Thomas Rietzschel / 01.12.2021 / 16:00 / Foto: achgut.com / 44 / Seite ausdrucken

Spahn oder die Strafe der späten Geburt

Langsam drohen beim politischen Personal Deutschlands sämtliche Sicherungen durchzubrennen. Nachdem der Regierende Bürgermeister Berlins düster raunte, dass die Ungeimpften bald noch „andere Maßnahmen hinnehmen müssten“, steigerte sich der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn letzte Woche in einem Interview mit der Rheinischen Post in eine Horror-Vision wie aus einem Film von Stephen King. 

Man sollte „nichts mehr ausschließen in dieser Lage, so bitter das ist“. Am liebsten würde er „die Impfunwilligen auf eine Intensivstation zerren und sie im Angesicht des Leids fragen: Was muss eigentlich noch passieren, damit ihr es kapiert?“ Gute Frage. Man könnte sich aber auch fragen, was im Kopf eines Ministers vorgeht, der solche Phantasien generiert.

Das Pech des Mannes ist seine späte Geburt. Welch eine Karriere hätte vor ihm gelegen, wäre er nicht erst 1980, sondern schon 50 oder 100 Jahre früher geboren worden. Beide deutschen Diktaturen brauchten Fachkräfte für besondere Aufgaben. Eine böse, eine unsachliche Assoziation? Mitnichten! Muss doch jeder damit rechnen, dass es so, wie man in den Wald hineinruft, zurückschallt.

Wer zu spät kommt, um einen vielfach strapazierten Ausspruch von Michail Gorbatschow zu variieren, den kann das Leben auch bestrafen, indem es ihm den verdienten Aufstieg vermasselt.

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Hans Kloss / 02.12.2021

Ich finde den Mann abstoßend. Seine Ideen auch. Am Ende wird es so laufen - die werden den Zwang einführen, weil nur 2G bei zB Pflegepersonal zu Kollaps des Gesundheitswesens führen würde. Mit dem gesetzlichen Zwang kann man das vlt noch abfedern. Ich denke jetzt aber dass ich klagen werde. Ohne Aussicht auf Erfolg - ich weiß wie die deutsche Justiz arbeitet. Seit dieser Woche ist es nun noch deutlicher weil bei höchstem Gericht zu sehen geworden. Wenn mehrere Klagen kann es natürlich sein dass die Justiz es nicht aushält aber damals klappte das doch auch. Einziges was ich traurig finde ist, dass Millgram mit seinem Experiment so was von Recht hatte. Ich wusste natürlich wie die Menschen agieren - das Drittes Reich war ja nicht nicht das einzige Land wo sich die Leute durch eine relativ kleine Clique dermaßen hetzen ließen. Ich hatte aber wohl noch ein bisschen Hoffnung dass die Geschichte mindestens in D.  etwas Wirkung hatte. Das ist leider nicht der Fall und Millgram bekam Recht.

Pierre Schmidt / 01.12.2021

Das Tragen der Maske hilft zwar nicht gegen Corona, filtert aber anscheinend zuverlässig O2 aus der Atemluft. Die Hirne des Großteils der Bevölkerung, u.a. Spahn &Co;., sind durch das Tragen der Masken in den Monaten der “Pandemie” mit Sauerstoff unterversorgt. Die Marionetten der Pharmaindustrie (Regierung) drehen sich und ihre Aussagen wie Fähnchen im Wind. Die Propaganda regiert und lenkt das nicht selbständig denkende Volk, dass was seit 76 Jahren angeblich nie wieder passieren sollte. Jetzt liegt die Macht nicht in der “Wochenschau”, sondern in Händen der Pro7 Media AG, die alles nachplappert, was ihnen vorgegeben wird. Dauert nicht mehr lange, dann werden sich “geimpfte” in der Öffentlichkeit mit Armbinde und ausgestrecktem rechten Arm begrüssen, denn nicht die gesunden “Ungeimpften” sind die radikalen, auch wenn die Propaganda was anderes sagt. Hoffentlich wird diesen kriminellen Machenschafften endlich ein Ende gesetzt.

Ralf.Michael / 01.12.2021

In Bethel hätte man Ihn vielleicht ja genommen, aber als Nicht-Mediziner sicher nicht. Damals hat man auf solche Kleinigkeiten noch echten Wert gelegt (s. Dr. Mengele) ! FakeStudium war noch weitgehends unbekannt. Man hätte Jens sicher zur Reichsbank geschickt, vielleicht auch zu Der mit dem Braunen Band der Sympathie ;o))

Bertram Scharpf / 01.12.2021

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Wegen parteiinterner Querelen muß Spahn nun halt zwei, drei Jahre untergebracht werden in einem Parteiamt oder bei einer Stiftung, aber sobald die Grünen oder die FDP es der CDU gleichtun, ist er wieder obenauf.

Paul Salvian / 01.12.2021

Spahn würde also am liebsten „die Impfunwilligen auf eine Intensivstation zerren und sie im Angesicht des Leids fragen: Was muss eigentlich noch passieren, damit ihr es kapiert?“ Wie feinfühlig und barmherzig er doch ist! Darf ich mir auch was wünschen? Dann dies: Jens Spahn und seinen 16 Amtskollegen in den Bundesländern sollte es so ergehen wie Uncle Scrooge in Dickens’ Weihnachtsgeschichte. Der “Geist der Weihnacht” würde ihnen das zeigen, was R. Schäfer hier schon präzise aufgelistet hat: “welche Kinder leiden, welche Existenzen runiniert wurden, wer alles einsam ohne Corona starb, wer einen Angehörigen durch das Impfen verloren hat, wer durch Selbstmord aus dem Leben geschieden ist, wer durch eine verschobene OP”. Vielleicht gäbe es bei dem einen oder anderen sogar eine Katharsis. Obwohl ich mir das bei diesen erbärmlichen Gestalten nicht vorstellen kann.

Klaus Keller / 01.12.2021

Herr Spahn und die Intensivstationen. Wahrscheinlich werden intensivpflichtige Patienten künstlich beatmet. Wenn sie maschinell beatmet werden sind sie wahrscheinlich bewusstlos. Wenn sie bewusstlos sind, leiden sie nicht. - Meine Mutter wollte so sterben. Nicht auf der Intensivstation sondern einschlafen und nicht mehr aufwachen. Das ist ein schöner Tot wenn sich die Krankheit nicht heilen lässt. Ich gebe zu dass Angehörige oder neugierige Zuschauer mitleiden. Sie wissen auch nicht was sie tun sollen. Es sind auch ausgebildeten Fachkräfte. - Vom menschlichen Leid im Zusammenhang mit 100.000 Föten die jedes Jahr abgetrieben werden berichtet kaum einer. Da könnte man auch mehr tun um das zu vermeiden. Vielleicht liegt es am Personalmangel, Geld ist ja da. Milliarden wurden zB in Afghanistan verbrannt. Von der Energiewende will ich gar nicht reden. Wer war denn für die Personalentwicklung in den öffentlichen Kliniken zuständig? Warum wurden diese Leute noch nicht in die Wüste geschickt? Herr Spahn muss nicht zurücktreten. Sein Vertrag wird nicht verlängert. Das kennen viele Assistenzärzte. Die befristeten Verträge laufen aus und motivierte Nachwuchskräfte kommen auf die Station. Wenn sie was können, gehen sie wieder. Ob Herr Spahn was gelernt hat?

G. Jakobs / 01.12.2021

Dieser Typ ist ein rücksichtsloser eiskalter Fisch, der skrupellos genau das durchzieht, was von ihm verlangt wird und wofür er letztlich auch selbst einsteht.

Karla Kuhn / 01.12.2021

Spahn, 28 ! Semester Politikwissenschaften an der Fernuni Hagen, ergo VIERZEHN JAHRE !  Hat der das Diplom bekommen, damit sie ihn endlich los sind ??  Der Typ scheint offenbar nicht die hellste Kerze auf der Torte zu sein aber ich vermute, die “Schwabsche Schule”  hat noch mehr solche “Koryphäen” hervorgebracht. Schließlich sollten “Handlanger”  nicht all zu sehr nachdenken, zu was sie vermutlich mißbraucht werden !  Ja, die Macht- und Geldgier vieler/etlicher/einiger scheint ungebremst. Ich schlage vor, Selbstbewußtsein trainieren, dann klappts auch mit der UNABHÄNGIGKEIT ! Jürgen Hofmann,  “Spahn hat schon früh seine totalitäre Haltung bezeugt.  Ich erinnere an seine Fantasien bezüglich der Organspende. ”  Genau,  das AUSSCHLACHTEN war auch so eine Dreistigkeit von dem Typ.  Dazu dieser Lauterbach, “es sei einen kleine Pflicht.” WARUM lassen wir solche Typen auch nur noch eine Minute unsere Geschicke leiten ? Warum WÄHLEN Menschen solche TYPEN ?? Sind das Masochisten ?

f. roheim / 01.12.2021

Da muß er sich beeilen mit den “Impfunwilligen auf eine Intensivstation zerren” . Wenn er weiter in der bisherigen Geschwindigkeit Intensivplätze abbaut und Pflegekräfte verärgert, hat er bald keine Intensivstationen mehr.

Hartmut Laun / 01.12.2021

@S.Buch sagt: Sind die totalitären “Eliten” wirklich so einfältig und glauben, mit ihrer geisteskranken Panikmache die Impfunwilligen zu ihrer jedenfalls in Sachen Gesundheit wirkungslosen Gentherapie zu zwingen.++ Die Impfpflicht, der Zwang ist von ihnen gemeint. Ich schaue in die Zukunft, mit ihnen zusammen: Alle die geimpft sind bekommen bekanntlich einen Impfausweis, personenbezogen, mit dem Datum der Impfung. Wenn es den genannten Politikern einfällt, wenn ihre Berater sie auf den Gedanken bringen, die Daten auf dem Impfausweis z.b. mit dem Einwohnermeldeamt abzugleichen, dann kommen automatisch alle nicht Geimpften zum Vorschein. Wenn in dem Impfausweis ein Verfallsdatum der Impfung mit eingetragen wird, ein kleiner Chip mit eingebaut wird, dann ist bei jedem Durchschreiten einer Zugangssperre, im öffentlichen Nahverkehr, bei Behörden, dem Arbeitsplatz, in Geschäften, wird jeder Geimpfte die Sperre passieren können und für jeden nicht Geimpften bleibt die Schranke geschlossen. Gleichzeitig kann aufgrund der Daten im Ausweis die Datensammelstelle feststellen, wann der Impfschutz nach einer festgelegten Zeit nicht mehr wirksam ist und derjenige wird zum Nachimpfen aufgefordert, ansonsten verliert er sein Recht sich in der Öffentlichkeit frei bewegen zu können etc.

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