Scholz und Merz reisten beide jüngst nach Kiew und wollten jeweils die besten Ukraine-Unterstützer darstellen, doch im Wahlkampf kultivieren sie in Kriegsfragen einen Gegensatz, um nicht völlig austauschbar zu wirken.
Ein wenig wirken diese Wochen wie eine Wahlkampf-Simulation, auch wenn die Neuwahlen nun offiziell kommen können, da Olaf Scholz die Vertrauensfrage-Abstimmung endlich wie geplant verloren hat. Alle Parteien, die glauben machen wollen, einer der ihren könnte das Kanzleramt besiedeln, haben die Spitzenkandidaten ausgewählt, und die Wahlprogramme kursieren auch schon in der Öffentlichkeit.
Innerhalb all der Parteien, die sich zur Wahl stellen, gibt es einen Dreierklub der potenziellen Regierungsparteien. Nach Lage der Dinge wird es bekanntlich eine schwarzrote, schwarzgrüne oder schwarzrotgüne Regierungskoalition geben. Das lässt nicht gerade auf einen Kurswechsel hoffen, nach einer rotgünen Bundesregierung mit einem gut drei Jahre lang brav funktionierenden FDP-Mehrheitsbeschaffer, die den Kurs der schwarzroten Merkel-Regierung im Prinzip noch konsequenter fortsetzte, als es die Kanzlerin selbst tat.
Aber Mehrheiten für einen wirklichen Wechsel gibt es nicht, vor allem, weil man in diesem informellen Dreierbündnis potenzieller Regierungsparteien im Prinzip vereinbart hat, die Stimmen der – nach Umfragen – künftig zweitstärksten Partei, dadurch zu entwerten, dass nichts abgestimmt wird, bei dem deren Stimmen den Ausschlag geben würden. Egal, was in den Wahlpogrammen von CDU, SPD und Grünen steht, kann deshalb jeder ahnen, dass die nächste Bundesregierung ähnlich weiterwursteln wird wie die bisherige. Die CDU verbietet sich de facto selbst, rot-grüne Gesetze rückabzuwickeln, weil sie das nicht ohne rote und/oder grüne Stimmen machen will. Sie kann höchstens verhindern, dass es noch röter und grüner wird. Aber viel röter und grüner kann es kaum noch werden.
Wie sollen dann aber die künftigen Regierungspartner wirklich inhaltlich darüber streiten, wie man das immer weiter in den Abstieg taumelnde Deutschland noch retten kann? Je offenkundiger wird, dass auch ein Kanzler Merz die Politik seines Vorgängers nur mit einer anderen – wie man wohl neudeutsch sagt – Performance fortsetzen wird, je klarer die Wahlbürger erkennen, dass alle innenpolitischen CDU-Wahlversprechen ganz schnell wie Seifenblasen platzen werden, desto mehr profitiert die AfD, aller Ausgrenzung zum Trotz.
Sie können das Spielfeld wechseln
Natürlich geht das auch der SPD von Kanzler Scholz nicht anders, denn fast alle Wohltaten, die sie den Wählern zum Krisen-Ausgleich versprechen, sind schon von Beginn an nicht viel mehr als Makulatur. Was also sollen der Kanzler und sein sich schon als sicherer Nachfolger fühlender CDU-Konkurrent nun tun? Sie könnten das Spielfeld wechseln.
Es ist nichts Neues, dass Herrscher gern von innenpolitischen Problemen ablenken möchten, indem sie sich in die Weltpolitik stürzen. Und noch dramatischer – und damit beim Wähler vielleicht erfolgreicher – ist es, wenn es um Krieg und Frieden geht.
Nun gibt es seit ein paar Jahren in der Ukraine, also quasi vor der Haustür, einen Krieg, der Deutschland betrifft. Aber eignet sich der zum Wahlkampf zwischen CDU und SPD? Es gibt an sich keinen grundsätzlichen Unterschied beider Parteien in dieser Kriegsfrage. Beide versichern dem ukrainischen Präsidenten ihre nahezu uneingeschränkte Solidarität, beide betonen, wie richtig es ist, dass Deutschland dies mit vielen Milliarden Euro untermauert. Beide formulieren kein eigenes Kriegziel ihres Engagements, sondern möchten sich da nach der Regierung in Kiew richten. Nur in einem Punkt gibt es einen Unterschied: Sollen sofort alle – einschließlich Taurus-Raketen – an die Ukraine geliefert und alle Einsatzbeschränkungen aufgehoben werden? Oder sollte man da noch etwas zögern?
Beide Kanzler-Kontrahenten wollen diesen Krieg erklärtermaßen nicht auf Kosten der Ukraine beenden, aber dennoch will sich der eine jetzt als Friedenskanzler und damit den anderen als leichtfertigen Kriegstreiber darstellen. Olaf Scholz kann sich sicher noch gut daran erinnen, dass für den letzten Wahlerfolg seines Genossen und Bundeskanzlers Schröder im Jahr 2002 die Selbstdarstellung als Friedenskanzler, der sich nicht am Irak-Krieg der USA beteiligte, ziemlich wichtig war. Nicht in den Krieg zu ziehen, ist heutzutage populärer, als in den Krieg zu ziehen – warum sollte es Scholz da nicht versuchen, wenigstens als Teilzeit-Friedenskanzler in den Wahlkampf zu ziehen? In der ZDF-Sendung Berlin-direkt wurde am Sonntag zusammengefasst, wie Scholz und Merz sich gegenseitig verbal in der Kriegsfrage attackieren.
Selbstverständlich ist jedes politisch wichtige Thema auch ein Wahlkampfthema. Man kann also niemandem vorwerfen, mit seiner Position zu Krieg und Frieden in der Ukraine beim Wähler punkten oder sich besonders staatsmännisch darstellen zu wollen. Es hat dennoch ein Geschmäckle, denn weder Merz noch Scholz eröffnen eine konkrete Perspektive oder zeigen eine Möglichkeit auf, wie sich dieser Krieg in einer Position der Stärke beenden ließe. Wahrscheinlich glauben sie, dass sie das auch gar nicht müssen, denn ihre Handlungsmöglichkeiten sind begrenzt. Nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump am 20. Januar 2025 wird sich zeigen, welchen Kurs die westliche Vormacht vorgibt. Dem wird sich keine deutsche Regierung entziehen können.
Da wird es dann vielleicht im letzten Wahlkampf-Monat doch nicht so sehr um Krieg und Frieden gehen, sondern wieder um die unangenehmen innenpolitischen Herausforderungen, denen die derzeit denkbaren Weiter-so-Koalitionen leider nicht gewachsen sind.
Peter Grimm ist Journalist, Autor von Texten, TV-Dokumentationen und Dokumentarfilmen und Redakteur bei Achgut.com.

@Lilja Wiese – Hey, : HUMOR !!! Jetzt nicht antworten mit Hey , LINKSSCHREIBUNG !
Wer sich fragt, woher ein Land der Insolvenzen so viel Geld hat die Ukraine bei ihrem Krieg gegen Russland zu unterstützen hat, der hat die Rechnung ohne EU, Rothschild, Black Rock und Co. gemacht. Merkel hat eindeutig ihre Wette gegen Weidmann 2014 gewonnen, Deutschland zu verpfänden.
Man kann sich nur noch schwer motivieren, Scholz oder Merz oder Habeck auch nur zuzuhören. Die Karten sind gemischt, die Spielregeln wurden von der SPD und den Grünen und ihrem Medien- und NGO-Anhang so festgelegt, daß das Ergebnis der Wahl mehr oder weniger schon feststeht. Merz und Söder werden zwar im Wahlkampf hysterisch rechts blinken, hinterher aber mit Sicherheit wieder nach links abbiegen, sobald es zum Erhalt der Macht erforderlich ist. Wie sich die einzelnen Spitzenkandidaten der sich „demokratisch“ nennenden Parteien inhaltlich im Wahlkampf äußern ist völlig belanglos, was passiert und was vorallem nicht passiert, wird hinterher in den Koalitionsverhandlungen ausgemauschelt. Insofern kann sich der Bürger getrost abwenden und seine Stimme einfach der Partei geben, die explizit die Interessen der deutschen Restbevölkerung vertritt, wozu ich ausdrücklich auch alle Mitbürger mit Migrationshintergrund zähle, die sich mit der deutschen Kultur und europäischen Werten identifizieren. Auch wenn die Stimme für diese Partei regierungstechnisch gesehen wirkungslos ist, so ist sie im Gegensatz zur Stimme für eine der Kartellparteien wenigstens nicht zerstörerisch und vielleicht ja doch ein finaler Weckruf für die CDU. In Argentinien mußte es Jahrzehnte lang bergab gehen, am Ende kam Milei, vieviel Niedergang Deutschland verkraftet ist noch nicht klar, aber auch hier könnte am Ende vielleicht eine Fr. Weidel mit Kettensäge kommen;-)
„Scholz und Merz reisten beide jüngst nach Kiew (…)“ – Ich wünsche mir, dass die regierenden Politiker:innen dauernd in der Ukraine bleiben, denn das erhöht die Chance, dass wir mal wieder in Frieden und Wohlstand leben können. --- „Nach Lage der Dinge wird es bekanntlich eine schwarzrote, schwarzgrüne oder schwarzrotgüne Regierungskoalition geben. Das lässt nicht gerade auf einen Kurswechsel hoffen, nach einer rotgünen Bundesregierung mit einem gut drei Jahre lang brav funktionierenden FDP-Mehrheitsbeschaffer, die den Kurs der schwarzroten Merkel-Regierung im Prinzip noch konsequenter fortsetzte, als es die Kanzlerin selbst tat.“ – Es ist völlig klar, dass mit diesen Auswahlmöglichkeiten der „Great Reset“ bzw. die „Agenda 2030“ durchgezogen wird. Alle bestehenden Lügen – Impfungen, Klimalüge, Muselmanen als sog. Fachkräfte etc. – werden perpetuiert. --- Und auf Weihnachtsmärkten werden jetzt anscheinend echte Deutsche von der sog. „Polizei“ nach Messern durchsucht. Selbst kleine Klappmesser seien verboten. Und an die Halalen trauen sie sich wohl nicht ran – die sind nämlich nicht so lammfromm wie wir Dodos.
Das was das schläfrige Volk von den Ampelsauereien nicht mitbekommen sollte, Verträge mit der Biden Regierung über Lieferung von US Atomraketen nach Deutschland, damit der grüne Hofreiter Atomraketen auf Russland werden kann und das Versprechen von Scholz von 400 Mrd. Militärhilfe für die Ukraine. Der FDP wurde das allmählich zu heiß. Nur eine radikale politische Wende vermag uns noch zu helfen.
@ M.Buchholz : Und wenn der Krah kraht auf dem Mist – ändert sich dann vielleicht was, oder bleibt’s wie’s ist ?
Scholz + Merz = Schmerz. Kein Scherz.