In der Nacht auf den 10. April 2026 kam es zu einem Terroranschlag auf das israelische Restaurant „Eclipse“ in München. Einige Tage später tauchte ein Bekennervideo einer bis vor Kurzem völlig unbekannten Gruppierung namens „Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia“ (HAYI) auf. Israelische Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass diese derartige Anschläge im Auftrag des „Korps der Iranischen Revolutionsgarden“ (IRCG) durchführen. Handlanger des Iran, sei es Anhänger des Regimes oder u.a. schiitische Milizionäre aus dem Irak oder Afghanistan, werden zunehmend eine Gefahr sowohl für iranische Oppositionelle als auch für jüdisches Leben in Deutschland. Letztere wurden zwar in erster Linie als Söldner für den Nahkampf in Syrien rekrutiert und ausgebildet, gelangten aber beispielsweise im Zuge der Flüchtlingswelle ab 2015 nach Deutschland. Sie sind für Anschläge auf iranische Oppositionelle und Juden sowie israelische und jüdische Einrichtungen trainiert. Sie gelten als Teil der hybriden Kriegsführung des Iran und sind somit absolut unberechenbar. Es ist völlig unverständlich, wie wenig Interesse sie bei Politik und Behörden wecken – zumal Hamburg sowohl die größte iranische als auch afghanische Community Europas und München die größte irakische Gruppe in Deutschland beherbergt.
„Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia“ (HAYI) bedeutet übersetzt so viel wie „Islamische Bewegung der Leute der rechten Hand“. Diese Gruppierung übernahm kürzlich auch die Verantwortung für Anschläge auf Synagogen in Lüttich, Rotterdam und Skopje sowie eine jüdische Schule in Amsterdam, den Fuhrpark einer jüdischen Ambulanz in London. Bei all diesen Anschlägen entstand „nur“ Sachschaden. Am 29. April 2026 kam es im jüdischen Londoner Stadtteil Golders Green zum ersten Mal zu einem Attentat auf Personen, bei dem 2 Juden verletzt wurden. Außerdem Da sie „Ashab al-Yamin“ – denselben Beinamen wie auch die irakische Terrormiliz „Harakat Ansar Allah al-Awfiya“ (HAAA) – benutzt, gehen israelische Sicherheitsbehörden davon aus, dass es sich um eine pro-iranische Miliz aus dem Irak handelt.
Der Anti-Terror-Experte Hans-Jakob Schindler erläuterte in einer Sendung von ZDF heute, dass bei einigen der Anschläge Tatverdächtige verhaftet worden seien. Einige davon hätten ausgesagt, über Telegram-Gruppen angeheuert geworden zu sein und 500,- € „Honorar“ bekommen zu haben. Es gebe bislang keinerlei Erkenntnisse über Beziehungen dieser Tatverdächtigen zueinander, auch nicht über dahinterstehende feste Strukturen. Er gehe deshalb davon aus, dass die Männer direkt von der IRCG angeworben worden seien.
Die Existenz solcher pro-iranischen Gruppierungen aus anderen islamischen Ländern ist überhaupt nicht im öffentlichen Bewusstsein präsent. Das Schiitentum wird nachgerade automatisch mit dem Iran assoziiert, dabei ist die Bevölkerung des Irak mehrheitlich schiitisch und auch in Afghanistan gibt es eine große schiitische Bevölkerungsgruppe, die Hazara.
Der Irak als zweites großes Zentrum der Schia
Neben dem Iran ist der Irak das zweite große Zentrum des Schiitentums und er beherbergt dessen heiligsten Stätten: Die heilige Stadt Nadschaf, „Sitz der religiösen Gelehrsamkeit“ und Standort des „Grabes von Imam Ali“, und die „Kerbala“, das Mausoleum von Imam Hussein, dem Enkel des Propheten Mohammed. Hier finden die zentralen Trauerfeste „Aschura“ und „Arbain“ statt, die oft Millionen von Gläubigen anziehen.
Geschätzt 60-70% der irakischen Bevölkerung hängen der Schia an. Sie leben vorwiegend im Süden und in Zentralirak, wobei sie dort in neun der 18 Provinzen die absolute Mehrheit stellen. Die Hauptstadt Bagdad ist konfessionell gemischt, beherbergt aber eine sehr große schiitische Bevölkerung. Besonders der Osten der Stadt (z. B. Sadr City) sowie das Viertel al-Kadhimiya sind schiitische Hochburgen. Auch entlang der Grenze zum Iran gibt es ebenfalls bedeutende schiitische Bevölkerungsanteile.
Unter Saddam Hussein waren die Schiiten unterdrückt, nach dessen Sturz 2003 stellte sie die führende Kraft in der neuen Regierung. Unterdessen sind sie in zwei Lager gespalten: Eine sogenannte „souveränistische“ Strömung, die sich jedwede Einmischung von außen verbittet, und pro iranische Kräfte, die teilweise eigene Milizen bilden. Bekannt sind u.a. die
- „Badr-Organisation“: Eine der ältesten und größten Gruppen (schätzungsweise 30.000 bis 60.000 Kämpfer), die tief im irakischen Staatsapparat und Parlament verwurzelt ist.
- „Kata’ib Hisbollah“ (Bataillone der Hisbollah): Gilt als eine der schlagkräftigsten und extremistischsten Milizen. Sie steht dem IRGC besonders nahe und ist für zahlreiche Angriffe auf US-Stützpunkte verantwortlich.
- „Asa’ib Ahl al-Haq“ (Bund der Gerechten): Unter der Führung von Qais al-Khazali hat sich die Gruppe zu einer starken politischen Kraft entwickelt, unterhält aber weiterhin einen mächtigen bewaffneten Arm.
- „Harakat Hisbollah al-Nujaba“: Eine rein militärisch ausgerichtete Gruppe, die auch massiv im syrischen Bürgerkrieg intervenierte und direkt den Befehlen aus Teheran folgt.
- „Kata’ib Sayyid al-Schuhada“: Eng mit der libanesischen Hisbollah und den IRGC verbunden; sie konzentriert sich oft auf grenzüberschreitende Operationen.
Ab Oktober 2023 traten viele dieser Gruppen unter dem gemeinsamen Dachnamen „Islamischer Widerstand im Irak“ (al-Muqawama al-Islamiya fi al-Iraq) auf. Deren Ziel war Vertreibung der US-Truppen aus der Region; zudem unterstützten sie die Hamas im Gazastreifen durch Drohnen- und Raketenangriffe. Aufgrund anhaltender Angriffe auf westliche Ziele wurden Gruppen wie „Harakat al-Nujaba“, „Kata’ib Sayyid al-Shuhada“ sowie „Kata’ib al-Imam Ali“ und “Harakat Ansar Allah al-Awfiya“ im Juni 2024 von den USA offiziell als ausländische Terrororganisationen (FTO) eingestuft.
HAYI verwendet auch den Namen „Ashab al-Yamin“, den auch die „Harakat Ansar Allah al-Awfiya“ benutzte, deshalb gehen die Israelis davon aus, dass auch diese Gruppierung irakischer Herkunft ist.
HAYI nutzt zudem soziale Medien wie „Telegram“ der irakischen „Achse des Widerstands“, um ihre Bekennervideos zu verbreiten. Das gilt israelischen Sicherheitsbehörden als weiteres Indiz für die Verortung der Gruppierung als irakisch. US-amerikanische und europäische Sicherheitsexperten gehen indes davon aus, dass HAYI gar nicht wirklich existiert, sondern sich die IRCG hinter einem Fantasienamen versteckt. Einigkeit besteht indes darüber, dass HAYI im Auftrag der IRCG fungiert.
München als Anziehungspunkt für irakische Flüchtlinge
Ein weiteres Indiz für den irakischen Ursprung von HAYI könnte sein, dass die Gruppierung ausgerechnet die Verantwortung für den Anschlag auf das „Eclipse“ in München übernahm. Anfeindungen bis hin zu Sachbeschädigung gab es auch in anderen israelischen, bzw. jüdischen Restaurants, beispielsweise im „Kanaan“ in Berlin oder im „Jaffa“ in Freiburg, ohne dass eine ausländische Miliz sich dafür verantwortlich zeichnete. München beheimatet die größte irakische Community in Deutschland, da ist es naheliegend, dass die Isarstadt auch pro-iranische Legionäre anzieht.
München war schon früh ein Ziel für irakische Studenten und politische Flüchtlinge. Bereits während des Ersten Golfkriegs in den 1980er Jahren und nach dem Schiitenaufstand gegen Saddam Hussein 1991 bildeten sich hier erste Netzwerke.
2009 nahm Deutschland im Rahmen eines speziellen EU-Projekts 2.500 besonders schutzbedürftige irakische Flüchtlinge auf. Ein Teil dieser Gruppe wurde gezielt in München angesiedelt, was die bestehende Community weiter stärkte.
Während der großen Fluchtbewegungen im Jahr 2015 war der Münchner Hauptbahnhof das zentrale Drehkreuz in Deutschland. Viele Iraker, die damals ankamen, blieben aufgrund bestehender Kontakte oder der guten Arbeitsmarktchancen direkt in der Region. Es ist bekannt, dass mit der Flüchtlingswelle auch schiitische Legionäre nach Deutschland kamen. Dazu später mehr.
München bietet als wirtschaftlich starke Metropole gute Jobperspektiven. Obwohl die Stadt teuer ist, ziehen die hohe Lebensqualität und die Präsenz arabisch-sprachiger Infrastruktur (Läden, Ärzte, Moscheen) weiterhin viele Zuwanderer an. So hat sich beispielsweise die irakische Gastronomie besonders im südlichen Bahnhofsviertel zu einer festen Größe entwickelt. Gastronomie ist ein Bereich, der – zwar mit schlechter Vergütung und schlechten Arbeitsbedingungen verknüpft – auch Flüchtlingen Arbeitsplätze bietet.
Die Hazara in Afghanistan
Schiiten in Afghanistan, primär die ethnische Gruppe der Hazara, eine persisch-sprachige Ethnie, stellen eine Minderheit von etwa 10–15 % der Bevölkerung dar. Sie leben hauptsächlich in Zentralafghanistan (Hazarajat) sowie in Städten wie Kabul. Aufgrund ihrer religiösen Überzeugung und ethnischen Herkunft werden sie seit Langem diskriminiert, verfolgt und sind besonders unter der Taliban-Herrschaft Opfer von Anschlägen. Sie bilden eine deutliche Minderheit gegenüber der sunnitischen Mehrheit (ca. 85-90 %)
Die Hazara wurden historisch verfolgt, um 1900 kam es zu einem Völkermord, bei dem große Teile der Bevölkerung vertrieben oder getötet wurden. Unter dem Taliban-Regime verschlechtert sich die Lage der Hazara zunehmend. Sie werden als "Ungläubige" betrachtet und sind Diskriminierung sowie Gewalt ausgesetzt. Außerdem verübt die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) regelmäßig Anschläge auf schiitische Moscheen, Schulen und Viertel.
Die Schiiten sind in Afghanistan oft vom Zugang zu Bildung und Arbeitsplätzen abgeschnitten und leben in ständiger Angst vor Gewalt. Das schränkt die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe massiv ein und hat prekäre Lebensverhältnisse zur Folge.
Das führte insbesondere nachdem die Taliban wieder an die Macht kamen dazu, dass viele Hazara in den Iran auswanderten. Auch dort wurden sie mit rassistischen Vorurteilen konfrontiert und lebten ebenfalls unter absolut prekären Verhältnissen.
Medienberichten zufolge lebten 2013, als die ersten Afghanen für die spätere Fatemiyoun-Brigade rekrutiert wurden, etwa 3 Millionen afghanischer Flüchtlinge im Land. Ungefähr eine viertel Million davon wurde jährlich zurück nach Afghanistan deportiert. In den Abschiebelagern wurde kräftig für die Fatemiyoun-Brigade geworben. Die Lebensbedingungen machten viele Harara zur leichten Beute für Abenteuer aller Art, auch Kriegseinsätze, beispielsweise in Syrien – sofern die Bezahlung einigermaßen stimmte. Ihnen wurde gesagt, sie sollten die heiligen Stätten bei Damaskus schützen. Andere sollen zwangsrekrutiert worden sein und wieder andere, wie der Afghane Ali-Reza Tavassoli, sahen im heiligen Kampf für das Mullah-Regime ihren Lebenszweck. Dieser wurde in Afghanistan geboren, zog „Wikipedia“ später in den Iran und studierte in Qom.
Die „Liwa Fatemiyoun“
Ali-Reza Tavassoli kämpfte bereits in den 1980er Jahren in einer afghanischen Freiwilligenbrigade auf Seiten des Iran im Irak-Iran-Krieg. Später kämpfte er in seinem Heimatland gegen die Taliban und 2006 für die Hisbollah im Libanon gegen Israel. Nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien machte er sich – angeblich aus eigenem Antrieb - mit einer kleinen Gruppe afghanischer Hazara auf den Weg nach Syrien. Dort sollen sie an der Seite der irakischen „Kata’ib Sayyid al-Schuhada“-Miliz gekämpft haben. Er soll Hazara-Milizen auch im Irak rekrutiert haben.
Schließlich erhielt er die Unterstützung des IRCG, um unter den im Iran lebenden Hazara weitere Freiwillige zu werben. Das IRCG übernahm den Sold und sorgte für die militärische Basis-Ausbildung von zwei bis vier Wochen, Geistliche aus Qom schworen sie ideologisch auf die Linie der iranischen religiösen Führung ein. Die IRCG gewährte Erleichterungen wie Aufhebung von Reisebeschränkungen und kümmerte sich um die Angehörigen der Gefallenen, der Märtyrer. Während ihres Einsatzes in Syrien wurden einige ihnen von libanesischen Hisbollah-Kämpfern gezielt für den Häuserkampf als Scharfschützen geschult.
Schiitische Legionäre als Schläfer in Deutschland?
Bekannt ist, dass Angehörige der Fatemiyoun-Brigade im Zuge der Flüchtlingswelle ab 2015 nach Europa, auch nach Deutschland kamen. Dem Bericht für das Jahr 2018 des Landesamts für Verfassungsschutz (LfV) Baden-Württemberg ist zu entnehmen, dass „in der jüngeren Vergangenheit einzelne Personen bei ihrem Asylantrag in Deutschland angegeben, für eine schiitische Miliz im syrischen Bürgerkrieg oder im Irak gekämpft zu haben“. Dabei handele es sich „um Gruppierungen, die von Iran gelenkt und unterstützt werden“. Diese „schiitischen Milizen repräsentieren in der Regel geschlossene nationale Einheiten mit jeweils iranischen, afghanischen und pakistanischen Kämpfern. Eine dieser Milizen trägt den Namen ´Liwa Fatemiyoun` (´Brigade der Fatimiden`); ihre Kämpfer werden unter Afghanen im Heimatland, in Iran und der kleinen afghanischen Gemeinschaft in Syrien rekrutiert. Über die Größe dieser Einheit gibt es keine gesicherten Angaben, wahrscheinlich ist sie zwischen 10.000 und 20.000 Mann stark. Zwar stellt diese Miliz sich selbst als Freiwilligenbrigade dar, es gibt aber auch immer wieder Berichte darüber, dass vor allem die in Iran lebenden Afghanen unter Drohungen zu einem Einsatz herangezogen werden. Auch in Baden-Württemberg haben Personen, die zuvor für die Brigaden aktiv waren, Asylanträge gestellt“.
Daraufhin kontaktierte die Autorin dieses Textes die Pressestelle des baden-württembergischen Innenministeriums und stellte einige Fragen zu diesen Asylsuchenden:
Lässt sich die Zahl der betreffenden Personen beziffern?
Was gaben sie als Asylgrund an?
Wie wurde über diese Asylanträge entschieden?
Nach welchen Kriterien wurde festgestellt, ob jemand wirklich gegen seinen Willen zum Kampfeinsatz in Syrien gezwungen wurde?
Wurden sie beispielsweise zu ihrem Verhältnis zu Juden und zu Israel befragt?
Was ist über den weiteren Verbleib der Betreffenden in Baden-Württemberg, bzw. Deutschland bekannt?
Kam es zu Straf- oder gar Gewalttaten? Antisemitische Straftaten?
Konnten Bezüge zum seinerzeit an der Alster ansässigen "Islamischen Zentrum Hamburg" beobachtet werden?
Die Antwort fiel recht knapp aus:
„´Liwa Fatemiyoun` wurde im Verfassungsschutzbericht 2018 erwähnt, da beim LfV zu dieser Zeit zahlreiche Hinweise auf diese Gruppierung eingingen. Aktuell spielt sie in der islamistischen Szene im Land keine Rolle mehr; entsprechende Erkenntnisse zu einzelnen Personen liegen dem LfV daher nicht mehr vor.
Im Verfassungsschutzbericht 2018 erfolgte keine Wertung oder Zuordnung, ob die genannten Kampfeinsätze in den Brigaden freiwillig oder unter Zwang erfolgten. Hier wurde lediglich auf öffentliche gegenteilige Berichte verwiesen.
Der gesetzliche Auftrag des Landesamtes für Verfassungsschutz Baden-Württemberg umfasst keine systematische Beobachtung von Asylsuchenden oder von Personen mit Fluchtgeschichte.“
Die Reaktion des BAMF
Das „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“ (BAMF) hielt sich ebenfalls ziemlich bedeckt und verwies auf die Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden:
„Das BAMF ist eine der ersten Anlaufstellen für Menschen, die aus ihren Heimatländern vor Gewalt, Krieg und Terror geflohen und nach Deutschland gekommen sind. Grundsätzlich handelt es sich bei jedem Asylverfahren um eine Einzelfallprüfung. Die Herkunft aus einem bestimmten Land sowie ein bestimmter Fluchtgrund sind relevant für die Prüfung eines Asylbegehrens. Allein an diesen entscheidet sich aber nicht die Zuerkennung eines Schutzstatus oder die Ablehnung des Asylantrags. Bewertet werden immer die individuell vorgetragenen Verfolgungsgründe.
Im Asylverfahren ist aber u.a. auch zu prüfen, ob Anhaltspunkte für das Vorliegen von Ausschlussgründen gegeben sind, die einer Schutzgewährung entgegenstehen. Im Falle einer Beteiligung an Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie an schweren nichtpolitischen Straftaten außerhalb des Bundesgebiets oder bei Zuwiderhandlungen gegen die Ziele und Grundsätze der Vereinten Nationen ist dies beispielsweise gegeben. In solchen Fällen ist der Betroffene von der Zuerkennung internationalen Schutzes ausgeschlossen; es greift das Konzept der Asylunwürdigkeit, das seine Grundlage in der Genfer Flüchtlingskonvention findet.
Speziell für das jeweilige Herkunftsland geschulte Entscheider und Entscheiderinnen prüfen durch gezielte Nachfragen, ob die vom Antragstellenden gemachten Angaben schlüssig sind. Das gilt für die Antragstellenden, die schwere Verbrechen benennen oder angeben, einer terroristischen Vereinigung angehört zu haben, gleichermaßen wie für alle Antragstellenden. In allen Fällen, in denen eine Mitgliedschaft oder die Beteiligung an einer schweren Straftat vorgetragen wird, leitet das BAMF diese Informationen an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden und Nachrichtendienste weiter, die derartigen Behauptungen nachgehen. Die Sicherheitsbehörden sind für die Prüfung der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens zuständig. Erkenntnisse der Sicherheitsbehörden können wiederum Eingang in die asylrechtliche Würdigung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge finden, z.B. bei der Prüfung der sog. Ausschlusstatbestände in § 3 Abs. 2 und § 4 Abs. 2 AsylG bzw. § 60 Abs. 8 AufenthG.
Das Bundesamt ist gesetzlich verpflichtet, mit den Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden des Bundes und der Länder zusammenzuarbeiten. Potenziell sicherheitsrelevante Hinweise, z.B. auf Extremismus, Terrorismus, Menschenhandel, Kriegsverbrechen, werden im BAMF durch mehrere Stellen geprüft und an die jeweils zuständigen Partnerbehörden geleitet.“
Das Vertrauen in die Sicherheitsbehörden
Auch der Hamburger CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph de Vries verwies auf die Zuständigkeit der Sicherheitsbehörden:
„Alle Entwicklungen und auch Äußerungen im Zusammenhang mit dem aktuellen Konflikt werden von den Bundessicherheitsbehörden sehr genau beobachtet und fortlaufend entsprechend bewertet. Wir lassen nicht zu, dass ausländische Konflikte auf deutschen Straßen ausgetragen werden – egal aus welchem Phänomenbereich. Es gibt null Toleranz für antisemitische und israelfeindliche Hetze. Unsere Antwort ist die wehrhafte Demokratie: wachsam im Netz und präsent auf der Straße.
Die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern gehen Hinweisen zu möglichen extremistischen Bestrebungen wie auch strafrechtlich relevanten Handlungen konsequent nach und prüfen kontinuierlich sämtliche Bekämpfungsmöglichkeiten, die der Rechtsstaat bereithält, auch in Bezug auf etwaige Aktivitäten von möglichen (ehemaligen) Anhängern/Sympathisanten der ´Liwa Fatemiyoun` in Deutschland.“
Gemessen an der Bedrohung, die von den Handlangern des IRCG ausgeht, scheint das Vertrauen in die Sicherheitsbehörden ziemlich blauäugig – zumal diese über keine Handhabe für politische Maßnahmen verfügen. Am Beispiel des „Islamischen Zentrums Hamburg“ (IZH), das seit 1993 unter Beobachtung des Hamburger Verfassungsschutzes stand und erste 2024 von der damaligen Bundesinnenministerin Nancy Faser (SPD) geschlossen wurde, lässt sich ablesen, wie langwierig es ist, Erkenntnissen Taten folgen zu lassen.
Dies ist die überarbeitete und aktualisierte Version eines Artikels, der zuerst in der Jüdischen Rundschau erschien.
Birgit Gärtner lebt als freiberufliche Journalistin und Autorin in Hamburg. Sie betreibt mit einer Kollegin den Blog Frauenstandpunkt.
Manchmal kann ich meine Gedanken nicht im Zaum halten. Als es heute in den – selbsternannten – Qualitäts-Medien hieß, man habe einen Spion und Einflußagenten des iranischen Terrorregimes festgenommen, habe ich spontan gedacht, -> sie hätten den Walther abgeholt! Jetzt war es nur ein ‚Froind’.
Das ist eigentlich nicht unsere (deutsche) Konfliktlinie, weder in die eine noch die andere oder eine sonstige Richtung, aber leider definitiv unsere Baustelle. „Dank“ der Globalisierung und unkontrollierter bzw. forcierter Massenzuwanderung ohne effektive Grenzkontrollen haben wir die 7 biblischen Plagen jetzt im Land und müssen damit umgehen. Abschieben allein wird nicht funktionieren. Das Problem hat hier bereits Wurzeln geschlagen und wird allein durch „ausschaffen“ nicht mehr zu lösen sein. Also muss die Architektur des Sicherheitsapparates angepasst werden. Wie genau das aussehen muss, regelt dann die neue politische Kraft. Die alten können es nicht und wollen es vermutlich auch gar nicht, denn die haben das Problem ja selbst ins Land gelassen. Da wird es denen auch nicht helfen, wenn sie permanent bei uns abschauen wollen, wie man es denn lösen könnte. Dass insbesondere die Partei der angeblichen „Inneren Sicherheit“ viel verspricht und dann nie liefert, wissen wir ja schon länger. ;-)
Die deutsche Sozialisation beinhaltet das Dogma: „Sind wir nett zu denen, dann sind die auch nett zu uns.“ Im Verhältnis zum Islam kann man davon nicht immer ausgehen. (Bei vielen Muslimen individuell wird man das können.) Denn in den Ländern des Islams wird Freundlichkeit und Nachgiebigkeit vielfach als Schwäche ausgelegt, die man als Stärkerer ohne Gewissensbisse ausnutzenn darf. Israel hat das lernen müssen und schlägt inzwischen vielfach sehr hart zurück. Deutschland hat es noch nicht gelernt.
Diese Naivität hat einen Preis, auch in Form von Blut. Neben den politischen Attentaten breiten sich ja auch, wie man liest, Schutzgelderpressungen aus.
Ob der Begriff „ Flüchtling“ hier zutrifft, sei dahingestellt. Zweifel sind erlaubt. „ interessant“, aber alles andere als überraschend ist der schon länger laufende soziologische Prozess. Man „ findet “ sich regelmässig dort ein, wo bereits eine Gruppe lebt u.s.w. , u.s.f. . Selbst wenn es sich in der ersten Tranche um „ friedliche Flüchtlinge “ handeln sollte, hilft es wenig, denn die nun Folgenden sind es nicht, sie werden allerdings gedeckt und können nun ihr Unwesen treiben. Auch hier wäre es begrüssenswert, den Prozess bzw dessen Anfänge zu begreifen, ein in Schland allerdings völlig irrealer Wunsch. Genausowenig wird auch nur ansatzweise natürlich begriffen, mit wem und was man es hier zu tun hat. Vor allem der weibliche Westmichel ist für die ( ethnokulturelle )Realität nicht zu haben.
Man sieht: die feindlichen Truppen stehen auf Abruf bereit im Land. Seit Jahren als „Schutzsuchende“ ins Land eingedrungen und millionenfach willkommen geheißen und voll alimentiert.
Die fünfte Kolonne des Islam in Wartestellung.
Prinz Eugen und Kampf gegen Muslime vor Wien war einmal.
Heute heißt es Teilhabe und Vielfalt, Religionsfreiheit und Straflosigkeit durch falsche Toleranz, und zuletzt Untergang durch eigene Dummheit.
„Im Auftrag der iranischen Revolutionsgarde werden immer mehr Anschläge auf Juden und iranische Oppositionelle in Deutschland verübt. Eine besonders gefährliche Personengruppe bilden schiitische Milizionäre aus dem Irak oder Afghanistan, die nach 2015 eingereist sind.“ --- Das kann ich mir gar nicht vorstellen, denn der Islam ist doch die Religion des Friedens! Deutschland hat doch Multikulti gewählt, damit sich Jeder*In hier heimisch fühlt. „Ich freu‚ mich drauf„ jeden Tag! INSHALLAH (Rr – Rübe runter)
Was wird erwartet, wenn ein Repräsentant Deutschlands öffentlich verkündet, Israel mache die Drecksarbeit für uns alle, dies angesichts des 1. US-israelischen Krieges gegen den Iran? Zu den völkerrechtsentsprechenden Beurteilungen der Iran-Kriege, wie auch zu den „Bildern“ von Gaza ist international inzwischen genug zu lesen, so daß sich jeder xelbst ein Urteil dazu bilden kann.