Zunächst einmal ist Henryk M. Broder ja konsequenterweise zur Welt gewechselt, die mit Publizisten wie Springer-Chef Mathias Döpfner, mit Richard Herzinger, Leon de Winter, Alexander Ritzmann, Andrea Seibel, Walter Laqueur und vielen mehr ein beachtliches Aufgebot an antiislamischen Stimmen versammelt. Die Welt war neben den Blogs führend darin, nach Oslo zur alten »Aber der Islam ist doch …«-Verallgemeinerung zurückzukehren. Broder, von dem Bücher bezeichnenderweise von der Bundeszentrale für politische Bildung vertrieben werden, darf weiter das gleiche Gift versprühen und nicht nur auf seinem Blog, sondern sogar öffentlich-rechtlich. Aber nicht er ist das Phänomen, sondern die Rolle, die man ihm zubilligt, ja offensichtlich fördert – in Medien, Politik und Stiftungen. Wenn wir dieses Symptom einer tiefsitzenden chauvinistischen Menschenverachtung nicht als das erkennen, was es ist, dann zeugt das von fehlender Bewußtseins- und auch Herzensbildung in dieser Gesellschaft bzw. bei deren Entscheidungsträgern. http://www.jungewelt.de/2011/12-03/001.php
PS.
Nicht jedem ist es vergönnt, von einem so bedeutenden Drecksblatt wie der jW interviewt zu werden, das sich vor kurzem aus Anlass des 50. Jahrestages des Mauerbau bei den Erbauern des antifaschistischen Schutzwalls bedankt hat. Für eine solche Auszeichnung muss man sich schon qualifiziert haben, mit dem Bewusstsein einer Lageristin und der Herzensbildung einer Hyäne.
Immerhin hat es SS geschafft, in einem renommierten Verlag unterzukommen, in dem bis jetzt zwei Bücher erschienen sind: ihr eigenes und das ” Standardwerkes von Kapitän Kummerow ” über “Schiffsfinanzierung”, ein Thema, das uns dermaßen unter den Fingernägeln brennt, dass wir gleich zwei Exemplare des Buches bestellt haben, eines zum Lesen und eines als Wandschmuck für die Kombüse. Kapitän Kummerow ist übrigens auch der Verleger der beiden Bestseller und außerdem seit 1976 als Taxifahrer tätig.
Ja, wenn einem so viel Gutes wird beschert, das ist schon einen kleinen Käptn wert.
(hmb)