Fußball-Deutschland schüttelt den Kopf über seinen Bundeskanzler. Nach dem völlig verdienten Ausscheiden bei der Fußball-WM im Sechzehntelfinale gegen Paraguay(!) nach einem grottenschlechten Spiel, das alle 80 Millionen Fußball-Experten vorm Fernseher weit nach Mitternacht in nackte Wut versetzt und ihnen den Schlaf geraubt hat, tat Friedrich Merz noch in der Nacht seine ganz eigene Sicht der Dinge kund: „Was für ein Spiel! Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch“.
Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass Merz in seiner Überzeugung, er könne für sein Volk sprechen, sowas von daneben liegt, so hat er ihn heute geliefert. Doch es gibt noch eine Geschichte hinter der Geschichte, und die liegt in seiner Herkunft, bekanntlich aus dem Sauerland. Wo offenbar eine ganz besondere Fußball-Expertise zuhause ist, genauer gesagt in der sauerländischen CDU. Es war nämlich nicht der erste Korken zum Thema, der aus dieser ganz besonderen deutschen Ecke kommt.
Ziemlich genau 60 Jahre ist es her, dass Fußball-Deutschland mindestens ebenso erschüttert war. Wenn auch auf andere Weise. Damals, im Sommer 1966 war man zwischen Garmisch und Flensburg nämlich tatsächlich vollauf begeistert von der Nationalmannschaft und ihrem Auftritt bei der WM in England. Seeler, Beckenbauer, Overath, Haller und wie sie alle hießen, hatten sich durch die Vorrunde, Viertel- und Halbfinale virtuos bis ins Endspiel vorgearbeitet. Wo sie allerdings durch ein Tor der Engländer, das berühmte Wembley-Tor, das in Wahrheit gar keines war, um den Sieg und den Titel Weltmeister gebracht wurden.
Spruch für die Ewigkeit
Mitten in diesem landesweiten Schock meldete sich damals eine Stimme zu Wort, die wohl meinte, die Deutschen mit einer anderen Erzählung befrieden zu müssen: „Der Ball war drin“, behauptete kein geringerer als Bundespräsident Heinrich Lübke. Angeblich soll er auch noch hinzugefügt haben: „Ich habe selbst gesehen, dass der Ball in Netz zappelte.“ Eine Erkenntnis, die der Präsident in Deutschland exklusiv hatte. Und in welcher Partei war Lübke? Genau, in der CDU? Und wo kam er her? Genau, aus dem Sauerland.
Lübke, die Älteren unter uns erinnern sich, stand damals, gegen Ende seiner Amtszeit bei seinen Landsleuten im Ruf akuter Senilität, Hinfälligkeit. Zurecht oder zu Unrecht, es war jedenfalls so. Und das mit dem Wembley-Tor - was er ja tatsächlich gesagt hatte - galt nun fortan als weiterer Beleg dafür, ähnlich wie andere Sprüche, die man ihm zum Teil untergejubelt hatte, wie das denglische „Equal it goes loose“, oder seine angebliche Ansprache in Afrika „Meine Damen und Herren, liebe Neger“. Man lachte über ihn, für viele galt er nur noch als Witzfigur. Wembley, das überlieferte Zitat tat das seinige dazu. Es wird noch heute mit Lübke aufs innigste verbunden, unvergesslich, Zeitgeschichte, Humorgeschichte, Kabarett.
Merz, auch wenn man ihn nicht als senil bezeichnen kann (als Sauerländer schon) dürfte heute Nacht mit seinem völlig unüberlegten Schnellschuss ebenfalls einen Spruch für die Ewigkeit, für die Merkheftlein der Humoristen und Kabarettisten geprägt haben. Beim künftigen grottigen Spielen wird automatisch der Spruch im Raum stehen: „Merz wäre begeistert“. Und dies in allen möglichen Varianten.
Aber vielleicht hat es ja auch sein Gutes. Zurzeit löst Merz zunehmend Wut aus im Land. Jetzt kann man erstmal ein wenig lachen über ihn. Vielleicht ja auch noch in 60 Jahren. So wie über Lübke heute. Sauerländer im Himmel unter sich.

Während in Deutschland die Reserven fast ausgehen, hat sich der Russe gerade entschieden, seine strategischen Reserven anzubrechen.
Da hat die Kanzler-KI ordentlich gebechert, bevor sie diese drei Sätze fabrizierte. Man sollte Kanzler-KI bei Arbeit auf Drogen und Alkohol testen.
Hier paßt halt aktuell alles wunderbar zusammen, kollektiv im Niedergang, oder „Wie der Herr, so ‚s Gescherr„.
Irgendwie muss das schon mit der Ungnade der frühen Geburt zu tun haben, dass die jeweiligen Endbesten der Schlachten wie … sagen wir mal … Waterloo noch kein „X“ nutzen konnten, um den Untertanen zu Hause mit juveniler Nonchalance klarzumachen, wie begeistert und stolz man zu sein habe, ob des … äh … heldenhaften … äh … Beinahesieges … Unter den heutigen Umständen hätte sich Napoleon mutmaßlich vor die Kamera gestellt, in sich hineingehört und dann hätte es wie selbstverständlich aus ihm gesprochen: „Ich stehe weiter zur Verfügung. Ich bin keiner, der wegläuft. Das ist ausgeschlossen. Und im Übrigen wars eh ein Vollskandal; der Blücher hätte längst die rote Karte…“ Dann wär‚ sein Vertrag selbstredend verlängert worden und nichts wärs gewesen mit Urlaub auf St. Helena usw…
WIR müssen uns gegen die Großkotzigkeit wehren!!! Ich mache das im Kleinen gegen das St.-Elisabeth-Krankenhaus und Sozialamt in Lahnstein. Wer sont, wenn nicht ich? Eben…
Hat er es selbst erdacht oder die KI gefragt. Vielleicht hat ihm sein Abschreiber aus Thüringen geholfen. Schade für die Sportler, auch wenn sie Multimillionäre sind. Erfreulich der Tritt in den Allerwertesten für die woke SPD Truppe vom DFB. Wenn du nicht mehr für eine stolze Nation spielst, ist das folgerichtig.
Seit mehreren Jahren hat die ganze Familie den Fussball und das Zusehen verlassen und ist geschlossen zum Handball gegangen. Hier wird noch guter Sport vor allen Dingen in den höchsten Ligen geboten!