Vera Lengsfeld / 18.10.2020 / 11:00 / Foto: Polylerus / 16 / Seite ausdrucken

Sonntagslektüre: „Der Raum, in dem alles geschah“

"Trump verliert die Orientierung und dann die Nerven". Das ist die Überschrift des 12. Kapitels des Buches von John Bolton, das der ehemalige Sicherheitsberater von Donald Trump nach seinem Ausscheiden aus der Regierung geschrieben hat. Es erlangte große Bekanntheit durch die Bemühungen Trumps, das Erscheinen des Buches zu verhindern. Im Epilog listet Bolton akribisch auf, was er ändern musste, nachdem er sein Manuskript zur Überprüfung eingereicht hatte, um dem Vorwurf zu begegnen, er hätte Informationen aus vertraulichen Dokumenten, die ihm in seiner Funktion als Sicherheitsberater zugänglich waren, benutzt.

Wenn man das Buch liest, fragt man sich, wie jemand auf die Idee kommen konnte, solch eine Behauptung aufzustellen. Bolton ist die Verkörperung des gesetzestreuen Beamten, dem jede Sensationshascherei fremd ist, das bestätigt jede der 600 Seiten dieses Buches. Was er vorgelegt hat, ist eine sachliche Analyse der Erfahrungen seiner Zusammenarbeit mit Donald Trump. Wenn er in einer anderen Kapitelüberschrift von „Chaos als Lebensstil“ spricht, ist das auch nur eine ruhige Beschreibung der Fakten.

Donald Trump ist in jeder Hinsicht ein Ausnahmepolitiker. Die meiste Zeit seines Lebens hat er damit verbracht, das Immobilien-Imperium, das ihm sein Vater hinterlassen hat, zu bewahren und zu vermehren. Nebenbei avancierte er zum Fernsehstar mit einer eigenen Sendung. Auch in den sogenannten Gesellschaftsnachrichten war er immer wieder präsent, wenn er auch zeitweilig in den Schatten seiner damaligen Frau Ivana geriet, der Mutter seiner Tochter Ivanka, die ihm als Beraterin dient.

Kaum mehr als Außenseiterchancen

Als sich Trump um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bewarb, räumte man ihm kaum mehr als Außenseiterchancen ein. Schließlich war neben anderen hochkarätigen Bewerbern auch Jeb Bush vertreten, der Sohn von George Bush. Die meisten Amerikaner erwarteten damals, dass die nächste Wahl wieder als Duell Bush gegen Clinton (diesmal Hillary) stattfinden würde.

Aber Trump gewann die Nominierung, was mir spätestens klar wurde, als ich im Februar 2016 an einem Tag drei Veranstaltungen republikanischer Präsidentschaftskandidaten besuchte. In der Früh bei Senator Marco Rubio waren wenige hundert überwiegend Intellektuelle da, mittags bei Senator Ted Cruz waren es über tausend, hauptsächlich Unternehmer. 

Abends flog Trump mit seinem Privatjet in der Stadt ein. Er hatte die größte Halle gemietet, die, als wir ankamen, schon dicht bepackt mit seinen Anhängern war. Auf dem Weg zum Veranstaltungsort mussten wir einen mittelgroßen Markt mit Trump-Devotionalien passieren. Am Eingang war eine Sicherheitsschleuse, wie auf dem Flughafen. Ich musste u.a. mein Handy aufs Band legen. Als ich es wieder öffnete, stellte ich fest, dass ich zum Mitglied des „Trump-Teams“ geworden war. Bis zum Ende der Wahlkampagne wurde ich mit Informationen versorgt, zum Schluss mit Bildern von den übervollen Trump-Rallyes im Kontrast zu den mageren Clinton-Veranstaltungen. Deshalb war ich, anders als der überwiegende Rest der Welt, nicht besonders überrascht, dass Trump die Wahl gewann.

Bolton scheint die Trump-Kampagne nicht genau beobachtet zu haben, denn er schreibt, die Vorbereitungen im Vorfeld der Wahlen wären „bescheiden“ gewesen und hätten den bevorstehenden Untergang gegen Hillary gezeigt, deren Kampagne dem „sicheren Marsch einer großen Armee zur Macht“ geglichen hätte. 

„Achse der Erwachsenen“

Als Trump wider Erwarten Präsident wurde, war man sich einig, dass er die ersten hundert Tage nicht überstehen würde. Auch Bolton schien dieser Ansicht zu sein. Der Anfang wäre nicht vielversprechend gewesen, weil der größte Teil des Übergangspersonals in Washington war, während Trump mit seinen Vertrauten im Trump-Tower in New York saß. In den ersten fünfzehn Monaten sei Trump unsicher gewesen und wäre von einer „Achse der Erwachsenen“ geleitet und in Schach gehalten worden. Dann sei der Präsident selbstsicherer geworden, die Achse sei auseinandergebrochen. Trump sei nur noch von Ja-Sagern umgeben.

Aus Boltons Sicht hat die „Achse der Erwachsenen“ versagt. Ihnen ist es nicht gelungen, Ordnung zu schaffen, und sie machte den Fehler, mit Geringschätzung auf Trumps klare Ziele herabzusehen. Tatsächlich machte sich Trump von Anfang an daran, seine Wahlversprechen einzulösen, etwa die Eindämmung der illegalen Einwanderung oder die Reindustrialisierung des Landes. Das tat er, ohne je das „Bedienungshandbuch“ der Regierung gelesen zu haben. In diesem Zusammenhang erwähnt Bolton interessanterweise den „Deep State“ als bestehende Tatsache. Diesem Deep State entzog sich Trump. Auch äußerlich. Die „resolution desk“ im Oval Office bleibt überwiegend aktenlos. Trump zieht es vor, im Kleinen Speisesaal des Weißen Hauses zu arbeiten.

Trotz seiner Vorbehalte strebte Bolton an, Außenminister der Regierung Trump zu werden. In Amerika kann man sich um Regierungsposten bewerben. Es gab mehrere Vorstellungsgespräche, die damit endeten, dass sich Bolton mit dem Posten eines „Nationalen Sicherheitsberaters“ zufrieden gab. Damit wurde er eine der Schlüsselfiguren der amerikanischen Außenpolitik. 

Wichtiger Schritt gegen die Global Governance

Boltons Credo war, dass er eine starke nationale Sicherheitspolitik der USA unterstützen wollte. Er ist deshalb als Hardliner verschrien. Der pedantische Beamte musste einem sprunghaften Präsidenten dienen, der – anders als andere Politiker – glaubt, mit seinem Instinkt und seinen persönlichen Beziehungen zu anderen Politikern allein Entscheidungen treffen zu können. 

Bolton unterstützte viele Grundsatzentscheidungen von Trump, etwa aus dem von Obama eingefädelten Atom-Deal mit dem Iran oder dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen. 

Den Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen betrachtet Bolton als einen wichtigen Schritt gegen die Global Governance. 

Was den Atom-Deal mit dem Iran betrifft, räumen selbst seine größten Verteidiger Angela Merkel und Emmanuel Macron ein, dass er viele Lücken hätte. Macron hat sogar einen Vierstufen-Plan entwickelt, um die Fehler des Abkommens zu beseitigen. Bolton dagegen war der Ansicht, wie Trump, dass dieser Deal nicht zu heilen war, sondern nur beendet werden konnte, weil er dem Iran zu viele Schlupflöcher ließ, um seine atomaren Ambitionen fortzusetzen.

Die Selbstfesselung des Apparats

Woran Bolton verzweifelte, war, dass sich Trump immer wieder von der Bürokratie ausbremsen ließ. Der für mich interessanteste Einblick in die amerikanische Politik ist, wie weit die Selbstfesselung des Apparats schon fortgeschritten ist. Auch die USA sind nicht mehr wirklich willens und in der der Lage, den Terrorismus und Diktaturen entschlossen zu bekämpfen. Während ich Boltons Buch las, sah ich mir als Kontrast die Netflix-Serie „24“ an, in der Kiefer Sutherland als Special Agent Jack Bauer im Auftrag der Regierung gegen verschiedene Terroristen-Gruppen kämpft. Die Quintessenz dieser Serie ist, dass der Held immer wieder von der Bürokratie behindert wird und nur Erfolg hat, weil er bereit ist, zahllose Gesetze und Vorschriften zu missachten. Auch im linken Hollywood scheint sich eine Ahnung breitzumachen, wie sehr die Bürokratie effektives Handeln gegen Terroristen und Diktatoren behindert.

Trumps Sprunghaftigkeit zeigte sich vor allem darin, dass seine Berater nie sicher sein konnten, ob der Präsident ihren Vorlagen zustimmt, und wenn ja, ob er dabei bleibt oder in letzter Sekunde alles über den Haufen wirft. Bolton trug sich schon Monate, bevor er seinen Rücktritt vollzog, mit den Gedanken daran. 

Ausschlaggebend war schließlich Trumps Agieren im Ukraine-Konflikt. Bekanntlich wurde ihm von den Demokraten vorgeworfen, seine Wahl mit Hilfe Russlands gewonnen zu haben. Rudy Giuliani, der ehemalige Bürgermeister von New York, redete Trump ein, dass der Server, vom dem diese Desinformation in alle Welt gestreut wurde, in der Ukraine steht. Also soll, so Bolton, Trump in einem Telefonat mit dem neu gewählten ukrainischen Staatschef Woldymir Selenskyj die finanzielle Unterstützung der Ukraine davon abhängig gemacht haben, dass ihm der ominöse Server übergeben wird. 

Das war für Bolton der Punkt, auszusteigen.

„Ein Präsident darf die legitimen Befugnisse der nationalen Regierung nicht missbrauchen, indem er sein eigenes politisches Interesse als gleichbedeutend mit dem nationalen Interesse definiert…

Tatsächlich fällt es mir schwer, während meiner Amtszeit eine bedeutende Entscheidung Trumps zu erkennen, die nicht vom Kalkül seiner Wiederwahl getrieben war“.

In dieser Beziehung ist Donald Trump dann doch ein Politiker wie alle anderen.

John Bolton: „Der Raum, in dem alles geschah“

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Gabriele Klein / 18.10.2020

Dass sich Trump immer wieder von der Bürokratie ausbremsen ließ  stimmt schon mal nicht. Dem IS hat er den entscheidenden Schlag verpasst indem er den Handelnden Freiraum eigenständiges Handeln gewährte, genau darauf wird der Erfolg des Schlags zurückgeführt. Auch sonst war es ein Hauptanliegen Trumps red tape abzubauen . “Trump sporadisch handelnd?” Na klar doch, ein Kapitän auf hoher See, der von lauter Piratenschiffen umringt ist die ihn kentern wollen MUSS einen Zickzackkurs fahren. geht doch gar nicht anders.  “Trumps Handeln von dem Willen zur Wiederwahl geprägt? “Wie gelangt der Autor zu dieser tiefenpsychologischen Einsicht die erlaubt zu unterscheiden, Ob jemand einen guten Job macht UM wiedergewählt zu werden oder wiedergewählt wird WEIL er einen guten Job macht? Bitte auch nicht vergessen, dass Trump neben seinem eigentlichen Job laufend gegen den Rufmord der Medien ankämpfen musste, die ohne je gewählt worden zu sein die USA regieren wollen.  Was die seriöse “objektive”  Schreibweise nun anlangt: man kann auch auf die feine Art diffamieren.  “Trump von Ja Sagern umringt?” kann ich mir nicht denken.  Das hat die Republikanische Riege schlichtweg nicht nötig die sich in entscheidenden Momenten geschlossen hinter ihn stellen. Eine Nicky Haley auch nicht. Der Einsatz der Unterstützer geht über nur Ja sagen leider weit hinaus. Ich entsinne mich ferner an die Stelle in einem seiner Bücher, (genaue Quelle vergessen) da schreibt Trump über jemanden der sich bei ihm einst bewarb, dass er zwar sehr anständig und ein guter Mensch gewesen sei,  für den job den er anbot aber viel zu “self-effacing” ,d.h. viel zu wenig gesundes Selbstbewußtsein an den Tag legte. Jemand der sich mit Schmeichlern u. Ja Sagern umgibt würde niemals sowas schreiben. Trump wurde ferner sehr von gewissen Prediger der Dutch Methodists geprägt, die den Andern ermutigen wollen, ja zu sich selbst und ihrem Potential zu sagen. Wer sich gegen Bürgerentmündigung richtet will keine Ja Sager.

herbert binder / 18.10.2020

Wenn ich Ihre Buchbesprechung lese, liebe Frau Lengsfeld, frage ich mich, wie (ausgerechnet) Sie auf die Idee kommen konnten, einen Satz Ihrer Schreibfeder anzuvertrauen, wie diesen: “Bolton ist die Verkörperung des gesetzestreuen Beamten, dem jede Sensationshascherei fremd ist, [aber jetzt kommt’s:] das bestätigt jede der 600 Seiten dieses Buches.” Hinreißend. Apropos Trump. Über den soll und wird jeder denken, was er für richtig hält. Aber in unserer an Verrücktheiten überquellenden Zeit kann kein sogenannter “normal” tickender und nur “seriöser” Mensch, ein einigermaßen guter Leader sein. Vor allem nicht in den USA [“O, dieses Land” aus: The Searchers], einem Staat von der Größe Europas. Und noch eins, wenn ich das auch jetzt nicht übertragen, sondern nur als ein Hilfskonstrukt benutzen möchte: in den Filmen des Franzosen Melville beherrscht nur ein guter Cop/Flic auch alle Tricks der Ganoven - und wendet sie durchaus auch (schon mal) an.  

Max Wedell / 18.10.2020

Eine erhebliche Ausbremsung Trumps besorgte das Pentagon. Dreimal mußte Trump Anlauf nehmen, um die mageren 2000 US-Truppen aus Syrien abzuziehen… und selbst das gelang ihm am Ende nicht, sondern nur ein Teilabzug, wobei für die verbliebenen Soldaten ein Vorwand gefunden wurde, damit Trump einigermaßen sein Gesicht wahren konnte: Eine angebliche Sicherung wenig ergiebiger Ölquellen, von denen die USA nun wirklich nicht abhängig sind. Auch im Irak und in Afghanistan tat sich im Grunde nichts. Es war ganz offensichtlich Trumps Plan, mit dem Pentagon einen Deal einzugehen: Ich gebe euch das größte Budget aller Zeiten, und ihr stimmt meinen Truppenabzügen zu. Das Geld wurde vom Pentagon gerne genommen, aber dort war man sich bewußt, daß künftige Budgets umso kleiner ausfallen würden, je weniger Soldaten es im Ausland in Krisengebieten gibt, und sperrte sich. Es besteht der Verdacht, daß Trump selber im Irak auch nicht allzuviel Druck machte, bevor er nicht das Glanzstück seiner Nahostpolitik, einen Friedensvertrag zwischen Israel und Saudi-Arabien in trockenen Tüchern hätte - denn ein Abzug der US-Truppen aus dem Irak wäre eine geostrategische Stärkung des Iran und würde von Saudi-Arabien ungnädig beurteilt werden. In Afghanistan würde ein Abzug zum jetzigen Zeitpunkt den Taliban einen Vorteil in den Friedensverhandlungen mit der Regierung zur Beendigung des Bürgerkriegs geben, was nicht im Interesse der USA liegt. Das wird Trump zähneknirschend eingesehen haben. Trump sollte schon alleine deswegen weitere 4 Jahre bekommen, damit wir sehen können, wie es nach einem Israel-Saudi Arabien-Deal und einem Ghani-Taliban-Deal weitergehen wird: Wird Trump sich dann gegen das Pentagon durchsetzen können und die Truppen heimholen? Er sollte es können, denn er ist Commander-in-Chief und besitzt auch die offensichtlich notwendige Unverfrorenheit gegenüber einer großen Macht im Staate, wie sie das Pentagon darstellt.

Dr. Ralph Buitoni / 18.10.2020

Sehr geehrte Frau Lengsfeld, da haben Sie aber ausnahmsweise völlig danebengegriffen: Bolten ist sicher nicht “der personifizierte gesetzestreue Beamte”, Er ist einer schlimmsten und skrupellosesten Kriegstreiber der letzten Jahrzehnte gewesen, unverbesserlich in seinem Hass und seiner ideologischen Verblendung. Dieser Mann hat wortwörtlich Millionen von Menschenleben auf dem Gewissen. Ganz zu schweigen über das außenpolitische Desaster, in das er die USA lenkte. Er konnte und kann Trump nicht verzeihen, dass dieser endlich “diese idiotischen Kriege (Trump)” beenden möchte.

Paul Franklin / 18.10.2020

Wieder einmal misst jemand den Präsidenten nicht anhand seiner Ergebnisse, sondern anhand seines Regierungsstils. Wäre Bolton ein Politiker a la Obama oder Bush lieber gewesen? Oder hätte er lieber andere Ergebnisse gesehen? Das Problem ist, dass es einen Typ vom Format eines Trump benötigt, um es mit der globalistischen Elite aufzunehmen. Und nur ein Typ wie Trump konnte in den letzten 4 Jahren die Ergebnisse erzielen, die er erreichte, von der Steuerreform über die Gefängnisreform, die Bundesrichter, Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt, Friedensverträge im Nahen Osten, Denuklearisierung Nord Koreas, Ausbau der Befestigung an der Südgrenze, etc. Meine These ist daher: wenn Trump so wäre, wie Bolton ihn gerne hätte, dann würden wir heute die Kriegslage in Nord Korea diskutieren, oder ob der IS schon Atomwaffen hat.

herbert binder / 18.10.2020

Der Raum, in dem alles geschah, liebe Frau Lengsfeld, liegt im Hause des S. Fischer Verlags. Monika Maron wurde der Stuhl vor die Tür gesetzt, nach vierzig Jahren der Zusammenarbeit - wie TE heute berichtet. Ich vermute, daß Sie ebenfalls bereits informiert sind, und diese Form der Literaturpreisverleihung noch ausführlich “würdigen” (“würgigen”) werden. So, das mußte ich noch schnell vor der Lektüre hier an die Frau bringen. An Sie.

Werner Kirmer / 18.10.2020

bisher scheint Trump so ziemlich alles richtig gemacht zu haben. Ignorierung der Medien und persönliche Entscheidung ohne Einflüsterungen. Wenn die AfD so agieren würde, wäre sie glaubwürdiger und erfolgreicher.

Jeve R. Huels / 18.10.2020

Sie glauben vorbehaltlos einem von Trumps Feinden geschriebenen Machwerk? Dass Trump “in Schach gehalten” werden musste? Bolten ist nicht ausgestiegen, sondern wurde gefeuert! Er galt als Scharfmacher und lügt, dass sich die Balken biegen. Und Trump ist keineswegs nur von Ja-Sagern umgeben, sondern setzt sich gerne mit abweichenden Meinungen auseinander. Einige seiner Kritiker, z.B. Nicky Haley, hat er wegen ihrer gezeigten Kompetenz sogar seinerzeit in sein Team geholt. Sein Erfolg als Unternehmer beruht zum großen Teil darauf, sich mit kompetenten, kritischen und selbständig denkenden Mitarbeitern zu umgeben. Das hat Trump immer gemacht, wenn man ehemaligen Weggefährten glauben darf. Sie schreiben “Bolton scheint die Trump-Kampagne nicht genau beobachtet zu haben, denn ..” aber glauben dem Autor alles andere, was ihnen die Vorurteile gegen Trump bestätigt. Ihr Artikel ist peinlich, Frau Lengsfeld

Volker Kleinophorst / 18.10.2020

Trump hat Bolton gefeuert, weil er zu kriegslüstern war. Der Mann ist keine Spitzenquelle. “Trump habe in letzter Zeit «zwei Stimmen gehabt, die ihm ins Ohr flüstern», urteilte der Politikexperte Rob Malley von der International Crisis Group: «Eine, die zur Diplomatie rät und vor Konflikten warnt, eine andere, die zum Krieg rät.» Mit dem Abgang des Nationalen Sicherheitsberaters habe die zweite Stimme «ihren lautesten Vertreter verloren». ” (bluewin) PS.: Die Medien versuchten jahrelang verzweifelt, Beweise dafür zu finden, dass Präsident Trump und seine Kinder von seinem Präsidentschaft profitierten. Jetzt haben sie Beweise, dass Joe Biden genau das als Vizepräsident getan hat, und wollen nicht darüber berichten. Finde ich interessanter was Bolton so zu erzählen hat.

B. Oelsnitz / 18.10.2020

Präsident TRUMP steht für etwas, was vielen Deutschen völlig suspekt erscheinen mag. Er ist nach meiner Sicht eine Symbolfigur für den amerikanischen Spirit, dem Drang nach Freiheit und Pioniergeist, eben im amerikanischen Sinne. Präsident Trump hat keinen Krieg geführt, dies ist ihm hoch anzurechnen. Auch wenn einiges aus D-Land-Sicht nach Wild-West-Manier aussehen mag, hier gilt der Grundsatz: DER ZWECK HEILIGT DIE MITTEL. Good bless the United States. Er hat wohl erkannt, wo die eigentliche Gefahr herkommt, entgegen den Dummlingen in Germany. PS: Auftreten und Äußerungen höchster deutscher Politiker, von Merkel bis Steinmeier, gegenüber dem amerikanischen Präsidenten sind völlig inakzeptabel und eine NATIONALE SCHANDE!

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