Die Juden in Stuttgart bekommen jeden Freitag von der Gemeinde eine Mail über anstehende anti-israelische Demos in der Stadt. Verbunden mit dem Rat, bestimmte Bereiche "zu vermeiden".
Jeden Freitagnachmittag, kurz bevor es dunkel wird und der Schabbat beginnt, schickt der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW) per Mail ein Rundschreiben an die Mitglieder.
So auch gestern, am 3. Januar. Darin heißt es:
„Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gemeindemitglieder! Vorstehend finden Sie wie gehabt die Übersicht der anti-israelischen Demos in Stuttgart an diesem Wochenende. Wir empfehlen, diese Bereiche zu den genannten Zeiten zu vermeiden. Weitere Infos finden Sie unter www.irgw.de/sicherheit.
MfG und Schabbat Schalom
IHR IRGW-Team“
Am Sonntag, dem 5.1., so erfahren es die lieben Gemeindemitglieder, gebe es am Schlossplatz rund um das Christoph-Denkmal von 13.00 bis 13.45 Uhr eine Kundgebung und gleich danach von 13.45 bis 14.45 Uhr einen „Aufzug“ von der Bolzstraße vorbei am Neuen Schloss über die Münzstraße, die Marktstraße, die Eberhardstraße, die Kronprinzstraße und die Bolzstraße zurück zum Schlossplatz, wo von 14.45 bis 17.00 Uhr die Kundgebung fortgesetzt werden soll.
Dass Juden – und natürlich auch Jüdinnen – geraten wird, die genannten Bereiche zu den genannten Zeiten „zu vermeiden“, bedeutet für sich genommen keine große Entsagung, denn die Stuttgarter Innenstadt ist sogar tagsüber so anmutig und bezaubernd wie Ouagadougou, die Hauptstadt von Burkina Faso, kurz nach Mitternacht. Es handelt sich auch um kein Ausgehverbot für Juden, sondern nur um eine Empfehlung zu deren eigener Sicherheit. Man will die Toleranz der Freunde Palästinas nicht überstrapazieren, sie könnten sich provoziert fühlen und böse werden.
An sich wäre das ein Fall für den Antisemitismus-Beauftragten von Baden-Württemberg, einen Mann mit vielen Tugenden, vor allem der, sich selbst zu preisen. Er könnte sich – nähme er seinen Job ernst – in eine Israel-Fahne hüllen und an den Kundgebungen und dem „Aufzug“ teilnehmen. Und ein Schild hochhalten, auf dem der Satz steht: „Lasst die Geiseln frei!“
Aber das wird er nicht machen. Wo kämen wir denn hin, wenn der Antisemitismus-Beauftragte sich Judenhassern in den Weg stellen würde? Lieber weist er die Schuld an dem wachsenden Antisemitismus in Deutschland dem israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu zu. Ganz im Sinne der alten Volksweisheit "An allem sind die Juden schuld", also auch am Antisemitismus. Seit 2.000 Jahren verfolgt, und immer ohne Grund? Fest steht: Gäbe es keine Juden, müssten sich die Antisemiten andere Opfer suchen. Radfahrer, zum Beispiel.
Also, liebe Jüdinnen und Juden in Stuttgart – akzeptiert, dass es für euch No-Go-Bereiche gibt, bleibt am Sonntag zu Haus, spielt mit euren Kindern „Mensch, ärgere dich nicht!“ und seid froh, dass ihr einen so tollen Beauftragten habt!
Henryk M. Broder ist einer der Herausgeber der Achse des Guten.

Es ist ein zweifellos kaum tröstlich, aber auch fuer „normale Buerger“, schwäbische Biederleute, Kretschmannwaehler, ist Stuttgart, von Optik und „Klima“ abgesehen, mit grosser Vorsicht zu genießen. Und das betrifft keinewegs „ nur“ bestimmte Gebiete, erst recht naechtens. Dafuer darf man dann gewisse Verkehrsbehinderungen, auch bei Nutzung des ÖNV, geniessen und ggf Parkgebuehren fuer ein paar Stunden entrichten, die zu besseren, vorgruenen Zeiten fuer einen Monat gereicht haben. Eine Warnung vor Stuttgart klingt tatsaechlich etwas seltsam, aber das gilt inzwischen fuer die meisten sogen Metropolen, zu denen Stuttgart mit 20 % plus x, Tendenz steigend Migrationsanteil auch gehoert. Scharf Geschossen wird inzwischen aber auch im Großraum Stuttgart. Bahnhöfe sind wie immer besonders empfehlenswert. Wer es sicherer haben will, sollte Kapstadt oder Rio besuchen, Townships/ Favellas ausgenommen, wobei die Zustaende mancher deutschen Städte nicht nur an Kalkutta, sondern auch an Townships erinnern. Interessant sind in Stuttgart nicht nur die nächtlichen Aktivitäten der jungen Wilden, ihnen zuliebe wurde in der Innenstadt das Schritttempo eingeführt, ihre Treibjagden, sondern die von Schäuble! geforderten, zahlreichen Vermischungen von offensichtlich indigenen jungen Damen mit den Bereicherern. Besonders empfohlen sei hier die S- Bahn. Es gibt inzwischen sehr viele, angeblich riskante, Großstädte im Ausland, vor allem im aussereuropäischen, in denen ich mich sicherer fühlte als in Stuttgart. Bei den jüdischen Buergern duerfte dieses Gefuehl noch ausgepraegter sein, von den islamisch, den Freunden des Kartells, besetzten Gebieten abgesehen. Wichtig ist, nicht in Panik zu geraten und womoeglich AfD zu waehlen. Aber davor warnen die prominenten, jüdischen „Vertreter“ nun auch intensiv genug. Zu „Juarez“ fehlt noch ein bisschen.
Der Zentralrat der Juden hat ihren Hauptfeind erkannt, die AfD!! Die einzigste Partei, die dem antisemitischem Treiben ein Ende setzen könnte und will, wird verdammt und verleumdet. Herr Schuster wird nicht Müde immer wieder auf die Gefahr von rechts zu warnen. So gesehen hab ich mit den Juden kein Mitleid.
Für viele Moralisten und Ideologen wird es wahrscheinlich ein Witz der Geschichte sein, wenn gerade durch die AfD ein sicheres Leben für alle Bürger in Deutschland möglich sein wird.
Lieber Herr Broder,
was mich in Bezug auf derartige Artikel immer interessiert, ist die Antwort auf die Frage, ob die Adressaten, ich meine hier den sogenannten Antisemitismus-Beauftragten, ebenfalls Kenntnis erhalten, also eine E-Mail mit dem Link oder gleich den Text.
Damit der Richtige auch etwas von Ihrem freundlichen Hinweis auf sein Versagen hat.
Ich bin sonst nämlich immer versucht, dem Jeweiligen Ihren Text zu schicken. Soll ich?
Die Zustände in DE sind für Außenstehende wahrscheinlich gar nicht glaubhaft. Zum Teil kann man sie auch kaum erkennen, selbst wenn man mit offenen Augen (und Ohren) durchs Leben geht. Deshalb ist es so wichtig, dass zumindest hier darauf hingewiesen wird. Letztlich treffen sie uns alle, denn auch Nichtjuden meiden auch andere Innenstädte, die S-Bahnen, sind in Bahnhöfen besonders wachsam, schauen aber weg, wechseln die Straßenseite wenn eine „Gruppe“ von „Einmännern“ des Weges zieht etc. Tja, das mit der Armlänge hat halt nicht funktioniert, Aushandeln möchten die Neubürger nicht wirklich, und ein Messerverbot, an das sich nur Omas und Opfer halten ist wahrscheinlich weltweit der Brüller. Von Antisemitismusbeauftragten hätte man aber von vornherein nichts erwarten dürfen, sie dienen wie auch der Ostbeauftragte nur dazu, die eigene Klientel zu verhöhnen.
Es kann sich bei den No-Go-Bereichen in Stuttgart nur um Gegenden handeln, in denen konzentriert Anhänger der „gesichert rääääächtsextremen AfD“ zu Hause sind. Warum klärt der Zentralrat seine lieben Gemeindemitglieder über die wahren Hintermänner*innen nicht auf? In diesem Zusammenhang habe ich noch eine Empfehlung für den Zentralrat: rufen sie per Rundschreiben dazu auf, gemeinsam mit den Gewerkschaften, der Rotfa und anderen Hilfstruppen der rotgrünen, „demokratischen“ Faschisten am 11. Januar nach Riesa zu kommen, um den Parteitag der blauen „Faschisten“ zu verhindern. Sie tun damit Entscheidendes für ihre sichere Zukunft in D.
Schön, dass die Stadt Stuttgart und das Land Baden-Württemberg der vielbeschworenen, deutschen Staatsräson, wonach Antisemitismus in Deutschland keinen Platz hat, so offensichtlich und nachhaltig Geltung verschafft. Wir sind hierzulande nicht weit gekommen, aber wir haben es weit gebracht.