Ausdauer wäre wohl das Letzte, was man SPON absprechen könnte. Schon gute zwei Jahre schlagen sich die Kollegen bei ihrer Treibjagd auf Donald Trump durch das Dickicht von Gerüchten und Mutmaßungen, ohne dass es ihnen gelungen wäre, das Wild zur Strecke zu bringen. Um bei der endlosen Hatz nicht zu verzweifeln, mussten sich die Treiber mit ihrem Jägerlatein immer wieder selbst Mut machen. Welche Hoffnung haben sie etwa in den Sonderermittler Robert Mueller gesetzt. Bereits vorausschauend stand fest: er wird den gewählten Präsidenten der USA der Konspiration mit Wladimir Putin überführen.
Die Prophezeiung entsprach dem Wunsch. Die Beute schien fast schon erlegt, bis sich Anfang dieser Woche plötzlich herausstellte, dass auch diese Fährte eine falsche war. Nein hieß es aus Washington: „Es gibt keinen sachlichen Beweis für eine Absprache zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland.“
Die Recherchen konnten nur das Gegenteil dessen bestätigen, was sie aufdecken sollten. Viel Lärm um nichts. „Wir wissen“, sagte der Vorsitzende des Untersuchungsgremiums nach 200 Befragungen und der Durchsicht von mehr als tausend Akten, „wir wissen, dass wir uns dem Boden des Fasses annähern, weil es keine Fragen mehr gibt, für die wir Antworten suchen.“
Sichtlich zähneknirschend titelte SPON daraufhin, am 13. Februar, „US-Senat findet vorerst keine Beweise gegen Trump“. Vorerst. Dass aber nicht sein kann, was nicht sein soll, wurde zwischen den Zeilen insinuiert. Zur bloßen Vermutung verwandeln sich die faktischen Ergebnisse der Untersuchung, wenn es am Ende der Meldung heißt: „Nun scheint es aber gut möglich, dass jener Bericht nicht zu dem klaren Schluss kommt, dass die Russland-Kontakte aus Trumps Team eine Absprache oder eine Zusammenarbeit mit Russland bedeuten.“
"Ruhepuls von 68 auf 70 Schläge"
Auch bei den politisch indoktrinierten Journalisten stirbt die Hoffnung zuletzt, zumal bei den deutschen. Wissen sie doch ohnehin besser als die Amerikaner, wozu ihr Präsident fähig ist. Nichts, das uns den Mann nicht verdächtig machen müsste. „Trump ist fettleibig“ lautet eine der letzten SPON-Schlagzeilen. Zwei Kilo, erfahren wir, habe er übers Jahr zugenommen; 110,2 Kilo wiege er inzwischen, verteilt über eine Körpergröße von 1,90 Meter. Damit sei er nicht mehr nur übergewichtig, sondern eben bereits „fettleibig“. Du lieber Himmel! Auch der Ruhepuls habe sich von 68 auf 70 Schläge pro Minute erhöht. Kurzum, Trump ist angeschlagen, ein Junkie, der sich vorwiegend von Fast Food und Softdrinks ernährt. Selbst das konnte SPON in Erfahrung bringen.
Was das mit der Politik zu tun hat? Weiß der Teufel. Geht uns auch nichts an, eigentlich. Die jährliche Gesundheitsuntersuchung ihrer Präsidenten haben sich die Amerikaner ausgedacht. Dass die EU demnächst ihren Staatsoberhäuptern ähnliches auferlegen könnte, ist nicht zu erwarten. Nicht solange Angela Merkel davon betroffen wäre. Am Ende müssten noch die Grenzwerte für den BMI, den Body-Maß-Index angehoben werden, errechnet aus dem Verhältnis der Körper-Masse zum Quadrat der Körpergröße.
Davor bewahre uns die gütige Vorsehung. Ein Trump genügt völlig, damit uns SPON das Fürchten vor Amerika lehren kann. Demnächst vielleicht mit bedrohlichen Enthüllungen über seinen Stuhlgang.

Las gerade auf meinem Startbildschirm die sz Schlagzeile: "Merkel nimmt China in die Pflicht." Seien wir mal ehrlich, zu den wenigen, die mit Xi Jinping natürlicherweise auf Augenhöhe verhandeln können, zähle ich Trump, Putin und wenige andere, auf die man eher nicht leicht käme, wie den Premierminister Indiens, Australiens. Alle Lieblinge von SPON lösen bei mir Lachkrämpfe aus. Ganz besonders Personen im Bericht und Kommentaren vor diesem. Irgendwann wird der Größenwahn hoch gefährlich.
Würde der Spiegel und auch die anderen "mainstream"-Medien nicht diese "Lobhudelei" auf Merkel und die unkritische Berichterstattung an den Tag legen, wäre das Ganze noch hinnehmbar. Diese Meinungsmache aber, die die Welt um uns herum sowie die handelnden Akteure als schwach, rechtspopulistisch, islamophob, alt, weiß und männlich und unfähig hinstellt, zeigt, das es hier eben nicht mehr um Wahrheit geht, sondern um reine Ideologie. Das erinnert an den Aufstieg des Nationalsozialismus.
Was SPON da betreibt ist eine verantwortungslose, widerwärtige Hexenjagd. Das ist kein Journalismus mehr. Pitzke und Co machen sich derartig mit ihrer Sache gemein, dass sie anscheinend nur noch von ihrem Hass beseelt sind. Und jetzt ruft Mr President auch noch den Notstand aus ohne Not. Ich frage mich nur, wie die SPON Reporter sowie Slomka und Co das beurteilen können. Die Wahrheit ist, dass befestigte Grenzanlagen ,auch oder gerade heute , ihren Zweck zum Schutz der einheimischen Bevölkerung ,erfüllen. Gegen einen legalen Übertritt hat Trump sich nie ausgesprochen.
Würde Trump übers Wasser laufen vermeldete der Spiegel: "Der Beweis ist erbracht, Trump kann nicht schwimmen!". SPON könnte ja mal den BMI vom derzeitigen Wirtschaftsminister öffentlich machen. Wohlan...
Trump der Böse, der Dämon, der Mann für den dritten Weltkrieg! Aber Obama für Nichts den Friedensnobelpreis hinterwerfen. Diese Journalisten berichten schon lange nicht mehr, sondern sie machen Politik. Mit den Fragen, die ihre Antwort bereits meist in sich tragen. Gestern auf der Pressekonferenz meinte ein Reporter (wahrscheinlich ein Freund von Hr. Relotius), gleich mehrere Fragen an den Präsidenten richten zu können. Reaktion "Sit down!" Ich habe mich totgelacht!
Wie wär's mit vor jeder Sitzung einmal Alco-Test: Herrn Juncker pusten lassen und das aktuelle Alcometer auf SPON als Eilmeldung! Wär das nix für engagierte 16-jährige Journalistik-Praktikanten? Einstellungsvoraussetzungen: keine...