Dass die in Dunkeldeutschland immer falsch wählen, wissen wir ja. Die Abgehängten! Frustrierten! Zurückgebliebenen! Sie wissen es eben nicht besser. Aber in Hessen? In Bayern? Im tiefsten Wessiland, in Wohlstandszonen, sozusagen? Und dann ist da noch die Sache mit den jungen Leuten.
Die AfD auf Platz 2 beziehungsweise auf Platz 3? Kommt Hitler zurück? Doch, ja, so schrillt es schon wieder. Nix dazu gelernt auf Seiten der Vertreter der Ampelianer, dieser „Demokraten“, wie sie selbst sich nennen. Keine Einsicht, keine Selbstkritik, nicht ein Fünkchen davon.
Und kein Blick in die Zukunft. Schaut man sich die Wahlergebnisse im Einzelnen an, fällt schnell auf, dass am ehesten die Älteren treu zu SPD, Grünen und CDU stehen. Dort sind die beharrenden Elemente, die Ricarda Lang wahrscheinlich unter „demokratische Kräfte“ verbuchen würde. Doch was ist mit der Jugend, die manch rotgrüner Schlaumeier bereits mit 16 an die Urnen schicken will, schließlich gilt die Jugend als „progressiv“, und was könnte progressiver sein als, ähem, die Roten und die Grünen, denen jugendliche Stimmen also sozusagen von Natur aus zustehen?
Nun. Da scheint sich manch einer verrechnet zu haben. Der Anteil der AfD-Wähler zwischen 18 und 24 Jahren hat sich in Bayern seit der vorherigen Landtagswahl mehr als verdoppelt, auf 16 Prozent, in Hessen stieg er auf nahezu 18 Prozent.
Auch hier, im tiefsten Bayern, Dunkelprovinz
Und dann die sogenannte „Juniorwahl“ in Bayern, also die Probewahl der Jungen unter 18 Jahren. Ziemlich erwartungsgemäß landete die CSU mit 25,8 Prozent auf dem ersten Platz, gefolgt von den Grünen (15,9 Prozent), der SPD (13,5 Prozent) und der AfD (12,2 Prozent). Aaaaber: die Grünen verloren im Vergleich zu 2018 12,9 Prozent, die AfD gewann 5,9 Prozent hinzu und hätte sogar zwei Direktmandate erobert.
Im Nordosten Bayerns, an der Grenze zu Tschechien, sind die Junioren geradezu Radikalinskis: hier erhielt die AfD 36,9 Prozent der Erst- und 35,4 Prozent der Zweitstimmen. Lehrer und Schulleiter rätseln: Hören die Schüler zuhause etwa nur Stammtischparolen? Und wieso sollten sie Angst vor mehr Migranten haben, wo doch die Syrer in den Schulen so toll integriert sind?
Da sieht man es also wieder: auch hier, im tiefsten Bayern, Dunkelprovinz. Oder, ganz im Gegenteil: Erklärungsnotstand. Keiner der aufrechten Demokraten stellt sich überhaupt nur die Frage, ob bei den jungen Leuten womöglich die Unzufriedenheit mit dem regierenden Personal größer ist als der Abscheu vor der AfD, der ihnen täglich nahegelegt wird.
Besonders aufschlussreich ist wie immer der sattsam bekannte Jugendforscher Klaus Hurrelmann. Die beinahe 18 Prozent der Jungwähler für die AfD in Hessen erklärt er damit, dass insbesondere die Jungs – dank Corona und Problemen in der Schule sowie geringen ökonomischen Chancen – „Abgehängte“ und „strukturell benachteiligt“ seien.
Und jetzt wird’s wirklich lustig
Das mit den „Abgehängten“ kennen wir schon, es ist damals Hillary Clinton nicht gut bekommen, einen nicht unerheblichen Teil der Wähler derart verächtlich zu etikettieren. Das Feminat insbesondere bei der SPD ist auch nicht gerade dafür bekannt, dass es männliches Selbstbewusstsein fördert, ebenso wenig die in den Medien hofierten „starken Frauen“. Bei denen gilt nicht nur der alte weiße Mann als toxisch, sie zeigen auch den jungen Männern gern, dass sie von ihnen nichts halten, solange sie nicht sensibel und gefühlvoll auf alles eingehen, was frau so gerade durch den Kopf rauscht. Wie sollte die mediale und politische Abwertung von Männern insbesondere junge Männer nicht verunsichern?
Hurrelmann, und jetzt wird’s wirklich lustig, beugt sich verständnisvoll zu ihnen herab: Sie hätten wohl „nicht die Kraft (…) zu sagen: ‚Ich bin kein traditioneller Mann, sondern ich liebe es, ein moderner Mann zu sein.‘“
Was immer ein moderner Mann sein mag. Ich vermute, er ist einer, über den sich die eingewanderten muslimischen Jungmänner köstlich amüsieren (oder schlimmeres). Angesichts dessen bräuchte manch biodeutscher Mann die Kraft, ein echter Kerl zu sein.
Wenn nicht alle vor Empörung Schaum vor dem Mund und Tomaten vor den Augen hätten, kämen sie womöglich auf die Idee, dass die Jugend von heute nichts anderes tut als damals die 68er: die Älteren schockieren, indem sie das tut, was für Eltern oder Lehrer Sünde ist – aus Protest die AfD wählen. Man kann sie verstehen.
Cora Stephan ist Publizistin und Schriftstellerin. Viele ihrer Romane und Sachbücher wurden Bestseller. Soeben ist ihr neuer Roman „Über alle Gräben hinweg. Roman einer Freundschaft“ erschienen.
Beitragsbild: Kenneth Paik U.S. NARA via Wikimedia

Die ungrüne Jugend hat eben kein Orchideenstudium oder Theaterpraktikum gemacht, sondern einen bürgerlichen Beruf erlernt und alsbald auch ausgeübt. Die ungrüne Jugend hat dann auch mal eben die monatliche Lohnabrechnung studiert und sich gewundert, was vom schönen Geld übrigbleibt, von dem ach so üppigen Bruttoeinkommen, welches sich aus 200 plus Arbeitsstunden im Monat und einem üblichen Tarifstundenlohn ergibt, abzüglich Kranken- und Sozialversicherung nebst Steuern und Abgaben. Die ungrüne Jugend weiß auch, wo sie steht im Gegensatz zum Bürgergeld, daß mancher fürs Nichtstun erhält. Die ungrüne Jugend wundert sich mit Recht, was so alles ins Ausland überwiesen wird. Hunderte von Millionen werden von deutschen Politiker:Innen (keine Namen hier) in aller Welt verteilt, Schiffe, die Schiffbrüchige aufsammeln und den Nachbarn (in Italien) aufs Auge drücken, werden vom Außenministerium finanziert, Minderheiten diktieren Sprachregelungen, die je nach jährlich neu gewähltem Geschlecht ständig wechseln sollen/werden und junge Menschen ohne Ausbildung, dafür mit umso mehr Chuzpe und Sendungsbewusstsein, kleben sich auf Strassen und blockieren Verkehr und Leben in unserem Land. Und die Einmänner und ihre Mitreisenden interessieren sich einen feuchten Kehrricht für unsere Gesellschaftsregeln, sie leben aber gerne in unserem Land und von unserem Geld. Die ungrüne Jugend sieht auch , dass nicht nur Rentner:Innen sehr genau rechnen müssen und im schlimmsten Fall Flaschen sammeln. Und wo das Rentenalter hinmarschiert. Und daß der Steuerzahlergedenktag am 12. Juli dafür steht, daß wir über mehr als die Hälfte unseres Geldes nicht mehr frei verfügen können (Die ÖRR-Gebühren machens auch nicht besser.). Die ungrüne Jugend sieht auch, was die Ampelreigerung in 2 (i.W.: zwei) Jahren angerichtet hat und noch anrichten will. Und die ungrüne Jugend hat darauf eine ganz einfache Antwort: So nicht!!
Was macht wohl ein jugendlicher Deutscher in der Minderheit, an einer Rütlischule? Er spielt den Suppenkasper, Arschlecker, Hofnarren, Clown um sich dem islamischen Wolfsrudel anzubiedern. Ganz unten mit eingekniffenen Schwanz sich unterordnen, nur um dazu zu gehören. Bezahlt vielleicht noch Schutzgeld. In Deutschland hat man von der antideutschen Pazifistenlinke gelernt, so die Probleme wegzulassen und alles als ganz großen, bunten „Spaß“ anzusehen.
Aus Protest AfD wählen? Ja, natürlich, man protestiert doch gegen die Politik der Regierenden, weil man damit nicht einverstanden ist und sich von der AfD eine bessere Politik erwartet.
Das sich Deutschland in zwei Teile spaltet, wissen wir mittlerweile.
Auf der linksgrünen Seite die gebildeten, fortschrittlichen, weltoffenen Bürger.
Und rechtsunten finden sich die Abgehängten, Frustrierten, Zurückgebliebenen.
Nun haben aber in Bayern und Hessen wohl auch zahlreiche bisherige Wähler der Grünen ihre Stimme der AfD gegeben.
Jetzt wäre die Frage interessant, ab wann der Mensch zum Unmenschen mutiert.
Ist dieser Prozess schleichend oder setzt er schon im Wahllokal ein?
Sind diese ehemals grünen, nun braunen Wutbürger noch zurückzuholen oder für die Demokratie verloren?
Darf man mit diesen Individuen noch gesehen werden oder ihnen gar die Hand geben?
Es wäre noch die Frage zu stellen wer dabei mitgewirkt hat das junge abgehängte Männer und ihre Freundinnen heute mehr Schwierigkeiten haben in Handel, Handwerk und Industrie gut bezahlte Jobs zu bekommen.
Entnervt: Frau Habenschaden (Grüne) verläßt die Münchner Stadtregierung und beglückt jetzt die Deutsche Bahn. Nomen est Omen. Die haben jetzt den zusätzlichen Schaden. Da geht aber immer noch was bei solchem Fachpersonal.
Während eines Besuches in meiner Heimat (Mansfelder Land) hatte ich mich in der kleinen Stadt verlaufen und fragte eine jungen Mann (19), der mit Hund gerade Gassi ging, nach dem Weg. Wir kamen sofort ins Gespräch. Nach kurzer Zeit war ich wieder in der ‚Spur’, dennoch begleitete er mich weiter und ich erfuhr, dass für ihn nur die AfD wählbar ist. Zum Glück wurde noch nicht allen in’s ……hier kommt jetzt Heino zu Wort!