News-Redaktion / 22.01.2021 / 17:40 / 0 / Seite ausdrucken

Söders Koalitionspartner wagt Widerworte

Im Gegensatz zum harten Corona-Kurs von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) jetzt einen Kurswechsel. Um das vom Corona-Ausnahmezustand am längsten betroffenen Tourismus- und Gastgewerbe vor dem völligen Zusammenbruch zu bewahren, fordert Aiwanger, die Hotels und Skilifte im Februar wieder zu öffnen, berichtet u.a. welt.de. Außerdem regt er einen gemeinsamen Gegenkurs der Wirtschaftsminister an. Diese sollten gemeinsam «auch auf Bundesebene diese Öffnungsschritte einfordern» und nicht «wieder wie Kaninchen vor der Schlange warten, was von Frau Merkel und der Ministerpräsidentenkonferenz aus Berlin kommt», habe Aiwanger am Freitag in München erklärt.

«Bei Hotels seh' ich überhaupt keinen Grund, nicht öffnen zu dürfen», wird der stellvertretende bayerische Ministerpräsident und Bundesvorsitzende der Freien Wähler weiter zitiert. Die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin sollten «akzeptieren, dass man sich in einem Hotel nicht infiziert». Er sei auch überzeugt, «dass wir die Skilifte zeitnah öffnen können». Die Österreicher würden zeigen, dass das gehe. Auch die Heilbäder könnten mit guten Hygienekonzepten und Corona-Schnelltests am Eingang im Frühjahr wieder Gäste empfangen, habe er auf einem Tourismus-Forum der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) gesagt.

Scharfe Kritik äußerte Aiwanger an Übergriffen gegen Münchner Ausflügler im bayerischen Oberland. «Die Leute, die heute bespuckt werden, brauchen wir in ein paar Monaten wieder», als zahlende Gäste. Er würde sich fragen, warum die Gemeinden nicht lieber mehr Parkplätze für Ausflügler schafften, die in die freie Natur wollten, und dafür Parkgebühren kassierten. «Leute auszusperren und zu beschimpfen, ist nicht der richtige Weg.»

Vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt habe erklärt, dass heute drei Viertel der Gastwirte um ihre Existenz bangen würden, «viele befinden sich am Rande des Ruins». Der Münchner Wirt Jakob Portenlänger habe dies unterstrichen und gesagt: «Uns geht langsam die Puste aus. Die Novemberhilfe ist leider größtenteils immer noch nicht da.»

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