sie sehen Gemeinsamkeiten??
Sie dürfen an Asen glauben oder an Jupiter oder ausschließlich an sich selbst, der „irgendwie“ aus sich selbst entstanden ist.
Gottwerdung des Menschen statt Menschwerdung Gottes ist Programm seit der „Aufklärung“ und nennt sich „Humanismus“.
Jesus zwingt niemanden zu seinem Glück; er rettet nur diejenigen Menschen, die gerettet werden möchten.
Auf den Rettungsweg möchte ich aufmerksam machen. Das ist alles. Der Teufel stört sich daran.
Aber er hat anderswo Grund zur Freude…
@Michael Müller: Die sind aber nicht „rechts“ und nur das wird angeprangert und strafrechtlich verfolgt in Absurdistan!