Heute mal wieder ein Besuch im Hospitz des sterbenden Alpha-Schrifttums. Im gedruckten Stern verhört Arno Luik Thilo Sarrazin zu dessen neuestem Buch. Sehr lustig: Sarrazin ist der Punk, Luik die fossilierte Simulation von Antifaschismus. In dem "Ringkampf" (Eigenwerbung Stern) steht auf Seite 60 folgende erhellende Passage:
Thilo Sarrazin: "Ich beziehe mich bei diesem Gedanken auf den deutsch-israelischen Schriftsteller Chaim Noll".
Arno Luik: "Der auf dem rechtsradikalen Blog ‘Achse des Guten‘ publiziert.
Thilo Sarrazin: "Die ‘Achse des Guten‘, Entschuldigung, das ist absoluter Schwachsinn, ist nicht rechtsradikal! Auch ich schreibe da regelmäßig."
Arno Luik: "Ich weiß. Und das sagt viel über Sie".
Thilo Sarrazin: "Diese Spitzen, nochmals, sind unter Ihrem Niveau".
Und da sage noch jemand, Thilo Sarrazin sei kein Optimist.
Der Stern, ähm, das sind die mit den Hitler-Tagebüchern, ist immer ein leuchtendes Beispiel für mutigen Widerstand. Der oben angesprochene Achse-Autor Chaim Noll findet das auch: "Wenn der Jude nicht aussortiert werden kann, weil er Jude ist, dann eben, weil er auf einem 'rechtsradikalen Blog' publiziert."
Sollten Sie beim Zahnarzt oder der Lufthansa auf kostenfreie Stern-Exemplare stoßen, die es nicht auf das Remittenden-U-Boot geschafft haben, das unter der Binnenalster kreuzt, unbedingt lesen! Total klasse!
Nach guter christlicher Tradition soll man sich auch für Beleidigungen bedanken, und es ist ja nicht so, dass uns bei sowas gleich das Messer in der Tasche aufgeht. Also vielen Dank lieber Stern, der du ja am Firmament ein verblassender bist. Schöne Grüße von deinem ehemaligen Redakteur, der aber rechtzeitig vor Arno Luik die Fliege gemacht hat, ich schwör.
Beitragsbild: Sharon Pruitt Flickr CC BY 2.0 via Wikimedia

Aha! Die Achse des Guten ist also "rechtsradikal" (im Neusprech vulgo: "Nazi"), meint der Stern-"Journalist" und ehemalige Chefredakteur der gerade untergehenden "TAZ", Luik. Ich weiß nicht, ob Herr Luik jemals die Achse gelesen hat, aber aus den Beiträgen, vor allem der vielen jüdisch-stämmigen Autoren, habe ich hier nie die Sehnsucht herausgelesen, daß sie das System wieder haben wollen, daß ihre Vorfahren auf bestialische Weise ermordet hat. Irgendwie schrieben die immer gerade das Gegenteil. (Vielleicht lese ich aber auch nicht mit der "TAZ"-Chefredakteursbrille und übersehe nur die versteckten Zeichen, die einem eine solche "Sehhilfe" offenbart. Wer weiß?) Auch wenn es mir schwerfällt, Claudia Roth zu zitieren ("HERR, schmeiß Hirn vom Himmel!"), so möchte ich im Fall des Herrn Luik unbedingt ergänzen: Und wenn Du es machst, HERR, dann triff wenigstens!!!!!! Sollte dieser Zustand nicht eintreffen, dann bleibt mir für die Achse nur ein Rat, um endlich auf das journalistische Niveau des "Stern" zu kommen: Veröffentlichen Sie alle, aber auch wirklich alle, Tagebücher sämtlicher bekannter Nazigrößen! Und wenn die keine geschrieben haben sollten? EGAL! Fälschungen tun es auch! Leider würde ich dann wohl in diesem Fall nach einen neuen Blog Ausschau halten müssen.
Ist halt Gesinnungspresse. Hatten wir schon spätestens vor 1945 und vor 1989 im kleineren Teil Deutschlands. Im Westen, Osten, Süden, besonders im Norden nichts Neues. Ich würde gern wissen, in welchem Traumland diese Art von Journalisten leben und in welchem Land sie in Zukunft leben wollen. Haben die keine Kinder, Frauen, Verwandte usw.? Kleines Dankeschön an den Stern und den Interviewer für die Werbung für die Achse.
Einige Dinge verstehe ich nicht. Fangen wir mal mit Gauland an. Der spricht immer wieder mit Journalisten, wo von vornherein klar ist, dass er nur vorgeführt werden soll. Da er in seinem Alter nicht mehr geistig beweglich genug ist, um hier erfolgreich gegenzuhalten, sollte er das in Zukunft besser ganz vermeiden. Und wenn man schon der Ansicht ist, dass solcherart Gespräche mit Feindmedien (besser: Hinrichtungen) notwendig sind, (was ich bestreite!) dann muss man das natürlich Leuten wie Meuthen und Weidel überlassen, die sich noch wehren können. Auch Sarrazin bekommt durch seine SPD-Mitgliedschaft soviel kostenlose Werbung von der eigenen Partei, dass er sich Auftritte wie diesen beim "stern" nun wirklich sparen kann. Er sorgt nur dafür, dass dieses üble, linksexteme Machwerk noch ein paar Ausgaben länger erscheinen kann, bevor es wegen Lesermangels endgültig eingestellt wird.
Wusste gar nicht, dass es den stern überhaupt noch gibt. War das nicht die bunte Illustrierte, die die Vorlage für den herrlichen Dietl-Film schtonk war ? Ist das jetzt ein schlimme Gedächtsnislücke von mir, würde ich jetzt in Hamburg nicht mehr das Abitur bestehen ???
Da kann man mal sehen - Herr Luik hat noch nicht einmal mehr Angst um seinen Ruf als ernstzunehmender Journalist. Soviel Unkenntnis und Blödheit - die Achse rechtsradikal!!!! - müßte einem etablierten Journalisten des Jahrgangs '55 doch peinlich sein.
Ich lese achgut auch schon einige Zeit. Was daran rechtsradikal sein soll, erschließt sich mir nicht. Aber es ist wohl tatsächlich heute so, dass alles rechts von der CDU-SPD-Grünen-Meinungsdiktatur rechtsradikal ist. Manchmal lese ich den Stern bei meinem Arzt. Also lesen ist eigentlich falsch, durchblättern ist eher zutreffend. Länger als für die Bildzeitung brauche ich für dieses langweilige Machwerk nicht. Dass dieses Käseplatt überhaupt noch wer kauft, wundert mich schon.
Das normal empfindende und denkende Volk wird abgekocht, die Temperatur stetig erhöht. Die Kanzlerdarstellerin und ihre Gefolgsleute sollten wissen, dass ein geschlossenes System nicht unendlich viel Druck aushalten kann. Wenn der Dampfkochtopf den Köchen um die Ex-FDJ-Funktionärin mit einer riesigen Explosion um die Ohren fliegt, wird es der Kochtopf Schuld sein, nicht die Köche. Von was für einem Abschaum werden wir beherrscht... aber Gäste, die sich trotz miserablem Essen, gepanschtem Wein und mürrischem, betrügerischem Personal immer wieder in dieses Lokal begeben, sind selbst Schuld.