„In einem Land leben, wo es keinen Humor gibt, ist unerträglich, aber noch unerträglicher ist es in einem Land, wo man Humor braucht.“ Das Zitat wird so oder so ähnlich Bertolt Brecht zugeschrieben. In den „Frühlingsgesprächen“ (1961) unterhalten sich der Intellektuelle Ziffel und der Arbeiter Kalle im Restaurant des Hauptbahnhofs von Helsinki und sprechen über Krieg, Flucht, Deutschland und ihre eigene Lage. Die Texte entstanden vor dem Hintergrund von Brechts finnischem Exil, Quellen datieren die Entstehung auf den Winter 1940/41. Zwei Flüchtlinge sprechen mit Ironie, Sarkasmus und Galgenhumor über eine Welt, in der Pässe, Grenzen, Krieg und staatliche Willkür über das Leben von Menschen entscheiden.
Ein Land ohne Humor ist schwer erträglich, weil Bedeutungshuberei, Engstirnigkeit, Betonköpfigkeit und Angst die herrschenden Qualifikationen sind. Aber ein Land, in dem man Humor braucht, ist noch schlimmer: Dort sind die Zustände so bedrückend, absurd oder gefährlich, dass Humor zur Überlebensstrategie wird. Dann ist Lachen nicht mehr bloß Freude, sondern eine Art Schutzschild gegen politische Willkür, Bürokratie, Demütigung, Entwurzelung und Ohnmacht. Ich möchte die damalige Zeit nicht mit unseren heutigen Zuständen vergleichen. Fest steht aber: Man braucht dieser Tage wieder viel Humor in Deutschland.
So wie vorgestern der Autor Axel Bojanowski in einem Beitrag für Die Welt: „Falsch abgebogen, teuer betreut, nicht gerettet“. Bojanowski vergleicht darin den gestrandeten Buckelwal vor Poel mit der deutschen Energiewende vor Waterloo. „Der Ostseewal steckt im Flachwasser fest, Deutschland im eigenen Sendungsbewusstsein“, schreibt Bojanowski, „auf Grund gelaufen und schutzbedürftig“. Das größte Wohlstands-Vernichtungsprogramm, das Deutschland jemals erlebte, ist in vollem Gang. Das eigene Häuschen, ein Auto vor der Tür, eine jährliche Urlaubsreise, all das wird der arbeitenden Bevölkerung zunehmend verunmöglicht, gigantische Staatsschulden auf ihre Schultern verteilt, die sie weder ablehnen noch bezahlen kann.
Bertolt Brecht würden die Aphorismen heutzutage sicherlich nicht ausgehen. Er ist mir übrigens schon deshalb sympathisch, weil er als sehr – wie man heute sagen würde – „autoaffin“ galt. So schrieb er 1928 das Gedicht „Singende Steyrwagen“. Darin werden die technischen Vorzüge des Autos geradezu hymnisch besungen: sechs Zylinder, dreißig Pferdekräfte, Schwenkachse, ein Motor als „denkendes Erz“. Das Gedicht ist deutlich als das erkennbar, was man heute „Product Placement“ nennen würde, vielleicht würde man Brecht heute auch unter der Bezeichnung „Influencer“ führen, schließlich soll sein Kauf eines Steyr vom Hersteller äußert großzügig subventioniert worden sein.
Kurze Zeit später wurde Deutschland auf Kriegswirtschaft umgestellt
Auf der Suche nach dem Gedicht stieß ich übrigens auf diese Faksimile Seite der Zeitschrift „Uhu“ von 1930/31. Unter der Überschrift „Auto, Hotel, Eisenbahn“ wurde dort für den gemeinen Leser genau das verherrlicht, was man ihm heute wieder abnehmen will. Auf dem Aufmacherfoto ist ein dampfender Schnellzug zu sehen, eine Schnellstraße und ein darüber schwebendes frühes Junkers Passagierflugzeug, kurzum: Reisen und Mobilität für viele. Kurze Zeit später wurde Deutschland auf Kriegswirtschaft umgestellt.
Erst nach dem Krieg wurde mit dem Wirtschaftswunder in den 50er Jahren der Traum von der großen Reise wiederentdeckt – und zugleich für die Massen demokratisiert, die mit Zelt, Luftmatrazen und VW-Käfer in langen Karawanen über den Brenner in Richtung Italien aufbrachen. Der letzte deutsche Verkehrsminister, der eine Vision hatte und sie auch dem Volke kundtat, war der Sozialdemokrat Georg Leber. Der versprach 1967, künftig solle kein Bundesbürger „weiter als 25 Kilometer von der nächsten Autobahnauffahrt wohnen“.
Dies ist inzwischen weitgehend Realität. Allerdings mit unbeabsichtigten Nebeneffekten: Kein Bundesbürger wohnt heute mehr als 25 Kilometer vom nächsten Stau. Zur nächsten maroden Brücke ist es noch viel näher, da kommt man auch mit dem Fahrrad hin. Die Bahn ist dysfunktional wie die Republik Somalia, die Autoindustrie waidwund geschossen, ein Liter Sprit teurer als ein Liter Mosel bei Aldi. Und auf dem Umweg über die Straße von Hormus werden wohl auch die billigen Ferienflüge gekillt werden.
Erst war Putin schuld am Elend der deutschen Energiewende und dem der damit verbundenen Klimapolitik, jetzt ist es Trump, künftig wohl beide. Verschwiegen wird, dass die deutsche Energiepleite früher oder später als Ergebnis von digitalem Schamanismus in die Geschichte eingehen wird. Der digitale Schamane nimmt ein chaotisches Gebilde namens Welt, entfernt alles, was wehtut — Eigensinn, Zufall, Korruption, Liebe, Eifersucht, Dummheit, Krieg, schlechte Laune, technische Sprünge, religiösen Furor, gute Witze, Wolken, Sonne, Mond und Sterne — und nennt den Rest „Modell“. Dann füttert er es mit Daten, bis es eine Kurve ausspuckt. Und die besagt: Es wird wärmer! Diese Kurve wird anschließend „Szenario“ genannt, solange man wissenschaftlich bleiben möchte. Sobald ein Politiker eine Überschrift für eine Pressekonferenz braucht, nennt man es „Prognose“ und die Sache wird verbindlich. Auf dieser Basis wurde die deutsche Wirtschaft gecrasht wie bei einem Aufprall mit 100 km/h auf ein festes Hindernis nach Euronorm. Das feste Hindernis ist in diesem Fall die Realität.
Nichts sagen, aber für jedes Schweigen einen Tagessatz verlangen
Der moderne Schamane trägt keine Federn und schlägt keine Trommel, sondern drückt die Entertaste. Vor ihm flackert ein Bildschirm, auf dem sich die Zukunft in Linien krümmt, als hätte sie unterschrieben, dass sie sich an die Regression hält. „Wir haben gerechnet“, sagt der Schamane. Das ist in unserer Zeit das, was früher „der Herr hat gesprochen“ war. Nur mit mehr Dezimalstellen. Amen. Ministerialbeamte, Fondsmanager, Thinktank-Priester, Klimagremienflüsterer, Wahlkampfleiter finden das prima. Auch die Berater, die nichts sagen, aber für jedes Schweigen einen Tagessatz verlangen.
Der Statistiker George Box hat das einst höflicher formuliert: „All models are wrong, but some are useful.“ Immerhin. Ein deutsches Orakelbuch von 1965 hieß gar „Formeln zur Macht. Prognosen über Völker, Wirtschaft, Potentiale“. Der Physiker Wilhelm Fucks glaubte die Entwicklung politischer Macht vorausberechnen zu können, was für Politiker jeglicher Couleur eine entzückende Vorstellung war. Und die Beamten hatten endlich Planungssicherheit: Macht, aber bitte in Zellen A1 bis G42. Eine der Ideen war, die Stahlproduktion könne die künftige Vorherrschaft von Ländern anzeigen. Das war genauso schlicht, wie die Annahme man könne den Anstieg der Globaltemperatur auf 1,5 Grad begrenzen und dadurch die Welt retten.
Noch schöner war Long-Term Capital Management, ein Hedgefonds, der den Eindruck machte, als hätten die Nobelpreisträger Robert C. Merton und Myron Scholes ihre Nobelpreisurkunde direkt an den Geldautomaten gehalten. Die beiden hatten 1997 den Wirtschaftsnobelpreis für ihre Arbeiten zur Optionsbewertung erhalten und waren Mitarbeiter von Long Term Capital Managment. Mit einem Optionspreismodell schien die Firma die Börse vorhersehbar zu machen. Das Problem: Die Wirklichkeit las keine Fachzeitschriften. 1998 musste eine Gruppe von 14 Banken und Brokerhäusern mit 3,6 Milliarden Dollar retten, um den Kollaps von LTCM abzuwenden. Die Modelle funktionierten nur unter relativ normalen Marktbedingungen. Sie unterschätzten, dass in Krisen plötzlich fast alle Marktteilnehmer gleichzeitig dasselbe tun wollen: verkaufen, Risiken abbauen, Liquidität sichern.
Und doch wird uns unverdrossen versichert: Das planetare Klima können wir bis auf die zweite Stelle hinterm Komma der Welt-Durchschnittstemperatur vorhersagen. Inzwischen dämmert allerdings eher die Einsicht, dass die Apokalypse menschenverursacht eintreten könnte, allerdings nicht über den Umweg übers CO2, sondern ganz direkt.
Da der Ruf der Klimawissenschaften inzwischen ein bisschen ramponiert ist und unter Ideologie-Verdacht steht, ist man für jede Abwechslung, will sagen für jedes neue Krisenszenario, dankbar, um den Leuten das Wohlleben zu verleiden. Nachdem das Auto erledigt ist, soll jetzt endlich auch die Fliegerei dran glauben, man hat sie ja schon länger auf dem Kieker und denkt sich ständig neue Belastungen und Einschränkungen aus.
Die neue europäische Aristokratie sieht die Entwicklung in der Straße von Hormus daher mit klammheimlicher Schadenfreude. Sie will sich die Aussicht auf den Schiefen Turm von Pisa nicht mehr von einem Kegelclub aus Wanne-Eickel verstellen lassen. Sie reitet nicht mehr zur Jagd, sondern fährt mit dem Lastenrad zur Podiumsdiskussion. Dort erklärt sie dem Volk, dass Mobilität überschätzt werde, Fernweh problematisch sei und der Mallorca-Flug für 49 Euro ein moralischer Sündenfall, irgendwo zwischen Steuerhinterziehung und Grillanzünder im Naturschutzgebiet.
Milliardärs-Rennyacht aus dem Dunstkreis des Fürstenhauses von Monaco
Der moderne Weltretter Marke Greta oder Luisa Neubauer sagt nicht: „Bleibt bitte zu Hause, damit ich in Ruhe den Jakobsweg beschreiten kann.“ Er sagt: „Wir müssen unser Reiseverhalten hinterfragen.“ Das klingt doch gleich ganz anders. Das Wort „Hinterfragen“ ist die Chiffre für Verbieten, Verteuern, Beschämen und anschließend selbst in den Flieger steigen, weil das Retreat in Costa Rica oder die Klimakonferenz in Belém der unmittelbaren Krisenbewältigung dienen.
Unvergessen sind die beiden Aktivisten der Letzten Generation, die 2023 einen Gerichtstermin nach einer Straßenblockade verpassten, weil sie sich in Asien vom Klimakleben erholten. Besonders berühmt wurde die Formulierung eines Sprechers der Organisation, sie hätten die Flüge „nicht als Klimaschützer, sondern als Privatperson“ gebucht. Greta Thunberg reiste stattdessen mit einer Milliardärs-Rennyacht aus dem Dunstkreis des Fürstenhauses von Monaco klimafreundlich nach USA, und Gail Bradbrook, Mitgründerin von Extinction Rebellion, wandelte in Costa-Rica auf der Spur von Jurassic-Park.
Früher war Reisen ein Privileg der Reichen – und so soll es wieder werden. Man fuhr zur Kur, nach Florenz, ans Meer, in die Berge, auf Bildungsreise, auf Safari, später zum „authentischen“ Yoga in ein Dorf, das seit dem dritten Influencer-Camp ungefähr so authentisch ist wie ein Flughafen-Sandwich. Die anderen blieben daheim und bereisten die Welt mit dem Apothekenkalender: Januar Alpen, Februar Provence, März griechische Inseln.
Dann kamen die Billigflieger. Plötzlich konnte die Krankenschwester nach Lissabon, der Azubi nach Barcelona, die Familie aus Gelsenkirchen nach Kreta, der Rentner nach Bangkok und die alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern endlich einmal ans Meer, ohne dafür das Sparkonto (sowas hatte man bis vor ein paar Jahren noch) abzuräumen oder drei Tage im Nachtzug neben einem evangelisch-lutherischen Gospelchor zu verbringen. Keiner erlebte diese Befreiung intensiver als die Ossis nach der Wende, was man ihnen bis heute übelnimmt. Der Himmel wurde demokratisiert, ohne dass jemand um Erlaubnis gefragt hätte.
Niemand sagt: „Der Pöbel soll bitte im Harz bleiben.“
Der Kulturbürger liebt die Welt, solange sie nicht von anderen geliebt wird. Er schwärmt von offenen Grenzen, aber bitte nicht am Strand. Er redet von Begegnung, doch die Begegnung soll mit einem alten Fischer stattfinden, nicht mit 180 Leuten aus Manchester, Bottrop und Poznań, die ebenfalls Sonnencreme gekauft haben. Er feiert Vielfalt, bis die Vielfalt im selben Hotel frühstückt und nach dem Orangensaft zufrieden rülpst.
Und deshalb sagen die Hohepriester der Klimakirche euch: Fliegen ist Sünde, außer wenn es Sinn hat. Sinn hat es, wenn Professorinnen und Ethik-Experten zur Klimakonferenz müssen, Kuratoren zur Biennale, Journalisten zur Recherche, Start-up-Gründer zum Impact-Summit, Abgeordnete zur Delegationsreise und wohlhabende Naturfreunde zu einem Ort, an dem sie „endlich wieder bei sich“ sind. Unsinn ist es, wenn Familie Meier nach Antalya fliegt, weil die Kinder dort einen Pool haben und sich am Al-linklusive-Menue satt essen.
Natürlich wird das wohlwollender formuliert. Niemand sagt: „Der Pöbel soll bitte im Harz bleiben.“ Es heißt: „Wir brauchen eine neue Reisekultur.“ Das klingt nach Lavendeltee und Zukunftswerkstatt. Das Flugzeug ist der perfekte Feind. Es ist laut, sichtbar, technisch, modern, global, billig. Es trägt Menschen aus sozialen Schichten an Orte, die früher für die Reisebeilagen der gehobenen Wochenendzeitungen reserviert waren. Jeder kann buchen. Jeder kann landen. Jeder kann staunen. Eine Katastrophe für alle, die Dünkel für Charakterstärke halten.
So teuer, dass nur die Richtigen übrig bleiben
Fliegen hat Familien verbunden, Arbeitsmärkte geöffnet, Inseln erschlossen, Städte belebt, Hotels gebaut, Restaurants gefüllt, Taxifahrer ernährt, Flughäfen zu Wirtschaftszentren gemacht und für Millionen Menschen den Horizont erweitert. Man stelle sich vor, jemand hätte im 19. Jahrhundert gesagt: Eisenbahnen sind gefährlich, sie verschandeln die Landschaft, sie bringen Massen an Orte, die bisher still waren, sie sollen nur noch für notwendige Reisen genutzt werden. Heute bekommt man für solches Gedankengut einen Zuschuss von „Demokratie leben“.
Menschen ohne Die Zeit-Abonnement haben denselben Sonnenuntergang entdeckt. Venedig ist voll, Barcelona ist voll, Bali ist voll, die Alpen sind voll. Also: Die Preise müssen rauf. Man verbietet nicht. Man macht es nur so teuer, dass die Richtigen übrig bleiben. Die Blockade der Straße von Hormus wird in dieser Hinsicht als Glücksfall betrachtet. Falls Sie sich dieses Jahr den Urlaubsflug nicht mehr leisten können, sehen Sie es doch bitteschön positiv. Wer nicht mehr mitfliegen kann, dem hat man nichts verboten oder weggenommen, er hat lediglich „ein klimagerechtes Signal“ empfangen.
Wohlstand für alle war einmal ein Versprechen. Heute wird es verdächtig, sobald es nach Kerosin oder Benzin riecht. Sobald Menschen reisen, konsumieren, genießen, wird ihnen erklärt, sie seien Teil des Problems. Der Traum vom besseren Leben soll wieder kleiner werden: regional, saisonal, entschleunigt, überwacht.
Das Problem: Der Mensch will nicht andächtig Dokumentationen über bedrohte Korallenriffe anschauen, er will ins Wasser. Er will nicht nur Pasta nachkochen, er will in Rom zu viel davon essen. Er will nicht über andere Kulturen belehrt werden, er will sich am Automaten ein falsches Ticket kaufen, in der falschen Schlange stehen und später erzählen, es sei großartig gewesen. Oder beschissen. Reisen ist Sozialkunde mit Sonnenbrand. Wer fliegt, lernt, dass die Welt größer ist als die deutsche Moralblase. Und genau das ist der Grund, warum es weg soll. Denn der neue deutsche Wohlstand heißt: Einige wenige dürfen die Welt erklären, alle anderen dürfen sie schonen.
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„Hilfe, mein Hund überholt mich rechts! – Geständnisse eines Sonntagsfahrers“ von Dirk Maxeiner, Achgut Edition 2018, hier bestellbar.


Danke, dass Sie den Standesdünkel des (west-)deutschen Kleinbürgers zur Sprache bringen.
Was Maxeiner da beschreibt ist übrigens „Democracy at Work“, alle aber auch alle bezahlen für die selbstverschuldete Unmündigkeit (die strukturelle Dummheit) der kollektiven wahlberechtigten Massen, nur die wenigsten können sich das Resultat der Dummheit leisten, ja genau das ist Demokratie. Man muss es auch nicht aktuell „UnsereDemokratie“ nennen, es bleibt allgemeines ständiges Demokratiedilemma, und keiner will es am Ende gewesen sein.
Und das passiert immer wieder, nicht nur beim Ökosozialismus – nur so sieht es Maxeiner leider auch nicht. Das Bedrückendste dabei ist, es ist kein Irrtum, es ist so menschlich, und daher auch so ausweglos, darüber weinten und spotteten schon die antiken Griechen – das ist das Wunderbare der Ochlokratie.
Herr Maxeiner, danke für Ihr Hoffen auf den guten Ausgang, ich werde es nunmehr interessiert und lachend beobachten, es dabei stoisch ertragen müssen, oder?
Murphy hat auch zu Modellen ein Gesetz erlassen: Iss nicht die Speisekarte!
Liebe Frau Grimm, Sie tragen Ihren Glauben, der Ihnen natürlich unbenommen ist, wie eine Monstranz daher. Fakt ist, dass Christen noch jede deutsche Diktatur unterstützt haben. Warum sollen wir Sie also schonen?
@Thomas Szabó, „Diese Religionen sind Böse und produzieren böse Menschen und gehören als Geisteskrankheiten eingestuft und therapiert.“ –
In diesem einen Punkt (sonst: volle Zustimmung) bin ich anderer Meinung als Sie.
Sind die Religionen böse? Ich denke nicht. Böse waren und sind Menschen, die Religionen für ihre Zwecke (Macht und Reichtum) missbrauchen.
Religionen sind doch erstmal nur Erklärungsversuche, z.B. warum es Leid in der Welt gibt (Missernten, …) oder, was der Sinne des Lebens sei.
Wenn ich das Wirken des Jesus von Nazareth anhand der Evangelien (also aus zweiter Hand) halbwegs verstanden habe, ging es ihm u.a. darum, die Hohepriester der Irrlehre anzuklagen. Weswegen er sterben musste.
Und er hat pikanterweise vor falschen Propheten gewarnt, die nach ihm kommen würden. Ein solcher falscher Prophet könnte der Autor des Buches der Johannes-Offenbarung sein: warum maßt dieser sich an, etwas zu prophezeien, das der Lehre Jesu (die Güte Gottes etc.) so deutlich widerspricht?
Bis heute gibt es offenbar Menschen, die es schaffen, im Namen der Religion andere Menschen hinter sich zu scharen, die ihnen blindlings hinterherlaufen.
Folgerichtig beriefen/berufen sich Machtpolitiker wie G.W. Bush, Trump, Hegseth und die Ajatollahs gerne auf „Gott“: Weil es ihnen opportun erscheint, sie gar „legitimiert“.
Bin 2-3 Mal in China. Selbst jetzt während der Peking-Automesse kaum Deutsche in der Business zwischen Berlin und Peking. Brave Schafe.
Max Frisch sei Ihr Zeuge, Herr Maxeiner: „Massentourismus hat mehr für den Weltfrieden gesorgt ala alle Politiker zusammen.“
Und für A.v.Humboldt, den größten Naturwissenschaftler Südamerikas, war Reisen eine Metapher für die unendliche Beweglichkeit des menschlichen Geistes.
Hauen Sie doch dem Grünen Pöbel die Ökobikanz des Fliegers vor den Latz: 3.9 Liter Kerosin pro Pax auf 100 km, KEINE Straßen, KEINE Schienen. Grüne sind, nach dem CDU-Wähler, die geistig am bemitleidenswertesten Lebensformen in eurem Land.