Volkswagen ist vom Stimmenanteil her zu 20 Prozent ein Staatskonzern und von der Mentalität her zu 99 Prozent. Das Land Niedersachsen als zweitgrößter Aktionär besitzt eine Sperrminorität. Das heißt, bei VW blitzt kein Zündfunke auf, ohne dass die Landesregierung in Hannover diesen genehmigt hat. Entsprechend sind die Ergebnisse. In Wolfsburg zündet nix, vor allem keine höhere Erkenntnis. Das, was man bisher falsch gemacht hat, beispielsweise die komplette Hinwendung zur politisch verordneten Elektromobilität, möchte man auch weiterhin falsch machen, aber konsequenter und par ordre du mufti. Nicht der Kunde, dieses undisziplinierte Wesen, soll selbst befinden, mit welchem Verkehrsmittel er fährt und welches Auto er kauft, sondern eine „klar durchstrukturierte“ Institution von höherer Weisheit.
Die Staatskanzlei in Hannover reicht dafür ganz offenbar nicht, Volkswagenchef-Blume schwärmt stattdessen vom großen Steuermann Xi Jinping in Peking: „Die Chinesen gehen sehr planerisch vor mit sogenannten Fünfjahresplänen und haben dort auch klare Prioritäten“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Das ist verständlich, da die Restlaufzeit des Vorstandsvorsitzenden angesichts der beschleunigten Talfahrt eher bei fünf Monaten als bei fünf Jahren liegt. Und es imponierte offenbar der Grünen Franziska Brantner, die fast gleichlautend in der ZDF-Elefantenrunde nach der Wahl in Rheinland-Pfalz argumentierte.
Ohne Wahlen wäre das parlamentarische Leben doch sehr viel angenehmer. Da sind die gegenwärtig herrschenden Kreise ganz bei Franz Josef Strauß: „Vieles würde besser gehen, wenn man mehr Leute daran hinderte, zu wählen.“ Wahlen sind für die sogenannte Planungssicherheit vollkommen toxisch. Planungssicherheit heißt übrigens nicht, dass etwas sicher ist, sondern lediglich, dass man sich sicher fühlt, während man plant, obwohl alles unsicher bleibt. Wahltechnisch wurde das Problem einstweilen so gelöst, dass „der Haufen Erbärmlicher“ (Hillary Clinton) respektive das „Pack“ (Sigmar Gabriel) wählen können, was sie wollen, aber immer das gleiche Ergebnis herauskommt. Nun aber droht tatsächlich, dass Wahlen völlig ungeplante Ergebnisse zeitigen können, wie demnächst womöglich in Sachsen-Anhalt. Da trifft dann maximale Planung auf maximale Realität, wie bei einem Crashtest oder genauer „teilüberdeckten Frontalaufprall gegen deformierbare Barriere bei definierter Kollisionsgeschwindigkeit“.
VW-Chef Blume meint weiterhin, man solle sich „stärker mit dem chinesischen Wirtschaftsmodell auseinandersetzen“, denn „das ist optimal durchstrukturiert. Und was wir in China sehr positiv erleben, ist eine hohe Disziplin und Leistungsbereitschaft, die Themen umzusetzen.“ Bei Volkswagen gelingt dies derzeit nämlich nur den Vorständen, die aufgrund kreativer Buchführung gerade ihre Millionenboni für 2025 retteten und gleichzeitig 50.000 Mitarbeiter auf die Straße setzen wollen. Wenn das mal keine klaren Prioritäten sind. Noch schöner wäre das Sorglos-Paket freilich unter chinesischen Verhältnissen, weil da keine böswilligen Journalisten despektierliche Kommentare schreiben dürfen.
Ich möchte daher mit gutem Beispiel vorangehen und hier meinen Fünfjahres-Plan für Deutschland und Volkswagen vorstellen, der die beiden Systeme gekonnt zu einem neuen Erfolgsmodell verschneidet. In sprachlicher Anlehnung an den „Großen Sprung nach vorn“ unter Mao empfehle ich hiermit nun meinen Plan unter dem Label:
Der Große Deutsche Transformationsplan 2026–2030
(Beschlossen nach 17 Gipfeln, 43 Kommissionen und einem Bürgerdialog mit 12 Teilnehmern)
Leitbild: Deutschland wird bis 2030 zur weltweit führenden klimaneutralen, digitalisierten, sozial gerechten, resilienten, nachhaltigen, diversen und gleichzeitig wettbewerbsfähigen Industrienation ohne Industrie.
Verfahrensbeschleunigung: Der Notstand ist die Mutter der Veränderung. Zur Durchsetzung politischer Ziele bedarf es kreativer Narrative aufgrund derer amtliche Maßnahmen als alternativlos hingenommen werden. Dazu zählen beispielsweise tatsächliche oder potenzielle Kriege, Seuchen, Naturkatastrophen und andere Notlagen, gerne auch solche digitaler Natur. Es ist darauf zu achten, dass dafür stets Schuldige gefunden werden, deren amoralisches Verhalten von vornherein außer Zweifel steht. Langwierige Gerichtsverfahren sind zu meiden, eine Verurteilung durch den Spiegel oder Correctiv genügen, denn bis eventuelle Irrtümer rechtsstaatlich nachgewiesen werden, hängt längst der Nächste am Sendemast des ZDF.
Industriepolitik: Die Industrie wird konsequent dekarbonisiert, deindustrialisiert und reindustrialisiert – gleichzeitig. Stahl wird künftig klimaneutral hergestellt oder importiert – je nach Wetterlage. Unternehmen erhalten Planungssicherheit durch jährlich wechselnde Rahmenbedingungen. Ziel: Weltmarktführerschaft bei der Ankündigung von Transformationen. Für jede Ankündigung erhält der Vorstand einen Bonus.
Energie: Strom wird zu 100 Prozent erneuerbar, bezahlbar und jederzeit verfügbar – jedoch nicht zwingend gleichzeitig. Der Netzausbau erfolgt beschleunigt (Planungsdauer: nur noch 12 statt 20 Jahre). Reservekraftwerke werden abgeschafft, wieder eingeführt und dann „strategisch flexibilisiert“. Ziel: Versorgungssicherheit durch Hoffnung und Pressekonferenzen. An die Stelle der lästigen „physischen Befüllung“ beim Gas tritt ab sofort die rechnerisch/vertragliche nicht-physische Befüllung, die bedeutend leichter sicherzustellen ist, denn Papier wird doppelt so geduldig wie bislang schon.
Pünktlichkeit und Wirtschaftlichkeit als subjektives Empfinden neu definiert
Verkehr: Bis 2030 fährt jeder elektrisch – allerdings eher nicht mit dem Auto. Der öffentliche Nahverkehr wird massiv ausgebaut (durch Ankündigungen und Machbarkeitsstudien beispielsweise für Kabinenbahnen über Berlin und Lufttaxis über München). Die Bahn wird modernisiert, digitalisiert und inklusiver. Fahrkartenkontrollen und Fahrpläne werden flexibilisiert und möglichst vollkommen abgeschafft. Der Verlust der Deutschen Bahn stieg zwischen 2024 und 2025 um 500 Millionen Euro auf 2,3 Milliarden, bis 2030 werden konservativ geschätzt rund 5,0 Milliarden Euro Verlust angestrebt. Ziel: Pünktlichkeit und Wirtschaftlichkeit werden so als subjektives Empfinden neu definiert.
Klimapolitik: CO2-Emissionen werden drastisch reduziert – vor allem durch Verlagerung ins Ausland. Deutschland wird zum Export-Weltmeister von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung, die erfolgreich in andere Teile der Welt verschickt werden. Jeder Bürger erhält eine persönliche Klimazielvorgabe und ein gutes Gefühl. Damit er die Übersicht nicht verliert, wird für ihn ein persönliches CO2-Konto bei der Volkswagen-Bank eröffnet, das im Überziehungsfall gesperrt wird. Vorbild ist das chinesische Social-Score-System, „um das Vertrauen im Wirtschaftsleben zu stärken, die Gesetzestreue zu fördern und ‚unzuverlässiges Verhalten‘ zu sanktionieren". Für Bewerbungen bei deutschen Großkonzerne ist ein entsprechender Kontoauszug obligatorisch, für Bewerbungen bei Behörden ersetzt es das polizeiliche Führungszeugnis. Der CO2-Preis steigt planbar unplanbar, um die Flexibilität und Leistungsbereitschaft der Bürger zu testen. Ziel: Nicht-physische Klimaneutralität durch statistische Innovation.
Bürokratieabbau: Bürokratie wird um 25 Prozent reduziert (Messung erfolgt durch zusätzliche Dokumentation). Neue Behörden werden geschaffen, um den Abbau zu koordinieren. Genehmigungsverfahren werden beschleunigt – durch mehr Beteiligte. Ziel: Maximale Effizienz bei maximaler Arbeitsplatzsicherheit für Bürokraten.
Wirtschaft & Förderung: Unternehmen erhalten Förderprogramme für: Transformation, Nicht-Transformation, Vorbereitung auf Transformation; Förderanträge werden vereinfacht (nur noch 87 statt 112 Seiten). Ziel: Innovation durch Antragstellung.
Leuchtturmprojekt „smartes Stimmvieh“
Gesellschaft: Fachkräftemangel wird durch Strategiepapiere bekämpft. Bildung wird reformiert – nach Auswertung der Reform der letzten Reform. Um den Berufseinstieg junger Fachkräften zu beschleunigen, werden Schulnoten und Zeugnisse abgeschafft und an deren Stelle alternative Bewertungssysteme eingeführt. Das diskriminierende Zählen von Rechtschreibefehlern wird ab sofort eingestellt, andere Formen der Mathematik eingeführt.
Leistung soll sich wieder lohnen (Details folgen im nächsten Fünfjahres-Plan). Ziel: Zukunftsfähigkeit durch Absichtserklärungen. Erfolgsmessung: Der Erfolg des Plans wird gemessen an der Anzahl der Gipfeltreffen, dem Umfang der Strategiepapiere und der positiven Tonlage in Pressemitteilungen. Nicht gemessen werden: tatsächliche Ergebnisse (methodisch zu schwierig).
Digitalisierung: Alle Behörden werden digital – mit Fax-Backup für Stabilität. Glasfaser wird flächendeckend verfügbar sein (auf Anfrage, werktags zwischen 9 und 11 Uhr). Künstliche Intelligenz wird eingeführt, um die Komplexität der Förderprogramme zu verstehen. Ziel: Deutschland wird führend in der Digitalisierung von Formularen. Als Leuchturm-Projekt fördert die Bundesregierung die „Digitalisierung des Stimmviehs“. Die Grundlagen wurden soeben von dem deutschstämmigen US-Finanzier Peter Thiel gelegt, denn der investiert in „smarte Kühe“. KI gestützte Halsbänder für Kühe ersetzen virtuell einen Zaun. Landwirte können ihre Tiere per App tracken, Gesundheitsdaten checken und die Herde sogar aus der Ferne steuern. Aber wie geht das? Die Halsbänder senden Vibrationen und Tonsignale, auf die die Kühe reagieren, sodass sie sich ganz ohne physischen Zaun bewegen lassen und spätestens vor der Brandmauer stehen bleiben.
Schlussnote: Sollten Ziele des Fünfjahresplanes nicht erreicht werden, wird ein „Sofortprogramm zur Zielerreichung der Zielverfehlung“ aufgelegt.

Und moralische Weltmeister sind wir schon lange!
hi, die machen das aus Langeweile. Mit der Inflation der lukrativen Planstellen entstehen Pläne ohne Sinn. Ich aber mache ein Hotel in der Antarktis auf.
Was ist mit den mittlerweile täglichen „Familiendramen“? Wie kann man die endlich abstellen???
RTde bringt es heute auf den Punkt:
Volkswagen stellt das Hybridmodell ID Era 9X vor – offenbar eine Kopie chinesischer Luxus-SUVs wie IM LS8 oder Lixiang L9. Ein deutsches Auto als Nachahmer: Das wirkt wie ein Schock für die Auto-Nation Deutschland – mit weitreichenden Folgen darüber hinaus.
Ein deutsches Auto ist eine Kopie eines chinesischen Autos.
Nicht umgekehrt.
ein Argument gegen den Kauf einer Modellkopie von Li Xiang, das aus deutschen Teilen, von deutschen Arbeitskräften und zum deutschen Preis gefertigt wurde.
Deutschland verliert den gesamten zivilen Markt – und ist somit gezwungen, seine Rüstungsindustrie auszubauen, um Wirtschaft und Arbeitsplätze zu sichern. Doch der Rüstungssektor braucht Kriege – am besten viele und vielfältige. Die offensichtliche Annahme Berlins, dass diese in naher Zukunft eintreten werden, ist ein sehr beunruhigendes und alarmierendes Signal, und zwar nicht nur für Fans deutscher Automobile.
B.Jacobs :
Alle Achtung, dass es Ihnen tatsächlich gelingt, den Möllemann und die Leibeigenschaft der Finanzoligarchen eindeutig auseinander zu halten. Ich dachte die wären alle ganz gelb gewesen. Mehr Brutto vom Netto. Die wollten nur die Minderleister nicht mehr beschäftigen. Es kam aber darauf an, die Minderleister zu vermehren. Also falsche Strategie, aber richtiges Ergebnis. In den Hochphasen der Macht des gelben Züngleins an der Waage, wurde ich als „hochqualifizierter“ Leistungsleister immer besonders arrogant behandelt. Das ließ dann nur nicht wieder nach, wenn die Roten, Grünen oder Schwarzen wieder zu entscheiden hatten, weil sich alle so daran gewöhnt hatten.
Und ich Narr, ich „WOLLTE DAS JA“. Ich wollte doch denen mit meinen „Skills“ den Laden retten. Gemusst hätte ich nicht. Und darauf haben die vertraut. Und jetzt bin ich einfach ausgeschieden. Gut ich hätte auch vor der Rente sterben können, wie viele meiner Vorfahren, da hätte ich noch mehr Entgegenkommen zeigen können. Aber letztendlich beweist doch der Niedergang jetzt, dass es wirklich auf mich nicht angekommen ist. Ich störe nur immer, und war in der letzten Phase sogar eine Altlast, einfach weil es gar nicht mehr auf die Farbe des Parteibuches der Entscheider ankommt. Man lernt schnell die Erfolgsmodelle von der Konkurrenz.
Ob sich nun „liberale“ Nichtskönner einbilden, ich wäre verzichtbar, weil sie ja alles selber können, oder „grüne“, ist egal. Es ist beißender Hochmut gewesen. Und wer hat die Schuld? Ich! Weil ich nun alt bin, und immer noch weiß und immer noch ein Mann, obwohl man mir gesetzlich alle Möglichkeiten eröffnet hat. ICH WOLLTE JA NICHT!
Und BÖSE bin ich inzwischen auch. Das konnte nicht ausbleiben, angesichts der Zumutungen.
Der einzige Unterschied: Ich habe das Geschwätz der Gelben nie ernst genommen. Ich habe in meinem Leben schon alle Schwätzer gewählt, aber noch NIE die Gelben. Und Mutti nicht.
In der Geschichte ist jeder reine Beamtenstatt ohne Wertschöpfung gnadenlos untergegangen. Das scheint sowas wie ein Grundgesetz zu sein? Wir wissen nur von den meinsten Dynasien gar nichts mehr. Selbst die Geschichte wendet sich ab. Ein Teil der untergegangenen Reiche müssen reine Matriarchate gewesen sein. Wobei es eigentlich egal ist. Wenn die Frauen ihre evolutionäre Rolle nicht mehr ausfüllen wollen oder können, bricht es mangels Masse einfach zusammen. Und das Problem der Männer: Es ist egal, ob sie Sklavenarbeit leisten müssen oder einfach als unnötige Esser entsorgt werden. Sie können die Rolle, die die Frauen verweigern nicht einnehmen. Der Begriff Matriarchat implodiert, weil er von der Mater abgeleitet ist, die statistisch verschwindet.
Man müsste eine Gesellschaft einfach technisch mathematisch analysieren. Aber das geht nicht. Wo hin denn dann mit all den falschen Emotionen.
Denk ich an Deutschland in der Nacht,
so bin ich um den Schlaf gebracht.
Und die abnehmende Masse der Frau:Innen jubelt höhnend: Es wird ihm nichts nützen, haha!
Und Schäuble winkt grinsend aus der Gruft. Und Schmidt wird kurz hinter Rauchschwaden sichtbar, irgendwie nachdenklich, aber seine exakt gewählten Worte, spitz und ohne dass ein Blatt dazwischen ginge, können das dumpfe Geräusch, das Helmut im Hintergrund ahnen lässt, nicht übertönen. Der Staat, egal welcher Farbe, hat immer für die steigenden Einnahmen die Zukunftsfähigkeit geopfert. Zur Ablenkung hat man noch in die Gegend gezeigt und haltet den Dieb gerufen. Aber rückblickend sehen wir: Dieses Land ist ein Opfer seiner politischen Parteien.
Der gesitige Verfall ist eine direkte Folge des immer mächtigeren Staates. Und man kann da diskutieren, Theorien erfinden, Schuldige zuweisen und hinrichten, Es wird nichts ändern.
DIESES LAND GEHT UNTER! Weil wir dem Luzifer vertraut haben, dem blendenden Lügner:IN, der in Wahrheit das schwarzmagische Tier:IN ist. Und es fällt mir schwer, den beiden ein Geschlecht zu zu ordnen.
Mist, die Regierung wird das nicht als Satire verstehen und umsetzen.