
Ulla Schneider, Klischee-Alert: Sie schreiben wie ein Mann! Sie schreiben: “Was für ein sauguter Text!! Wenn doch nur der Staatsfunk abgeschafft werden könnte, ich würde was drum geben.” Ich werde absolut oben drauf geben.
Ich möchte dem Autor voll und ganz zustimmen. Einen Aspekt möchte ich ergänzen: in der Schweiz und in Schweden, wo ich gerade Urlaub mache, wird das Volk finanziell nicht derart drangsaliert wie in Deutschland. Die Abgaben in Schweden, Stichwort Sozialstaat, sind auch hoch, aber die Mehrwertsteuer z.B. liegt bei 12 statt bei 19 %. Aber entscheidender ist: das Geld kommt in einem weit größerem Maße bei den Bürgern im Land an, zu sehen an dem Zustand des öffentlichen Raumes: die Straßen, die Plätze, die Häuser, Gärten, Kirchen - alles flächendeckend in einem hervorragenden Zustand, auch und gerade im ländlichen Raum, wie auf Gotland, in Mittel- und Nordschweden. Ja, Deutschland ist ein Transitland, das erklärt aber nicht, warum auch die Straßen, die nicht von Durchreisenden befahren werden, in einem so schlechten Zustand sind. Auch die Digitalisierung: selbst im Bus oder der U-Bahn: Kreditkarte ans Lesegerät - fertig. Nein, die deutschen Bürger sind die ärmsten, bezogen auf den Medianwert des Durchschnittsvermögens, wohnen zu über 50 % nicht in eigenen Immobilien (die Italiener zu ca. 80 %!) - nein, den Deutschen nimmt die medial-politische Klasse massiv das Geld weg, damit sie ihre Projekte, wie Migration, Klimaschutz, Gender, Kampf gegen Rechts usw. finanzieren können. Sie bestimmen die Mehrheit in den politischen und damit finanziellen Entscheidungen. Wenn sie all das alleine bezahlen müssten, bei dem sie sich so gut fühlen, wenn z.B. alle Wähler der Grünen einen Flüchtling und seine Nachkommen allein finanzieren sollten, dann wäre ganz schnell Schluss mit “sich gut fühlen”. Die Grün-Linken leben das Motto: Die Arbeit machen und bezahlen tun die anderen (in der Masse). Zurück zu Herrn Köppel und der Schweiz: er kann gut reden, weil insbesondere die Schweizer insgesamt viel, viel reicher sind. In Deutschland ist nur der Staat im Vergleich zu Spanien Italien oder Griechenland reich. Bei den Bürger verhält es sich genau umgekehrt. Und das ist der Fatalste.
Ich glaube, Herr Köppel argumentiert als Schweizer und dem daraus resultierenden Vertrauen , dass die direkte Demokratie übergriffige Politik schlussendlich abstraft. So ähnlich hat er es in der vergangenen Indubio Sendung auch formuliert. Mag das Narrenschiff auch in der Schweiz segeln und ähnliche Entwicklungen wie in Deutschland stattfinden, der Unterschied liegt darin, dass sich die Schweizer, im Gegensatz zu den Deutschen , ihres Landes, ihrer Nation in der Tiefe vollständig bewusst sind. Dieses Bewusstsein stellt eine verbindende Ebene jenseits politischer Einstellungen dar und verhindert selbstschädigende Entwicklungen , auch wenn derartige Wege durchaus beschritten werden. Wo der ideologische Biss in der Schweiz allenfalls Bisswunden hinterlässt hat er in Deutschland schnell einen tödlichen Ausgang. Und davor fürchte ich mich.
Kein entweder-oder. Die von R. Köppel erkannte Furcht der Parteien und ihrer Vasallen in Medien, NGO, Wissenschaft etc. vor dem Verlust von Macht, Deutungshoheit und Meinungsführerschaft ist nicht zu übersehen. Er verkennt, wie von Herrn Alberts herausgearbeitet, daß die herrschende Clique mit allen Mitteln den Status quo nicht nur halten, sondern weiter ausbauen will. Aus Schweizer Sicht nimmt Herr Köppel nicht wahr, daß die drei Gewalten sowie Medien nicht mehr unabhängig sind; Parlamente beschneiden ihre eigenen Befugnisse, die Unabhängigkeit der Justiz ist an entscheidenden Stellen (bis zum BVerfG) nicht mehr gegeben, selbst Wirtschaftsvertreter frönen dem Zeitgeist, links-grün schickt die Antifa. Der Umgang mit der AfD, mit Migrations- und Coronakritikern legt beredtes Zeugnis ab. Die Ahndung unbotmäßiger, nicht obrigkeitsgenehmer Meinungen erfolgt nicht mehr subtil, sondern offen: von Zensur über Willkür bis zur Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz. Der Umbau bzw. die Abschaffung der Demokratie, d.h. der Systemwechsel ist in vollem Gange.
Exzellente Analyse! Mit Wehleidigkeit hat mein Zorn auf diese Bananenrepublik nichts zu tun!!! Noch besser wäre es wenn der @ Müllerklaus den Ton vom bösen “Höcke” mal insoweit präzisieren könnte, dass ich IHN ernst nehmen könnte! Danke!
Ja, um “der Seuche” nicht gänzlich freies Spiel zu lassen, fehlt es vor allem an offener Identifikation mit denen, die bereits in ihrer Schußlinie stehen und sie nach bestem Wissen und Gewissen bekämpfen. Es genügt einfach nicht, dass jeder seine eigene Privatmann-Opposition gegen die Seuche aufmacht mit allen möglich denkbaren Kautelen, wie er geradenoch ihren Verleumdungen und Charaktermorden sich wird entwinden könne. Denn damit stärkt er , wenigstens zur Hälfte, mit seiner eigenen Energie ihr ‘Teile und Herrsche’, zu oft hört man dieserart halbseide Opposition, die im ersten Halbsatz zuerstmal der AFD kräftig vors Schienbein tritt, bevor er dann seine eigentliche Oppositionsmeinung in Appendixteil noch irgendwie artikuliert, artikulieren darf. Mut ist gefragt, ja, speziell der Mut zu dem Häuflein der aufrechten Oppositionellen sich zu bekennen. Ja es wäre gut , wenn Leute wie Höcke, manches besser verschluckten bevor sie als AfD reden, aber ebenso wahr ist, dass es normaler wäre, wenn nicht jeder Oppositionelle gegen “die Seuche” sich wie der Hamster im Drehrad zuerst an den Höckes der AfD, an den Klima-/Corona/xyz-Leugnern, den Reichsdeutschen (ich persönlich kennen nicht einen), den Impfgegener ect. abarbeitet, bevor er noch zu seinem eigentlichen Oppositionsstatement sich durch ringt. Erst wenn wir “der Seuche” beigebracht haben werden, dass es uns gibt, nicht für eine Legislatur, nicht für ein Flüchtlings-Invasions-2015, nicht für eine Panikdemie bloß, ect. sondern solange nämlich wie es diese “Seuche” nunmal gibt, solange man uns unsere Staatbürgerrechte schleift, dann erst wird die “Seuche” vor uns zurückweichen. Bisher glaubt die Seuche - ich persönlich hätte dieses Schmuckwort eher für “unsere” Chinesische Kaiserinwitwe des Ganzen, Aintschie herself, reserviert - man müsse nur noch mehr Verleumdung, Unterdrückung , Verfolgung, Parteienverbote etwa, ect. und dann wären wir für immer wieder verschwunden.
Ich bin mehr bei Herrn Köppel. Wer sich noch an die bürgerkriegsmässigen Anti-AKW Auseinandersetzungen erinnert, wird das wohl gut verstehen. Und natürlich bleiben die handelnden Personen über Jahrzehnte nicht die selben, es gibt überall Nachfolger, die ihre eigenen Vorstellungen vertreten.
Ja, die Meinungsvielfalt hat zugenommen aber der Impact hat abgenommen. Hier ein Beispiel. Vor ca. 10 Jahren wurde die Schweinegrippe durch die noch (rest-)kritischen öffentlichen Medien gebodigt. Die Bevölkerung war etwa aufgeteilt in gefühlt 90:10 von Realisten:Hysterikern. Heutezutage, trotz viel mehr Informationsmöglichkeiten, trotz vielen Demos, weltweit, ist die Bevölkerung in Sachen Corona etwa zu 35:65 gespalten in Realisten:Hysterikern. Wieso? Weil nicht jeder hat die Zeit nach einem anstrengenden Tag sich im Internet zu informieren, man ist bequem, man vertraut den Medien. Und in den Fernseh-Nachrichten wird man durch Warnungen vom Internet auch noch ferngehalten. Es ist ein Teufelskreis. Man wird in einer öff-recht. Blase gefangengehalten wo die andere Seite immer absurder klingt je länger man sich nicht für andere Meinungen öffnet. So gesehen ist es nur logisch, dass die 35% Realisten als Spinner bezeichnet werden. Wir haben es mit einem Staatsstreich zu tun, ausgeführt mit Hilfe der öff-recht. Medien. Eigentlich das Gegenteil von Demokratie. Leider, Herr Köppel. Aber die Weltwoche ist ein grosser Stachel.
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