Der angebliche Sylt-Skandal löst bei manchen Beobachtern keine Empörung aus, sondern eher Desinteresse.
Bislang habe ich mich zu dem Video von der Party auf Sylt noch nicht weiter geäußert, und das liegt wahrscheinlich daran, dass ich es mir überhaupt noch nicht angeschaut habe. Nicht Ekel ist es, was mich abhält, nein, es interessieren mich solche Partyvideos einfach nicht. Für diejenigen, die da gefeiert haben, mögen solche Filmchen eine Erinnerungshilfe sein, ähnlich einem Familienalbum oder Urlaubsfotos, um etwas Erlebtes wieder in sich lebendig werden zu lassen. Muss ich mir solche Urlaubsfotos anschauen, werden sie mir stolz präsentiert, dann versuche ich mein Desinteresse daran zu vertuschen und heuchle ein wenig Aufmerksamkeit, um mein Gegenüber nicht zu kränken. Immerhin kann ich etwas über die Befindlichkeiten, die Interessen und Gefühle desjenigen lernen, der mir die Fotos zeigt, insofern ist meine Aufmerksamkeit nicht nur geheuchelt.
Werden aber derartige Filmchen von peinlichen Partys, wie der auf Sylt, zum Politikum, dann muss ich wohl mein Desinteresse überwinden, um mitreden zu können. Aber momentan ist es noch so, dass ich lieber nicht mitrede. Die Kommentare, die ich lesen kann, genügen mir, um eine Vorstellung davon zu haben.
Doch die Bilder, die ich durch das Lesen der Kommentare bekomme, wandeln sich, nicht mehr die Feiernden sind zu sehen, sondern die Eiferer, diejenigen, die sich über die Party aufregen und empören. Mein Interesse gilt nun auch hier mehr denen, die mir die Videos zeigen wollen als den Filmchen selbst. Ganz ähnlich wie beim Betrachten fremder Urlaubsbilder lerne ich jetzt, wie die Eiferer ticken. Ob jemand die Bilder mit Abscheu in der Stimme kommentiert oder mit Begeisterung, ist dabei erst einmal nebensächlich; wichtig ist nur, er gibt sein Inneres mir preis.
Momentan möchte ich hier kein Fazit ziehen – das ist keine gründliche Betrachtung, nur ein Fragment – und lediglich davon berichten, was das Stichwort Sylt in mir auslöst: Desinteresse am Video und Ekel gegenüber den Eiferern. Vielleicht so viel noch: Auf so einer Party, wie der auf Sylt, möchte ich nicht dabei sein, aber von den Empörten will ich keinen auf einer meiner Partys haben, die haben nämlich gezeigt, dass sie keinerlei Achtung vor der Privatsphäre Anderer haben.
Beitrag auf auf Glitzerwasser erschienen.
Quentin Quencher, geb. 1960 in Glauchau, Sachsen, wuchs in der ehemaligen DDR auf, die er 1983 verließ. Seine Heimat war es nicht, die er verlassen hat, er war nie heimisch dort. Auch der Westen oder das wiedervereinigte Deutschland wurde ihm nie ein Zuhause. Immer ist sein Blick der eines Außenstehenden. Hier wie dort, heute wie damals. So ist er ein Vagabund zwischen den Welten. Nach mehrjährigen Aufenthalten in Asien lebt er heute mit seiner Familie in Baden-Württemberg.
Beitragsbild: Sharon Pruitt Flickr CC BY 2.0 via Wikimedia

Mich interessiert etwas anderes. Wenn es ernste Umstände gibt, unter denen man offiziell täglich „Ukraine den Ukrainern“ sagt, oder völlig andere, nicht minder ernste, unter denen man ungestraft auf deutschen Straßen „Palästina den Palästinensern“ grölt, was ist dann der prinzipielle Unterschied zu „Deu…“? Vielleicht, dass da Krieg ist? Okay. Und was gilt dann, wenn hier Krieg ist?
Die Einordnung des Kanzlers, diese Parole sei „eklig“, trifft voll und ganz zu, allerdings auf mehr Ebenen, als ihm bewußt sind, oder als er sich zu erwähnen traute.
Da wäre zuerst die sogenannten Musik selbst: Ein paar mit dem Computer zusammengestellte Akkorde, frei von jederlei Virtuosität oder intellektuellem Niveau. Wer gegen solchen Schund nicht immun ist, bei dem ist mit genauso billigen politischen Parolen früher oder später zu rechnen. Weiter geht es mit der Lautstärke. Für junge Leute ist es zur gängigen Veranstaltungskultur geworden, sich mit derlei Stumpfsinn so laut zu beschallen, daß jede Konversation unmöglich ist. Einen solchen Abend bestreitet man mühelos mit einem Wortschatz von unter hundert Vokabeln. Auch hier ist das Niveau, auf dem politische Äußerungen sich abspielen werden, absehbar.
Besonders ärgerlich ist, was diese jungen Leute der Dsikussion um die Migration angetan haben. Wir waren gerade auf einem guten Weg, endlich die drängenden Probleme anzusprechen. Jetzt aber können die selbsternannten Weltverbesserer wieder mit dem Finger auf die „bösen Rechten“ zeigen. Eine vielversprechende Bewegung wurde im Handstreich zunichte gemacht.
Zwar amüsant, aber nicht weniger eklig ist ein anderer Aspekt: Wenn dies das Ergebnis ist von jahrelanger Infiltration von Politiker, durch die Presse und in den Schulen, denn kann man nur sagen: Die Migrationsbefürworter haben eine kapitale Bauchlandung hingelegt. Ergehen sie sich in Selbstkritik? Nein. Alles, was ihnen dazu einfällt, ist ein entschlossenes „Weiter so!“. Die Stimmung wird weiter aufgeheizt, und das intellektuelle Niveau in Deutschland fällt auf neue Tiefen.
Auch die kritische Presse ist nicht in der Lage, das Außmaß an Ekligkeit, das dieser Fall zutage fördert, zu erkennen. Wie soll das alles nur weitergehen?
Das kann man so sehen, muss man aber nicht. Das Video haben die Chorknaben selbst in das Netz gestellt, es gibt viele memes auf diesen Partyhit, seid Jahren, hat ausser der Internetgemeinde niemanden interessiert. Mich auch nicht sonderlich, einige sind schon zum lachen. Es geht letztendlich um die darauffolgenden Reaktionen in der Gesellschaft, der Politik und den Medien, und das hat mir gezeigt, wo wir wieder sind. Nämlich beim hässlichen Blockwartdeutschen, der im Prinzip nie weg war, aber jetzt, gesponsert durch unsere Ideologie geträngte Regierung , wieder Oberwasser hat. Der bereit ist, andere gesellschaftlich und beruflich zu vernichten, ohne jedes Gewissen, mit Geifer und Schaum vor dem Mund. Sich daran ergötzt, wenn diese Leute ihren Job verlieren, und in der Öffentlichkeit vorgeführt werden. Es war blöd und dumm, keine Frage, die Inquisition, die darauf folgte, allerdings auch, mehr noch, ekelhaft, wenn Politiker wie der Laschet sich hinstellen und rausposaunen, wie toll und richtig er das findet. Ausgerechnet der, derjenige , der durch genauso eine ungünstige Meme seine Kanzlerschaft versaut hat, den Lacher , während rundherum verzweifelt Bürger mit dem Wasser kämpften.
Eigenartig ist es schon, wenn auf spanischen Inseln die Einheimischen gegen zuviel Touristen und auch andere Ausländer demonstrieren, die dort Wohnungseigentum erworben haben und die deutschen Medien formulieren großes Verständnis dafür, was ich übrigens auch habe, um gleichzeitig aber in widerwärtigster Form gegen deutsche Bürger zu hetzen, die weder illegale Eindringlinge und schon gar nicht Messerstecher, Drogendealer und Schutzgelderpresser haben wollen. In Berlin erleben wir auch, dass gegen Schwaben, die ihr Geld mit Arbeiten verdienen, Steuern und Abgaben zahlen, übel gehetzt wird, aber wehe, einer wagt es, gegen die Asylbetrüger, die nicht nur im Görlitzer Park Drogen verticken und sich nicht darum kümmern, ob auch Kinder und Jugendlichen unter den Kunden sind, ein böses Wort zu sagen. Dann ist der Teufel los und dazu gehört seit 1989 auch die Berliner Justiz. In Hamburg haben übrigens bereits in den neunziger Jahren 10 Polizisten anonym in der „Welt“ zugegeben, dass sie selbst bei schlimmstem Vergehen keinen der 330 nigerianischen Asylbetrügern festnehmen würden, da sie sich hinterher veranlasst von gewissenlosen „Linksanwälten“ vor Gericht zu verantworten haben und nicht etwa die Täter. Gysi hat da übrigens auch seine Urteile bestellt, wenn ihn seine ehemaligen Klienten nach Lektüre ihre Stasi-Unterlagen Parteiverrat vorgeworfen haben.
Quentin Quencher sie schreiben mir aus der Seele. Ich hoffe die Betroffenen schliessen sich zusammen und verklagen die MSM und einige Politiker.
Die Sylter Sängerknaben meinten sicherlich nur Ausländer wie den Attentäter von Herrn Stürzenberger. Ich fühle mich als gut integrierter, gesetzestreuer „Ausländer“ nicht angesprochen. In Anbetracht der einheimischen Islam-Apologeten ergänze ich „Ausländer raus“ mit „Inländer raus“. Damit meine ich naturgemäß nicht alle Inländer, sondern nur diejenigen, die Deutschland & Europa kriminellen Ausländern & Migranten preisgeben. Kriminelle Ausländer & kriminelle Inländer raus!
Heute Abend nicht verpassen: ARD und ZDF bringen Sondersendungen zum Mordversuch an Stürzenberger. Steinmeier und Scholz sind zutiefst erschüttert und rufen zu Lichterketten auf.