Nach der Niederlage bei Leipzig im Oktober 1813 hatte sich Napoleon, die Verbündeten einigermaßen auf Abstand haltend, über den Rhein nach Frankreich zurückgezogen. Seine Feinde hatten sich in zwei Armeen geteilt, die sogenannte „Schlesische Armee“ mit preußischen und russischen Truppenteilen unter Blücher sowie die „Böhmische Armee“ unter dem Österreicher Schwarzenberg, der in seinem Schlepptau den preußischen König Friedrich Wilhelm III., Zar Alexander I. von Russland und Kaiser Franz II. von Österreich mit sich führte.
In der Silvesternacht 1813/1814 war Blücher bei Kaub über den Rhein gegangen, etwas früher hatte Schwarzenberg bei Basel über den Rhein gesetzt, bewegte sich aber mit seinen 200.000 Mann nur langsam und schwerfällig vorwärts. Wahrscheinlich auch, weil er immer wieder zwischen den drei Monarchen ausgleichen musste, die widerstrebende Ideen hatten, wie der Feldzug laufen sollte. Hinzu kam bei den Österreichern der politische Aspekt: Immerhin marschierten die Truppen des österreichischen Kaisers in das Land des Schwiegersohnes, der Tochter und des Enkels ein und sein Außenminister Metternich hätte lieber einen Friedensvertrag als einen Siegfrieden geschlossen. Dem stand Alexander I. entgegen, dessen Hauptstadt niedergebrannt worden war und der gerne das Gleiche mit Paris tun wollte, ja und Friedrich-Wilhelm III., den Napoleon einst „dumm wie einen Sergeanten“ genannt hatte, war sozusagen ehrenhalber dabei, hatte aber ebenfalls mit Napoleon noch ein Coq-au-vin zu rupfen.
Der Feldzug von 1814, der letzte Akt der sogenannten Befreiungskriege, war angesichts des Mangels auf beiden Seiten ein Meisterwerk Napoleons und seiner Generäle, die zu Fuß riesige Entfernungen zurücklegten, um sich mal der einen, mal der anderen Armee in den Weg zu stellen. Insgesamt hatte Napoleon seit Anfang 1814 den Alliierten 16 kleinere und größere Schlachten und Gefechte geliefert, einige gewonnen, einige verloren, aber viele – und in diesem Fall sehr viele – „Hunde“ waren des französischen Adlers Tod. Langsam, aber unaufhaltsam, kamen die Verbündeten Paris näher.
Der Bluff der Alliierten hatte funktioniert
Und dann war da der 23. März 1814. Die allgegenwärtigen Kosaken hatten einen Kurier Napoleons geschnappt, der die Post des Kaisers austragen wollte. In seinem Brief an seine Frau Marie-Louise erklärte Napoleon, er wolle sich nicht auf Paris zurückziehen, sondern die Böhmischen Armee mittels eines Flankenmanövers von Paris ablenken. Er schrieb es nicht so, sondern wörtlich: „Ich habe mich entschlossen, mich der Marne und ihrer Umgebung zu nähern, um sie von Paris abzuziehen“. Anscheinend hielt man bei den Franzosen nicht viel von Kryptografie.
In Kenntnis der Sachlage beschlossen die Alliierten, Napoleon buchstäblich „links“ (also im Süden) liegenzulassen und einfach an ihm vorbei in die französische Hauptstadt zu marschieren. Napoleon bekam zur Tarnung Kavallerie und berittene Artillerie unter General Wintzingerote entgegengeschickt, der wiederum freute sich, dass sein Plan so trefflich aufgegangen war und redete sich ein, er hätte die Vorhut der Böhmischen Armee vor-, beziehungsweise hinter sich. Der Bluff der Alliierten hatte funktioniert, der Kaiser griff bei St. Dizier Wintzingerote an und besiegte ihn, setzte aber nicht nach. Schwarzenberg hatte ihn reingelegt.
Am 25. März traf die Vorhut der Alliierten auf die französischen Korps Marmont und Mortiers Junge Garde, die sich eigentlich bei St. Dizier mit dem Kaiser vereinigen wollten und drängte diese nach Westen, Richtung Paris ab, wo sie schließlich die Stadt verteidigen sollten.
„Sie drängten ab“, sie „lieferten ein Gefecht“ … Schnöde Worte aus dem Militärjargon. In Praxi trafen hier durchfeuchtete, kranke, lumpige und zerlumpte Soldaten aufeinander, unterernährt, teilweise ohne und teilweise in Holzschuhen, erschöpft, müde und wenngleich die Franzosen als Verteidiger etwas motivierter als die Verbündeten und aus den Depots etwas besser versorgt gewesen sein dürften – hier schoss, schlug und prügelte halb Europa aufeinander ein. Es flossen im wahrsten Wortsinne Ströme von Blut, dazwischen immer wieder Bauern und Stadtbewohner, die mal die einen, mal die anderen Truppen mit dem versorgen durften, was von der Ernte des letzten Jahres noch übrig war.
In stockfinsterer Nacht in unbekanntem Gelände
Blücher und seine preußisch-russischen Truppen erreichten am 28. März Paris, mussten aber anhalten, um auf Schwarzenberg zu warten. Außerdem waren Blüchers Soldaten regelrecht platt, vor allem die Landwehr – rekrutiert aus den Bauern und Bürgern der preußischen Gebiete, immer noch mangelhaft ausgerüstet und ausgebildet und in etwa vergleichbar mit dem „Volkssturm“ aus den letzten Tagen des Dritten Reichs –, war in einem beklagenswerten Zustand. Blücher selbst ging es auch nicht besonders gut. Er behauptete, an einer Augenkrankheit zu leiden und trug einen grünen Damenhut mit einem Schleier. Mit ihm war derzeit nicht viel anzufangen, aber der Mann war da auch schon stolze 72 Jahre alt. Sein Stabschef Gneisenau würde den Angriff planen und führen müssen.
Marmont und Mortier hatten ebenfalls Paris erreicht und nutzten die Verzögerung, um die Verteidigung von Paris zu organisieren: Die Verteidigungslinie reichte vom Montmartre im Norden über La Villette und das Dörfchen Pantin im Osten, dessen Straße nach Westen direkt zu einem Pariser Stadttor, der „Barriere de Pantin“ führte, südlich davon dann das Dorf Belleville. Schließlich bildete ganz im Süden Dorf und Schloss Vincennes den Abschluss der Front, was den charmanten Vorteil hatte, dass das Schloss teilweise festungsartig ausgebaut war. Ein etwas breiterer Kanal, der Canal de l’Ourcq, teilte das Schlachtfeld in zwei Teile, der östlich von Paris nur bei Pantin überquert werden konnte. Pantin selbst konnte sowohl vom La Villette als auch von Belleville und einer Batterie vor dem Pantiner Stadttor unter Artilleriefeuer genommen werden.
Gegen diese natürliche Festung – noch vor der eigentlichen Stadtmauer – sollten die Alliierten anrennen. Die Franzosen hatten alles zusammengekratzt, was ein Gewehr tragen konnte. Die aus dem Boden gestampfte Nationalgarde besetzte – gegenüber den Preußen – den Montmartre, danach die Truppen Mortiers in der Mitte und im Süden stand Marmont. Strategisch gesehen hatten die Franzosen so den „Vorteil der inneren Linie“, im Klartext gesagt konnten sie schnell Truppenteile an die Brennpunkte schieben. Außerdem hatten die Franzosen satte 140 Geschütze zu ihrer Verfügung.
Schwarzenberg scheint es mit der Befehlsausgabe – wie im kompletten Feldzug – nicht sonderlich eilig gehabt zu haben, vielleicht hatte er sich auch mit den Monarchen mal wieder in den Haaren. Seine Befehle für den 30. März waren erst kurz vor Mitternacht fertig und an die Kuriere ausgegeben, die das zweifelhafte Vergnügen hatten, in stockfinsterer Nacht in unbekanntem Gelände Truppenteile und Generäle ausfindig zu machen.
In einem regelrechten Eisenorkan vernichtet
Immerhin, die Russen unter Rajewski und die russische Garde unter Barclay de Tolly waren pünktlich und marschierten um 6.00 Uhr los und warfen die Franzosen aus Pantin und aus dem etwas südlicher und höher gelegenen Romainville. Allerdings befanden sie sich jetzt im Wirkbereich der französischen Geschütze und wurden quasi von drei Seiten bestrichen: Dies bedeutet, dass die Franzosen den Russen mit Kugeln und Schrapnellen böse zusetzten. Die Dörfer waren zwar genommen, aber es blieb eine wacklige Angelegenheit.
Gegen 11.00 befahl de Tolly, die russische erste Grenadierdivision solle das von Marmont gehaltene Belleville frontal angreifen, um die Artillerie auszuschalten, außerdem solle die herangezogene preußische Garde unter General Alvensleben die Russen bei Pantin unterstützen. Die russische Garde mit ihren hübschen Pferden werde, ähm, also, in der Reserve bleiben, damit, also nur für den Fall … Gardisten waren teuer. Alvensleben, begeistert, seine Truppen ins Gefecht zu schicken, rückte nach Pantin ein und marschierte, trotz der Warnungen der dortigen russischen Offiziere, die vor einer Sackgasse vor den Pariser Mauern warnten, schnurstracks in Richtung des Pantiner Stadttores in Paris und damit vor die dort stehenden französischen Geschütze.
Es kam, wie es kommen musste: Die preußische Garde wurde von drei Seiten zusammengeschossen, weil es die russischen Grenadiere zu diesem Zeitpunkt nicht vermocht hatten, die französische Artillerie bei Belleville auszuheben. Zwei Bataillone mit insgesamt 1.800 Gardisten wurden in einem regelrechten Eisenorkan vernichtet, nur 150 Mann konnten sich zurück nach Pantin retten. Alvensleben, dem andere Leben anscheinend egal waren, schickte jetzt gleich vier Garde-Bataillone los, die regelrecht über das Schlachtfeld rannten – und diesmal glückte es unter hohen Verlusten, wenigstens die 14 Geschütze nahe dem Stadttor zu erobern. Dort allerdings wurden sie von den französischen Batterien von La Villette im Norden und Belleville im Süden festgenagelt und konnten nicht mehr tun, als sich für die nächste drei Stunden irgendeine Deckung zu suchen, während sie immer weiter dezimiert wurden. Dieser – nennen wir ihn freundlich – „unglückliche“ Angriff trug zu einem Viertel der alliierten Verluste an diesem Tag bei.
Immerhin entsann sich Alvensleben plötzlich seiner taktischen Ausbildung und schickte Gardejäger – ausgebildete Scharfschützen mit Gewehren mit gezogenem, statt glattem Lauf (innerhalb des Gewehrs hatte der Lauf Windungen, die der Kugel Drall verliehen, wodurch die Jäger weiter und genauer schossen), in Richtung der südlichen französischen Batterien, wo diese zuerst die Bedienmannschaften der Geschütze ausknipsten und dann zehn Geschütze einnahmen. Außerdem forderte er mehrfach die russische Gardekavallerie von de Tolly an, aber leider, ehm, eh, also, die wurden doch als Reserve gebraucht. De Tolly kannte seinen Zaren zu gut, als dass er die schönen Pferde für die Preußen opfern wollte. Die Batterien bei La Villette feuerten unterdessen munter aus dem Nordwesten weiter, da die Preußen den trennenden Kanal nicht oder nur unter französischem Feuer bei Pantin überqueren konnten.
Die Herren fanden einen Kompromiss
Gegen 12.00 Uhr trudelte langsam Blüchers Schlesische Armee aus dem Osten ein und begann Stellung nördlich des Montmartre zu beziehen. Als sich hier die Preußen gegen 14.00 Uhr versammelt hatten, wurden sie ebenfalls vom Montmartre aus beschossen. Auch hier setzte Gneisenau Scharfschützen ein, um die Bedienmannschaften auszuschalten, während Blücher in seinem hübschen Damenhut in einer gelben Kutsche im weit entfernten Auberville hockte und seine Sehschwäche bejammerte. Ganz sauber war er nicht, der „Marschall Vorwärts“ …
Kaiserin Marie-Louise von Frankreich hatte mittlerweile die Koffer gepackt und als der anwesende Bruder des Kaisers, Jospeh Bonaparte, der Massen der Preußen, die sich gegenüber dem Montmartre zusammenballte, ansichtig wurde, stellte er Mortier und Marmont Vollmachten für Waffenstillstandsverhandlungen aus und machte sich mit Kaiserin und 1.500 Alten Gardisten aus dem Pariser Staub.
Auch im Süden tat sich gegen 14:30 Uhr etwas: Das Korps des Kronprinzen Wilhelm von Württemberg traf bei Vincennes ein und nahm im ersten Anlauf den Schlosspark, der von Schülern der École polytechnique (so einer Art „Napoleon-Jugend“ – wie sich Bilder gleichen) verteidigt wurde, ein, noch weiter südlich gingen Österreicher an der Seine entlang vor. Trotz hoher Verluste zog sich um Marmonts Truppen bei Belleville die Schlinge langsam zu. Gegen 15.00 Uhr gelang es den preußischen Leibhusaren, die Batterien bei La Villette endlich zu erobern und den Gardisten am Pantiner Tor Erleichterung zu verschaffen, gleichzeitig stürmten die Russen Marmonts Stellung bei Belleville von Nordosten, die Württemberger hingen bei Vincennes ja bereits an Marmonts südöstlicher Flanke.
Um 15:30 Uhr bat Marmont den nördlich von ihm stehenden Mortier um Unterstützung, der aber hatte da bereits seine eigene Schlacht am Laufen und konnte keinen Mann entbehren. Bis auf einen, den er als Parlamentär zu Schwarzenberg schickte und der um einen Waffenstillstand von 24 Stunden bat. Vielleicht hatte Mortier die Hoffnung, der wieder zu sich gekommene Napoleon könne bis dahin an Paris heranrücken und die Stadt entsetzen. Schwarzenberg, der die Absicht ahnte und verstimmt war, lehnte zwar ab und verlangte Mortiers Kapitulation, was wiederum dieser nicht wollte, aber die Herren fanden einen Kompromiss: Die beiden Marschälle trafen sich gemeinsam mit den Alliierten in einem Haus vor dem St-Denis-Stadttor und einigte sich auf einen Waffenstillstand ab 17.00 Uhr und die Kapitulation und den Abzug der französischen Truppen ab 2.00 Uhr nachts.
Die Organisation einer Nachkriegsordnung
Leider hatten Österreicher, Russen und Württemberger „vergessen“, dass auch die Preußen zu den Alliierten gehörten und diese schlichtweg übergangen. Der wütende Blücher, dessen Sehkraft sich mit schwindendem Tageslicht verbesserte, ließ sein russisches Kontingent ab 18.00 Uhr trotzig den Montmartre erstürmen. Angeblich oder tatsächlich habe er keine Kunde von einem Waffenstillstand erhalten …
Kaiser Napoleon unterdessen eilte und hastete nach Paris, traf aber in der Nacht auf seinem Weg Dragoner unter General Belliard, der ihm von der Kapitulation der Pariser Garnison berichtete und der erboste Kaiser zog sich mit seinen verbliebenen Truppen auf Fontainebleau zurück.
Am 31. März um 11.00 Uhr zogen Zar Alexander und König Friedrich Wilhelm an der Spitze ihrer Garden in Paris ein, der Zar mit seiner wunderschönen und unversehrten Gardekavallerie, die – ja, ähm, in Reserve, doch, doch, wichtig, man weiß ja nie –, und Friedrich-Wilhelm mit den arg zerzausten und gebeutelten Resten von Alvenslebens königlichen Gardisten. Anderen Truppen war der Einzug in Paris wegen „Hässlichkeit“ verboten worden, was vor allem Blücher und seine Offiziere erzürnte, die doch eigentlich die Hauptlast des Frankreichfeldzugs getragen hatten. Blücher war so sauer, dass er die an den französischen Sieg bei Jena 1806 erinnernde „Pont du Jena“ in die Luft sprengen wollte, worauf der französische Außenminister Talleyrand bei den verbündeten Monarchen intervenierte, was Blücher zu der Bemerkung veranlasste, wenn Talleyrand seine Brücke behalten wolle, dann solle er sich gefälligst draufsetzen und mit ihr hochgejagt werden. Zum Trost wurde aber die von den Franzosen geklaute Quadriga des Brandenburger Tores aus den Asservatenkammern geholt und wieder an ihren Platz auf dem Brandenburger Tor verbracht, nicht ohne in den Siegerkranz jetzt das „Eiserne Kreuz“ spendiert zu bekommen.
Es sollte noch ein paar Tage und einen Selbstmordversuch Napoleons dauern, bis dieser schließlich verbittert und enttäuscht abdankte und sich in sein Exil nach Elba begab, was allemal besser war, als, wie Blücher es gewünscht hatte, öffentlich füsiliert zu werden. Währenddessen bereiteten die Monarchen ihren Abzug aus Frankreich und die Organisation des Wiener Kongresses sowie die Rückkehr des Bourbonenkönigs Ludwig XVIII., vor, um eine Nachkriegsordnung festzulegen. Gemeinsam mit den Besiegten. Man wusste damals noch, wie ein Friedensschluss geht. Und doch sollte Napoleon, der Mann, der Europa in Brand gesteckt hatte und nur gemeinsam besiegt werden konnte, noch einmal Kaiser von Frankreich werden – wenngleich nur für 100 Tage. Aber das ist eine andere Geschichte.
Beitragsbild: Unbekannt - http://www.pravoslavie.ru/sas/image/101702/170222.b.jpg?0.64294786863029, Gemeinfrei, via Wikimedia Commons

Hätte man mal auf Blücher gehört – dann hätte es keine Rückkehr von Napoleon und keine Verlängerung des Krieges gegeben; es hätte viele Menschenleben gerettet.
Und Gründe genug hätte es durchaus gegeben: Allein die erzwungene Teilnahme der unterjochten deutschen Staaten am Russlandfeldzug hätte ein Todesurteil gegen Napoleon gerechtfertigt.
(Auf dem Schlachtfeld zu sterben war übrigens irgendwie nicht so Napoleons Fall)
Jedenfalls lernen wir aus der Geschichte und aus der Gegenwart: Revisionismus, Präventiv- und Angriffskriege sind offenbar nicht immer ein Vergehen, sondern es kommt darauf an, wer handelt…
„Man wusste damals noch, wie ein Friedensschluss geht.“
Viele Menschen träumen von Dingen wie „Völkerrecht“, „Kriegsrecht“ und „Friedensschlüssen“, also Dingen, die die EUROPÄISCHE Kultur, die ansonsten verachtete, als große Leistungen hervorgebracht hat. (Vieles davon erst nach den Religionskriegen.) Diese Träumer vergessen, dass diese Dinge nur in einem kulturellen Kontext funktionieren, in dem ein grundlegender menschlicher Respekt vor dem Kriegsgegner herrscht. Gegenüber einer Kultur, in der die anderen das Äquivalent von zu vernichtenden Untermenschen darstellen („Ungläubige“), funktionieren diese Konzepte nicht und können daher keine Gültigkeit beanspruchen. Im übrigen ist es auch nicht gelungen, mit den Europäern Hitler, Napoleon oder Stalin einen echten Frieden zu schließen; mit einigen geht es eben nicht. Mit der Hamas und den Mullahs wird es ebensowenig gehen.
Mir wäre ein Gemälde von Lemmy Kilmister lieber. Der Mann, der fragte, ob man denn ewig leben wolle und nach dieser Frage von Whisky auf Wodka umstieg, um noch ein paar Tage mehr zu haben. Aber wer bin ich schon?