Wolfgang Meins / 28.07.2019 / 16:00 / Foto: ENERGY.GOV / 44 / Seite ausdrucken

Stirbt der grüne Hype bevor er totalitär werden kann?

Seitdem die Grünen auch im Bund eine echte Machtperspektive haben, ist es an der Zeit, einmal genauer der Frage nachzugehen, ob von ihnen tatsächlich die Gefahr einer Öko-Diktatur ausgeht, wie ja nicht selten behauptet wird. Es geht dabei im Wesentlichen um die Befürchtung, dass die unter erheblichem Zeitdruck stehende, entbehrungsreiche „Große Transformation“ unserer Gesellschaft in eine CO2-freie Zukunft nicht mit wesentlichen Charakteristika eines demokratisch-parlamentarischen Systems vereinbar sein werde. Denn in einer Demokratie mit ihrer Gewaltenteilung dauern die zudem oft durch Kompromisse verwässerten Entscheidungen und deren Umsetzung einfach zu lange.

Auch macht die Abhängigkeit von der Gunst des Wählers und seiner Leidensfähigkeit den Erfolg langfristiger und tiefgreifender Umgestaltungen immer unwägbar. Der Wähler vermag zudem nicht immer den höheren Sinn oder die Alternativlosigkeit bestimmter Vorhaben richtig zu erfassen. Es könnte also die Versuchung groß sein, ihn besser nicht mitentscheiden zu lassen. Also ein diktatorisches politisches System zu etablieren, das man – in Anlehnung an die Definition von Karl Popper – ohne Blutvergießen, nur durch eine Abstimmung, nicht wieder los wird.  

Waren für Lenin die Gewerkschaften und später auch andere Organisationen der Transmissionsriemen, der die Ideologie der in der Partei organisierten Avantgarde in die rückständigen Teile von Arbeiterschaft und Gesellschaft tragen sollte, sind es bei den Grünen die diversen Vertreter der sogenannten Zivilgesellschaft, also NGOs, wissenschaftliche Institute, Initiativen, bestimmte Unternehmen, Vereine und Aktivisten. Also der ganze Dunstkreis, der sich zum Thema Klimawandel in den letzten Jahrzehnten gebildet hat und dessen Existenz stark oder ausschließlich von einem anhaltenden Hype um Klimawandel und Klimaschutz und damit weiter sprudelnden staatlichen Finanzquellen abhängt. 

In diesem ganz überwiegend mit Steuergeldern finanzierten Klima-Speckgürtel liegt die Dichte an Klimafanatikern möglicherweise noch höher als in der Bundestagsfraktion der Grünen. Das lässt auch das folgende Zitat eines langjährigen Mitglieds des Episkopats der Klimakirche vermuten, der blumig und durchaus stalinistisch getönt den besonders aktiven Mitgliedern seiner Glaubensgemeinschaft huldigt als „Pioniere des Wandels, ermächtigt durch den Dreiklang von Haltung, Wissen und Fähigkeiten“. Es besteht zweifellos die reale Gefahr, dass unter einer grün dominierten Bundesregierung dieser Sektor zum einen noch massiver aufgebläht wird und zum anderen in vielen gesellschaftlichen Bereichen ohne wirkliche demokratische Legitimation Fakten schafft. 

In die Freiheit des Einzelnen eingreifendes, ausuferndes System

Wie hat man sich eine Öko-Diktatur nun konkret vorzustellen? Tatsächlich in Form eines diktatorischen Einparteienstaates? So mit allem Drum und Dran, einschließlich eines großzügig ausgestatteten polizeilichen und geheimdienstlichen Unterdrückungsapparates samt geeigneter Unterbringungsmöglichkeiten für Rechts-Abweichler jeglicher Art, die dort dann tatsächlich mal die „ganze Härte des Rechtsstaates“ zu spüren bekommen würden? Vielleicht. Auf jeden Fall aber als ein stark in die Freiheit des Einzelnen eingreifendes, ausuferndes System von zahllosen Verboten, Geboten und finanziellen Bürden, bis man eines Morgens endgültig in der CO2-geminderten Öko-Hölle aufwacht. 

Verschärfend kommt bei solchen Erwägungen hinzu, dass bei den Grünen zweifelsohne eine nicht unerhebliche Risikodisposition für den Marsch in ein undemokratisches System gegeben ist. Da ist zum einen ihr Selbstbild: Sie sehen sich als Vorkämpfer und Bewahrer von Menschenrechten, Weltoffenheit und eben Demokratie. Aber spätestens gleich rechts von Merkel ist schon Schluss mit der Toleranz. Die andere Risikodisposition der Grünen, nämlich ihre Neigung zum Erziehen, Bevormunden, Verbieten, Kontrollieren und Regulieren, gerne in Verbindung mit entsprechenden Steuern und großem Vertrauen in die Weisheit staatlicher Planungsbürokratien, ist bekanntlich wesentlicher Bestandteil ihrer DNA.

Eine solche Ausgangssituation kann in der Tat dann besonders demokratiegefährdend werden, wenn sie verbunden ist mit dem Kampf für ein großes, heroisches Ziel. Das liegt hier zweifelsohne vor: Die Rettung von Menschheit und Planeten aus den Klauen des menschengemachten Klimawandels. Größenwahnsinnige Themen dieser Art implizieren, dass man, wenn es wirklich hart auf hart kommt, auf das Individuum und seine Rechte keine Rücksicht nehmen kann. Was gilt der Einzelne, wenn es um die Menschheitsrettung geht? Oder, wie es die prominente Nachwuchs-Grüne und Klimafanatikerin Luisa Neubauer im Gespräch mit Springer-Chef Mathias Döpfner kürzlich formulierte: „Bei der Klimakrise kann man nicht weit genug gehen.“ Da ist sie trotz verbaler Bekenntnisse zur Demokratie ganz eng bei Schellnhubers Ruf aus dem Potsdamer Klimabunker nach einer „Kriegswirtschaft“, die es letztlich wohl nur werde richten können. 

Trotz aller Risikofaktoren wird in den nächsten Jahren aller Voraussicht nach die parlamentarische Demokratie überdauern, es also keine wirkliche Öko-Diktatur geben. Denn: Zur Umsetzung ihrer Agenda – ein entsprechendes Ergebnis bei der nächsten Bundestagswahl mal vorausgesetzt – brauchen die Grünen zumindest zunächst gar kein diktatorisches Regime. Es reicht völlig, den in den letzten Merkel-Jahren eingeschlagenen Weg hin zu einer teilentkernten, sozusagen Light-Version von freiheitlicher Demokratie konsequent, kreativ und entschlossen weiterzugehen. 

Schon herrscht wieder Ruhe im Karton 

Also beherzt und ungerührt von eventuell hinderlichen Gesetzen und Vorgaben und ohne lästige Diskussionen im Bundestag das Land in bezug auf CO2 voranzubringen. Das wird auch deshalb so gut funktionieren, weil nahezu alle Parteien ganz scharf auf Klimaschutz sind und sich außerdem weiterhin nicht trauen werden, irgendetwas mit AfD-Urheberschaft auch nur ansatzweise zu unterstützen. Diese Solidarität gegen die rechten Klimaleugner schweißt zusammen. Insofern will es für die Grünen gut überlegt sein, ob ein Verbot der AfD tatsächlich erstrebenswert ist. Obwohl das eigentlich ein Selbstgänger wäre – etwa durch die Implementierung des Klimaschutzes ins Grundgesetz mit solider Zweidrittel-Mehrheit. Dann könnte man den Klimaleugnern und Flüchtlingsfeinden mit Unterstützung des Bundesverfassungsgerichts endlich den Stecker ziehen, und das auch noch superdemokratisch.  

Unsere Qualitätsmedien werden den endlich konsequent angegangenen Klimaschutz ganz überwiegend bejubeln. Dass im Wirtschaftsteil einiger Zeitungen ein bisschen rumgenölt wird, geschenkt. Sollten im Verlaufe des opferreichen Klimakampfes zu viele Medien drohen, von der Fahne zu gehen, lanciert man geschickt eine geplante staatliche Subvention, eine Art Demokratieabgabe für unsere Printmedien und ihre digitalen Ableger. In deren Genuss können aber natürlich nur wirkliche Qualitätsmedien kommen, die eine unabhängige Kommission sorgfältig auswählen wird. Schon herrscht wieder Ruhe im Karton. 

Für die ganz harten, sozusagen hoffnungslosen Fälle – renitente Medien, Unternehmen, Individuen und Bürgerinitiativen gegen Windkraft – bleibt noch die Antifa, mit der vor allem die Grüne Jugend sich zunehmend enger verbinden wird, beflügelt von ihrem jetzt deutlich besseren Zugriff auf die zahllosen Fördertöpfe für Projekte gegen Rechts, für Refugees jeglicher Art und natürlich den Klimaschutz. Hier gilt sie noch, die im grünen Universum eigentlich ja obsolete Erziehungsdevise: Wer nicht hören will, muss fühlen! 

Worauf müssen wir uns mittelfristig – die Anfangseuphorie ist längst abgeklungen – am ehesten einstellen? Zunächst auf ein Scheitern der sogenannten Klimarettung. Warum? Trotz aller deutschen Anstrengungen ging die globale CO2-Emission erneut nur unwesentlich zurück, und auch in Deutschland wurden die ambitionierten Reduktionsziele nicht erreicht. Der bereits zum Start der forcierten deutschen Klimaschutzpolitik deutliche Konjunkturabschwung hat inzwischen richtig Fahrt aufgenommen, samt der dazugehörigen Massenarbeitslosigkeit. Völlig überraschend für die Grünen hat das Klimaschutzprogramm doch nicht als Jobmaschine gewirkt. Auch die Hoffnung, international als Modell für einen erfolgreichen Klimaschutz – mit  ansteckender Wirkung – wahrgenommen zu werden, hat sich nicht erfüllt.  Es könnte sxchnell wieder die alte Erkenntnis von Bertolt Brecht gelten: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral.“ 

Bei Polizei und Bundeswehr sind die Grünen unbeliebt

Allerdings wird das Thema für den weiterhin grünen Teil der Gesellschaft moralisch hoch aufgeladen bleiben, denn die Klimakatastrophe ist für sie ja weiterhin ungebrochen virulent. Bei den Grünen und ihrem nun von finanzieller Austrocknung bedrohten Dunstkreis gewinnen deshalb die Fanatiker und die Anhänger einer Postwachstumsökonomie endgültig die Überhand: Man müsse jetzt die Anstrengungen verdoppeln. Tabus dürfe es endgültig keine mehr geben. Hätten die Öko-Fanatiker jetzt die Sicherheitskräfte, also Polizei und Bundeswehr, fest an ihrer Seite, wäre die Transformation der deutschen Restdemokratie in ein diktatorisches Einparteiensystem eine nicht unwahrscheinliche Perspektive.

Aber nirgendwo sind die Grünen so unbeliebt wie bei Polizei und Bundeswehr. Daran ändert auch ihr Versprechen nichts, ab sofort die Diensträume wieder ordentlich zu beheizen. beim entsprechenden Ausgang von Neuwahlen würde der grüne Klima-Spuk dann endlich beendet und die traurige Konkursmasse vermessen: Deutschland wird nun auf unabsehbare Zeit ganz kleine Brötchen backen, moralisch und materiell. 

Nun ist ein Blick in die Zukunft immer mit Unwägbarkeiten verbunden. Und vielleicht kommt es alles ganz anders, weil bereits 2020 ein große Banken-Crash dazwischen kommt, wie  hier gemutmaßt wird. Dann backen wir nämlich schon früher kleine Brötchen, und auch den Klimaschutz wird es allenfalls in der Extra-Light-Variante geben. Was dem Klima aber ziemlich egal ist. 

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netiquette:

Guido Wekemann / 28.07.2019

Werter Herr Meins, was Sie hier ausmalen ist keineswegs bloßes Phantasieren. Die sog. Qualitätsmedien und die Ihnen zuarbeitenden NGOs und Vertreter aus Kunst und in Behörden bekunden schon seit Jahren, dass ihnen für ihre große Transformation die Demokratie lästig ist. Zwei Beispiele: 1) Ankündigung einer Podiumsdiskussion mit Vertretern u. a. vom Theater der Stadt Aalen, einem Behördenleiter der Stadt, einem Aktivisten von ‘Greenpeace’: „Warum fällt es Menschen schwer, im Sinne eines höheren Ziels zu kooperieren? Bietet die Demokratie die besten Voraussetzungen für die Umsetzung effizienter Umweltpolitik?“ (Aus: Schwäbische Post 01.03.2010) Hier schon zu beachten: Die Propaganda durch Gleichsetzung von Umweltschutz mit Klimaschutz. 2) Prof. Jorgen Randers, u. a.  Berater des Club of Rome: „Die Kommunistische Partei Chinas ist nach meiner Einschätzung ein ‚wohlmeinender Diktator‘, der das Richtige tut, weshalb ich es nicht schlimm finde, dass die Partei sich diese Macht nimmt.“ (aus: DER TAGESSPIEGEL 17.07.2012) Man muss darauf hinweisen: Die Jugend in Deutschland sehnt sich, angetrieben von den Systemveränderern über fast alle Parteien hinweg, nach der von Ihnen beschriebene Diktatur, gerechtfertigt durch sogenannten „Klimaschutz“. Die junge Generation in Hongkong protestiert und wehrt sich gegen eben diesen ‘wohlmeinenden Diktator’, weil sie genau weiß, dass dies das Ende von Demokratie und Freiheit bedeutet.

Franz Robert Mathe / 28.07.2019

@B.Krug-Fischer: besser kann man die Lage der Nation, pardon des Landes nicht beschreiben. Nur wer hält die völlige Idiotisierung der Massen auf, die nach wie vor die Brechmittel ARD und ZDF schlucken, versehen mit einem 68er Giftkocktail, dessen Wirkung noch lange anhalten wird! Vor allem unsere in Saus und Braus lebende Jugend ist nicht mehr fähig den Alltag, ja den einfachen Alltag ganz normal anzugehen. Es ist Ferienzeit; Freitagsdemos? Usw., Usw…

Th.F. Brommelcamp / 28.07.2019

Rot und Grün ergibt Braun. In der Parteienlandschaft ist nur noch Rot und Grün beherrschend. Und die Angst vor einem anderen imaginären Braun.

G. Schilling / 28.07.2019

@ Michael Koch: und wer es nicht will, lernt es in einem Umerziehungslager, wie einst bei den roten Khmer.

Ralf Witthauer / 28.07.2019

Die ersten Städte haben doch bereits den Klimanotstand ausgerufen. Darauf kann man sich auch mehrheitlich im Bundestag, bezogen auf Deutschland, schnell einigen und Notstandsgesetze beschließen. Das heißt.es wird bis zum Erreichen der Klimaziele der Ausnahmezustand proklamiert, alles ganz demokratisch. Größere Betriebe kriegen einen staatlich bezahlten Klimakommissar an die Seite gestellt, dessen jährliches Gutachten über die Höhe der jährlichen Klimaabgabe entscheide, das polizeiliche Führungszeugnis wird um den Punkt ökologisches Verhalten erweitert. Lenin und Stalin lassen grüssen. Große berufliche Perspektive für erfahrene Altkader der SED.

Karla Kuhn / 28.07.2019

Sehr viel heiße Luft, die wird verpuffen und alles ist wieder beim alten.  Wahrscheinlich noch eine Nummer kleiner. Und FALLS die Grünen doch ans Ruder kommen sollten, werden die sich ratz fatz demaskieren, weil, WAS haben die den HANDFESTES zu bieten ?? Und dann ist   das Theater vorbei !! Allerdings glaube ich eher an einen riesen Finanzcrash, da bleibt für grüne Träume eh kein Cent übrig !

Petra Wilhelmi / 28.07.2019

Wenn es “nur” die Grünen wären, die eine Diktatur errichten wollen, könnte man aufatmen. Leider sind auch die Linken mit von der Partie, die CDU, die CSU und die FDP.  Im Schlepptau befinden sich zig NGO’s und andere Verbände, die ihr steuerliches Zubrot nicht verlieren wollen und es werden Aufmärsche organisiert. Die Wahlen haben gezeigt, dass rund 2/3 der Wähler genau das wollen. Viele Menschen begrüßen eine CO2-Steuer, weil sie zu verblödet sind, um zu begreifen, dass sie für die GANZE Wirtschaft als Steuerzahler diese Steuer entrichten müssen. Zur Zeit werden zielgerichtet die Weichen gestellt, um eine Ökodiktatur zu installieren. Ich erinnere daran, dass man den Leuten das Fliegen verbieten will, das Autofahren, die Antifleischkampagne läuft auf Hochtouren und das Waldsterben wurde wieder aufgewärmt. Dazu kommt noch - zumindest in Sachsen - dass die Linke mit der Einführung des demokratischen Sozialismus in die Wahlen geht. Auch wenn Steuergelder wegbrechen, eine Ideologie wird IMMER bis zum bitteren Ende durchgezogen werden. Die Deutschen sollen mit aller Macht verarmt werden. Man sollte all denen zuhören, die das verkünden. Das sind nicht kleine Hanseln von irgendwoher. Die das sagen, hinter denen stehen mächtige NGOs und Graue Eminenzen. Die Industrie beginnt, sich anderen Standorten zuzuwenden, wo ihre Investitionen gesichert sind. Nicht für umsonst wird der Islam gehypt. Denn nur diese eine Religion/Ideologie steht unter Naturschutz. Alle anderen Religionen, die in Deutschland zu finden sind, haben nicht das Privileg. Zum Schluss wird der Islam übernehmen und an dieser Stelle trifft sich die Diktatur der Altparteien mit dem Islam. Die Bürger sollen unmündig gehalten werden. Ich sehe schwarz. Unschöne Bilder will doch niemand und die würde es geben, wenn man rigoros umlenken wollte.

W.Mayer / 28.07.2019

Mit dem Öko-Umwelt-Hype kann man noch so manche Sau durch das Dorf und durch unseren Geldbeutel treiben. Wie in einer Petrischale werden wir als keimfreie Insel in unserem eigenen Universum treiben und das einzige was sich verändert werden wir sein. Unser Groll auf das Berliner Affenhaus wird jeden Tag größer aber bevor jemand zur Verantwortung gezogen werden kann .... husch-husch ... wechselt er das Ministerium oder haut gleich nach Brüssel ab. Einen Pudding kann man nicht an die Wand nageln. Die Alt-68er sind zu alt und zu müde. Neue sind nicht in Sicht da es auch kein sauberes “Feindbild” mehr gibt. Das Kapital jagt schneller um den Globus als wir kucken können und marode Banken werden von der Regierung gerettet. Die global Players haben Narrenfreiheit und wir das Nachsehen. Noch Fragen Kienzle??

Max Wedell / 28.07.2019

Die Grünen werden nach der nächsten Bundestagswahl einen Koalitionspartner brauchen. Das wird vermutlich die CDU/CSU sein. Das ist sehr gut für die Grünen, denn da sie keine funktionierenden Lösungen haben (die Postwachstumsökonomie haben sie bisher nicht in ihrem Wahlprogramm, das von “Realos” entworfen wurde), können sie am Ende dem Koalitionspartner CDU/CSU die Schuld in die Schuhe schieben, wenn die CO2-Bilanz weiterhin schlecht aussieht. Irgendwann werden sich vermutlich die Grünen wieder deutlicher spalten, ähnlich wie in der Vergangenheit. Es wird immernoch die Anhänger eines grünen Wachstums geben, trotz des Scheiterns, ein solches mit gleichzeitiger CO2-Reduktion zu erzielen, aber auf der anderen Seite eine wachsende Zahl von Befürwortern eines Minuswachstums in der Partei, einer Konsum- und Wirtschaftsschrumpfung. Wenn es soweit ist, muß man schauen, welche Gruppe letztendlich die Oberhand gewinnt, und wie die Wähler auf diese transformierten Grünen reagieren… ob sie in Scharen weglaufen, aus Angst vor dem Wohlstandsverlust, den ihnen die Anhänger des Minuswachstums in der Partei versprechen, oder ob sich dann doch noch grüne Wähler jenseits der 5% finden, die konkreten, sicheren und erheblichen Wohlstandsabbau auch für sich persönlich nicht ablehnen. Sobald die Grünen ganz auf die Postwachstumsökonomie setzen, kommen sie allerdings in eine ähnliche Situation wie die AfD. Es wird dann keine andere Partei geben, mit der sie noch koalieren können. Sie werden dann im Abseits landen. Innerhalb der nächsten 12 bis 16 Jahre wird nach meiner Ansciht eine wirksame Umerziehung der Bevölkerung nicht zu machen sein, an deren Ende sich eine Bevölkerungsmehrheit mit einem Plan Morgenthau 2.0 einverstanden erklären würde.

Michael Koch / 28.07.2019

Wollt ihr das totale Grün? Wollt ihr es, wenn nötig, totaler und grüner, als wir es uns heute überhaupt erst vorstellen können? - Und es bricht Jubel aus, bei der FFF-Veranstaltung!

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