
Söder neigt zu Schmutzeleien, stellte einst sein Vorgesetzter Seehofer fest. Hier haben wir den QED Beweis. Das einzig Gute daran ist, dass Söder sich damit für die Kanzlerkandidatur disqualifiziert hat. Hoffentlich auch für das Amt des bayerischen MP.
ALLE hoffen nun auf eine Erdrutschbewegung der Unterstützung für die freien Wähler. Da könnte das Signal sein auf das die Oppositionellen im Land gewartet haben. Der Hauptfeind der Regierung ist nämlich unser bester Freund und könnte die Entscheidung bringen die freien Wähler über 5 Prozent zu heben. Dieses an Jämmerlichkeit und Doppelmoral kaum zu überbietende Schauspiel ist sichtbar ekelhafter als das fragliche Schreiben von vor 35 Jahren. Da läd ein Schüler “Vaterlandsverräter” zur “Hinrichtungstombola”. Kann man lustig finden, muss man aber nicht. Es ist bestenfalls “sprachliche Kontaktschuld” - also eine Luftnummer. Ein “Problem” ist darin nicht enthalten. Weder Antisemitismus noch irgendwas in der Nähe einer Holocaustverharmlosung. Daraus eine Staatsaffäre konstruieren zu wollen ist hochnotpeinlich, niveaulos, maximal haltungsorientiert (im Gegensatz zum Leistungsgrundsatz), verletzt eklatant jedwede Verjährungsvorschriften (die Verfassungsrang haben und hier absichtlich außergerichtlich unterlaufen werden!) und trieft vor billiger Widerlichkeit. Diese Söder-CSU legt damit hoffentlich den maximalen Bauchklatscher bei den Landtagswahlen hin.
Wer nur einen Funken Anstand hat, kann künftig weder die SZ noch den Söder unterstützen. D.h., die Akzeptanz dieser Niederträchtigkeit lässt sich an Abozahlen und an Wahlstimmen messen. Man darf gespannt sein.
Der Schaden, der für Bayern entstanden ist? Und immer noch entsteht. Montagabend in Landshut “Neue Eskalation im Streit um das Auschwitz-Flugblatt! Bei einem Wahlkampf-Auftritt im Landshuter Bierzelt hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder seinen Vize in Gestik und Mimik von Adolf Hitler imitiert: „Ich werde in München mal auf den Tisch hauen“, brüllt Söder mit markig-verstellter Stimme in den Saal.” Die Aufnahme sollte man sich anhören. Es wird immer peinlicher.
Als Schweizer wundere ich mich immer wieder, wie die „Nazi-Antisemitismus-Klatsche“ in der BRD-Politik jedesmal wieder funktioniert. Schnappatmung und Krokodilstränenströme bei den involvierten Gerechten, die im Hier und Jetzt ungestraft jeden hoch gefährlichen Blödsinn (Baerbock)von sich geben und die dümmst möglichen Entscheidungen (Habeck, Lauterbach und Konsorten) für, sorry, gegen Deutschland treffen dürfen. Es ist ein Jammer. Man balgt sich um 35 Jahre zurückliegenden Bockmist und verpasst die Bewältigung der Gegenwart. Ich versteh es nimmer. Was ist aus diesem Land, dessen Literatur, Musik und Philosophen ich bewundere, nur geworden?
1. Nicht Hubert Aiwanger, sondern sein Bruder hat das sogenannte Flugblatt gegen die “Vaterlandsverräter” verfasst. 2. Eine “antisemitische” Absicht ist logisch nicht ersichtlich, es richtet sich lediglich gegen irgendwelche “Deutsche”. 3. Die Tatsache, dass Hubert Aiwanger das Ding in seiner Schultasche hatte, kann sowohl bedeuten, dass er seinem Bruder bei der Verteilung helfen wollte, als auch dass er genau das verhindern wollte und es deshalb einkassiert hat. - Der Sachverhalt ist überhaupt nicht geklärt, aber die Hetze der Medien ist in vollem Gange. Angeblich gestandene Journalist*innen schwafeln verleumderisch von “Antisemitismus” und “Aiwanger” und disqualifizieren sich damit fachlich wie moralisch. Und auch Herr Söder ergreift eine weitere Gelegenheit, seinen schmutzelnden Charakter eindrucksvoll unter Beweis zu stellen. Es wäre schön, würden die Brüder Aiwanger jetzt mal zur Klärung des Sachverhalts konstruktiv und zufriedenstellend beitragen.
Als Aiwnger würde ich die Koalition aufkündigen wegen mangelndem Vertrauen. Dann wird klar dass der Söder mit den Grünen kungelt - und dann mal sehen wie die CSU abschneidet.
Diese Aktion der SZ um die Grünen doch noch irgendwie in die Regierung zu hieven kommt zu früh vor der Wahl. Da konnten wohl einige das Wasser nicht mehr halten. Wenn nicht doch noch weitere “Schmutzeleien” von Aiwanger ausgegraben werden, kann das Thema bis dahin so nicht mehr ohne Konsequenzen für ihn am köcheln gehalten werden. Entweder er hält durch - dann dürfte es für die FW eher ein Vorteil sein, denn bis dahin dürften die Wähler das billige Manöver durchschaut haben. Oder er gibt auf. Dann dürfte sich eine Absetzbewegung eher Richtung AfD ergeben. Ein Heidenspaß wäre es natürlich, wenn eine CSU/FW-Koalition nur mit Tolerierung der AfD regieren könnte. Dann buche ich ein (Gratis-)Abo der SZ!
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