Tulsi Gabbard ist neue Geheimdienst-Koordinatorin der USA. Sie war für die Amerikaner im Irak im Einsatz und wurde zur Kritikerin der US-Außenpolitik – und repräsentiert das Gegenteil ihrer ahnunglosen deutschen Kolleginnen.
Wenn sich der woke Nebel hebt und die „feministische Außenpolitik“ sich als kindisches Geplapper erweist, kann man wahre Wunder erleben. Frauenwunder! Elegante Wesen, knallhart, aber unverbissen, unideologisch, dafür vernünftig, ohne Opferattitüde oder Männerhass – oder „wir sind das friedliche Geschlecht“ oder gar das bessere. Ich spreche natürlich von der neuen Administration in den USA. Dort recken nicht die Saskia Eskens oder die Nancy Faesers ihre medusenhaften Häupter, dort stapfen auch weder Verteidigungsministerin noch Außenministerin in unpassendem Schuhwerk an der Kriegsfront herum. Sondern man darf gutaussehende Frauen erwarten, mit Humor und Vernunft, Manieren und Kampfkraft.
Coole Socken wie Tulsi Gabbard wären die perfekte Besetzung für all die Hollywoodschinken, in denen zierliche Nahkämpferinnen den Feind mit eleganter Handarbeit zur Strecke bringen. Ein Videoclip zeigt sie beim Drill. Beeindruckend! Der neue Director of National Intelligence ist Veteranin – nicht, wie eine unserer Verteidigungsministerinnen, Christine Lambrecht, ahnungslos.
Tatsächlich ging Gabbard im Jahr 2003 als Teil der Hawaii Army National Guard in den Irak und arbeitete dort bei einer Einsatzgruppe gegen Terrorismus. Die 43-jährige, in Amerikanisch-Samoa geborene und in Hawaii aufgewachsene Politikerin kam zurück als unerbittliche Kritikerin des amerikanischen Interventionismus. Damit und mit vielem Anderen machte sie sich nicht gerade beliebt, vor allem nicht bei den Democrats, deren Mitglied sie bis in die 2020er Jahre noch war. 2017 besuchte sie den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Begründung: Man müsse auch die andere Seite anhören. Sie kritisierte das Engagement der USA für die Ukraine und die Sanktionen gegen Russland. Also war sie Putins Mädchen, wie Hillary Clinton unterstellte.
In Deutschland undenkbar
2022 kam der endgültige Abschied von den Demokraten, die Gubbard als woke und elitäre Intrigantentruppe beschimpfte, die nicht dem Volk dienen, sondern die USA in Kriege verwickeln wolle. Ganz offenkundig passte sie weit besser zu den Republikanern unter Donald Trump. Trumps Versprechen, die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine zu beenden, sei einer der Gründe für ihre Unterstützung, erklärte sie.
Nun wird sie Disruptorin der 18 Nachrichtendienste, die ihren Konsens pflegen, egal, wie die Welt sich dreht. Gabbard soll koordinieren und den Präsidenten in Geheimdienstfragen beraten. Sie, die sich mit den Terrortrupps der Welt sicher gut auskennt, hätte ihm davon abgeraten, Muammar al-Gaddafi zu stürzen, diesen flamboyanten Teppichhändler, mit dem man zuvor doch so gut auskam. Sein Sturz hat Libyen destabilisiert. In Syrien folgte auf Baschar al-Assad nicht die Demokratie, sondern die Regierung einer islamistischen Miliz. Ähnlich erfolglos das amerikanische Engagement in Afghanistan. Gabbard wird nun die orthodoxen Ansichten über derlei Interventionen und die zu ihrer Rechtfertigung herangezogenen Geheimdienstinformationen überprüfen und erschüttern. Ist das nicht verblüffend? Eine Friedenstaube, auch noch eine Hindu, in einer solchen Position? Eine Friedenstaube, sie sich überdies in Kriegsdingen auskennt?
In Deutschland nicht denkbar. Annalena Baerbock ist zwar Diplomatin, hat aber nichts Friedensstiftendes bewerkstelligt, ganz im Gegenteil. Nun sieht es danach aus, als ob es Donald Trump und seinen Unterhändlern gelingen könnte, das Blutvergießen in der Ukraine zu beenden. Schlauerweise dürfte er dafür sorgen, dass der USA ihre Unterstützung mit ukrainischen Bodenschätzen vergolten wird, während vor allem Deutschland auch noch für den Wiederaufbau sorgen darf. Bei uns denkt man eben nicht so kühl kalkulierend, wir geben mit warmem Herzen, auch wenn wir kaum noch etwas zu geben haben.
Bei uns brillierten einige Frauen, die von Krieg und Militär nichts verstehen, mit schrillem Bellizismus. Das mag transatlantische Treue gewesen sein, als die USA noch von der Biden-Administration gelenkt wurde. Doch seit Donald Trumps Regierungszeit ist alles anders. Ob wir das hierzulande mal begreifen?
Dr. Cora Stephan ist Publizistin und Schriftstellerin. Viele ihrer Romane und Sachbücher wurden Bestseller. Ihr aktueller Roman heißt „Über alle Gräben hinweg. Roman einer Freundschaft“.
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Beitragsbild: Tulsi gabbard - Own work, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gute Frau mit dem richtigen Background und offenkundig sehr viel praktischer Erfahrung. Ihre geopolitische Weltsicht ist absolut korrekt. Ich sehe vieles ganz genauso. Und sie ist jetzt genau in der richtigen Position um das zu zeigen. Ich gehe davon aus, dass sie exakt das richtige Gespür dafür hat, was man hinter den Kulissen korrigiert und was man öffentlich korrigiert. Es gibt da eine sehr feine Linie wo öffentliche Information sehr gut hilft und wo sie massiv schadet. Ich befinde mich ja seit geraumer Zeit auf einer ähnlichen Gratwanderung, wo man einerseits das Volk aufklären muss um Schlimmeres zu verhindern, aber jederzeit abwägen muss, welche Informationen nicht an die Öffentlichkeit gehören, damit sie kein unkontrollierbares Desaster auslösen. Dafür braucht es sehr viel Erfahrung und sehr viel Feingefühl. Und das können nur Menschen leisten, die damit über Jahre hinweg professionell zu tun hatten. Das ist also keine Aufgabe für Zivilisten, sondern nur für Profis mit dem entsprechenden Hintergrund. Tulsi Gabbard hat diesen Hintergrund. Das steht völlig außer Frage.
Jetzt ist mein schöner Kommentar wegen dieser Sächsisten und den möglicherweise ge- bzw. überschätzten Landtags-Wahlergebnissen für die Grünen in Deutsch-Erz-Donkelland in den falschen Beitrag gerutscht. In bin untröstlich; diesen meinen eigenen Fehler werde ich den Grünen nie verzeihen! Also: Ich hätte die tapfere Tulsi Gabbard, die in mehreren Auslandseinsätzen ihrem Land selbstlos gedient und ihr EIGENES Leben eingesetzt hat, sehr gerne als Außenministerin gesehen. Sie weiß aus EIGENER ERFAHRUNG was Krieg bedeutet bzw. bedeuten kann. Und wie viele alte Krieger (Rabin, Sharon, Dayan, Sadat) arbeitet sie seitdem unermüdlich für friedliche(re) Lösungen. Kein Wunder, daß sie bei Etappen-Hengsten und -Stuten und Sofa-Siegfried-Strategen so verhaßt ist. Wie viele Kollegen hier auch schon erwähnt haben: Tulsi hat Charme, strahlt Zuversicht aus und verdient Vertrauen! Und: Sie ist vglw. jung. Sie steht für eine hoffrentlich ‚bessere Zukunft’. Die verknöcherte und erstarrte Geronten-Generation der Clintons, Pelosis und Mitch McConnells ist in Amerika endlich, endlich – aber endgültig abgelöst – paradoxerweise durch ihren letzten Vertreter. Unvergessen: Tulsi war diejenige, die die Genossin Clinton als das bezeichnete, was diese ist: ‘the queen of warmongers, embodiment of corruption, and personification of the rot that has sickened the Democratic Party for so long,‚ (Hillary Clinton, die Königin der Kriegstreiber, die Verkörperung der Korruption und die Personifizierung der Fäulnis, die die Demokratische Partei schon so lange befallen hat’. Ein grandioses und wahrhaftiges Statement. Tulsi: I very very like you!!!
Ich wünsche ihr Schutzengel und Bodyguards, welche noch besser militärisch ausgebildet und fähig sind als sie. Und möge ihr Kinderwunsch in Erfüllung gehen, wäre sonst schade um den Genpool.
Wer sich nicht ausdrücken kann, hat gewöhnlich nichts auszudrücken, jedenfalls nichts klar Gedachtes? Die gebildete Frau nannte man früher – heute politisch inkorrekt – Blaustrumpf. In England gab es im 18. Jhd. einen schöngeistigen Zirkel, zu dem die Frauen in blauen Garnstrümpfen, statt mit schwarzen Seidenstrümpfen gingen. Bei der gebildeten Frau schwingt oft mit, daß ihr der weibliche Charme fehlt? Das halte ich für einen Mangel, weil ich mich viel öfter davon überzeugen lasse als von analytischen Vorträgen. / Vieles, was ich in der Schule gelernt habe, hält heute keiner Prüfung mehr stand. Man lese doch mal seine Schulbücher. Das ist mehr Glauben als Wissen. Die Mathematik ist natürlich eine Ausnahme, also 1 + 1 sind bei mir nach wie vor 2 und nicht ungefähr 5. / Schule sollte, wie früher, Musikunterricht als Schulfach haben, in Maßen die Leibesertüchtigung und biblische Geschichte. Heute scheint mir die Schule sehr interessengeleitet, was wissen die Gören schon? Schule sollte zur Kreativität erziehen, und nicht zum bloßen Aufsagen. Noten werden ja für das Aufsagen gegeben. Wer da gut drinnen ist, kriegt eine 1. Zur Schule gehören unbedingt Musik und bibl. Geschichte. / Unter dem Bauarbeiter Schröder zwischen der Buddel Bier und politischen Katastrophen war plötzlich der Hochbegabte in aller Munde, der sollte frühzeitig erkannt und gefördert werden. Wer erinnert sich? Autisten sind auch hochbegabt, die bringen es zu oft phänomenale Gedächtnisleistungen, aber es mangelt da am Gestühl im Kopf, an der Antriebslage, Ausdauer, Lernbereitschaft, Anspruchshöhe, zumeist wird die Inselintelligenz mit Talent verwechselt. Die Tiroler sind schön, heiter, ehrlich, brav und von unergründlicher Geistesbeschränktheit. H.Heine,Reisebilder
Vielen Dank, sehr geehrter Frau Doktor Stephan für Ihre mediale Heraushebung Mrs. Tulis Gabbard. Sie ist es mehr als wert!
Gut. Danke.
@Chris Kuhn … Ohne Ihre Beiträge kritisieren zu wollen, die Stärke von Vance basiert vor allem auf Seiner Lesewut & Seinen Mitarbeiter, die zu behandelnde Themen gut recherchieren. Der Nachteil des Akademiker-Daseins ist auch für jeden Akademiker offensichtlich. Bis auf die Privilegierten mit reichem Elternhaus, verbringen zukünftige Akademiker die besten Jahre damit, etwas zu lernen (& sonst nichts mehr mitzukriegen), von dem sie maximal nur 10% später nutzen können. Heute nur noch wenig vorhandene Generalisten mit stabilen Halb- & Viertelwissen fehlen. Man müßt dieses Leonardo-Studienfach einführen.