
Dem kann man getrost zustimmen! Leider wird das wohl alles nicht ohne “Gewalt” abgehen und weitere “Opfer” fordern. Aber wir haben wahrscheinlich keine andere Wahl! MfG
Erstens kommt es anders, Zweitens als man denkt. Das System kollabiert, danach entsteht was anderes. Was? Das steht in den Sternen. Im übrigen gilt, wir machen weiter, bis wir alle tot sind. Leute, befasst euch mit euren Basics.
Ich betreibe Lesen und Sprechen nicht professionell, also hauptberuflich, sondern immerzu. Man kann aus Schreiben einen Beruf machen. Kann man aus Lesen einen Beruf machen? Klar, Lektor. Aus sehen, hören, fühlen? Wahrnehmen? Wer liest, hört zu. Wer zuhört, inhaliert Gedanken. Zum Guten wie zum Schlechten oder zum Überdruss - je nach Bubble-Denke oder außerhalb davon. “Der Mensch hat fünf Sinne (Propriozeption nicht mitgerechnet), kann sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen, und trotzdem nimmt er fast 80 Prozent seiner Umgebung allein über die Augen wahr (11 Prozent über die Ohren)” - Quelle: erster Googletreffer zu “anteil sehen wahrnehmung”. Verschwendete Evolution! “Am Anfang war das Wort.” Doch es hatte keinen Informationsträger über den Wind hinaus. Das Informationszeitalter begann mit der Entdeckung eigener Schriftlichkeit, in welcher Form auch immer. Dem Streben nach Verewigung und Selbstvergewisserung. Ich habe heute Morgen Herrn Köppels “Weltwoche Daily” im digitalen Übertragungsmedium an gesehen und gehört. Volle Dichte an Info übers Ohr! Für mich besonders erheiternd daran, dass er sehr offensichtlich Reizreaktionen seiner Rezipienten im Detail erfasst, auch meine. Die codierte Rückkopplung hat mich freudig überrascht. Man erwartet im digitalen Betrieb als gemeines Publikum ein praktisch vorgeführtes Wahrgenommenwerden nicht mehr, es sei denn von Helge Lindh im Perversen als wohlfeile Strafanzeige, sondern gewöhnte sich einfach an die Missachtung und Respektlosigkeit, die industrielle Abfertigung à la Sättigungsbeilage. Roger Köppels morgentliche “Weltwoche Daily” ist darin eine angenehme Ausnehmeüberraschung! Warum bekommt sowas etwa Tichy eigentlich nicht auf die Reihe?
@HDieckmann - “Die Wahnsinnigen in Brüssel” sind nicht wahnsinning, und die meisten deutschen Politiker auch nicht. Im Gegenteil, sie verfolgen höchst rational, allerdings mit krimineller Energie, ihre Agenda mit dem alleinigen Ziel, Deutsche wie Zitronen auszuquetschen und das Land zu schwächen, wo immer es geht. Verrückt sind alle, die das noch gut finden und die selbsternannte Elite wählen oder unterstützen (z. B. durch Anstehen beim Impfzentrum oder dem Kauf eines Elektroautos). Die meisten Menschen leben in der Doxa; das war zu Platons Zeiten nicht anders als heute. Mediale propagandistische Dauerbeschallung und heimtückische Hysterisierung kommen heute erschwerend dazu. Das Leben ist kein Quiz.
Früher gab es Kriege. Früher ging das Volk in Massen für ein besseres Leben auf die Straße. Zuletzt in Leipzig. Früher gab es Elend. Ohne die 68er gäbe es heute die Grüninnen und Grünen nicht. Heute laufen ein paar Pegidas zum Rentnertreff und die Jugend geht für das Klima auf die Straße. Die Schwulen und Lesben fordern öffentlich ihre Rechte. Sogar die armen, armen Flüchtlinge prophezeien ungestraft den Tod Israels. Hausbesetzer verprügeln eine Hundertschaft Polizisten. Und wir hier schreiben nette Leserbriefe, regen uns über Zwangsgebühren für einseitige Informationen auf, ängstigen uns um den Verlust unserer Kultur und wundern uns, daß die gutbezahlten Parteifacharbeiter um ihr Mandat mehr kämpfen als um ihr Volk. Diesen Politikern, und zwar allen, geht Deutschland am Arsch vorbei. Die wollen nur ihren Job behalten! Und im Herbst ist der Wahlkampf beendet. Dann liegen sich alle verfeindeten Parteisklaven, außer der AfD, in den Armen und verteilen untereinander Geschenke. Wir ganz normalen Bürger dürfen auch danach noch ungestraft unsere Meinung im Internet äußern. Das tut ja nicht weh. Für den Straßenkampf sind wir zu bequem, zu alt, zu faul, zu reich und vor allem zu feige.
Doch, Hr. Alberts, ich denke schon, dass Herr Koeppel das ganz richtig beschreibt. Auch, dass er Ihren ganz konkreten Wahrnehmungen zustimmen würde. Was er aber möglicherweise anders macht, und somit zu einem anderen Fazit gelangt, ist, dass er bei seinen Betrachtungen ein größeres „zeitliches Fenster“ aufzieht. Zuzulassen, dass sich ein saturiertes grünlinkes Milieu derart etabliert, wie wir uns einem heute gegenüber sehen, weil man sich schon vor Jahrzehnten desinteressiert und überheblich von dieser Entwicklung abgewandt hat (zumeist im Westen), ist einerseits ein schon viel früher begonnenes „Saft abdrehen“, nur eben in slow-mo, andererseits für mich tatsächlich kaum anders als mit „wehleidig“ zu beschreiben.
@ Klaus Müller - Sie sprechen mir aus der Seele. Bernd Lucke hatte schon einen Platz in der EVP zwischen Merkel und Cameron. Vor allem machte der eine eloquente Figur im Fernsehen. Sowas zieht Neid auf sich. Merkel hat den neuen Kanzler gesehen und deshalb war alles Recht, den wegzumobben. Die Partei hat’s einfach nicht geblickt.
@Klaus Müller - “....aber solange die Höckes dort den Ton angeben, kann ich die nicht ernst nehmen.” Ach ja, Sie Ernst-Unternehmer, Höcke hat in Thüringen mit seinem Bubenstück gezeigt, wie diese Scheindemokratie funktioniert. Und dazu brauchte es in diesem Land einen beurlaubten Pauker, keinen Berufspolitiker, der hier nur Diäten kassiert. Danke.
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