Am 6. Juni dieses Jahres waren Butch Wilmore und Suni Williams (siehe Foto oben) an Bord des Boeing Starliners zur ISS geflogen, um eine Woche dort zu verbringen. Jetzt verschiebt sich der Rückflug aus technischen Gründen etwas.
Man wird wohl auch ein anderes Verkehrsmittel benutzen müssen: den Crew Dragon von Boeings Erzfeind SpaceX. Neuer Termin für die Heimreise ist jetzt Februar 2025.
Das Projekt der Internationalen Raumstation ISS wurde 1998 gestartet und von da an fortlaufend aus unterschiedlichen Modulen zusammengesetzt und erweitert. Das Konstrukt hat heute eine Ausdehnung von etwa 100 Metern, wobei die riesigen Solarpanels wesentlich zu diesen Dimensionen beitragen. Dafür liefern die immerhin 100 Kilowatt, unabhängig vom Wetter, aber nicht unabhängig von Tag und Nacht. Die dauern hier oben jeweils 45 Minuten, nach anderthalb Stunden ist man also einmal um die Erde rum. Die Flughöhe beträgt 400 km, da herrscht schon fast völliges Vakuum. Zum Mond wäre es übrigens 1.000-mal so weit.
Seit anno 2000 ist die ISS permanent bewohnt. Es gibt Platz für maximal 10 Personen, allerdings nur in Ausnahmefällen, etwa beim Wechsel der Besatzung. Sauerstoff wird durch Elektrolyse von Wasser in seine Bestandteile H2 und O2 gewonnen, Strom dafür hat man ja genug. Und woher kommt das Wasser? Dafür gibt es auf der ISS einen total geschlossenen Kreislauf, kein Tropfen geht verloren. So ist das Leben im Weltraum. Hin und wieder, so alle zwei oder drei Monate, kommt auch Nachschub per Weltraumfrachter, und da ist dann auch frisches Wasser dabei; ja, und auf dem Rückflug werden dann auch die verschiedenfarbigen Müllsäcke mit zurück zur Erde gebracht.
Per „Uber“ zur ISS
Die Versorgungsflüge sind meist unbemannt und werden nicht nur von den USA und Russland durchgeführt, sondern auch von anderen ISS-Partnerstaaten. Bemannte Flüge sind hinsichtlich Sicherheit und wegen der notwendigen Life Support Systeme wesentlich anspruchsvoller. Die Russen haben dafür ihre Sojus Vehikel im Einsatz, die Amerikaner benutzten bis 2011 das Space Shuttle. Insgesamt wurden bis heute einige hundert Flüge zur ISS durchgeführt.
2011, nach dem Ende des Shuttle Programms, hatten die USA kein eigenes Transportsystem mehr und mussten quasi „Uber“-Dienste der Russen in Anspruch nehmen. Diese Anhängigkeit war auf die Dauer nicht akzeptabel und so beauftragte die NASA 2014 die Firmen Boeing und SpaceX parallel mit der Entwicklung neuer Raumfahrzeuge. SpaceX erhielt 2,6 Milliarden US-Dollar für die Entwicklung des „Crew Dragon“ und Boeing sollte für 4,2 Milliarden den Starliner bauen. Im Mai 2020 war dann der „Crew Dragon“ von SpaceX einsatzbereit und hat seither ein Dutzend Flüge absolviert.
Die Entwicklung des Starliners, der ursprünglich 2017 zur Verfügung stehen sollte, verzögerte sich dramatisch, und auch das Budget wurde erheblich überschritten. Der erste erfolgreiche, unbemannte Flug im Orbit fand dann endlich im Mai 2022 statt.
Unbemannt zurück zur Erde
2024 war es dann so weit, dass man der Starliner-Kapsel auch menschliche Wesen anvertrauen konnte. Am 6. Juni traten die Astronauten Butch Wilmore und Suni Williams die Reise zur ISS an. Andocken und Umzug in die Station waren zwar problemlos, aber sie beobachteten während der Annäherung gewisse Anomalitäten mit den Düsen für Antrieb und Lagekontrolle. Und so kam die NASA zu dem Schluss, dass es zu riskant wäre, diesen Starliner auch für den Rückflug zu benutzen. Man würde die Kapsel unbemannt und ferngesteuert zur Erde zurückholen, und die Besatzung müsste auf den nächsten Transfer warten – der ist jetzt für Februar 2025 vorgesehen, per „Dragon“ von SpaceX.
Für Boeings Renommée ist das natürlich eine Katastrophe. Nach den diversen Unfällen mit der 737 und auch Problemen mit anderen Modellen ist das Prestige der ehemaligen Nummer Eins der Luftfahrtindustrie ohnehin schon am Boden. Und so versuchte Boeing die NASA zu überzeugen, dass der Rückflug des Starliners samt Besatzung durchaus zu verantworten wäre. Die NASA wiederum leidet immer noch unter den verheerenden Abstürzen der Shuttles Challenger und Columbia und betreibt jetzt ein möglicherweise übertriebenes Risikomanagement. Als Auftraggeber hat sich NASA natürlich durchgesetzt.
Wenn man bedenkt, dass es der NASA einst gelungen war, innerhalb von 10 Jahren das Apollo Programm mit sechs unfallfreien Mondlandungen zu verwirklichen, und dass Boeing vor zwei Generationen Flugzeuge entwickelte, deren Silhouetten noch heute fast unverändert den Himmel bevölkern, dann kann man der Frage nicht ausweichen: „Was konnten die damals, was wir heute nicht mehr können?“ Und man muss bedenken, dass die damals weder Computer zur Verfügung hatten noch Ingenieurinnen.
Hans Hofmann-Reinecke studierte Physik in München und arbeitete danach 15 Jahre in kernphysikalischer Forschung. In den 1980er Jahren war er für die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien als Safeguards Inspektor tätig. Er lebt heute in Kapstadt. Dieser Artikel erscheint auch im Blog des Autors Think-Again. Der Bestseller Grün und Dumm, und andere seiner Bücher, sind bei Amazon erhältlich.

Es ist und bleibt ein Rätsel. Das Zauberwörtchen heißt DEI und da wir mit Leerverkauf von Boeing seit Jahren Geld verdienen, können wir nur darauf hoffen, das die Letzten weißen Männer mit IQ 100 bei Boeing vor langer Zeit rausgeekelt worden sind. Es wird vermutlich auch nicht viel bringen gegen Boeing oder die Airline zu klagen, sollte mal ein Familienmitglied (verunglücken). Und das Leben bringt es auch nicht zurück. Besser direkt meiden.
PS: Ich empfehle euch im Urlaub genau anzuschauen ob eine Boeing oder ein Airbus geflogen wird. Bei google lässt sich das tatsächlich über die Kalenderfunktion recht einfach machen. Und man wählt dann einfach einen Tag aus, wo man einen Airbus bekommt.
Unbequeme Wahrheit gefällig ? Ohne ein paar Nazis hätte das Apollo – Programm nicht funktioniert. V. Braun und Debus waren hier mal zu nennen. Ohne Lippisch wäre in den USA noch heute der Propeller das Maß aller Dinge. Ohne Horten wäre kein Nurflügler so schnell in die Luft gekommen. Die USA waren nicht von sich aus groß, sie hatten entweder jüdische Wissenschaftler aus Deutschland oder sie hatten in der Technik nach 1945 die Zucht des Reiches bei sich. Die USA wurden nach 1945 durch das exportierte oder emigrierte Deutschland zu dem, was sie wurden! Ohne diese Migranten und Vertriebenen durch die Rassengesetze wäre heute Europa Texas Instruments. Ja ihr lieben Teutonen, daß ihr die Weltherrschaft nicht bekamt verdankt ihr den Rassengesetzen von Nürnberg. Das Problem heute ist: Daß das Leute werkeln, die woke sind, die Smoothies mixen, mit Gwen and Patricia einen Dreier auf Fick – Tok stellen, aber keiner hat mehr --- produktionsrelevante --- Zugänge zur Materie. In meiner letzten Firma habe ich probiert mal ein ordentliches Prüffeld zu organisieren und scheiterte an der Einsicht, daß man mit 15 Jahre benutzten Testkabeln keine Spannungen über 500V mehr misst. Schon die Sprache für Prüfanweisungen war der schlichte Horror und ich konnte ersteinmal einen dummen Verdeutschungswahn und Jugendsprache aus Prüftexten entfernen. Auf Englisch kann man übrigens tatsächlich schlanker Inhalte transportieren. In der Technik ist hier bei mir alles nur noch in Englisch gehalten. Ja und… Frauen sind tatsächlich technisch nicht ganz so begabt, Ausnahmen bestätigen die Regel. Und früher gab es auch keine metrosexuell ausgerichtete „Startups“ und diesen ganzen Dummsprech der Zombiewirtschaft. Dazu kommt, daß ein M.Sc. kein Dipl- Ing ist. Die Sozialstruktur ist heute ein handfestes Problem und macht die Unternehmen zusehends zu psychiatrischen Einrichtungen für sozial schwierige Jugendliche im Erwachsenenalter.
Herr Hofmann-Reinecke,
natürlich gab es auch schon damals weibliche Ingenieure und Wissenschaftler. Was es nicht gab war Ingenieurende und Wissenschaffende.