
Herr Schweiger sollte bei seinen Schlappohrnasen bleiben und schweigen. In ein paar Wochen sitzt er wieder bei anderen auf dem Schoß, dieser Wendehals.
Ich weiß noch, wie herablassend und besserwisserisch er war, als es darum ging, die Gefahren ungezügelter Migration zu verharmlosen und die Tatsachen zu verdrehen. Das ist ein linker Wesenszug, den man nicht isoliert betrachten kann. Lustig mit anzusehen, wie nun die Leute, denen er sich damit andienen wollte, ihm mit Anlauf in den Arsch treten.
Herrlich. So viel Publicity für seinen Kanal hätte sich Reitschuster für teuer Geld nicht kaufen können! Die von der BPK wollen übrigens aufhören, ihre Vorstellungen öffentlich übertragen zu lassen. Dabei sind die bloß gestellten, stammelnde Gesichter auf dem Podium nach Reitschusterfragen so ziemlich das Einzige, wofür sich lohnt, das Übertragungsgerät überhaupt noch einzuschalten.
„Wir sind zwar nicht ins Gespräch gekommen, aber ins Gerede.“
Ich mag Til Schweiger auch nicht besonders. Mit zwei Ausnahmen: 1) Er wurde von Quentin Tarantino glänzend besetzt mit seiner Rolle in “Inglorious Bastards”. Besser geht’s fast nicht, mir fiele im Moment kein besserer Schauspieler für diese Filmfigur ein. Und Schweiger hat ganz hervorragend geliefert. 2) Sein Reitschuster-Involvement. Klasse, Hut ab.
Jeder kennt das Phänomen der Verwandtschaft über sechs Ecken. Bei Großhochzeiten muslimischer Prägung enden solche in Schlägereien, weil man während fortgeschrittener Feierei feststellt, dass ein Teil der Gäste der falschen Konfession angehören. In diversen Fernsehsketchen wird die deutsche Hochzeit anders dargestellt. Das Hochzeitspaar prüft die Gästeliste vor der Hochzeit auf allerlei Problemfelder (knausrig bei Geschenk, trinkt zuviel, isst zuviel, keine Stimmungskanone usw.) und streicht so lange, bis am Ende nur das Hochzeitspaar übrig bleibt. Der moderne Volkssport, wen der falschen Gesinnung zu überführen oder falsche Kontakte zu haben (im selben Supermarkt einkaufen, wie NPD-Wähler), ist bestimmt ein positives Alleinstellungsmerkmal in gut funktionierenden Demokratien, um Individualismus zu schützen und um Kollektivismus (nicht verwechseln mit Kollektivierung) voranzutreiben.
Ein Plädoyer auf Till Schweiger nur weil er auf Twitter ein Foto von sich und Herrn Reitschuster gepostet hat? So wenig es eine Kontaktschuld gibt, so wenig gehen Herrn Reitschusters Leistungen auf den guten Till über, nur weil es ein gemeinsames Foto gibt. Ich kann doch nicht andere wegen etwas kritisieren (“Kontaktschuld”) und und zur Begründung der Kritik das gleiche Muster an den Tag legen ... Wenn ich Herrn Schweiger gut finden soll, dann muss da mehr her, als ein Foto mit Boris Reitschuster.
Zugegeben, ein Fan von Herrn Schweiger war ich nie, mochte ihn nicht, kenne seine Filme nicht. Und zu der Zeit, als man den TO noch einigermaßen ohne Ideologiegesülze anschauen konnte, kam er um die Ecke und wollte beim TO frischen Wind ‘reinbringen! Seinen Hamburg-TO habe ich nie geschaut! Aber jetzt, ...also jetzt wird er mir richtig sympathisch, der Till!
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