
@Wolfgang Schlage: Zustimmung zu dieser Aussage! Das bürgerliche Lager moppert rum und klagt. Es kommt deshalb nicht an die Öffentlichkeit obwohl es die Mehrheit bildet. Was von Nöten ist ist ein Entwurf für die Gesellschaft der Zukunft. Liebe Achse und vereehrte Foristen - nehmt es mir jetzt nicht übel - aber die Zukunftsentwürfe werden hier nicht entwickelt und vorgestellt. Wir sind hier was die Themen und Beiträge angeht, viel zu sehr in einer Verteidigungshaltung verfangen. Durch das Meckern und Beklagen der Unmöglichkeit der Situation, bspw. der Repressalien des Machtregimes, gibt man ihm noch mehr Raum. Es braucht nun mutige gedankliche Räume und Debatten, die darüber hinaus gehen. Wie gestern schon meinerseits gepostet, der Ansatz einer direkten Demokratie in Deutschland wäre so ein neuer Denk- und Debattenraum. Welche anderen gibt es noch?
Es ist doch offenkundig, dass beide Seite “richtig” liegen, sie beschreiben nur das Phänomen aus anderen Blickwinkeln. Köppel erklärt lediglich die Ursache der zunehmenden Unterdrückung “abweichender” Meinungen, Alberts analysiert die Methoden und die Folgen dieser Unterdrückung. Bloßes Jammern ist ebenso falsch, wie die Gefährdungen zu übersehen. Allerdings sehe ich das auch weitaus mutloser und zwar vor allem aus dem Grund, weil der Diskurs ein gewaltiges Machtgefälle aufweist: Wir haben auf der einen Seite nahezu alle Parteien und der gesamte öffentlich-rechtliche Rundfunk, fast die gesamte Druckpresse. Und auf der anderen Seite haben wir “Dissidenten”, die mit wenig Mitteln versuchen, dagegen zu halten. Dieses Ungleichgewicht macht mir Sorgen, nicht allein die “Folgen”, die das Äußern einer abweichenden Meinung oder auch nur Zweifel hat. Es ist doch ein großer Unterschied, ob eine Meinung “mit Macht” durchgedrückt wird oder sich dem “Wettbewerb” der Meinungen wie jede andere zu stellen hat. Diese Schieflage ist es, die den offenen Diskurs zerstört. Allein: ein demokratisches und freiheitliches Staatswesen lebt nur vom offenen Diskurs. Das “extreme” Positionen von jeher ausgegrenzt wurden, insbesondere, wenn sie genau dieses freiheitliche Staatswesen selbst in Frage stellen (Feinde der offenen Gesellschaft), ist nicht zu kritisieren, eher zu begrüßen. Es beängstigt nur extrem, was heutzutage alles bereits als “extrem” gilt. Etwa 90% meiner Ansichten dürften dazu gehören. Und vor 15-20 Jahren waren das allenfalls ´1-5%.
Wollen Sie Herrn Köppel etwa in eine bestimmte Ecke stellen und ihn mundtot machen? Wenn man gegen jemanden pöbelt, muss man auch das Echo ertragen. War das jemals anders? Es sind eben nicht alle so wehleidig wie leider Teile der Anhängerschaft meiner Partei.
Ich gebe dem Autor recht. Koeppel irrt, normal ist das nicht mehr, was hier seit einiger Zeit läuft. Das Spiel der alten Bundesrepublik, Pendel mal ein wenig nach links, mal etwas mehr nach rechts. aber immer mit Spielregeln und einem leben und leben lassen, gibt es schon lange nicht mehr. Heute geht es nicht mehr nur um Nuancen, sondern um Alles. Alles steht auf dem Spiel. Die eine Seite ist nämlich so stark geworden, dass sie meint die andere auslöschen zu können. Das ist der Unterschied zu früher und damit schon eine fundamental neue Situation, die es in der Nachkriegsgeschichte bisher so nicht gab.
Ich habe mal in einer stillen Stunde meine Erinnerungen Revue passieren lassen und darüber nachgedacht, wann die Zerbröselung unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung und unserer sozialen Marktwirtschaft ihren Anfang genommen hat. Bis Mitte der 2000er Jahre war eigentlich noch alles okay, selbst die vorhergehende rot-grüne Regierung hat keinen nachhaltigen, schweren Schaden in unserem Land hinterlassen. Dann kam eine Frau mit bedenklichem Werdegang in einer kommunistischen Diktatur ins höchste Regierungsamt und das Elend nahm seinen Lauf. 2006 wurde der Radikalenerlaß gekippt, 2009 meldete Die Welt, daß die Kommunen massiv von ehemaligen Stasimitarbeitern unterwandert werden. Anschließend erfolgte eine Säuberung des Kabinetts von konservativen und beim Bürger beliebten Politikern durch die Doktortitelaffären, angezettelt durch ein Mitglied der Neo-SED. Danach ging es Schlag auf Schlag, sukkzessive wurden nationale und internationale Verträge und Gesetze gebrochen, selbst unser Grundgesetz wurde ausgehebelt. Nun scheinen die Sozialisten freie Bahn zu haben und das Erschreckendste daran ist, der Großteil der Bürger merkt es noch nicht einmal. Mittlerweile ist diese bolschewistische Kulturrevolution light aber kein rein deutsches Thema mehr, sie findet in nahezu allen Industrieländern der Welt statt. In den USA heißt einer der Journalisten, die vehement dagegen ankämpfen, ‘John Stossel’, seine auf YouTube veröffentlichten Berichte und Schilderungen der Zustände dort können mitunter dekungsgleich auf Deutschland übertragen werden, teilweise ist es dort sogar noch viel schlimmer. Es wird ein sehr harter und fast aussichtsloser Kampf für uns werden, die Marschrichtung wieder hin zu Demokratie und Freiheit zu drehen. Zu gründlich ist es den sozialistischen Freiheitsfeinden gelungen, die Schlüsselpositionen in Politik, Medien und Gesellschaft zu übernehmen und diejenigen zu korrumpieren, die eigentlich nicht dieser Agenda folgen. Ich wünsche uns allen viel Glück!
Die Frage lautet: Was haben wir entgegenzusetzen? Was genau haben wir überhaupt auszusetzen? Gelten nicht alle, die vor ihrer Erfüllung stehenden, linksgrünen Ziele, als lobenswert? Naturschutz, Minderheitenschutz, Integration früher ausgegrenzter Menschen, wie etwa von Schwulen, Gleichstellung von Mann und Frau, Beseitigung von aus kolonialer Vergangenheit herrührenden Ungerechtigkeiten, die Abschaffung rassistisch bedingter Ungerechtigkeiten, die Eindämmung der negativen Konsequenzen kapitalistischer Denkweise, das Aufbrechen einengender, konservativer Strukturen, das Bekämpfen krankmachender Auswüchse der Leistungsgesellschaft, das Bewusstmachen von Umweltzerstörung, eine dem Wohle aller verpflichteten Außenpolitik, die nicht den eigenen Vorteil im Auge hat, das Eintreten für leidende Bevölkerungsgruppen in aller Welt, das Eintreten für Kinderrechte, die Eindämmung von Konsumverhalten, die Rückbesinnung auf ein einfacheres Leben. Sind das nicht Errungenschaften? Haben die Konservativen und die Wirtschaftsliberalen nicht längst die Berechtigung dieser Errungenschaften erkannt und folgen ihnen deshalb? Haben sie, eines Besseren belehrt, schlichtweg eingesehen, dass die Linksgrünen recht haben? Was lässt uns denn daran zweifeln, dass die Gesellschaft sich nicht zu ihrem eigenen Vorteil verändert? Die Anliegen rechter Dumpfbacken sind doch schließlich nicht die Unsrigen. Was ist es also, was uns abschreckt. Was ist es, was uns nicht koscher vorkommt? Ist es das Ideologische, was allem neuerdings anzuhaften scheint? Ist es das Ausschließliche, die Intoleranz, das Totale des neuen, allgemein erwarteten, neuen Denkens und Fühlens? Ist es die Einseitigkeit der Medien, die uns verdächtig vorkommt? Ist es die neue Einseitigkeit der Politik? Ist es die Folgsamkeit der anderen relevanten gesellschaftlichen Bereiche? Worin genau meinen wir, eine Verlogenheit zu erkennen? Was gefällt uns denn nicht, wenn die Ziele doch allesamt als fortschrittlich erscheinen?
Immer wieder schreiben die Leute hier von Bürgerkrieg. Wer soll denn in diesem Krieg gegen wen kämpfen bzw. Krieg führen? 90 % der Deutschen können entweder keine Waffe führen oder Waffensysteme bedienen, weil sie nicht daran ausgebildet wurden, andere sind gehirngewaschen und extrem pazifistisch (also völlig naiv, die werden vom Feind als erste erledigt), wieder andere sind intellektuell völlig unterbelichtet und im Kriegsfall zu überhaupt nichts zu gebrauchen, genauso wie die Fettleibigen unter den wehrfähigen Deutschen. Die Bundeswehr wurde die letzten Jahre völlig heruntergewirtschaftet, die Amis und die NATO sahen dabei sogar zu und akzeptieren es. Die Ermahnungen aus der US-Politik, dass D seine Verpflichtungen erfüllen muss, sind doch alle sehr halbherzig. Möglicherweise ist dies politische Absicht, um die Deutschen wehrunfähig zu machen, damit hat vielleicht auch die Abschaffung der Wehrpflicht durch Guttenberg zu tun. Der ehemalige Verteidigungsminister sitzt ja komischerweise seit seinem Abgang in den USA und arbeitet dort wahrscheinlich für irgendeinen Think Tank. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass in D kein Bürgerkrieg kommen wird. Wenn, dann kommen Massaker an der deutschen Bevölkerung, um die Gebiete zu säubern. Die Übernahme der Macht geht sowieso von den Städten aus, und dort haben die Kinder mit MiHiGru teilweise bereits einen Anteil von mehr als 50 %.
Hätten wir in Deutschland mehr selbstbewusste Journalisten von der Sorte “Roger Köppel”, die sich täglich frühmorgens zur aktuellen Lage in unserem Land vor die Kamera setzen und offen, authentisch, gut gelaunt äußern, die aufmuntern, Mut machen statt bejammernde bis achselzuckende Analysen (so richtig sie auch sein mögen) zu verbreiten, ginge es uns psychisch, materiell und politisch besser Punkt
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