Einen Monat vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September macht die CDU die Gewalt an Schulen zum Thema. Spitzenkandidat Stefan Evers und Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch stellten am 20. August einen „Acht-Punkte-Plan gegen Gewalt und Radikalisierung“ vor. Im Parteipapier ist von Schülern die Rede, bei denen eine „besondere Nähe zu Gewalt oder Radikalisierung“ festgestellt werde. Für sie sollen zunächst Kleinklassen und schließlich spezialisierte Schulen eingerichtet werden.
Frau Günther-Wünsch, arbeitete immerhin als Lehrerin acht Jahre an der Walter-Gropius-Schule in Neukölln. Die Gemeinschaftsschule zählt heute mit 94,7 Prozent Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache zur einschlägig erfahrensten Bildungseinrichtung der Hauptstadt. „Meine ehemalige Schule hat Wachschutz“, erinnert sie sich. Die beiden Autoren des „Achtpunkte–Plans“ klingen hinsichtlich Zwangsmaßnahmen schwer entschlossen und fast wie eine Aschermittwochsrede der AfD: „Dies muss nach festen Kriterien auch ohne die Einwilligung der Schülerinnen und Schüler oder ihrer Eltern möglich sein.“
Man kann der Berliner CDU also nicht vorwerfen, dass sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt hätte. Einen Monat vor der Wahl hat sie plötzlich und unerwartet festgestellt, dass es Schüler gibt, bei denen der normale Schulbetrieb möglicherweise an seine Grenzen stößt. Schüler beispielsweise, die ihre Meinungsverschiedenheiten weniger im Stuhlkreis als im Nahkampf austragen oder deren Vorstellung von interkulturellem Dialog sehr speziell sind.
Katharina Günther-Wünsch nennt als Beispiel CSD-Attentäter Abdul Ballout: „Wir haben ihn an einem bestimmten Punkt verloren”. Ja, wo bloß? Unter’m Funkturm, im Tiergarten oder einem Separee im Artemis? Und Spitzenkandidat Stefan Evers greift begleitend zur Mandoline: „Kein Kind wird von allein zum Gefährder, zum Islamisten, zum Gewalttäter.“ Doch bei Allah und dem Propheten, wer macht ein Kind zum Gefährder, wenn es nicht von alleine geschieht?
Das offizielle Berliner „Monitoring Jugendgewaltdelinquenz” weiß mehr. Neukölln beispielsweise sei in der Langzeitbetrachtung „anhaltend und durchgehend überdurchschnittlich stark mit schulischer Gewalt belastet“. Im Schuljahr 2025/26 haben an den öffentlichen Neuköllner Grundschulen 67,6 Prozent der Schüler eine nichtdeutsche Herkunftssprache; an den integrierten Sekundar- und Gemeinschaftsschulen sind es 69,5 Prozent.
Das vom Allensbacher Institut für Demoskopie erstellte Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer vermeldet indes, dass 41 Prozent der muslimischen Neuntklässler religiösen Regeln Vorrang vor denen der Schule einräumen. Ergänzend sei deshalb eine weitere Berliner Bildungseinrichtung herangezogen. Im Juni 2024 sagte der Leiter der Berliner Jugendstrafanstalt, Bill Borchert, gegenüber dem RBB, 70 bis 80 Prozent der Inhaftierten hätten einen Migrationshintergrund. Schätzungsweise die Hälfte davon besitzen einen muslimischen Hintergrund.
„Immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“
Wer hat den kleinen Abdul Ballout, der schon mit sechs Jahren durch aggressives Verhalten aktenkundig wurde, so erschreckt, dass ihm gar nichts anderes übrig blieb, als zum islamistischen Attentäter heranzureifen? Es sei bereits früh „Unterstützungs- und Förderbedarf“ festgestellt worden, heißt es, und so musste der heranwachsende Abdul, nachdem er durch Körperverletzung und räuberischer Erpressung reüssierte, einen „themenzentrierten Kurzzeitkurs“ absolvieren. Auch der CDU-Achtpunkteplan fordert „Verbindlichere und frühere Gewaltprävention" – voll und ganz einer gängigen Definition von Wahnsinn entsprechend: „Immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“
Dabei erhebt sich natürlich die Frage, ob es nicht bereits Sonderschulen für gewaltaffine Heranwachsende gibt. Die Jugendstrafanstalt (JSA) Berlin darf meines Erachtens als Pilotprojekt gelten (zumal dort noch eine normale Schule angeschlossen ist). Am Friedrich-Olbricht-Damm 40 gelegen, inmitten des Justizvollzugskomplexes Plötzensee/Charlottenburg Nord, werden Jugendliche nicht nur gegen den Willen ihrer Eltern, sondern auch ihrer selbst untergebracht.
Das ist allerdings unnötig autoritär. Warum gegen ihren Willen? Man muss das Angebot nur attraktiv genug machen, dann kommen sie freiwillig. Die CDU-Idee, die Kompetenzen gewaltaffiner Schüler an bestimmten Eliteeinrichtungen zu konzentrieren, ist ja prinzipiell richtig und entspricht dem Leistungsgedanken.
Es muss aber endlich damit aufgehört werden, auffällige Jugendliche immer an ihren Defiziten zu messen. Das ist pädagogisch völlig überholt. Moderne Bildungspolitik fragt nicht: Was kann der Schüler nicht? Sie fragt: Wo liegen seine Kompetenzen? Mancher Schüler in Neukölln oder Plötzensee bringen bereits jahrelange Erfahrung in den Bereichen körperliche Konfliktlösung, informelle Eigentumsübertragung, gruppendynamische Einschüchterung, situationsflexible Wahrheitsfindung und außerschulische Parallelökonomie mit. Warum wird das nicht anerkannt?
„Berlin Academy of Extralegal Studies“
Berlin braucht keine Schule für gewaltaffine Schüler, die sind nun mal da. Berlin braucht eine „Berlin Academy of Extralegal Studies“. Der Lehrplan sollte gemeinsam mit erfahrenen Praktikern aus dem Remmo-Clan und der ehrenwerten Familie Abou Chaker entwickelt werden, ferner könnte man pädagogische Quereinsteiger von Hells Angels MC und Bandidos MC als Lehrkräfte hinzuziehen. Aydan Özoğuz (SPD) könnte darüber referieren, wie man unser Zusammenleben täglich neu aushandelt („das wird auch anstrengend, mitunter schmerzhaft sein“) und Katrin Göring-Eckardt für Neueinweisungen ein Grußwort sprechen: „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!“
Moderne Bildung und Berufsausbildung braucht eben Praxisnähe. Hier einige Vorschläge für einen attraktiven Stundenplan.
- Deutsch: Formulieren vollständiger Sätze für Vernehmungsprotokolle.
- Mathematik: Wenn zehn Freunde schweigen und drei davon ein Alibi haben: Wie viele Zeugen bleiben übrig?
- Physik: Weshalb an Baseballschlägern oben ein dicker und unten ein dünner Teil angebracht ist.
- Messerkunde: Das Messer nicht länger als Problem, sondern als kulturelles Kommunikationsmedium begreifen.
- Bewährungshelfer-Kommunikation: Grundkurs: „Ich war das gar nicht.“ Aufbaukurs: „Ich bin da nur zufällig vorbeigekommen.“ Leistungskurs: „Mein Mandant möchte sich zu den Vorwürfen nicht äußern.“
- Angewandte Opfer-Täter-Dialektik: Wie aus einem Täter in wenigen Sätzen ein Opfer gesellschaftlicher Umstände wird.
- Betriebswirtschaftslehre der Schattenökonomie: Grundlagen erfolgreicher Familienunternehmen außerhalb konventioneller Geschäftsmodelle.
- Unternehmensnachfolge im Clanbetrieb: Traditionelle Strukturen als nachhaltiges Geschäftsmodell über mehrere Generationen.
- Forderungsmanagement ohne Mahnwesen: Eine Einführung in alternative Formen der Kundenkommunikation.
- Eigentumslehre für Fortgeschrittene: Behandlung der philosophischen Frage: Wem gehört eigentlich was – und wie lange?
- Geldwäsche: Warum schmutziges Geld nicht in die Waschmaschine gehört.
Auch der Sportunterricht muss kompetenzorientierter und praxisnäher werden. Besonders reformbedürftig erscheint der klassische Schulsport. Geräteturnen, Kugelstoßen und Bundesjugendspiele haben mit der Lebenswirklichkeit vieler Schüler wenig zu tun. Kickboxen könnte als Leistungskurs anerkannt werden. Für Schüler mit besonders ausgeprägtem Talent käme ein Förderprogramm „Jugend trainiert für den Türsteher“ infrage.
Schwierig könnte lediglich die Lehrerversorgung werden. Berlin findet schon für normale Schulen nicht genügend Pädagogen, die werden lieber Bildungs-Senatorin. Aber die kunterbunte Pädagogik bietet eine Lösung: Peer-Learning. Die Schüler lernen voneinander.
Aber man darf das natürlich nicht „Strafschule“ nennen. „Talentförderzentren für alternative Erwerbsbiografien“, klingt doch eindeutig besser. Da ziehen auch die Eltern viel leichter mit. Jedem Vater schwillt die Brust vor Stolz, wenn er einen Brief der Schulleitung öffnet und darin liest: „Ihr Sohn wurde aufgrund seines außergewöhnlichen Kompetenzprofils für die Berlin Academy of Extralegal Studies ausgewählt.“

Extralegal studies haben wir schon. Nennt sich Koranschule. Kann Unseredemokratie aber prima dran anknüpfen. Ich zitiere:
„Die Nazis werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume rufen: Oh Antifa, Diener, des deutschen Staates, da ist ein AfDler hinter mir, komm und töte ihn.“
Diese Zeilen führen zu der Frage, welche Kompetenzen in der AfD durch Stasimitarbeiter gewuchert sind. Eventuell die des Erstellens von Denunziationsportalen und der Verbreitung russischer Propaganda?
Gut , dass Herr Maxeiner bei der Achse ist! Im Umformulieren von üblen Inhalten in positiv erscheinendes Politikersprech wäre er die ideale Besetzung in Berlin.
hi, die „nichtgewaltbereiten“ Schüler sind so was wie sekundäre Kinderopfer (2. Ware) für den Grünen Götzen, die beim ersten Schritt (bzw. Schnitt), dem Abgetriebenwerden, durchgerutscht sind.
Das EU-Politbüro fördert solche zukunftsweisenden Projekte mit Sicherheit. Da geht bestimmt was. Und wenn Berlin in Bälde dann eine kommunistische Bürgermeisterin hat werden solche „Learingprojects“ (linkes Bullshit-Englisch) bestimmt noch ausgeweitet. Berlin muss schließlich das Vorzeigeprojekt der Vershitholedung Deutschlands werden.
Die AfD würde gut daran tun sich von allen westdeutschen Landtagswahlen tunlichst fernzuhalten und nur noch in den neuen Bundesländern und zur Bundestagswahl anzutreten. Hier kann man nichts mehr gewinnen. Was will man hier noch reparieren? Dann können die Altparteien unter sich alles auswürfeln und „Rechts blinken“ bis ihnen der Arm abfällt.
Finanzielle Unterstützung für Ausländer streichen und Abschieben, abschieben, abschieben…..bis die Startbahn glüht! Was denken Sie, wie schnell Ruhe ist im Karton!