Volkswagen will in den nächsten Jahren weltweit bis zu 100.000 der aktuell rund 657.000 Arbeitsplätze abbauen, berichtete das manager magazin am Freitagmorgen unter Berufung auf Insider. Das entspräche einer Verdoppelung des bisherigen Abbauziels von 50.000 bis 2030, das eigentlich schon als beispiellos galt. Wie genau sich die Zahl zusammensetze, sei den Angaben zufolge noch nicht klar. Aber klar scheint zu sein, dass in Deutschland einschneidende Maßnahmen zu erwarten sind. Dem Bericht zufolge könnten mittelfristig die VW-Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm geschlossen werden. Mit dem Auslauf der dort aktuell gefertigten Modelle sollte die Produktion gestoppt werden, hieß es. Der Aufsichtsrat soll Medienberichten zufolge am 9. Juli über das Thema beraten.
Das Erschrecken ist groß, obwohl sich das deutsche Medienpublikum inzwischen daran gewöhnt zu haben scheint, dass Niedergangs- und Rückzugsmeldungen aus der deutschen Industrie inzwischen zum Alltag gehören. Dass es eine solche Meldung wie diese auch von Volkswagen gibt, ließ dennoch aufmerken. Vor wenigen Jahren noch hätten viele Medienschaffende wie Medienkonsumenten das für unmöglich gehalten. Achgut-Leser waren allerdings vorgewarnt. Für Interessenten ist hier eine kleine Auswahl von Beiträgen aus den letzten Jahren, aus denen sich leicht ersehen lässt, wie wenig überraschend dieser VW-Niedergang ist:
2023: Der Sonntagsfahrer: Volkswagen schwimmt
2024: Der Sonntagsfahrer: VW stellt ein!
2024: VW stellt Produktion selbst entwickelter E-Autos ein
2025: Volkswagens Schritt ins Leere
2025: Generation ohne Golf
2026 Reisschüsseln aus Wolfsburg: Volkswagens Offenbarungseid
Finde ich gut. Ich kenne Chemnitz und Zwickau Recht gut. Bis etwa 2016 schwammen die im Geld. Der Lohn und sonstige Spezialitäten könnten nicht hoch genug sein. Wegen jedem Fliegenschiss wurde gestreikt. Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Und schließlich hat man die Weltrettung aufgerufen. Soll der allwissende IG Metall den Laden führen.
Vor ein paar Tagen sah ich auf einem Parkplatz ein Auto, das ich zunächst für das Resultat des Designworkshops einer gymnasialen Oberstufe gehalten habe. Bei näherer Betrachtung stellte es sich aber als Serienfahrzeug der Firma VW heraus. Nun ja. VW wurde gegründet, weil es im internationalen Vergleich zu wenige Autos in Deutschland gab und diese auch zu teuer waren. Das hat sich ja inzwischen geändert.
Bevor es zu Massenentlassungen oder zur Schließung von Stammwerken bei VW kommt, wird der Steuerzahler (der sich schon lange keinen neuen „Volkswagen“ mehr leisten kann), zur Kasse gebeten.
Und: Mein Mitleid mit diesen +30% über Tariflohn überbezahlten Vollkasko-Mitarbeitern und „Führungskräften“: NULL. Nur schade um die Werkstätten und Verkäufern dort …
NB: Die Dacias (billigste Auto in DEU, Renault-Lizenz) kommen seit Jahren aus – Marokko und nicht mehr aus RO (zumindest erhebliche Quantitäten): Isshaltbilliger
Das ist einfach wie immer: Teuere McKinseys empfehlem im Gutachten 120.000 und der tapfere VorstandInnenIN redziert da auf 60.000. Übrgnes ist die überqulifizierte GR-Autohasserin der Niederen Sachsen immer noch im VW Aufsichtsrat dort ?!
@ Christiane Neidhardt
Niedersachsen.
VW, Aufsichtsrat.
Haben viele bald,
das Fahrrad für die Lasten,
beginnt im neuen Jahr,
für andre dann,
das Fasten.
Ohne Achsen.
MfG