Der Präsident droht, der Milliardär kontert, und irgendwo dazwischen steht die nationale Sicherheit. Wenn einer die Raketen hat und der andere die Macht, kann es für den Rest der Welt ungemütlich werden.
Elon Musk und Donald Trump zur Einstimmung: Eine Eskalation in Zitaten.
„Es tut mir leid, aber ich kann es einfach nicht mehr ertragen. Dieses massive, unverschämte, mit zweckentfremdeten Ausgaben des Kongresses ist eine ekelhafte Abscheulichkeit. Schande über diejenigen, die dafür gestimmt haben: Sie wissen, dass Sie falsch gehandelt haben. Sie wissen es.“
(Musk auf X über Trumps „Big Beautiful Bill“)
„He’s gone crazy“
(Trump im ABC/CNN-Interview über Musks Kritik an „Big Beautiful Bill“)
„Der einfachste Weg, um in unserem Haushalt Milliarden und Abermilliarden von Dollars zu sparen, ist die Beendigung von Elons staatlichen Subventionen und Verträgen.“
(Trump auf Truth Social)
„In Anbetracht der Erklärung des Präsidenten über die Stornierung meiner Regierungsverträge wird @SpaceX sofort mit der Außerbetriebnahme seines Dragon-Raumschiffs beginnen.“
(Musk auf X)
„Er wird sehr ernste Konsequenzen tragen müssen, wenn er das tut.“
(Trump im NBC-News-Interview über Musks mögliche Unterstützung demokratischer Kandidaten)
„Zeit, die wirklich große Bombe zu werfen: @realDonaldTrump ist in den Epstein-Akten.“
(Musk auf X, 5. Juni 2025, gelöscht)
Der politische Diskurs in den USA wurde kürzlich von einem Zerwürfnis zwischen Donald Trump und Elon Musk dominiert – ein öffentlicher Machtkampf zwischen dem US-Präsidenten und dem reichsten Mann der Welt war entbrannt. Ihre hemmungslosen und skandalträchtigen Wortgefechte auf Social-Media- und TV-Kanälen lassen erahnen, dass es um mehr geht als nur die Eitelkeit zweier Alphatypen – es geht um ernsthafte Fragen der nationalen Sicherheit und Marktmacht.
Im Zentrum steht SpaceX, das Unternehmen, das derzeit fast alle US-Raumflüge durchführt. Im letzten Quartal 2023 brachte SpaceX rund 90 Prozent aller weltweit gestarteten Nutzlasten ins All – das ist ein de-facto-Monopol.
Die NASA ist auf SpaceX angewiesen, da derzeit keine andere US-Rakete Astronauten zur Internationalen Raumstation befördern kann.
Verstaatlichung?
Daneben steht Starlink, das Satelliteninternet-System von SpaceX. Es stellt über zwei Drittel aller aktiven Satelliten und bietet Internetzugang selbst in entlegensten Regionen der Erde. Das System ist nicht nur kommerziell erfolgreich, sondern geopolitisch relevant: Musk entscheidet selbst, wann und wie Starlink etwa in der Ukraine eingesetzt wird – es handelt sich um ein Privileg einer einzelnen Person, das weltweite Auswirkungen hat – was in dieser Tragweite normalerweise nur Staaten und ihren Behörden vorbehalten ist.
Trumps Drohung, Musk die milliardenschweren Regierungsaufträge zu entziehen, rief dessen provokante Antwort hervor: Musk deutete letztlich an, er könne seine Macht auch gegen US-Interessen einsetzen – etwa durch die Abschaltung kritischer Dienste. Auch wenn es ironisch gemeint war, zeigt der Vorfall, wie abhängig die Vereinigten Staaten inzwischen von einem Einzelunternehmer sind.
Vor diesem Hintergrund schlug Trumps Vertrauter und für seine Abneigung gegen Musk bekannte „Hardliner“ Steve Bannon vor, SpaceX per „Defense Production Act“ unter staatliche Kontrolle zu stellen. Dieses Gesetz erlaubt es der US-Regierung, zivile Industrien im Interesse der nationalen Sicherheit quasi zu verstaatlichen. Angesichts der Schlüsselrolle von SpaceX und Starlink erscheint dieser Schritt nicht völlig abwegig, ist aber natürlich der diametrale Gegensatz einer liberalen Wirtschaft, wie sie Trump eigentlich vertritt.
Personenkult um Führungspersönlichkeiten
SpaceX erhält seit vielen Jahren massive staatliche Unterstützung – direkte Subventionen in Milliardenhöhe, exklusive Startgenehmigungen und Zugriff auf jahrzehntelanges NASA-Know-how. Gleichzeitig sind monopolartige Strukturen entstanden: SpaceX bietet angeblich Preise unterhalb der Eigenkosten, um Wettbewerber zu verdrängen und sichert sich durch Vorkaufsrechte langfristige Marktanteile. Es gibt zudem Hinweise auf mögliche interne Preisvorteile für Starlink und andere ausgeklügelte Marktstrategien, die Investitionen in Konkurrenzprojekte behindern sollen.
All das spricht für eine kartellrechtliche Untersuchung und Eindämmung – das politische Umfeld von Trump macht solch eine Maßnahme jedoch relativ unwahrscheinlich. Die Republikanische Partei hat Elon Musk in den letzten Jahren weitgehend hofiert. Behörden, die seine Unternehmen prüften, wurden zurückgepfiffen, und staatliche Stellen unterstützten Starlink sogar bei Auslandsgeschäften. In vielen Fällen agierten Beamte offenbar in der Hoffnung, damit innerhalb der Trump-Administration aufzusteigen – motiviert von der Annahme, Musk sei unantastbar.
Die aktuelle Fehde stellt diesen Personenkult um Führungspersönlichkeiten infrage. Wird Trumps Apparat nun den Mann bekämpfen, den er jahrelang gefördert hat? Diese Unsicherheit macht die Schwäche oligarchischer Strukturen deutlich, wie sie sich mit der neuen Trump-Regierung bereits etabliert haben. Sie beruhen nicht auf Werten, Prinzipien oder Institutionen, sondern rein auf persönlicher Loyalität – diese Entwicklung ist letztendlich auch ein instabiles Fundament für politische Macht.
Mächtige Männer mit gekränktem Stolz
Das größere Problem ist struktureller Natur. In einer funktionierenden Demokratie darf kein Einzelner über kritische Infrastruktur verfügen, die den Staat und seine Regierung beeinflussbar oder erpressbar macht. Wichtige Systeme wie Raumtransport und globale Kommunikation sollten eigentlich wie öffentliche Versorgungsnetze behandelt werden, um Missbrauch und Schattenwirtschaft entgegenzutreten – unabhängig davon, ob sie einst privat aufgebaut wurden.
Wenn Trump das Problem seriös angehen wollte, müsste er die Wettbewerbsbehörden anrufen, um die Preisgestaltung und Marktstrategien von SpaceX überprüfen zu lassen. Auch eine Debatte über die Regulierung oder teilweise Verstaatlichung von Starlink wäre angebracht, glauben viele US-amerikanische Kommentatoren. Doch stattdessen erleben die US-Bürger nun einen politischen Schlagabtausch, der auf rein persönlicher Ebene geführt wird.
Die Geschichte zeigt: Mächtige Männer, die aus gekränktem Stolz, aus Eitelkeit, Machtanspruch oder Selbstüberschätzung handeln, sind keine verlässlichen Garanten für nationale Interessen. Dafür braucht es klare Regeln, stabile Institutionen und eine Rückbesinnung auf demokratische Kontrolle, die für alle gelten, auch den großspurigen Präsidenten und den „Verrückten“ Tech-Milliardär.
Fabian Nicolay ist Gesellschafter und Herausgeber von Achgut.com.

Ich schreibe das jetzt mal „als“ Insider im Autismus (doppelt genäht): Ein Autist ist immer mit Drangsalierereien konfrontiert und baut sich etwas auf. Und dann kommt ein Gebrauchtwagenhändler aus der Pfalz und kackt einem auf die Sandburg. Und hernach sagt er: „Ich klaue Dir Deine Legos“. Es gibt kaum einen reflektierten Autisten, der jetzt nicht hochgradig aggressiv wird. Musk ist kein Idiot und er ist auch nicht verrückt, er hat nur ein Syndrom um das sich die asozialen Neurotypen mit ihrer angeblichen Empathie nicht sonderlich kümmern. Die Mehrheit der asozialen Idioten schimpft über einen Sonderling mit Fähigkeiten. Unter Deppen ist derjenige der das Einmaleins kann immer ein Sonderling, soviel mal zur Kategorie der Aussonderung. Und mal ehrlich, daß Euch Normalos der Autist Bill Gates mal eine in die Venen gesetzt hat mit der Impfung und zwar so, daß sich der Impfling selber kraft seiner neurotypischen Arroganz selbst vakzinierte, das ist doch ein kleines Maß an Gerechtigkeit, oder ? Das sind so die Folgen, wenn man an sich naive und begeisterte Leute über Jahre hinweg mies behandelt: Einstein hat die Atombombe kreiert, Musk die Weltherrschaft im All und Gates das Monopol auf die Computer und Jobs die zweite Art von Nutzerfreundlichkeit. Ihr Normalen der 98% bekommt Euren Arsch von 2% der Menschen geputzt, die jedoch Etliches an Niedertracht einstecken. Also bitte nicht so vermessen urteilen, sonst schafft ein Autist noch eine KI, die die normopathische Welt in den verdienten Abgrund treibt. Denn jeder naiven tief ehrlichen Anstrenung die Welt besser zu machen unterliegt immer der Kehrwert. Das Atom kann ganze Städte erleuchten und ganze Städte auslöschen. KI kann ein Segen sein und wenn sich ein Normopath daneben benimmt, vor lauter Empathie und sozialer Schwingungsfähigkeit, dann wird sie irgendwann zu einem Fluch umgeschrieben werden. Ihr wisst ja: The world is not enough.
@Hans-Joachim Gille: Da haben Sie wohl in vielem Recht. Wer die Macht (und/oder ökonomische, politische, militärische Macht) hat legt die Regeln fest und bestimmt das Spiel. Nach PWC sind auf den Plätzen 1 – 25 der wertvollsten Unternehmen der Welt, 22 US Firmen. Wer in ganz, ganz alten Gechichtsbüchern blättert, wird erstaunt darüber sein, dass Deutschland mal in einer Verfassung war, die Regeln mitzuschreiben. Pharmazie, Medizin, Bildung, Chemie, Metallurgie, Raketentechnik, Elektrik / Elektronik (Fernsehen), Fahr- und Flugzeuge aller Art und und und. Der Sozialismus in seinem Lauf, hält so Manches auf. Solange man kopiert wird, hat man Einfluss und Macht. Von Ausnahmen abgesehen, haben die Asiaten aufgehört uns zu kopieren. Jetzt kommen nur noch Hungrige aus Vorder- und Mittelasien und Afrika die gemeinsam mit den Sozialisten gierig das letzte Fleisch vom Knochen des Leviathan nagen.
Raketen und Satelliten verstaatlichen? – also SpaceX und Starlink –
Aber warum nicht Microsoft, warum nicht Amazon und Google und warum nicht eine Reihe anderer Tech-Giganten?
Microsoft hat das Monopoly-Spiel über Jahrzehnte mit extrem harten Bandagen und skrupellos geführt. Mitbewerber wie Lotus 1-2-3 oder Netscape wurden ultimativ gewissenlos aus dem Marktgedrängt. Das Ziel im Spiel und im realen Leben ist, Monopolist zu werden. Führt das zu einem gesellschaftlichen Nutzen, Herr Nicolay?
In der Regel schon. Aber Steve Bannon schlägt vor, SpaceX per „Defense Production Act“ unter staatliche Kontrolle zu stellen. Das Gesetz sieht vor zivile Industrien im Interesse der nationalen Sicherheit zu verstaatlichen. Bisher wurde das nicht gemacht, weil es den diametralen Gegensatz einer liberalen Wirtschaft darstellt.
Nach meinem Verständnis ist das auch gar nicht nötig, weil Musk ohnehin schon unter staatlicher Kontrolle steht – ohne die Milliarden an Subventionen hätte er SpaceX gar nicht aufbauen können.
Monopoly hatte in der Vergangenheit nie etwas mit Demokratie zu tun. Zwei hyper-narzisstische Streithähne liefern sich ein medienbefeuertes verbales Duell. Das legt sich wieder.
Die Amis verstaatlichen nichts, sondern zerschlagen Monpole, wie damals Standard OiI. Bzw, wie Trump hier ansagt, entziehen Subventionen. Wirtschaftliche Folgen für die USA hat das eher nicht, wenn Musk eine Firma dichtmachen muss, dann entstehen daraus sofort andere die einspringen. Der militärisch-industrielle Komplex der USA ist der größte der Welt, wenn die Amis irgendwo mehr als genug Personal haben, dann in der Rüstung. Mal ganz abgesehn davon, dass Starlink nicht auf speziellem Geheimwissen von Musk beruht, sondern er war halt die praktikabelste Lösung für diese Form der Dual-Use Technik. Das U.S.Militär kann diese Technik jedenfalls genauso lässig beherrschen und manipulieren wie GPS. (M.a.W. Musk hat hier deutlich überzogen und einen Napoleonkomplex entwickelt wie seinerzeit Ross Perot, der übrigens sogar noch mehr Subventionen abgegriffen hatte als jetzt Musk).
Nach den etatistischen Vorstellungen dieses Autors hätten die Amis Henry Fords Model-T-Produktion ebenfalls verstaatlichen sollen. Man sollte sich als Angehöriger der Verlierernation D’Land auf die eigenen Probleme konzentrieren, insbesondere die, von denen man etwas versteht.
Ist das noch Ordnungspolitik oder schon Kommunismus?
„…sind keine verlässlichen Garanten für nationale Interessen. “ Wie sieht es mit den verlässlichen Garanten für nationale Interessen in Deutschland aus ? „… und eine Rückbesinnung auf demokratische Kontrolle,….“. Wie viele der 551 Fragen sind bereits öffentlich beantwortet worden ?