Archi W. Bechlenberg / 06.06.2021 / 06:05 / Foto: Pixabay / 26 / Seite ausdrucken

The Oyster is my world: Schwimmen erlaubt, Plantschen verboten!

Weiterhin sehr gute Nachrichten aus dem Oberkommando der Impfmacht: In NRW gibt es ab nächster Woche zu jeder Impfung ein Abitur hinzu. Die Entgegennahme ist allerdings nur den Geimpften persönlich und nicht in Gegenwart der Eltern, Kinder oder Großeltern gestattet, es sei denn, diese sind Hinterbliebene. Wer mehr als 85 Vorerkrankungen nachweisen kann (Kassenzettel der nächstgelegenen Dönerpraxis!) kann auch Doktortitelschutz beantragen. Die Außengastroskopie bleibt weiterhin untersagt, außer ab 9. Juni im Innenbreich. Kontrollen, so Insider, werden allerdings nur sehr laschet durchgeführt. Die 7-Tage-Impertinenz dauert jetzt einen Tag weniger. Tanzveranstaltungen der Lockerungsstufe 1 sind nun mit weiteren Öffnungsschritten verbunden (Grundschritt,  Wiegeschritt rechter Fuß – Linker Fuß nach links – Rechter Fuß schließt auf) Taktnachweis 4/4 beim Essen und Trinken ist dann nicht mehr erforderlich. 

In Freibädern dürfen wieder 1.000 Personen sitzen, allerdings nicht weniger, auch bleibt das Plantschen verboten, Zuwiderhandlung wird mit Waterboarding nicht unter 20 Minuten geahndet. Dies gilt auch für Großfamilien mit mehr als 19 Personen. Doch nicht alles ist eitle Harmonie. SPD-Gesundheitszampano Karl Lauterbach (Platz 23 auf der NRW-Landesliste für die kommende Bundestagswahl)  wehrt sich gegen den Vorwurf der falschen Prognosen: „Den weise ich entschieden zurück! Ich werde auch noch in 50 Jahren warnen!“ Vor was, ist noch nicht raus. Aber ob es wirklich so kommt? Mein gewöhnlich gut informierter Informant hat mir unter dem Siegel absoluter Verschwiegenheit verraten, dass Lauterbach mit Wieler vom Maggi Koch Institut eine Filmproduktionsfirma gründen will: „German Warner Brothers“. Im Programm was mit Umwelt und Gesundheit. In sieben oder siebzehn Jahren wollen sie dann von Disney übernommen werden. 

Seitdem es Impfbefürworter und -gegner gibt, wird kaum noch über Windows vs. Linux gestritten 

Annalena Baerbocks Lebenslauf hat derweil nahezu so viele Mutationen hervorgebracht wie das Virus. Es kamen im Internet jetzt Fragen auf, ob sie überhaupt Mitglied der Grünen sei. Ich kann ihr Dilemma ein Stück weit freundlich verstehen. Wenn man nie damit gerechnet hat, dass das mal wichtig sein würde, kann man sich einen Lebenslauf zusammenbasteln, wie er einem gefällt. So ähnlich wie eine Nasen- oder Brustkorrektur. Ich habe zum Beispiel eine lange, auffällige Narbe am linken Oberarm.

Um nicht immer erzählen zu müssen, dass mir da vor acht oder zehn Jahren ein völkerballgroßer Tumor rausgeschnitten wurde, sage ich bei Nachfrage, die Narbe stamme von einer Messerstecherei, in die ich in den 30er Jahren im Hafen von Shanghai geriet, als ich die Ehre einer Dame verteidigte. Und dass der Andere viel schlimmer ausgesehen hätte, wenn man ihn denn jemals im Hafenbecken wiedergefunden hätte. Wäre ich plötzlich Kanzlerkandidat einer Partei, hätte ich ein ganz massives Problem, wenn ich die letzten Jahrzehnte korrekt zusammenfassen müsste. Zu einem „Nazi“ oder „Querdenker“ passt da so überhaupt nichts; ich hätte also hier auf Achgut absolut nichts verloren. An die 70er Jahre könnte ich mich gar nicht mehr erinnern. Steine habe ich aber keine geworfen, das wüsste ich.

Politiker-Ekel packt über sein Sex-Leben aus

Sage niemand, Facebook sei zu nichts gut! Dort überlegte ich diese Woche laut, wie wohl ein Gespräch zwischen Annalena und Joe ablaufen würde. Noch während ich bei der Vorstellung leise in mich hinein gniffelte, setzte der Kollege Schneider das bereits in einige wunderbare Dialogzeilen um. Nein, fragen Sie nicht, es ist noch geheim. Wir planen, als Kabarettduo aufzutreten, sobald die ganz großen Säle, Waldbühnen und Stadien wieder bespielbar sind.

Auch die Rollenverteilung beziehungsweise -gestaltung muss bis in die Haarspitzen diskutiert werden. Zwar haben wir geklärt, dass Herr Schneider den Sleepy Joe gibt und ich das kleine Pausbäckchen, allerdings möchte ich dafür ungern meinen Dreitagebart opfern. Es dauert dann wieder ewig, bis der nachgewachsen ist. Ich könnte mir hingegen eine Burka als Requisit vorstellen, die hat ja durchaus einen deutlichen Bezug zur Realität. Auf Pumps hingegen würde ich gerne verzichten, ich weiß ja schließlich, wie man Schnürsenkel bindet.

Steinmeier will bei zweiter Amtszeit Fokus auf Klimawandel legen

Der Wettbewerb um die nichtssagendste Überschrift des Jahres könnte mit dieser unfassbar brisanten Headline bereits entschieden sein. Er „will“. Wie darf man sich das vorstellen? Wird er beim Reden zukünftig eine kleine Windkraftanlage mit heißer Luft betreiben, die im Keller von Schloss Bellevue für schlechte Zeiten gespeichert werden kann? Fliegt er um die Welt, um da und dort flammende Reden gegen Energieverschwendung zu halten? Schaltet er den gesamten Energiekonsumapparat Bellevue ab und zieht in eine Dreizimmerwohnung in Marzahn? Wird er die iranischen Mullahs darüber informieren, dass atomare Bewaffnung gar nicht gut für das politische Klima im Nahen Osten ist? Wird er gar den präsidentalen Fuhrpark auf Pedelecs umstellen lassen? Das dürfte einiges einsparen.

Wird er aber nicht tun. Immerhin stehen ihm eine gepanzerte Limousine aus der Oberklasse, die Flugzeuge und Hubschrauber der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung und die  Hubschrauber der Bundespolizei zur Verfügung. Und da er immer chauffiert wird, muss er nicht selber auf den Verkehr zu Lande und in der Luft achten. Mit Links vor Rechts kann er sich höchstens im politischen Sinne befassen und daher während der Dienstreisen voll den Fokus auf Klimawandel legen. Auf was lag eigentlich der Fokus seiner ersten Amtszeit? Weiß da jemand was genaueres?

Giffey will als Berliner Bürgermeisterin Fokus auf Digitalisierung der Clans legen

Während ich vorgestern noch besorgt in die Regentonne blickte, weil die nur noch zu einem Drittel gefüllt war und der sehr grüne Garten gegossen werden musste, überlege ich heute, ob ich nicht ein zweites 200-Liter-Gefäß danebenstellen sollte. Hat das geschüttet! Was steht im Gump-Wald auf einem Schild? „Das Leben ist wie eine Regentonne. Mal furztrocken, mal überlaufend vor Energie.“ Ich hole nachher noch eine zweite Tonne. Wasser kann man immer brauchen. Beim Blackout hat man nämlich nicht nur plötzlich keinen Strom mehr. Will man sich einen Kaffee kochen, kommt auch kein Wasser mehr geflossen, und  man hat ein Problem und steckt in einem Dilemma.

Apropos die Lämmer: Freund Joshi meldete mir vorhin, dass in meiner näheren Umgebung alleine in dieser Woche zwölf Schafe und ein Rind gerissen wurden. Wölfe, die edlen Wilden, lasset sie kommen! Euer Tisch ist reich gedeckt. Was hat Mitteleuropa aber auch darunter gelitten, keine Wölfe mehr zur heimischen Fauna zählen zu dürfen! Und nun sind sie eben da. Schafe, diese Tschipfel, diese Blödbommel, haben sowohl körperlich, als auch moralisch keine Chance, sie sind weiß und spießig und leben ein geordnetes Dasein, sie arbeiten und produzieren. Alles Punkte, mit denen sie einem wilden, dem freien Leben entsprungener Wolf niemals das Wasser reichen können, nur ihre Kehlen.

Ich will mich über unsere Naturromantiker gar nicht groß aufregen, vielleicht steckt im Wolf doch noch etwas Gutes. Ein paar Kilometer südlich von mir wurden jetzt auch die ersten Wölfe gesichtet. Eventuell greifen sie sich ja die Biber, die im nahen Naturschutzgebiet angesiedelt wurden und seitdem jahrhundertealte Kopfweiden gemeuchelt haben. Das haben die zuständigen Behörden nach immerhin vier Jahren bemerkt und jetzt um die paar verbliebenen Stümpfe Maschendraht geflochten. Wenn jetzt noch ein paar Wölfe kämen, die nicht wasserscheu sind … meinen Segen haben sie.

Plötzlich steckte Johannas Zeigefinger in meinem Po

Ob es der italienischen Fußballnationalmannschaft auch so ergehen wird wie unseren Schafen? „Fascho“, „Ku-Klux-Clan“, „Rassistenbande“, „Mussolinis“: Das offizielle Foto der italienischen Auswahl für die EM 2021 löst in den sozialen Hetzwerken eine Flut von anti-weißem Rassismus aus. Die Spieler sehen auf dem Bild nämlich alle aus wie die erfolgreichen Absolventen einer elitären Sommelier-Schule aus. Was heutzutage offensichtlich nicht mehr in Ordnung geht. „Oh, die Equipe vom Ku Klux Klan“ kann man lesen und „Musso wäre stolz auf euch!“ Auch wenn mich Fußball nicht die Bohne interessiert – ich halte dieses Mal zu Italien, wo Fußballer nach Fähigkeit und nicht nach Hautfarbe ausgesucht werden. 

Kein fassungsloses Kopfschütteln ohne Woelki

Der 6. Juni ist wieder einer jener Tage, die ganz besonders prägend für das abendländische Kulturleben waren und sind. Die Älteren unter uns erinnern sich gewiss noch an den 6. Juni 1727: Da gerieten sich bei der Vorstellung einer heute längst vergessenen Oper die beiden Primadonnen Faustina Bordoni und Francesca Cuzzoni so heftig in die Haare, dass sich daraufhin Opernhäuser in ganz Europa um sie rissen. Später wurde diese Disziplin verfeinert, woraus dann Damenschlammkämpfe wurden. 

Das erste Autokino wurde am 6. Juni 1933 In Camden (New Jersey) eröffnet; dank Corona erlebt diese Form der Unterhaltungsstätte jetzt wieder eine Renaissance. Gustav Wasa wurde 1523 zum König von Schweden gewählt; er eröffnete daraufhin eine Knäckebrotmine im Söderländischen sowie die bis heute bestehende Kungliga Hovkapellet. Sehr viel später, 1903, wurde Aram Chatschaturjan geboren, der Erfinder des Säbeltanzes.

Grant Green, der große US-amerikanische Jazzgitarrist, gab am 6. Juni 1935 in St. Louis, Missouri, den ersten Ton von sich, hier ist er zu hören mit Miles Davis' „So what“, aufgenommen 1961. 1944 war der 6. Juni der Geburtstag von Edgar Froese, Liebhabern der elektronischen Musik als Kopf der stilprägenden Band Tangerine Dream bestens bekannt, er starb vor fünf Jahren. Eins seiner besonders schönen Soloalben heißt „Epsilon In Malaysian Pale“. David Bowie war ein bekennender Fan Froeses und vor allen von diesem Album. („Ein unglaublich schönes, verzauberndes, treffendes Werk… der Soundtrack zu meinem Leben, als ich in Berlin wohnte.“)

Verwesungsgestank in Corona-Testzentren: bürgerfreundlicher Dialog

Auf der Malusseite verzeichnen wir Rotrud, Tochter Karls des Großen (810), Agobard, spanischer Prälat (840) und natürlich der beliebte Entertainer Abbas ibn Abi l-Futuh, Wesir der Fatimiden (1154). Nicht Chris, sondern William de Burgh starb am 6. Juni 1333, der 3. Earl of Ulster wurde von Robert Fitz Richard Mandeville auf dem Weg nach Carrickfergus ermordet. Und so geht es weiter, von Melchior von Braunschweig-Grubenhagen über Ortolph Fomann den Jüngeren und Christlieb von Clausberg bis hin zu Fulgenzio Chicherio und Achille Baraguey d’Hilliers. Sie alle taten an einem 6. Juni den letzten Atemzug. Ein Gigant der Rockmusik legte die Orgeln für immer zur Seite: Billy Preston starb am 6. Juni 2006, nachdem er bereits ein halbes Jahr im Koma gelegen hatte. Das letzte Album, an dem er mitwirkte, war „Road to Escondido“ von J. J. Cale und Eric Clapton. Hier im Stück „Danger“ ist Billy gleich auf drei Tasteninstrumenten zu hören, Fender Rhodes, Hammond  Organ und Wurlitzer. Und hier ein ganzes Konzert aus dem Jahr 1990 

Spaßfreie Achterbahn kracht gegen Brückenpfeiler

Auf keinen Fall darf einer vergessen werden: Schon lange gezeichnet von schwerer Krankheit starb im Alter von 64 Jahren der Saxophonist Stan Getz heute vor 30 Jahren, am 6. Juni 1991 in Malibu. Stan war stilbildend als Musiker des Cool Jazz und vor allem des Latinjazz; sein Album Getz/Gilberto stand 1964/65 96 Wochen in den US Charts und wird heute noch genauso oft und gerne gespielt wie in den Jahrzehnten zuvor. Der 1927 als Stanley Gayetzsky geborene Saxophonist mit jüdischen Wurzeln wurde mit insgesamt 11 Grammies ausgezeichnet. Sein bewegtes Leben, vom Musikjournalist Hans-Jürgen Schaal in „Stan Getz: sein Leben, seine Musik, seine Schallplatten“ (evtl. antiquarisch erhältlich) bietet reichlich Stoff (sic!) über die Musik hinaus. Leider habe ich ihn nie live erlebt. Es wäre gewiss ein unvergessliches Erlebnis gewesen. 

Natürlich habe ich Ihnen „Getz/Gilberto“ ausgesucht , dazu noch einen Ausschnitt aus einem Liveauftritt 1983 mit Chet Baker sowie ein Konzert aus München kurz vor seinem Tod.

P.S. Am 6. Juni 1974 wurde die stets bemühte Moderatorin Dunja Hayali geboren. Hätte ich fast vergessen.

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netiquette:

Manni Meier / 06.06.2021

“Bleiben Sie beide fit und uns noch lange erhalten, aber mindestens noch 40 Jahre.” 40 Jahre!? Liebe Frau @Schönfelder! “So alt wird doch kein Schwein”! Belassen wir es doch besser bei: “There’s life in the old dog”, wie der distinguierte Gentleman festzustellen pflegt, und überlassen den Rest dem lieben Gott.

Archi W. Bechlenberg / 06.06.2021

@Liebe Sabine Schönfelder, Sie wünschen mir weitere 40 Jahre? Was habe ich Ihnen nur getan? Ich danke meinen Eltern jeden Tag für die Gnade der frühen Geburt. Die Vorstellung, noch 40 Jahre lang den marodierenden Wahnsinn miterleben zu müssen, schreckt mich zu Tode. Ja wirklich, mir wird auf einmal so

Dirk Jungnickel / 06.06.2021

Köstlich - ganz nach meinem Geschmack ! Der Irrsinn in diesem Land ist wie eine Spirale, die sich immer schneller und höher dreht. Auch Satire und Sarkasmus wird sie nicht aufhalten können. Bei der Hybris zu Babel sandte der HERR eine Sprachverwirrung. Das wäre eine Lösung. Mindestens ein Jahr keine Kommunikation mehr möglich. Für die Erleuchtete,  den Klimapräsidenten u.a. wäre aber eine Option für eine Verlängerung nötig.

Rolf Menzen / 06.06.2021

Italiens Squadra Azurra war früher mal diverser, als der PoC mit dem typisch Ghanaischen Namen Mario Balotelli noch auflief.

Sabine Schönfelder / 06.06.2021

Ja, lieber Herr Bechlenberg, „vier“ alle assimilieren langsam aber sicher den Coronawahnsinn; ALLERDINGS Ihre Form dieser Verarbeitung ist die unterhaltsamste, SINN-bringendste !  und bei weitem lustigste! Ihr Musikwissen gleicht einer alten Schatztruhe, die man längst vergessen glaubte. Darin herrscht echte Diversität, Qualität, Rarität und jede Menge -täterätät vom Allerfeinsten. Getz/Gilberto, -  ein ewiger Klassiker, aber Chet Baker, der ist wahrhaftig die personifizierte „coole Socke“ und seine Musik e n t r ü c k e n d…...Herzlichen Dank und Grüße an Manni Meier, der seine „potente“ Verteidigungshaltung ´mütterlicherseitsˋ hinter einer OP-Narbe tarnt! Hoffe, die bösen Jungs liegen immer noch „aufe Intensif“! Bleiben Sie beide fit und uns noch lange erhalten, aber mindestens noch 40 Jahre. Länger machen wir hier im Schnitt auch nicht mehr mit. Also, strengen Sie sich ein bißchen an. LG.

Esther Burke / 06.06.2021

Der 3. Earl of Ulster mag am 06.Juni 1333 gestorben sein, aber Una de Burgh hat am 06.Juni 2021 Geburtstag ! Many happy returns of the day , Una !!  :-)  !!

Andreas Rühl / 06.06.2021

Bechlenberg sollte bupraes werden. Dann gaebs endlich mal sonntagsreden, bei denen es etwas zum lachen gibt, ohne dass einem vorher die hutschnur reißt. Weiter so

Dirk Jungnickel / 06.06.2021

Köstlich - ganz nach meinem Geschmack ! Der Irrsinn in diesem Land ist wie eine Spirale, die sich immer schneller und höher dreht. Auch Satire und Sarkasmus werden sie nicht aufhalten können. Bei der Hybris zu Babel sandte der HERR eine Sprachverwirrung. Das wäre eine Lösung. Mindestens ein Jahr keine Kommunikation mehr möglich. Für die Erleuchtete,  den Klimapräsidenten u.a. wäre aber eine Option für eine Verlängerung nötig.

Hans Reinhardt / 06.06.2021

In NRW gibt es ein ein Abitur zur Impfung? In New York kriegt man einen Joint, der ist wenigstens was wert. Aber vielleicht können die Nordrheinvandalen sich ja aus dem Abi-Wisch noch eine Tüte bauen. In West-Virginia werden sogar Gewehre verlost, damit kann man sich dann selbst den Gnadenschuss geben wenn es mal nicht so klappt mit der Impfung. Oder den Arzt erschießen.

Jan Häretikus / 06.06.2021

Immer wenn ich Ihre Kolumnen lese, wetteifern in meinem Gesicht, so auch heute, die Lach- mit den Neidfalten. Lachfalten ist klar. Neidfalten? Ich möchte auch gern so schreiben können; kann es aber nicht. Damit muß ich wohl klarkommen. Nicht klarkommen würde ich wohl mit einer „Wiederwahl“ -  ganz böse Rechte haben diese auch mal als Kungelei bezeichnet -  unseres Bundespastors, den noch Bösere sogar „Grüßaugust“ nennen. Nein, so etwas sagt man nicht! Aber wenn ich ihn bei seinen würdeüberladenen Auftritten sprechen hören, muß ich sofort an die – damals war ich noch leichtgläubig - , zusammen mit meiner Mutter besuchten Sonntagsgottesdienste und die beeindruckenden Auftritte unseres Pastors in den 50-igern denken; er sprach sehr würde- und bedeutungsvoll und sang in einem hellen Tenor. Singen habe ich den Herrn Bundespräsidenten allerdings noch nie gehört. Also auf den Klimawandel will er seinen Fokus setzen. Der Klimawandel fürchtet sich jetzt schon; wie soll man sich sonst das kühle Frühjahr erklären? Übrigens, ich sitze lieber auf dem Lokus, und eigentlich brauche ich gar keinen Bundespräsidenten; einen Kaiser aber auch nicht.

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