Archi W. Bechlenberg / 10.01.2021 / 06:00 / Foto: Pixabay / 19 / Seite ausdrucken

The Oyster is my world (I)

Die rechte Hand ist weiterhin unbrauchbar, und so schreibe ich in letzter Zeit nur das Nötigste. Mit dem Diktieren tue ich mich schwer; rein digitaltechnisch gesehen funktioniert das zwar erstaunlich gut, aber ich komme mir dabei vor, als sei ich einer dieser Bekloppten, die, ein Telefon sich quer vor die Nase haltend, auf offenen Straße vor sich hin brabbeln („Hörst du mich? Jetzt wäre ich beinahe überfahren worden!“). Ich weiß ja, was sie da tun, aber auch nach Jahren der Gewöhnung sehe ich in ihnen immer noch den seltsamen Typen, der auf meinem Schulweg – morgens hin, mittags zurück – an einer Ampel stand und Selbstgespräche führte. Vermute ich jedenfalls, vielleicht sah er ja auch Kobolde und unterhielt sich mit diesen. Aberglaube ist keine Erfindung der Grünen; den gibt es schon immer und ewig und überall. Wie hat der große Dave Allen einmal gesagt? „Wir Iren sind so was von abergläubisch. Bei uns glauben sogar die Gnome an Elfen.“

Neo Nazi

Mein Freund Malcolm ist im Grunde eine Seele von Mensch, zumindest für einen Schotten und solange niemand „Scotch Whiskey“ schreibt. Auch er ist jetzt ein Nazi. Sich dummerweise bei Youtube in eine Diskussion verwickeln zu lassen, ist aber auch fahrlässig. „Eigentlich ging es nur um Musik“ erzählt er, „aber einer der Opponenten guckte nach, was ich für einer bin und fand unter meinen 421 YT-Bookmarks eine Handvoll von Kanälen, die seiner Meinung nach nur Nazis ansehen. Ein History Channel, Achgut Pogo, Tichy, Stürzenberger, Reitschuster. Ich sei ja ein Rechtsradikaler, beschloss er aufgrund seines Fundes. Mit solchen Leuten diskutiere er nicht. Ins gleiche Ton stießen dann noch weitere. Tja...“

„Nicht von ungefähr ist Rudolf Hess bei euch gelandet“ sage ich. „Sieh es doch als Anerkennung!“ „Póg mo thóin!“ kam zurück, was ich hier nicht übersetze.

Strafkatalog

Ginge es nach mir, sähe ein Strafkatalog im Bereich Beleidigung so aus: „Asozialer“ 550 €, Vogel zeigen 750 €, Scheibenwischer-Geste 1.000 €, „Schlampe“ 1.900 €, „Alte Sau“ 2.500 €, „Nazi“ sechs Monate bei Brot und Wasser.

Glauben

Würde ein Lexikon zum Stichwort „Unglauben“ eine Illustration benötigen, käme nur eine in Frage: mein Porträt. Ehe ich etwas glaube, braucht es seine Zeit. Und auch danach bestehen meist noch Zweifel. Klar, es gibt Sachen, die kann man nur glauben, und zwar dann, wenn eine Verifikation kaum möglich ist. In solchen Fällen verlasse ich mich auf die Glaubwürdigkeit der Zeugen und Quellen. Wenn mir zum Beispiel Freunde erzählen, wie Armin Laschet als Mitschüler so war oder als Nachbarjunge, glaube ich denen das ohne Weiteres. Zum einen, weil ich diese Leute ernst nehme, zum anderen, weil sich nichts gravierend unterscheidet von dem, was er heute politisch so darstellt.

Solange er mir nicht in die Quere kommt, kann jeder glauben, was er will. Für mich persönlich gibt es keinen Unterschied, ob jemand an eine flache Erde, Chemtrails, Reptilienmenschen, einen Gott oder Schutzengel glaubt, das rangiert alles unter der Rubrik „bekloppt“, so wie auch Homöopathie oder Channeling von Erzengeln. Wer's glaubt, werde selig. Manches hat durchaus unterhaltsamen Wert; als ich noch Radio hörte, bekam einmal eine Studiogästin eine geschlagene halbe Stunde, um in der besten Koch- und Bügelzeit von Zwergen zu erzählen, die in Köln und anderen Städten auf Verkehrsinseln wohnen. Sie meinte das wörtlich und wurde entsprechend ernsthaft von der Moderatorin befragt. Einer Frau höre ich manchmal auf Youtube zu, sie steht in direkter Verbindung mit allerlei Erzengeln, deren Botschaften für die Menschheit sie per Video weiter verbreitet. Ich finde das so unterhaltsam wie lehrreich. So ähnlich hat es auch mal mit Mohammed angefangen.

Freiheit ist schön, macht aber viel Arbeit

In diesen Wochen musste ich an einen Essay des französischen Autors Jean Paulhan (1884–1968) denken, den ich vor bald 50 Jahren mit einigem Erstaunen (und damals Unglauben) studierte. Zum Glück wusste ich, in welchem Buch ich es gelesen hatte, und mit noch mehr Glück fand ich das Buch in meiner Bibliothek wieder. „Ein seltsamer Aufstand forderte im Lauf des Jahres 1838 auf der friedlichen Insel Barbados blutige Opfer“ beginnt Paulhan seinen Text und erzählt im weiteren, dass etwa 200 Schwarze, Männer und Frauen, soeben aus der Sklaverei entlassen, zu ihrem früheren Herrn gingen und ihn baten, sie wieder als Sklaven anzunehmen. Um die Ernsthaftigkeit ihres Anliegens zu unterstreichen, legten sie eine Klageschrift vor, verfasst von einem Pastor ihrer Gemeinde.

Der frühere Herr wollte sich nicht darauf einlassen, ich vermute, weil die Freilassung nicht aus eigenem Entschluss stattgefunden hatte, er sich also an das Gesetz halten musste. Durch den Slavery Abolition Act, vom britischen Parlament 1833 beschlossen, blieb dem Sklavenhalter nichts anderes übrig, zudem hatte die Kolonialmacht England üppige Entschädigungen von insgesamt 20 Millionen Pfund gezahlt. 

Das kostete ihn das Leben – da eine gütliche Einigung nicht zustande kam, wurde er mitsamt seiner Familie massakriert; die früheren Sklaven zogen zurück in ihre Unterkünfte und nahmen, so Paulhan in seinem Essay „Das Glück in der Sklaverei“, „ihre Palaver und gewohnten Arbeiten und Riten wieder auf“.

Im weiteren Ablauf vertritt der Autor recht offen die These, dass Freiheit auch nicht so das Wahre sei. Ich werde hier nicht näher darauf eingehen, es führt an dieser Stelle nicht weiter. Es genügt zu konstatieren, dass Freiheit keineswegs für alle Menschen ein erstrebenswertes Gut ist, sofern andere Bedingungen, die ihm näher liegen, erfüllt sind: „Sich ganz dem Willen eines anderen ergeben […] schafft seine eigenen Freuden, so die Freude, sich – endlich! - befreit zu wissen von den eigenen Neigungen, Interessen und Komplexen.“

Im Jahr 2 ab Corona ein erschreckend aktueller Text.

Nochmal (Un)Glauben

Wer nicht alles schluckt und glaubt, was ihm von offizieller Seite – Tagesschau, Bild, Welt, Spiegel, Bundespressekonferenz und dem übrigen Restle – vorgesetzt wird, ist bekanntlich ein Verschwörungstheoretiker. Jedenfalls dann, wenn er sein Weltbild von inoffiziellen Quellen beeinflussen lässt und sich zum Beispiel für den Fall eines elektrischen Blackouts mit Kerzen, Wasser und 500 Dosen Baked Beans im Keller ausrüstet.

Nicht weniger schlimm sind – aus Sicht der staatlich alimentierten Verschwörungspraktiker in Redaktionen und Ministerien – die, die sich mit Verschwörungstheoretikern zusammen sehen lassen, zum Beispiel auf Demonstrationen. Ihr Verbrechen heißt Kontaktschuld. Du atmest auf einer Kundgebung die gleiche Luft wie Attila Hildmann? Kontaktschuldig! 

Allerdings stört mich die Inkonsequenz derer, die alles in Bausch und Bogen verdammen, was auch nur um viele Ecken einen noch so kleinen gemeinsamen Nenner mit fragwürdigen Weltbildern besitzt. Wieso nimmt man von Reichsbürgern, Ufo-Gläubigen und Impfgegnern Geld an? Stört es eine linke Stiftung nicht, sich von Rechten mitfinanzieren zu lassen? Kann der Beitragsservice (vulgo: GEZ) es guten Gewissens verantworten, bei Bürgern Geld einzutreiben, die überall erzählen, dass sie nichts von dem glauben, was ihnen für ihre Euro geliefert wird? Und wieso nimmt der Staat, wo er nur kann, Steuern ein bei Menschen, die laut Urteil eines besonders treuen Staatskünstlers ihr Menschsein verwirkt haben? Klar, ich weiß die Antwort: Pecunia non olet. Erst recht nicht, wenn man das Geld Leuten wegnimmt, die dafür sonst Reichsflaggen, Hildmanns veganes Blubberwasser oder Bücher von Schwefel-Autoren erwerben. Ja, Geld stinkt nicht. Selbst das Geld von jemandem nicht, der am anderen Ende eines Demonstrationszuges mitgeht, an dessen Spitze eine obskure Flagge weht und der alleine deshalb schon zum Komplizen ernannt wird. 

Wenn Claudia Roth, hinter Parolen wie „Deutschland, Du mieses Stück Scheiße“ her demonstriert oder ein Transparent mit „Nie wieder Deutschland!“ vor sich her trägt, ist das natürlich etwas ganz anderes. Sie ist daher auch die heutige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags.

Corona-freie Zone

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Ein Leben ohne Musik ist sinnlos

Was nicht für jede Musik gilt – Konzerte gegen Rechts zum Beispiel vermisse ich ganz und gar nicht. Sofern es dort überhaupt Musik zu hören gibt. 

Leslie West ist gestorben – er kam eigentlich von der US-Ostküste und hieß eigentlich Weinstein. Ob verwandt oder verschwägert – ich weiß es nicht. Zumindest vom Volumen her könnte er gut mit Harvey... egal, später nahm er massiv ab. Zu den großen Ungerechtigkeiten des 20. Jahrhunderts gehört für mich bis heute, dass West und seine Band Mountain weder im ersten Woodstock Film noch auf der ersten Woodstock LP dabei sind, sie wurden erst in der Zweitverwertung des Ereignisses berücksichtigt. Leslie West rangiert in der Rolling Stone Liste der 100 besten Gitarristen auf Platz 66. Trotz allerlei gesundheitlicher Probleme hat er es auf 75 Jahre gebracht, im Gegensatz zu seinem Kumpel Felix Pappalardi, der nur 43 wurde, 1983 erschoss ihn seine Frau, was Leslie so kommentierte: „You want my advice? Buy your wife a diamond ring, some flowers, a push-up bra. But don’t buy her a gun.“ Wests Tod war weniger spektakulär, am Tag vor Heilig Abend erlitt er einen tödlichen Herzinfarkt.

Leslie West und Mountain in Woodstock 1969 

Mountain im deutschen Beatclub (Am Anfang mit einem besonderen Schmankerl für die Älteren unter uns...)

Tom Petty ist nun auch schon drei Jahre tot. Das Herz. Für mich – und nicht nur für mich – ist er einer der ganz Großen, nicht zuletzt unter den Komponisten. Der Rolling Stone setzte ihn auf Rang 59 der 100 besten Songwriter aller Zeiten. Vor allem ein Lied ist gerade in diesen heutigen Zeiten von geradezu prophetischer Aussagekraft: „I won't back down“. Hier einmal mit Tom Petty und einer sensationellen All Star Band, in der Ringo Starr klöddert wie zu besten Zeiten und einmal in der grandiosen Version von Johnny Cash, mit dem Tom eng befreundet war.

Well I know what's right

I got just one life

In a world that keeps on pushin' me around

But I'll stand my ground
(Tom Petty)

Ulla Haesen habe ich hier vor ein paar Wochen, wenn auch nur kurz, mit ihrer neuen Platte vorgestellt. Kurz, weil es da noch an Promomaterial mangelte. Dieses Manko ist inzwischen beseitigt, es gibt nun ein rund siebenminütiges Video, das Hörproben und Einblicke in die Produktion von „Prendila Cosi“ bietet. Inzwischen ist das Album nominiert für den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Wenn Ihnen die brasilianisch geprägte Musik der Deutsch-Finnischen Musikerin gefällt – denken Sie daran, dass Künstler in diesen kulturlosen Zeiten besonders auf Unterstützung angewiesen sind. Liveauftritte fallen aus, es bleibt also nur der Tonträger als Einnahmequelle

Hey, I will stand my ground

And I won't back down

No, I won't back down
(Tom Petty)

Noch mal Freiheit

„Der erste Grund, warum die Menschen freiwillig Knechte sind, ist der, daß sie als Knechte geboren werden und so aufwachsen. Aus diesem folgt ein zweiter: dass nämlich die Menschen unter den Tyrannen leicht feige und weibisch werden. Mit der Freiheit geht wie mit einem Mal die Tapferkeit verloren. Geknechtete haben im Kampf keine Frische und keine Schärfe: Sie gehen wie Gefesselte und Starre und, als ob's nicht Ernst wäre, in die Gefahr; in ihren Adern kocht nicht die Glut der Freiheit, die die Gefahr verachten lässt und die Lust hervorbringt, durch einen schönen Tod inmitten der Genossen die Ehre des Ruhms zu erkaufen. Die Freien wetteifern untereinander, jeder kämpft fürs Gemeinwohl und jeder für sich, alle wissen, daß die Niederlage oder aber der Sieg ihre eigene Sache sein wird, während die Geknechteten außer dem kriegerischen Mut auch noch in allen andern Stücken die Lebendigkeit verlieren und ein niedriges und weichliches Herz haben und zu allen großen Dingen unfähig sind. Die Tyrannen wissen das wohl, und tun ihr Bestes, wenn die Völker erst einmal so weit gekommen sind, sie noch schlaffer zu machen.“

„Wie kommt er zur Macht über euch, wenn nicht durch euch selbst? Wie würde er wagen, euch zu verfolgen, wenn ihr nicht einverstanden wärt?“

Étienne de La Boëtie (1530 bis 1563)

Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen

Schlusswort (für heute)

„Diese Wutanfälle, dieses Bedürfnis zu explodieren, jemandem in die Fresse zu schlagen – wie soll man dem Herr werden? Man braucht auf der Stelle einen kleinen Gang über den Friedhof oder besser noch, einen endgültigen.“ (Emile Cioran)

Foto: Pixabay

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Leserpost

netiquette:

Archi W Bechlenberg / 10.01.2021

@herr Bühler, bis auf das Wasser und Brot handelt es sich um offiziell gerichtlich erhobene Strafen. Ihr Mittelfinger kostet übrigens bei Gericht an die 4000 Euro, aber den lasse ich noch mal durchgehen.

Helmut Bühler / 10.01.2021

Tut mir leid, aber dem “Strafkatalog” kann ich nur den (nicht strafbewehrten) Mittelfinger entgegenrecken.

Archi W Bechlenberg / 10.01.2021

@joerg haerter: bitte richtig lesen und verstehen. Ich habe nicht geschrieben, dass die Leute “bekloppt” sind. Ich habe bewusst formuliert, dass ich die beschriebenen Wahn- und Weltbilder für bekloppt halte. Von diesen abgesehen können die daran Glaubenden ja durchaus zurechnungsfähig sein. Ich habe auch extra ein flapsiges Wort verwendet, um es nicht allzu ernst werden zu lassen. Und ich bin sicher, dass es auch für Ihr Verständnis Ideen gibt, bei denen Sie innerlich oder äußerlich den Kopf schütteln. Sozialismus vielleicht oder der Gretaismus oder der Islam oder die Coronaimpfung. Wer ohne Urteil ist, der werfe den ersten Veganburger.

Manni Meier / 10.01.2021

Das Bechlenbergsche “Achse Feuilleton”! Tolle “Stinkstiefel”-Idee, zeigt es doch, dass trotz Aua an der Hand die Kreativität nicht leidet. Aber geben Sie es zu, die Oysteridee haben sie bei “Urmel aus dem Eis” geklaut. Schließlich gab der Waran Wawa bei “Urmel aus dem Eis” schon in den 60-iger Jahren in der Augsburger Puppenkiste aus seiner “Mupfel” heraus seine philosophischen Weisheiten zum Besten. ( Die Sonne geht auf und unter und zieht über mich hinweg, und der Mond geht auf und unter und zieht über mich hinweg und die Sterne…) Fand ich damals schon Klasse. (Wenn mir ein Lehrer oder Mitschüler auf den Geist ging, war mein Mantra:  Und die Sonne geht auf und unter und zieht über mich hinweg und…). Für ihre Aversion mit dem Computer zu reden, habe ich natürlich vollstes Verständnis. Eventuell sollten sie doch mal so einen altmodischen Hörer von einem Wählscheibentelefon zu Hilfe nehmen, vielleicht hilft’s… Danke übrigens für die Erinnerung an den guten alten Johnny Cash und den guten alten Beatclub. T’ja, damals waren Mädels die Uschi hießen noch echt geil, und nicht so “Drei-Wetter-Taft” Schnallen im schwarzen Hosenanzug. Habe übrigens einen guten Freund, mit dem ich hin und wieder über Friedhöfe lustwandele, letzte Ruhestätten betrachte und über Inschriften philosophiere. Freue mich schon auf die nächste Oyster-World-Ausgabe. Und gute Besserung für’s Händchen.

Nils Knospe / 10.01.2021

Keine Ahnung, worum es in dem Lied geht, aber es gefällt mir: Leslie West - Long Red (1969).

Joerg Haerter / 10.01.2021

“ob jemand an eine flache Erde, Chemtrails, Reptilienmenschen, einen Gott oder Schutzengel glaubt, das rangiert alles unter der Rubrik „bekloppt“. Dann darf ich Sie ebenfalls als bekloppt bezeichnen, schade, für dumm halte ich Sie nicht. Aber Andersdenkende als bekloppt zu bezeichnen, ist grenzwertig und disqualifizierend, es sei denn, Sie haben unumstössliche Beweise, dann kann man das behaupten, so wie jemand meint, 2x2 sei fünf. Aber aus Ihrem Horizont heraus zu behaupten, die Anderen seien bekloppt, grenzt schon an Hybris(Nebenbei, bei Reptilienmenschen gehe ich mit).

Hans Reinhardt / 10.01.2021

,,This aint rock & Roll, this ist genocide!,,(David Bowie, Diamond Dogs), ,,They ll split your pretty cranium and fill it full of air!,,(1984, David Bowie). Haben Sie vergessen, Herr Bechlenberg. David Bowie hat in den 70er Jahren mit Diamond Dogs ein prophetisches Album veröffentlicht. Besonders die Zeile ,,the season of the bitch,, hat es mir angetan, besser man man die letzten 15 Jahre nicht beschreiben.

Mathias Rudek / 10.01.2021

Danke für Zeilen Herr Bechlenberg, das hat mir wieder gut getan und amüsiert habe ich mich auch.

lutzgerke / 10.01.2021

Der “Verschwörungstheoretiker” ist eigentlich ein Kriminalbeamter, der die Spuren am Tatort liest, eine Theorie entwickelt, die den Tathergang beschreibt, um dem Täter, oder -Kreis, auf die Spur zu kommen. Der Wissenschaftler ist auch ein Verschwörungstheoretiker. Er erstellt Hypothesen; wenn sie gut sind, haben sie eine gewisse Vorhersagekraft. Alle diese politischen Abwehr-Begriffe haben falsche Bezüge und Ordnungsrahmen und sind selbstentlarvend. - Claudia Roth ist von Wesen und Ausstrahlung ein zänkisches Trampeltier. Das scheint mir das Grundproblem zu sein, welches wir mit den Sufragetten haben. Und die Apostel des Genderismus wollen sie zu Ikonen machen.

HaJo Wolf / 10.01.2021

Das “Beste” ist der bei mir zwischen denen beiden Absätzen (Nochmal Unglauben und Ein Leben ohne Musik ist sinnlos) auffordernde Text: “Corona-freie Zone” (fette Headline, gefolgt von Schrift im Copy-Stil:) “Hier könnte ihre Werbung stehen” - Na, das haben wir doch das einzig probate Mittel gegen Corona… +++ Ich genieße solche Texte aus Ihrer Feder ja, allein die namentliche Erwöhnung der Bundestagsvizepräsident*in erzeugt unaufhaltsamen, sofortigen Brechreiz. Wäre nett, wenn Sie diese Unpersoneinfach ignorieren könnten künftig. Dankesehr

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