Steinmeier, Söder und Orwell in Herrenchiemsee

Zum 75-jährigen Jubiläum des ersten Entwurfs des Grundgesetzes versammelte sich im bayerischen Herrenchiemsee eine von Bundespräsident Steinmeier und Markus Söder angeführte Festgemeinde. Die Reden offenbarten ein Neudenk und Neusprech von Orwellscher Dimension – das fiel aber keinem der Beteiligten auf. 

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Foto: Montage Achgut.com/Bundespräsident.de/Jesco Denzel/bayern.de

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Wolfgang Richter / 14.08.2023

@ Burkhard Mundt / “Die zwei älteren Herren gehören auf den Balkon der Muppet -Show.” Ganz sicher nicht, denn dort sitzen bereits die beiden lebensklugen Intelligenzler und kommentieren die beiden Schwätzer treffend / pointiert, sofern sie vor Lachanfällen infolge ihres Schwarzen Humors noch dazu fähig sind. Der Platz könnte nur frei werden, wenn sie sich wagen sollten, mit einem Grundgesetz zu wedeln, was ja schon bei diversen Demos als rechtswidrige Äußerung gewertet, mit Bußgeld geahndet und der Beschlagnahme des Büchleins beendet wurde, seitens der Staatsmacht.

Johannes Schuster / 14.08.2023

Frage unter Schweinen wer keinen Ringelschwanz hat. Frage wer unter Haarerkindern nicht dem Reich dient. Die Söhne von Gurken sind meistens auch Gurken. Was soll aus 1945 gewachsen sein? Also! Wer statt Orwell “Goebbels” sagt wird erkennen aus welchem Deckhengst das Fohlen wird.

Wolfgang Richter / 14.08.2023

@ Elisabeth Bennett - “wenn unliebsame AfD-Politiker von Unbekannten grün und blau geschlagen werden,” Und natürlich nichts in den Medien dazu, na gut, logiere in NRW, wo “lokale Ereignisse” aus den Südländern eh kein Thema sind. Ich stelle mal die Frage, was los wäre, ein Grüner oder Soze hätte mit dem typischen Springerstiefel einen Tritt ins Kreuz bekommen ?? Trifft ja nicht das erste Mal einen AfDler, erinnerlich vor Jahren der zusammengeschlagene Bremer Kandidat, auch damals ohne medial-polit. Aufschrei, eher verhaltene Schadenfreude. Die aktuell Schweigsamen vergessen nur, daß sie bei Nichtbeachtung des Spruches um den Einsatz für die “Freiheit der Rechte der Anderen” Gefahr laufen, auch irgendwann ggf. zur Zielscheibe entsprechender Attacken zu werden. Dann bitte nur nicht rum heulen. Und wenn der Präsesdarsteller etwas von Verrohung der Gesellschaft fabuliert, scheint er irgendwie die gesellschaftlche Realität verdreht wahr zu nehmen.

Jürg Casanova / 14.08.2023

Folge 2 des Mails an Herrn Steinmeier Lassen Sie mich noch ein anderes Zitat von Ihnen kommentieren: «Kein mündiger Wähler kann sich auf mildernde Umstände herausreden, wenn er sehenden Auges politische Kräfte stärkt, die zur Verrohung unserer Gesellschaft und zur Aushöhlung der freiheitlichen Demokratie beitragen.» Darf ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Ihre rohe Sprache bereits dazu geführt hat, dass Schlägertrupps einen demokratisch gewählten Politiker aufgrund Ihres Freibriefes krankenhausreif geprügelt haben. Es wird garantiert nicht der Letzte sein. Was sagen Sie zu den Listen in Hessen, auf denen AfD-Politiker mit Adresse stehen und dem Aufruf der verharmlosend genannten Linksaktivisten, diesen Politikern «die Hölle auf Erden» zu bereiten? Wer trägt da zur Verrohung unserer Gesellschaft bei und wer höhlt die freiheitliche Demokratie aus? Und noch etwas: Mildernde Umstände greifen nur bei jemandem, der bereits verurteilt ist. Ich hoffe sehr, dass es Juristen auffällt, dass Sie sich hier ein bisschen gar weit aus dem Fenster gelehnt haben. Herr Bundespräsident, ich protestiere hiermit in aller Deutlichkeit gegen Ihre in Ihrer Rede gemachten Auffassung, was eine Demokratie ausmachen soll. Im Gegensatz zu Ihrem Land, das juristisch noch immer ein Protektorat der USA ist und die «demokratischen Spielregeln» von diesem Hegemon diktiert bekommen haben, lebe ich in einer echten Demokratie, die wir uns selbst erkämpft haben. Wenn ich mir Ihre Rede anhöre, läuft es mir kalt den Rücken herunter, denn alle Ihre hehren Worte dienen letztlich der Verschleierung Ihrer wahren Absichten, die Sie selber kennen und die unsereins nur erahnen kann, wenn man Geschichtsbücher liest. Und das tue ich. Mit freundlichen Grüssen

W. Renner / 14.08.2023

Kann man auch am Bundesverdienstkreuz gekreuzigt werden? Die vielversprechendsten Kandidaten empfehlen sich zumindest dafür.

Jürg Casanova / 14.08.2023

Habe heute folgendes Mail an Herrn Steinmeier geschrieben: Schicke das in zwei Tranchen. Sehr geehrter Herr Bundespräsident Steinmeier Keinem Menschen in den umliegenden Ländern Deutschlands kann gleichgültig sein, was in Ihrem Land vor sich geht. Auch ich als Schweizer bin seit einem halben Jahrhundert ein aufmerksamer Beobachter der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Ihrem Land. Anlässlich Ihrer Rede zum 75. Jahrestag des Verfassungskonvents von Herrenchiemsee am 10. August haben Sie unter anderem geäussert, dass es in einer Demokratie wichtig sei, faire Auseinandersetzungen zu führen. Statt sich selbst daran zu halten, kann man Ihrer Rede entnehmen, dass Sie gegen die Wähler und Wählerinnen der AfD Stimmung machen, die mittlerweile zwanzig Prozent des Wahlvolkes ausmachen. Die Partei wolle eine «Herrschaft ohne Widerspruch», behaupten Sie. Doch betrachtet man das Gebaren der sog. staatstragenden Parteien (die Ampel, CDU/CSU und die Linke), muss ich als Aussenstehender, der durchaus etwas von Demokratie versteht, konstatieren, dass es genau dieses Parteienkonglomerat ist, das eine Herrschaft ohne Widerspruch nicht anstrebt, sondern umsetzt, indem die AfD systematisch niedergemacht und ausgegrenzt wird, im Bundestag werden ihr verbriefte, im Grundgesetz verankerte Rechte einfach verweigert und ihre Mitglieder werden zu Freiwild erklärt. Psychologisch gesehen leisten Sie sich hier eine klassische Projektion, in dem Sie anderen unterstellen, was Sie selbst tun.

Wolfgang Richter / 14.08.2023

Fein gesprochen, die beiden Herren, aber nicht begriffen, daß bei einem Fingerzeig auf den ausgemachten politischen Gegner mindestens 3 Finger in Richtung der eigenen Nase zeigen. Und nicht begriffen, daß die Grundrechte keine Gefälligkeiten sind, die diese Selbstgerechten bei Wohlgefallen ihnen gegenüber möglicherweise gewähren könne, sondern daß es Abwehrrechte des Bürgers gegen sie sind, und zwar unverhandelbare. Und die bleiben sogar bei nicht Gesetzes konformem Verhalten erhalten, ohne wenn und aber. Was für eine blamable Vorstellung zum angeblichen Festtag der Verfassung, und bei Betrachten der andächtig in die Gegend guckenden Zuhörer unfaßbar, daß offenbar niemand von denen den Skandal kapiert. Und als Spitze der ganzen Unverschämtheit der Spruch des Präsidialen Darstellers, der etwas von “Mildernden Umständen” für falsch Wählende faselt, denn der Begriff kommt aus dem Strafrecht und steht für die Prüfung der persönlichen Schuld zum Ende des Verfahrens nach Feststellung der Täterschaft und zur Feststellung des Strafmaßes. Da unverkennbar ist, welche gesellschaftliche Gruppe der Herr meinte, hat er damit ein juristisches Verfahren gegen AfD und deren Wähler schon mal vorweg genommen. Damit hat der Herr Jurist offenbar wesentliche Inhalte seines Studiums einfach mal vergessen, vielleicht auch erst gar nicht verstanden. Spätestens mit dieser Rede hat er sich als Präsident ALLER Deutschen völlig disqualifiziert und sollte schnellstens sein Schlößchen räumen. Vorgänger sind für weniger gegangen (worden).

Prisca Kawubke / 14.08.2023

Nee jetzt, hat der Söder zum Schluss ernsthaft gesagt, dass “jeder Einzelne” - also auch ich - “ein Evangelist dieser Aufgabe” ist…? Wikipedia: “Die Aufgabe eines Evangelisten besteht hauptsächlich darin, nicht- und andersgläubigen Menschen in eingängigen Worten die Grundlagen des christlichen Glaubens zu vermitteln und sie zur Bekehrung einzuladen.” Ich soll mir also erst Ihre Coronamaßnahmen-Lehre aneignen, Herr Söder, und dann andere bekehren? Also nein danke, da bleibe ich lieber “nicht-gläubig”. Was für eine Übergriffigkeit, und dann heißt er auch noch gut, dass es voll ok ist, andere zu belästigen. Da wird es einem ja übel.

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