„April is the cruellest month“, dichtete T. S. Eliot in „The Waste Land“ im Dezember 1922. Der Winter erschien ihm weit gnädiger: Er störte nicht mit unbändigem Wachsen und Gedeihen, und der Schnee deckte alles zu.
Wie kann man nur so miesepetrig sein! (Das Gedicht ist allerdings großartig.) Dabei ist es Jahr um Jahr ein Wunder, wie es sich bereits unter dem Schnee schon regt und streckt, das Leben. Und eben noch konnte man die Bäume bewundern, deren filigranes Geäst ohne Laub am besten zu erkennen ist – da fangen sie bereits an, mit zartem Rot oder Gelb die Explosion anzukündigen, die nicht mehr lange auf sich warten lässt: wenn sie ausschlagen.
November und Dezember sind die schlimmsten Monate. Tag um Tag wird es dunkler. Und kälter. Und dann die Nachrichten über sich rapide leerende Gasspeicher. Woher soll da noch gute Laune kommen? Mal abgesehen von den anderen Schreckensnachrichten, den leeren Gesichtern und Phrasen. Was tröstet? Da hilft nur eins: am ersten sonnigen Tag die Erde vom toten Laub befreien, so dass die unverfroren gelben Winterlinge freie Fahrt haben.
Die Sahara wird immer grüner
Das ist das Gegengift. „Il faut cultiver notre jardin“, wir müssen unseren Garten bestellen, mit dieser Botschaft endet „Candide oder der Optimismus“, eine satirische Novelle von Voltaire. Der einfach gestrickte Held Candide, illegitimer Neffe des westfälischen Barons Thunder-ten-tronckh, wird aus dem westfälischen Heimatschloss verbannt, nachdem er mit Prinzessin Cunégonde in flagranti ertappt worden ist. Auf seiner Flucht durchleidet Candide eine Katastrophe nach der anderen, bis kein Optimismus mehr übrig bleibt und er sich ein Gut kauft und Landwirtschaft betreibt. Das Einzige, was hilft: „Lasst uns arbeiten ohne nachzudenken, das ist das einzige Mittel, das Leben erträglich zu machen.“
Vor allem dann, wenn man die Finger in der sich langsam erwärmenden Gartenerde hat. Was, wenn keine zur Verfügung steht? Vorstellungskraft wirkt ebenfalls. Und wer einmal täglich seinen Lieblingsbaum beobachtet, weiß, was die Stunde geschlagen hat. Die Welt geht nicht unter. Das Frühjahr kommt, nichts und niemand kann es daran hindern. Lasst es ruhig wärmer werden, sofern solch Vorhersage denn stimmt. Die Natur begrüßt das. Und obwohl derzeit ein riesiger Sandschleier aus der Sahara gen Europa zieht und bereits in Frankreich angekommen ist: Die Sahara wird immer grüner.
Warum heute so untoxisch, so sentimental? Weil es keinen Spaß macht, zum zigsten Mal zu beschreiben, was jeder sieht. Muss ich das aufzählen? Die Fehler, die Phrasen, die leeren Gesichter der Politblase? Die unverfrorenen Manipulationen bei ARD und ZDF? Die beunruhigende Finanzlage? Die selbstmörderische Migrationspolitik? Der Vormarsch des Islam? Angesichts all der Katastrophen hilft es, sich auf das zu besinnen, was noch übrig ist: Freunde. Familie. Haustiere. Die Achse des Guten.
Beitragsbild: Bff - Own work, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Sie haben keine Ahnung, wie sehr Sie mir meiner Mutter ähneln. Sie konnte mich verleugnen, aber das hat sie für mich getan. Natürlich hat sie eine Tochter. Eine Tochter, die ihr nicht verziehen hat.
Ja, Garten und die sich ständig erneuernde Natur geben Freude und Gelassenheit. Und zu den desaströsen Zuständen jenseits des Gartenzaunes kann man nur sagen, love it, change it, or leave it.
Sie haben meine vollste Zustimmung! Davon ab: Gartenarbeit wäre die perfekte Therapie für alle komplett verkopften Menschen, das erdet und tut der Seele/ dem Körper gut!
Wenn man jeden Tag den „ Don Quixote “ gibt , wird man anfälliger für Krankheiten und das Dümmste , was einem passieren kann, im fortgeschrittenen Alter, ist , sich eine chronische anzulachen . Deshalb braucht man , je nach Temperament , einen Ausgleich , denn jeder hat davor Angst . – Hesse war Gärtner im Tessin und sicherlich wußte er auch , warum .