Bei GoFundMe läuft eine Spendenkampagne für die Mutter des in Frankfurt ermordeten 8-jährigen Jungen. Der Initiator Michael Kötter schreibt:
„Das Leben der Mutter des 8-jährigen Jungen, der am 29.07.19 im Frankfurter Hauptbahnhof ermordet wurde, wird nie wieder wie vorher werden. Als Vater von 3 Kindern ist die Vorstellung für mich grausam, ein Kind mutwillig vor meinen Augen zu verlieren. Niemand kann der trauernden Mutter ihr Kind zurückbringen, es ist die schwerste Prüfung ihres Lebens."
Viele wollten helfen, sagt Kötters, deshalb habe er sich entschlossen, für die Mutter Spenden zu sammeln, um zumindest die finanziellen Sorgen zu lindern. Er habe sich mit der Pressestelle der Polizei Frankfurt in Verbindung gesetzt, um über diesen Weg das Geld direkt der Mutter zufließen zu lassen.
Die Spendenaktion findet ein immer größeres Echo, am Sonntagnachmittag lag die Summe schon bei fast 70.000 Euro. Der Initiator:
„Die ersten 24 Stunden waren wirklich umwerfend: Ich hatte beim Aufsetzen der Kampagne gehofft, zumindest 10.000 Euro für die Mutter zu erreichen." Und weiter: "Gern möchte ich das GoFundMe als Ausdruck menschlicher Wärme im Netz weiterlaufen lassen. Wegen der hohen Anteilnahme erhöhen wir das Ziel Schritt für Schritt. In dieser tragischen Lebenssituation können wir die Mutter gar nicht genug unterstützen. Noch mehr Anteilnahme und noch mehr Spenden werden ihr eine unschätzbar große Stütze sein. Ich halte Euch weiter über alle Fortschritte auf dem Laufenden".
In der Kommentarspalte zur Aktion drücken viele Menschen ihre Anteilnahme aus:
„Ein Menschenleben wird natürlich niemals mit Geld aufzuwiegen sein, egal, wie hoch die Summe auch sein mag. Aber trotzdem: Vielleicht hilft es den Angehörigen wenigstens ein ganz kleines bisschen, das eigene Leben weiterhin noch irgendwie unter diesen Umständen meistern zu können. Mein aufrichtiges Beileid der Familie und allen Freunden. RIP kleiner Mann. Wo immer du jetzt auch sein magst.."
„Es ist unfassbar und erschüttert uns zutiefst, dass Ihr Sohn aus dem Leben gerissen wurde... Trost können wir Ihnen nicht geben, doch das Wissen, dass wir und viele weitere Menschen mit guten Gedanken und Gebeten bei Ihnen sind. Wir wünschen Ihnen, Ihrer Tochter und Angehörigen in dieser schweren Zeit Ruhe, Kraft und Beistand In Gedanken sind wir immer bei Ihnen."
Die Tatsache, dass diese Spendenaktion ohne prominente Fürsprecher eine solche Resonanz erreicht, zeigt auch, dass es den Menschen in Deutschland ein Bedürfnis ist, ihr Mitgefühl und ihre Solidarität auszudrücken.
Chaim Noll schrieb dieser Tage auf Achgut.com: „Erinnerung ist an Indices, an Namen und Fakten gebunden. Über den ermordeten Jungen haben uns Behörden und Medien bisher nur wissen lassen, wie alt er war, dass er „aus dem Hochtaunauskreis“ stammt, sich mit seiner Mutter auf dem Weg in die Ferien in Österreich befand und dass er eine zwölfjährige Schwester hat, die gleich nach der Tat von der Polizei informiert wurde."
Dafür gibt es sicherlich Gründe, die kein rücksichtvoller Mensch kritisieren wird. Die Spendenaktion und die Welle der Hilfsbereitschaft zeigen auch, dass dieser Junge nicht vergessen werden soll. Wer dazu beitragen will, kann das hier tun.
Beitragsbild: Pixabay

Bereit zum Spenden wäre ich, wenn ich weitgehend ausschließen kann, dass die Mutter in einem halben Jahr bei Markus Lanz sitzt und sich über Migrationskritiker auslässt, die den Tod ihres Jungen instrumentalisiert hätten. Auch würde für mich eine Rolle spielen, ob die Familie finanziell gut situiert ist oder nicht, da bei mir zur Zeit das Geld nicht auf den Bäumen wächst. Dass der Vorname des Jungen selbst von Organisator der Spendenaktion nicht genannt wird, macht mich schon etwas misstrauisch. Ich hatte vorgestern unter dem Artikel von Chaim Noll noch einmal einen Hinweis auf eine seriöse Quelle gegeben, laut der der Junge mit Vornamen Marin heißen müsste. Scheint aber irgendwie untergegangen zu sein.
Die vielen (nicht nur Todes)Opfer vom Breitscheidplatz hatten tatsächlich zwei Jahre später, Entschädigungen vom deutschen Staat nach dem Opferentschädigungsgesetz erhalten. Über eine Suchmaschine zu finden unter 3,8 Millionen Euro Entschädigung für Opfer vom Breitscheidplatz". Allerdings war das eben zwei Jahre später. Ich war schon drauf und dran zu spenden, aber ich habe kein Paypal-Account und möchte es auch nicht. Wie wurde das eigentlich bei Rakete gemacht. Nachdem ich gerade einen Artikel gesehen hatte, daß Gewinner einer RTL Show für eine Wohnungsrenovierung vom Finanzamt hohe Forderungen erhielten, denke ich, daß man hier wirklich aufpassen muß. Ich wünsche mir Klarheit und Transparenz und ich möchte nicht, daß der deutsche Staat noch einmal von meinem Arbeitslohn etwas abzwackt. Diese Gier ist wirklich grenzenlos. Bitte am Ball bleiben und aufklären! Ich würde sehr gerne spenden.
Mann, Alexander@ Neumayer, was ist denn mit Ihnen los? Welch absurde Überlegung über eine Frau, die man gerade vor einen fahrenden ICE stieß, die es knapp überlebte, aber ihren kleinen Sohn als ein zerrissenes, totes Stück Mensch betrauern muß. Ihr zu unterstellen, daß ein hoher Geldbetrag, zwecks mangelnder Kompetenzen, sie ins nächste Unglück führen könnte? Herr Neumayer, ich möchte Ihnen hiermit einen kleinen Hinweis für eine entspannte Zukunft geben. Glück, Intelligenz, Gesundheit und Geld k a n n man gar nicht g e nu g haben. Alles auf dieser Welt kann problematisch werden, aber glauben Sie mir, in der Regel ist es eher der Umstand des Geldmangels, der die Leute unglücklich macht!
@Kirsten Karneol, Danke für diesen Kommentar.
Ich fürchte, die Probleme der Familie sind nicht finanzieller Natur. Ich sehe darin den hilflosen Versuch Dinge zu kompensieren, die sich (so) nicht kompensieren lassen. Es wäre wichtiger, dass wir die Augen auf die jungen (aber auch alten) Menschen richten, die wir noch vor kriminellen Übergriffen retten könnten. Dafür braucht es eine dauerhafte Wende.
Danke für die Möglichkeit ein öffentliches Zeichen zu setzen! Wobei die Medien diese Aktion selbst dann noch unter den Tisch kehren werden, wenn 1 Mio. Menschen dafür gespendet haben! Im Zweifel sind das dann eben Alles Nazis!
Nein, widerlich ist die Aktion nicht, Herr Schmied. Ich habe nur wenige Euro gespendet. Ich habe mich gefragt, ob die Mutter nach dem traumatischen Erlebnis überhaupt in der Lage ist, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Bestattung muss auch bezahlt werden. Was letztendlich mit dem Geld passiert, da vertraue ich Herrn Kötter und überlasse es auch der Familie des Jungen. Dass in Deutschland die Opfer anonym bleiben ist schon seltsam. Nach dem Arena Terroranschlag in Manchester wurden Fotos von den Kindern/Jugendlichen gezeigt. Egal aus welchem politischen Lager - die Briten sind nach diesem Anschlag zusammen gerückt.