Die Zivilisten hatten versucht, aus der von Rebellen belagerten Stadt Al-Faschir zu entkommen.
14 Zivilisten sind bei dem Versuch getötet worden, die letzte Bastion der sudanesischen Armee in Nord-Darfur, die belagerte Stadt Al-Faschir, zu verlassen, meldet deutschlandfunk.de. Die paramilitärischen RSF-Rebellen belagern die Stadt bereits seit Mai 2024 und begannen in vergangenen Tagen eine erneute militärische Offensive. Die RSF entstand laut Wikipedia 2013 und bestehe demnach größtenteils aus der muslimischen Dschandschawid-Miliz, die im Darfur-Konflikt auf Seiten der sudanesischen Regierung kämpfte und dabei für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen begangen hat.
Nach UNO-Angaben seien in Al-Faschir hunderttausende Menschen von Hunger und Krankheiten wie Cholera bedroht. Eine geforderte humanitäre Feuerpause hätten die Rebellen abgelehnt. Im seit April 2023 andauernden Bürgerkrieg zwischen den RSF und der sudanesischen Armee sollen landesweit mehrere hunderttausend Menschen getötet und vertrieben worden sein. Trotzdem spielt dieser Krieg in der öffentlichen Wahrnehmung hierzulande kaum eine Rolle.
