Was ist los im deutschen Außenministerium? Wer sitzt da alles in den sonnigen Ställchen im imposanten Bauwerk am Werderschen Markt oder schleicht geduckt durch die Flure auf der Suche nach Inspiration? So ein deutscher Außenminister ist ja nicht allein. Er kann jederzeit in den Arm genommen werden, wenn's mal heikel wird, von drei Staatsministern und zwei Staatssekretären. Unklar, wieso diese fünf gewiss nicht gänzlich Unkundigen Johann Wadephul, amtierender Außenminister seit Mai 2025, nicht davon abgeraten haben, von einer „Zwangssolidarität“ mit Israel zu reden.
Die Frage ist natürlich, wer unterhalb dieser Ebene den Oberen zuarbeitet. Bei den Abteilungen für Gleichstellung und Diversität ist offenbar alles wie unter Baerbock geblieben, muss ja, wegen Vielfalt und Erhöhung des Frauenanteils in führenden Positionen; braucht man ja, schon weil der Anteil der Frauen an Führungspositionen weit unter 50 Prozent liegt. Wollen die etwa nicht?
Und was macht eigentlich der Wissenschaftliche Dienst so? Hat man wirklich den gesamten von den Grünen installierten Unterbau unangetastet gelassen? In der Abteilung „Kultur und Gesellschaft“ findet sich, was darauf hindeutet: „Außenpolitik braucht Erzählungen“ und Deutschland brauche „eine reflektierte Auseinandersetzung mit sich selbst in den Augen der Welt.“
Deshalb wohl hat sich Ex-Außenministerin Annalena Baerbock mit Claudia Roth 2022 auf den Weg nach Nigeria gemacht, aus reflektierender Auseinandersetzung mit der deutschen „kolonialen Vergangenheit“, und dem nigerianischen Volk 20 sogenannte „Benin-Bronzen“ zurückgegeben. Nun war Nigeria nie eine deutsche Kolonie, und die zurückgegebenen Kunstwerke kamen auch nicht dem „nigerianischen Volk“ zugute, sondern den früheren Eigentümern, dem Königreich Benin, einem brutalen Sklavenstaat, deren Nachkommen die Bronzen prompt privatisierten. Ist es niemandem im AA in den Sinn gekommen, die Moralträgerinnen über diesen Hintergrund aufzuklären? Oder saß da womöglich ein Grüppchen Scheinheiliger zusammen und beschloss, die Damen ins Messer laufen zu lassen?
Außenpolitik braucht eben Erzählungen!
Wadephul hingegen läuft nicht ins Messer, sondern schätzt den Tritt ins Fettnäpfchen, mit Anlauf. So hat er den Türken jüngst dafür gedankt, dass sie Deutschland wiederaufgebaut und das „deutsche Wirtschaftswunder“ möglich gemacht hätten. Ist natürlich Quatsch, aber der Unsinn wurde bereits in einem Video vom Auswärtigen Amt im Jahr 2024 verbreitet. Außenpolitik braucht eben Erzählungen!
Aber vielleicht kennt sich der Außenminister in der deutschen Geschichte nicht aus? Darauf lässt seine jüngste Behauptung schließen, „Syrien sieht schlimmer aus als Deutschland 1945“ (Er ist Jahrgang 1963). Man dürfe keine Syrer, die wegen des syrischen Bürgerkriegs in Deutschland Aufnahme gefunden haben, dorthin zurückschicken, denn: „Hier können wirklich kaum Menschen richtig würdig leben.“ Fragt sich nur, wer ein zerstörtes Land wieder aufbauen soll, wenn nicht das eigene Volk. Aber halt! Waren es nicht die Türken, die Deutschland wiederaufbauten?
Es waren natürlich die Deutschen selbst, mitsamt den Flüchtlingen und Vertriebenen und den qualifizierten Menschen, die rechtzeitig die DDR verlassen hatten. Also wer wirklich jede Menge Erfahrung hat mit dem Wiederaufbau der zivilen Struktur, der Stadt- und Wohnviertel, pulverisiert nach dem „Morale Bombing“ durch die Royal Air Force, sind die Deutschen, heute schon etwas älter geworden. Doch wird nicht lange schon den Rentnern ein „soziales Jahr“ empfohlen? Na bitte. Syrien ruft!

Aussenminister setzt auch diplomatisches Geschick und einen gewissen realitätsbezogenen Intellekt voraus. So kann man für die Interessen des eigenen Landes eintreten, ohne den Gegenüber zu brüskieren. Genscher beherrschte das diplomatische Parkett perfekt.
Aber bei Baerbock kam und Wadephul kommt mir eher Fehlbesetzung ins Auge.
Nun, der Deutsch-Palästinenser vom Amt ist halt komplett irre, eine Art Extrakt sämtlicher Wahnideen und Psychosen von 150 Jahren Preussengermania. Im Endstadium. Alles so verinnerlicht, daß man kaum noch eine persönliche Verantwortung zuschreiben mag, und stets vorgetragen mit dem näselnden Singsang allerbiederster Vernünftigkeit. Der ´Deutschland 1945´-Vergleich hat allerdings was, natürlich nicht in dem unsinnigen Bezug auf die Lage in Syrien, sondern mehr allgemein: man müßte damit aufhören, den Islam als ´Religion´ zu verharmlosen und ihn als totalitäre, rassistische und menschenverachtende Ideologie genauso bekämpfen wie den deutschen Nazismus. ´Moral Bombing´ inklusive. Fürs Erste würde schon ein funktionierendes Grenzregime Wunder wirken, also kein Visa, kein Asyl, kein Eintritt.
Erinnert sich eigentlich noch jemand daran, dass Baerbock im AA ein an prominenter Stelle hängendes Bismarck-Gemälde abhängen ließ?
Es wäre die erste von einem Unions-Außenminister zu erwartende Amtshandlung gewesen, dieses wieder am gleichen Ort aufhängen zu lassen, aber ich habe nichts derartiges gehört.
Andererseits ist es angesichts der deutschen Außenpolitik und speziell der Tätigkeiten des Auswärtigen Amtes (siehe Einfliegen von „Ortskräften der Bundeswehr und anderen besonders gefährdeten Afghanen“) auch folgerichtig und ehrlich, kein Gemälde dieses Politikers im AA hängen zu haben, der mehr Format hatte als alle „bürgerlichen“ Politiker der letzten 25 Jahre zusammen und der auch ein begnadeter Diplomat und Außenpolitiker war.
2016 war US-Aussenminister Antony Blinken in der „Sesamstrasse“ zu sehen. Wäre wohl auch ein passendes Umfeld für Wadephul. Don’t waste his Talents in the State Department.
Nur besondere Könner reüssieren als Ministrant. Wie die KlimateriumInnen. Und um die Trampolinerin zu toppen braucht es halt noch mehr … Und übrigens … laut MSM hält der Puler die Türken-Gastarbeiter für die Erschaffer des Wirtschaftswunders. Was ist dagegen so ein Trampolin als Nigerianische Scheixxhaus-ErfinderInnenIn.
Ich glaube nicht, daß man dem Mann helfen kann.
Als ich vor ca. 25 Jahren in meinem mexikanischen Exil durch sinflutartige Regenfälle eher zufällig in ein Gespräch mit einem Deutsch-Amerikaner kam, der damals bereits über 30 Jahre in Kaliforniern lebte, aber intensive Kotakte zu seiner Verwandschaft in NRW pflegte, da höhnte der über den deutschen Außenminister Fischer von den Grünen, der „nur durch die Welt reise, um überall das Geld der deutschen Steuerzahler zu verteilen“. Der kannte sich bereits damals als besser informiert aus, als heute viele in der Politik und den Medien, wobei man natürlich auch vermuten kann, dass das alles wohl kalkuliert abläuft, was die ganze Sache dann noch schlimmer macht.