Man muss den Rechenkünstlern in den Amtsstuben eines lassen: Wenn es um historische Rekorde geht, liefern sie. Über 309.000 Einbürgerungen allein im Jahr 2025. Ein einsamer Spitzenwert im real existierenden Absurdistan. Während Brücken bröseln, die Wirtschaft schrumpft und PISA-Ergebnisse im Keller reifen, läuft die Bundesdruckerei zur Höchstform auf. Fast 40.000 neue Staatsbürger allein in Berlin – eine Verdopplung im Handumdrehen. Der rote Pass mit dem Adler als Gratis-Beilage zum Wocheneinkauf.
Wer hier das Ergebnis mühsamer Integration vermutet, irrt gewaltig. Dieser rasant anschwellende Strom an Neubürgern – angeführt von Migranten aus Syrien, der Türkei und Afghanistan – ist das direkte Produkt einer gesetzgeberischen Samtpfoten-Politik.
Integration? Bloß niemanden kränken!
Früher war die Staatsbürgerschaft die Krone einer gelungenen Assimilation. Heute nutzt die Politik den Pass als therapeutisches Werkzeug. Fünf Jahre Absitzen der Zeit reichen völlig aus. Eigentlich verlangt das Gesetz zwar Deutschkenntnisse auf B1-Niveau. Aber Hand aufs Herz: Wer das Alphabet ohnehin nur vom Hörensagen kennt, den würde eine solche Forderung doch tief in seiner Seele kränken. Da verzichten wir im Sinne der progressiven Empathie lieber ganz darauf. Kultursensible Rücksichtnahme geht schließlich vor.
Zumal man die alte Identität gar nicht mehr an der Garderobe abgeben muss. Die doppelte Staatsbürgerschaft ist der neue Standard. Das Ergebnis ist ein Staatsvolk mit multiplen Loyalitäten. Man nimmt die Vorzüge des deutschen Sozialstaates dankend an, bleibt im Herzen aber den autokratischen Strukturen der Heimat verbunden.
Was sich hier abspielt, ist der finale Sommerschlussverkauf des Staatsbürgerstatus. Wenn jeder alles werden kann, ohne sich verändern zu müssen, verliert die Staatszugehörigkeit jeglichen Wert. Die Behörden stempeln die Anträge im Akkord durch. Eine verlässliche Überprüfung der inneren Haltung zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bleibt dabei auf der Strecke.
Deutschland schafft sich nicht mehr nur klammheimlich ab. Es tut dies nun mit behördlichem Siegel und feierlicher Urkunde. Wenn das Tempo bleibt, stellt sich bald nicht mehr die Frage, wie sich Zuwanderer integrieren – sondern wer in diesem Land eigentlich noch die Mehrheit darstellt.
Die deutsche Bürokratie: Hart gegen die Integrierten
Ich halte Sie hierzu natürlich auf dem Laufenden. Denn das Absurdistan-Theater findet bei uns direkt am Küchentisch statt. Meine Frau ist Türkin, Ehefrau eines Deutschen (nämlich mir) und Mutter eines deutschen Sohnes. Sie bekommt ihre Aufenthaltserlaubnis scheibchenweise jeweils um ein mickriges Jahr verlängert. Deutsche Staatsbürgerin werden? Ausgeschlossen.
Zwar hat sie den Test „Leben in Deutschland“ fehlerfrei bestanden, aber zum offiziellen B1-Zertifikat fehlten ihr exakt zwei mickrige Punkte. Und da sie – im Gegensatz zu den oben erwähnten Härtefällen – eben keine Analphabetin ist, kennt die deutsche Bürokratie absolut kein Erbarmen. Da schlägt der Amtsschimmel gnadenlos zu. Da wird jede Silbe auf die Goldwaage gelegt. So genau nimmt man es eben, wenn voll assimilierte Menschen etwas beantragen.
Warum sie sich nicht einfach noch einmal in den Kurs setzt? Ganz einfach: Während ringsumher im Akkord und im Vorbeigehen eingebürgert wird, erübrigt sich jede Motivation. Zumal der Integrationskurs ohnehin eine Farce war. Der Raum saß so voller Analphabeten, die alle mühsam mitgezogen werden mussten, dass das eigentliche Deutschlernen komplett auf der Strecke blieb. Das messbare Ergebnis des Kurses: Meine Frau spricht jetzt immerhin ein paar Brocken Arabisch. Das war dort nämlich die gefühlte Amtssprache.
Nun wartet sie seit sieben Monaten ungeduldig auf den 25. Juni, nur um überhaupt erst einmal ihren Fingerabdruck abgeben zu dürfen. Einen Ersatzausweis hat sie in Form einer sogenannten Fiktionsbescheinigung. Danach vergehen noch einmal vier bis sechs Wochen, bis die ohnehin überlastete Bundesdruckerei den Ausweis im Scheckkartenformat liefert. Auch das ist Deutschland.

Kein Wunder, weil in Unsererdemokratie – in Staat, Politik, Bürokratie, Medien, Wirtschaft, Kultur, im Bildungswesen und in der Öffentlichkeit – Menschen das Sagen haben, für die Deutschland ein „mieses Stück Scheiße“ ist, die Vaterlandsliebe „zum Kotzen“ finden und sich wünschen, Bomber-Harris könnte noch mal Dresden zu Klump und in Asche bombardieren!
Und seit 2015 wird die Politik der Offenen Tür bei Wahlen immer wieder mit überwältigender Mehrheit vollkommen demokratisch und ohne Zwang bestätigt.
Wenn alle „uns“ sind, gibt es kein „wir“ mehr. Identitätsgefühl und Sinn für das Gemeinwohl sind nicht durch einen Verwaltungsakt herzustellen. Wohl aber kann man hierdurch statistisch so manches besser kaschieren und gewisse problematische Entwicklungen unumkehrbar machen.
Die einen sehen eine blühende Perspektive, die anderen verbrannte Erde. Ich bin gespannt.