Eine 67 Jahre alte und kluge Dame ist die Überraschungsfigur des Machtwechsels in USA. Sie scheut bescheiden die Öffentlichkeit und hat einen mäßigenden Einfluss auf den impulsiven Donald Trump. Jetzt wird Susie Wiles Stabschef im weißen Haus.
Ihre erste harte Schule durchlebte sie in jungen Jahren: Ihr Vater war Alkoholiker. Ob sie das für ihre Arbeit mit dem wenig disziplinierten Donald Trump prädestiniert hat, sei dahingestellt. Auf jeden Fall ist die 67 Jahre alte Susie Wiles die kluge Frau hinter dem künftigen US-Präsidenten. Genauer: Sie hat seinen umfassenden Wahlsieg organisiert. Die kaum besungene Wahlsiegerin soll nun als Chief of Staff im Weißen Haus für Ordnung sorgen.
Susie Wiles ist die Überraschungsfigur des unerwartet deutlichen Machtwechsels. Sie hat als Trumps oberste Wahlkampfberaterin dafür gesorgt, dass ihr Chef irgendwie doch für eine große Mehrheit der Amerikaner wieder wählbar wurde. Dies, obwohl Trump mit seinen oft ausufernden Plaudereien immer wieder die Grenze zum Absurden überschritt. Er nannte das „the weave“, also ein rhetorisches Weben, verbunden mit der Behauptung, den schon verloren geglaubten Faden stets wieder zu finden.
Wie auch immer: Susie Wiles sorgte im Hintergrund dafür, dass dieser schwer unter Kontrolle zu haltende Wahlkampf professionell und zielgerichtet blieb. So wurde sie zum Albtraum für die Demokraten, die in ihrem Wahlkampf eine Susie Wiles dringend gebraucht hätten. Die künftige Stabschefin hatte sich schon einmal – in bescheidenerer Rolle – erfolgreich für einen Präsidentschaftskandidaten eingesetzt, der in Deutschland fast so unverstanden war wie Donald Trump: für Ronald Reagan. Eine schon wichtigere Rolle spielte sie bei Trumps erstem Wahlsieg. Jetzt lieferte sie ihr Meisterstück.
Mächtigste Frau des mächtigsten Landes der Erde
Das hat auch damit zu tun, dass sie tief in der Politik von Florida verwurzelt ist. Einem Bundesstaat, in dem man als Republikanerin früher oder später auf den Mann in Mar-a-Lago trifft. Im Januar kommt sie als Außenseiterin in die Washingtoner Blase und das dann gleich als mächtigste Frau des mächtigsten Landes der Erde. Im Rampenlicht wird man sie trotzdem kaum sehen. Schon bei Trumps Jubelfeier hielt sie sich konsequent im Hintergrund und verweigerte die Einladung des frisch gewählten Präsidenten, ans Mikrofon zu treten und sich feiern zu lassen.
Auch das ein Zeichen ihrer Klugheit als Beraterin (und Lenkerin?) eines so selbstverliebten Mannes. Demnächst muss sie in Washington zeigen, ob es ihr gelingt, den schwer zu zügelnden Herrn im Weißen Hause einigermaßen auf den Pfaden der politischen Berechenbarkeit zu halten. Sollte sich Susie Wiles auch im künftigen Zentrum der Macht als die starke Frau hinter Donald Trump bewähren, so wäre das ein Segen für Amerika und die Welt.
Rainer Bonhorst, geboren 1942 in Nürnberg, arbeitete als Korrespondent der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in London und Washington. Von 1994 bis 2009 war er Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen-Zeitung.

Der Autor hat offensichtlich seine Einstellung zu Trump nicht geändert, warum also dann dieser überflüssige Beitrag?
@Roland Hübner : >>Es fällt einem geborenen Nürnberger halt grundsätzlich schwer, seine angeborene sozialistische Grundhaltung zu verbergen.<< ## Früher, als ich noch nie in Nürnberg gewesen war, wusste ich gar nicht, dass dort das Zentrum des Sozialismus ist. Nicht Trier, nicht Ostberlin, nicht Karl-Marx-Stadt, nein, die Stadt mit der Burg und dem Pfefferkuchenimage aus Hänsel und Gretel und die Hexe. Dort sinniert man über die Wichtigkeit Leo Trotzkis für die Weltrevolution. Es muss der bessere Sozialismus, der Sozialismus mit menschlichem Antlitz sein, der da in Nürnberg im trüben Wasser der Pegnitz gedeiht. Endlich haben wir ihn gefunden. Aber kaum haben wir das Gesuchte, schon macht so ein brutaler Schlägertyp aus Amerika unseren schönen Elfenbeinturm kaputt. Will er jedenfalls machen, sagen ja alle. Nur eine gute Fee kann uns nun noch retten, oder der Anton Agnes aus dem Wunderland. Den Trotzki hat keine Fee gerettet. Deshalb ist der so wichtig. Was wäre, wenn er und Che keine Märtyrer wären? Ja, die Pöbler, Rüpel und Menschenfeinde, die holt der Zimtstern, wenn er kommt. Wann kommt endlich der Zimtstern?
>>Im Januar kommt sie als Außenseiterin in die Washingtoner Blase und das dann gleich als mächtigste Frau des mächtigsten Landes der Erde.<< ## Hinweis: unzulässiger Zirkelschluss. Die Blase platzt.
Vor allem hätten die US-Democrats von ihrer vergifteten, realitätsleugnenden Ideologie lassen – und einen Präsidentschaftskandidaten (generisches Maskulinum) aufstellen sollen, der nicht die Sprechpuppe des deep states darstellt bei dessen Strategien, noch mehr Geld von unten nach oben zu befördern und noch mehr Kriege anzuzetteln. Kriege, bei denen es den US-Kriegstreibern nie um vernünftige Problemlösungen ging – sondern stets um das Florieren der heimischen Rüstungsindustrie (die „ökonomischste“ Entsorgung alter Waffensysteme sind angezettelte Kriege) und Ausdehnung der Macht. Hoffenlich kommen die US-Democrats erst dann wieder an die Macht, wenn sie ihre neokolonialistischen Attitüden, ihre Kriegs-, Geld- und Machtgeilheit plus Wokeness und Klimawahn abgelegt haben. Der mit großem Abstand übelste US-Präsident der Zeit nach dem Vietnamkrieg war Friedensnobelpreisträger Obama, der den Friedensnobelpreis mit sehr viel Blut aus vielen Gebieten von A wie Abtreibung bis Z wie Zivilisten in der Ostukraine vor Kriegsausbruch besudelt hat!
Na endlich hat der Rüpel seine Nanny gefunden. Was werden unsere führenden Geister machen, wenn der jetzt weniger pöbelt, als Olaf? Unvorstellbar! Da kann man nur hoffen, dass die Nanny nicht so streng ist.
Trump hat nicht wegen Susie so deutlich gewonnen, obwohl mir diese ältere Lady und ihre bescheidene Art keinesfalls unsympathisch ist. Trump hat gewonnen, weil er so ist, wie er ist, weil er Charakter und Durchhaltevermögen bewiesen hat, sich nicht unterkriegen lässt und klar definiert, was er will. In der Regel hält er auch, was er verpricht. Trump ist ein kantiger Typ und vielleicht ein Großmaul, doch was er in seiner ersten Amtszeit getan hat, war nicht extrem. Trump muß nicht „gelenkt“ werden, wie der Autor meint. Er muß überzeugt werden und redet, anders als sein Vorgänger, zu diesem Zweck auch mit den Leuten. Trump ist selbstbewußt, nicht „selbstverliebt“. Nach dem, was Trump in seinem Alter noch alles weggesteckt hat, kann er sich Selbstbewußtsein aber auch leisten. Kann diese zementierte Trump-Abneigung, die auch in die alternativen Medien sickert, nicht nachvollziehen. Viele ertragen immer noch nicht, dass die Amis so entschieden haben. Was wäre denn die Alternative gewesen? Krieg, weiterer woker Irrsinn und Chaos, meine ich. Gebt dem Mann doch erstmal ´ne Chance! Zum jetzigen Zeitpunkt glaube ich, dass seine Wahl ein Segen war. Wir werden sehen.
Was ist bei Frauen seltener als Schönheit? Genau, Grips. Mutti Wiles ist doch wirklich spannend.