Henryk M. Broder / 09.07.2016 / 14:00 / 10 / Seite ausdrucken

Staatsknete für Islamisten im Kampf gegen den Islamismus

Das hier sollten Sie gelesen haben, wenn Sie wissen wollen, wie man "Dialektik" übersetzt, nämlich: Ihr könnt uns alle mal am Arsch lecken!

 "Im Kampf gegen die Radikalisierung junger Muslime hat das Bundesfamilienministerium einen Moschee-Verband in Hessen und Rheinland-Pfalz zum Partner gemacht. Nach HR-Recherchen sind darunter Institutionen, die den Muslimbrüdern nahestehen. Verfassungsschützer sehen in dieser Organisation eine Bedrohung für die Demokratie." 

Genauer, das Bundesfamilienministerium unter Manuela Schwesig finanziert Präventionsprogramme gegen Islamismus, Salafismus und Antisemitismus. Zu den so Bedachten gehört auch ein obskures "Institut" in Frankfurt, das nach Ansicht des Hessischen Verfassungsschutzes als "Kaderschmiede für Muslimbruderschafts-Funktionäre betrachtet werden" kann. Das ist etwa so, als würde das Gesundheitsministerium einem Verband der Kampftrinker Geld geben, damit er Jugendliche über die Gefahren des Alkoholkonsums aufklärt.

Bei islam.de, einer Seite, die zum Beritt des Vorsitzendes des Zentralrates des Muslime, Aiman Mazyek, gehört, mag man so etwas nicht stehen lassen. Im Gegenteil. Prävention müsse  "mit gesamtgesellschaftlichem Ansatz" betrieben werden, die "muslimischen Verbände" seien "für eine erfolgreiche Präventionsarbeit geradezu prädestiniert, sie können die Gedankenmuster eines Radikalen leichter dekonstruieren...". Im übrigen hätten "moslemische Individuen" gute Gründe, sich zu radikalisieren: "Wer sich radikalisiert, begehrt nämlich in gewisser Weise gegen die Mehrheitsgesellschaft auf, was bei Minoritäten, insbesondere auch Muslimen nicht zuletzt darauf zurück zu führen ist, dass er sich von dieser Gesellschaft stigmatisiert und ausgegrenzt fühlt." Olala, die alte Leier. Die Gesellschaft ist schuld, und die muslimischen Verbände, unter Mitwirkung der Islamisten, Salafisten und Antisemiten, müssen nun das geradebiegen, was die Gesellschaft verbogen hat. In gewisser Weise und nicht zuletzt.

Aber das ist noch nicht alles. Der "gesamtgesellschaftliche Ansatz" muss ausgebaut und erweitert werden. Es ist "an der Zeit, den muslimischen Gemeinden nicht nur in sozialen Einrichtungen ihr Mitspracherecht einzuräumen, sondern auch in Beiräten öffentlich rechtlicher Rundfunk – und Fernsehsender". 

Hieß das nicht früher "der lange Marsch durch die Institutionen"? Jetzt geht der Rummel wieder los. 

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Leserpost

netiquette:

Janusz / 11.07.2016

Danke Herr Broder ! Wie immer : Kurz, Bündig und sowas von auf den Punkt gebracht ! Wielkie dzieki ! Janusz

Karla Kuhn / 10.07.2016

Da ist etwas Wahres dran, Herr Lupus, denn nach dem zweiten Weltkrieg wurde recht schnell unter Einsatz fast aller Menschen Deutschland wieder aufgebaut. Es war nicht alles eitel Sonnenschein aber bis zu Bundestagswahl 2005 wurden wir Bürger noch als solche wahrgenommen.  Aber heute? Das ist entsetzlich. Deutsche Bürger müssen um eine Wohnung “kämpfen.” Altkanzler Schmidt hat sich dazu in etwa so geäußert:“Eine Wohnung ist ein Grundrecht für alle Bürger dieses Landes.” Frau Merkel und ihr Anhang interessieren es doch einen Dreck, ob es für uns Bürger noch bezahlbaren Wohnraum gibt.  Die Liste kann man fortsetzen, Mindestlohn 8,50 und das ist Brutto !!, sämtliche Politiker sollten nur noch den Mindestlohn erhalten, wenn sie mehr wollen, sollen sie Leistung zeigen.

Pavel Hoffmann / 10.07.2016

Vielleicht ist es aber auch die traditionelle, deutsche Affinität zum Islam? Von den Nationalsozialisten war wohl Himmler einer der größten Bewunderer des Islam. Er hat sogar – aus Freundschaft zum Führer der palästinensischen Araber, Amin Al Husseini, und auf dessen ausdrücklichen Wunsch hin – tausende jüdische Kinder statt wie vorgesehen nach Palästina ausreisen zu lassen, in Gaskammern von Auschwitz ermorden lassen. Der sozialistische Nachfolgestaat des Deutschen Reiches, die DDR, hat die arabischen Staaten im mörderischen Kampf gegen Israel mit allen Kräften unterstützt. Und auch das heutige Deutschland unterstützt, trotz ständiger Versicherung des Existenzrechts Israels, indirekt Terrororganisationen. Große Teile des Geldes, das über die EU, die UNO und NGO-s in die sog. Palästinensergebiete und in den Gaza-Streifen fließt, endet in den Händen von Hamas und Fatah, deren Bestreben ein zweites Holocaust zu verwirklichen man kaum leugnen wird. Ich nehme an die Reisekosten des Arabischen Bürgers, der letztes Jahr Theresienstadt besucht hat und in dem Raum, in dem die Zeichnungen der ermordeten Jüdischen kindern ausgestellt sind folgende Botschaft in dem Gedenkbuch hinterlassen hat: “Die Araber werden das, was den Deutschen Nationalsozialisten nicht gelungen ist vollenden: Die Endlösung der jüdischen Frage.” auch von einer Deutschen oder EU Institution bezahlt worden sind.

Karla Kuhn / 10.07.2016

Mit der Finanzierung macht Frau Schwesig den Böck zum Gärtner. Es ist unglaublich. Ich lebe jetzt 41 Jahre im “Goldenen Westen” aber solche Politiker waren noch nie am Ruder. Viele andere waren zwar auch keine Waisenknaben aber man konnte damit leben. Vor allem haben sie zuerst an die eigene Bevölkerung gedacht. Wir werden ja nur noch als Stimmvieh und Zahlmeister wahrgenommen. Frau Merkel hat keine Kinder, sie kann ihren Nachkommen mit dieser Politik nicht schaden aber frau Schwesig hat welche. Das ist gut so. Ich habe meinen gut ausgebildeten Enkeln zur Auswanderung geraten.

W. Kirchhoff / 10.07.2016

Da bin ich ja mal gespannt, wie lange es noch dauert, bis Frau Schwesig die NPD mit großzügigen Subventionen in das Netzwerk “Links gegen Rechts” einbindet. Das würde ja zur Ausgewogenheit beitragen, weiß man doch seit langem, dass Linksextremisten auf Staatskosten zu AfD-Demos und anderen demokratiefeindlichen Veranstaltungen gekarrt werden.

JF Lupus / 09.07.2016

Naja, diese Ministerin Schweig finanziert ja auch Ex-Stasi-Spitzel Kahane, finanziert Linksextreme im “Kampf gegen rechts” und hat alle Gelder für den Kampf gegen Linksextremismus gestrichen. Diese Regierung tut alles, um uns Bürger, unsere deutsche, christlich-abendländische Kultur und unsere Nation zu zerstören. Ich versteige mich zu der Aussage, dass diese Gutmenschen und Politiker mehr irreparablen Schaden anrichten als alle Bomben des zweiten Weltkriegs. Was Merkel, Maas, Gabriel, Schwesig und Co. anrichten, ist nicht mehr gut zu machen. Ich rate jedem, der es sich leisten kann, Deutschland zu verlassen und “Asyl” in einem freien Land zu finden. Waren Sie schonmal in Cornwall? Wenn es ein Paradies gibt (was ich als strammer Atheist verneine), dann war Cornwall die Vorlage dafür. Und, noch besser, Cornwall liegt in GB, und damit alsbald nicht mehr in der EU.

Dirk Jungnickel / 09.07.2016

Cui bono?  Wenn die hessischen Schlapphüte in Sachen Muslimbruderschaft Erkenntnisse haben, diese aber von einem Bundesministerium offensichtlich ignoriert werden, dann ist was faul im Staate Deutschland. Zumindest indirekt finanziert Frau Schwesig nach Recherchen des HR eine “Kaderschmiede für Muslimbruderschafts - Funktionäre” und verbucht dies unter Islamismus- und Antisemitismus-Prävension .  Die Muslimbruderschaft verfolgt eine für Außenstehende oft undurchsichtige und ambivalente Taktik. Staatliche Institutionen werden von ihr langfristig und geduldig unterstützt oder besser: unterwandert. Das gilt auch für nichtislamische Gesellschaften. Auch wenn es diverse Lager gibt, von denen die extremsten Verbindungen zu Terrororganisationen unterhalten: letztlich geht es den Muslimbrüdern um die Einführung der sharia. Und dafür ist ihnen jedes Mittel recht, z.B. das probante Mittel der   taqiyya ( das Belügen und die Täuschung des Feindes, wenn es dem Islam nützt). Frau Schwesig wäre in Sachen Muslimbruderschaft das Sachbuch von Hans - Peter Raddatz ” Von Allah zum Terror ? ” , erschienen bei Herwig, 2002, zu empfehlen.

Ralf Schmode / 09.07.2016

Man sollte Herrn Mazyek und Frau Schwesig mal fragen, warum Islamorganisationen sich offenbar darum reißen, mit der Bekämpfung von etwas beauftragt zu werden, mit dem der Islam gar nichts zu tun hat (so jedenfalls das Mantra nach jedem Anschlag von Islamisten und dessen Bejubelung durch ihre “friedlichen” Glaubensbrüder). Vor diesem Hintergrund ist die Behauptung, Moslems könnten die Gedankenmuster von Islamisten leichter dekonstruieren, schon reichlich pikant - hätte das Frau Petry gesagt, wäre sie jetzt vermutlich schon unter Anklage wegen Volksverhetzung. Interessant ist, dass die Logik der Frau Schwesig bei Rechtsextremismus offenbar nicht gilt - hier werden nicht etwa, wie man erwarten müsste, nationale Kameradschaften mit Steuergeldern zugeschmissen, um die Denke etwaiger NSU-Wiedertäufer zu dekonstruieren (die ja angeblich kurz davor sind, dieses Land zu übernehmen), sondern dafür hält man sich linksradikale Hilfstruppen, die auch schon mal den Schädel angeblicher “Rechter” mit der Eisenstange dekonstruieren. Jedenfalls dürfte die Beauftragung eines Moscheevereins mit der Islamismusbekämpfung dazu führen, dass - das Gegreine von Herrn Mazyek deutet es schon an - alles außer dem Islam für den Islamismus verantwortlich gemacht wird. Ein kleiner Tip an Frau Schwesig: Am Islamismus ist letztlich doch bestimmt die AfD schuld - Ausgrenzung, Leitkultur, weiße alte Männer, you name it. Und was den Islamismus fördert, gehört verboten! Wenn sich die Ministerin ranhält - andere Aufgaben scheint sie ja nicht zu haben - könnte die Nummer bis zur heißen Phase des Bundestagswahlkampfs 2017 durch sein.

Dr. med. Jesko Matthes / 09.07.2016

Leider ist das kein Rummel, nur die Staatsbankrotterklärung einer angeblich wehrhaften Demokratie. - Oder, Moment mal, ich habe da was übersehen, die Araber sind ja selber Semiten. Also kann es so etwas wie Antisemitismus von dieser Seite ja gar nicht geben, wie konnte ich das nur vergessen. Die F.A.Z. schreibt ja auch sinngemäß, der Großmufti von Jerusalem war ja gar nicht so schlimm. Ich dagegen bin wirklich von gestern, einer der Unverbesserlichen.

Thomas Bode / 09.07.2016

Der lange Marsch durch die Institutionen Nr. 1 ist ja erfolgreich abgeschlossen. Das Land ist schon komplett unter grüner Moralfuchtel. Nr. 2 ist auch schon angelaufen, und ist unaufhaltsam da von Nr. 2 vorbereitet und mit Macht begleitet. Auch hier spielt Grün, als Farbe des Propheten, eine Rolle. Gefährlich sind im Grunde nicht die Salafisten sondern Mazyek, und seine Freunde –  die Verräter unter uns Nicht-Muslimen. Weil diese irreversibel unsere Strukturen zerstören, während Dijiadisten “nur” punktuell Leid zufügen können. Man sieht wie kastriert und duckmäuserisch wir offensichtlich sind, am Beispiel der ersten Verurteilungen von Sylvester-Sextätern. Hassan T. lacht sich schief über das Urteil, und keiner der Väter, Brüder, Partner oder Freunde der Frauen verpasst ihm die angemessene Abreibung. Man kann verstehen dass Muslime uns nur verachten. Der Glaube der Grünen dass die bezaubert und bekehrt werden durch unsere moralische Überlegenheit ist unfasslich dämlich, und belegt nur die Ahnungslosigkeit und Überheblichkeit unsere Kulturrelativisten. In 20-30 Jahren herrscht hier entweder doch Bürgerkrieg, oder die finale Unterwerfung.  Alles in Namen von “weltoffener Toleranz” und “Humanität”. Adieu Du gutes Land, dem niemand so sehr hinterher weint wie Basam Tibi und Imad Karim, die noch wissen wofür es mal stand, und was es wert war als Insel der Aufklärung.

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