Thomas Maul, Gastautor / 15.12.2020 / 06:24 / Foto: Pixabay / 31 / Seite ausdrucken

Dokumentation: Skandale der PCR-Massentestung (2)

Die PCR-Massentestung ist als Begründungsbasis für staatliche Maßnahmen aufgrund mangelnder einheitlicher Standards nicht einmal für sich allein betrachtet vernünftig, sie ist weder in sich stimmig noch wenigstens im Sinne des Infektionsschutzgesetzes rechtskonform. In einer sechsteiligen Beitragsreihe werden hier sämtliche Verstöße gegen die Gebote wissenschaftlich seriöser Datenproduktion, -erhebung und -präsentation dokumentiert. Sie könnten in Zukunft bei der Aufarbeitung der Krise und ihrer Folgen auch juristisch relevant werden. In der zweiten Folge: Dual-Target-Tests?

Es ist eine unbestrittene Tatsache, dass ein PCR-Test kein vollständiges und intaktes Virus detektieren, geschweige denn ein entsprechend der Definition von Infektion durch das Infektionsschutzgesetz vermehrungsfähiges Agens nachweisen kann. Ein guter PCR-Test könnte, vernünftig gebraucht, den (durch Symptome gegebenen) Verdacht auf Infektion/Infektiosität allerdings erhärten. 

Der PCR-Test sucht lediglich nach einzelnen Genabschnitten, die einem Virus als repräsentative und charakteristische Bestandteile zugeschrieben werden. Um diese nahezu unsichtbaren Moleküle überhaupt sichtbar zu machen, muss das Probenmaterial einerseits per Verdoppelungszyklen vergrößert/vermehrt werden. Damit Positiv-Ergebnisse in Hinblick auf mögliche Infektionen („Viruslast“, „Virusmenge“) aussagekräftig sind, ist andererseits die Anzahl der Vermehrungszyklen zu begrenzen, was als Ct-Grenzwert in der ersten Folge dieser Artikelreihe verhandelt wurde. Ein „streng“ designter bzw. anspruchsvoller PCR-Test würde nach drei (oder mehr) Genabschnitten suchen und eine auf Aussagekraft und Zuverlässigkeit setzende Auswertung das Testergebnis erst dann als insgesamt positiv ausgeben, wenn alle drei (oder mehr) Ziele nach möglichst wenigen Vermehrungszyklen (Ct-Wert <30, ideal 10–15) detektieren.

Das RKI über Testanforderungen

Das RKI agierte diesbezüglich etwas anspruchsloser und setzte im Kampf gegen Corona vor allem auf Dual-Target-Tests, womit unabhängig vom realen Infektionsgeschehen von vornherein entschieden war, dass man mehr „Infizierte“ finden würde, als man mit Tests gefunden hätte, die nach drei oder mehr für das Virus charakteristischen Genabschnitten suchen. Gleichwohl weiß auch das RKI um die Diffizilität der ganzen Testerei, wie sich in folgender Veröffentlichung andeutet:

Eine Testung ist indiziert, wenn aufgrund von Anamnese, Symptomen oder Befunden ein klinischer Verdacht besteht, der mit einer SARS-CoV-2 Infektion (COVID-19) vereinbar ist […]. Bei niedriger Prävalenz und niederschwelliger Testindikation (einschließlich der Testung asymptomatischer Personen) werden an die Spezifität der Teste im Hinblick auf den positiven Vorhersagewert hohe Anforderungen gestellt. Dem tragen z. B. "Dual Target" Tests Rechnung. Unabhängig vom Testdesign sind jedoch grundsätzlich die für einen Test vorliegenden Daten zu den Leistungsparametern entscheidend. Die verwendeten Targets (Zielgene) können sich zwischen verschiedenen Testsystemen sowie innerhalb eines Testsystems (z. B. im Falle von "Dual Target"-Tests) in ihrer analytischen Spezifität und Sensitivität unterscheiden. [Hervorhebungen, T.M.]

Ein wenig merkwürdig ist es schon, wenn die führende Behörde bei der „nationalen Teststrategie“, welche die konkrete Kontaktnachverfolgung (Quarantänisierung) gewährleisten und das allgemeine „Infektionsgeschehen“ abbilden soll, um mit passenden bevölkerungspolitischen Maßnahmen darauf zu reagieren, nicht den Einsatz einheitlicher PCRs erzwingt, sondern selbstverständlich von vielfältigen Testsystemen ausgeht, die in ihrer Qualität (Werte für Spezifität und Sensitivität) unterschiedlich gut und auch noch auf differierende Ziele (Targets) ausgerichtet sind. Schließlich bedeutet es die Inkaufnahme von Willkür, wenn ein und derselbe Mensch vom einen Test positiv und vom anderen negativ getestet würde. 

Selbstverständnis des Dual-Target-Tests

Aber sei es drum. Als guter Dual-Target-Test gilt beispielsweise der weitverbreitete cobasT SARS-CoV-2 Test der Firma Roche, der dem von Tib Molbiol vertriebenen Drosten-Test in den Targets recht ähnlich ist. Der Herstellerbeschreibung bzw. Gebrauchsanweisung nach sucht dieser Test in den Rachen- und Nasenabstrichen von Menschen „mit Covid-19-Symptomen“ [!] (das sind keine spezifischen, sondern allgemeine Erkältungssymptome) nach zwei RNA-Abschnitten, von denen ein Stück (orf1) dem SARS-CoV-2 als spezifischer Bestandteil zugeschrieben wird, während das zweite (E-Gen) auch für andere Coronaviren typisch ist. „Die Amplifikate werden in zwei verschiedenen Detektionskanälen erfasst und differenziert.“ 

Es liegt nun in der eigentlich unverhandelbaren Logik dieses Tests, ihn nicht bei asymptomatischen Menschen einzusetzen, was uns in einer anderen Folge beschäftigen wird. Zudem gehört es selbstverständlich zum Sinn von Multi-Target-Tests als solchen Proben erst dann als positiv zu werten, wenn alle Targets (nach möglichst wenigen Vermehrungszyklen) detektieren. 

Dual-Target-Tests in der Praxis

Und doch teilte beispielsweise eben jenes Augsburger MVZ-Labor, das im Herbst mit einer extrem hohen Falsch-Positiv-Rate auffallen wird, bereits am 3. April 2020 hier mit, was inzwischen vom Netz genommen wurde, aber per Screenshot dokumentiert bleibt: 

Ab sofort geben wir auf unseren Befunden nur noch das Ergebnis positiv oder negativ aus. Bisher erhielten Sie in Abhängigkeit vom verwendeten Test zwei Ergebnisse. Falls die Probe mit dem Verfahren der Fa. Roche analysiert wurde, haben wir die Messergebnisse für beide Zielsequenzen der PCR (ORF1 und E-GEN) getrennt angegeben. Das ORF1-Gen ist dabei für SARS-CoV-2 spezifisch, während das E-Gen auch in anderen Corona-Viren vorkommt. Die Fälle, in denen nur das ORF-Gen amplifiziert wurde, haben wir auch bisher schon positiv bewertet. Wenige Fälle mit isoliert positivem E-Gen wurden als fraglich eingestuft und führten deshalb immer wieder zu Rückfragen und Problemen hinsichtlich des weiteren Managements betroffener Patienten. Unter Berücksichtigung der epidemiologischen Situation und der insgesamt gestiegenen Positivrate folgen wir ab sofort der WHO-Empfehlung [sic!] und geben ein Ergebnis bereits dann als „positiv“ heraus, wenn nur [sic!] das E-Gen amplifiziert wurde. Um den Befund zu vereinfachen, erscheint deshalb zukünftig nur noch ein Gesamtergebnis (positiv oder negativ). Ein Ergebnis ist positiv, wenn mindestens eine der beiden Zielsequenzen […] im Abstrichmaterial nachgewiesen wurde. Falls die Probe mit Verfahren von rBiopharm oder TibMolbiol analysiert wurde, haben wir bisher getrennte Screening- und Bestätigungstests durchgeführt. Analog zum oben beschriebenen Vorgehen beschränken wir uns aufgrund des hohen positiven Vorhersagewerts bei steigender COVID-19-Prävalenz auf den bisherigen Screeningtest, der auf das E-Gen zielt.

Das ist in mehrfacher Hinsicht problematisch. Es ist erstens nicht Aufgabe der Labore, Befunde interpretierend zu vereinfachen, und war auch nicht nötig. Schließlich wäre es bei Dual-Target-Tests zweitens sachlich geboten und bereits einfach gewesen, das Gesamtergebnis nur dann als positiv herauszugeben, wenn beide Zielsequenzen positiv sind, und in allen anderen Fällen als negativ. Werden etwa aus Gründen der Transparenz die Ergebnisse beider Targets überhaupt getrennt und gar noch der jeweilige Ct-Wert mit angegeben, dann wäre es drittens Aufgabe des behandelnden oder des beispielsweise über Quarantänisierung verfügenden (Amts-)Arztes gewesen, die Laborbefunde zu interpretieren. Viertens widerspricht es dem Funktionswesen des Dual-Target-Tests, auch dann positive Gesamtergebnisse herauszugeben, wenn nur eine Zielsequenz detektiert. Der Gipfel aber ist es, fünftes, so auch ausgerechnet mit jenem Gen zu verfahren, das für SARS-CoV-2 gar nicht spezifisch ist (E-Gen), und diese Entscheidung sechstens in einer Zeit zu treffen, da die Coronaviren Saison haben, während gleichzeitig die Verbreitung von SARS-CoV-2 rückläufig ist, was im ersten Halbjahr seit Mitte März der Fall war. (Vgl. RKI-Grafik, Abbildung 7, hier)

Sachliche Konsequenzen und juristische Implikationen

In der Praxis fühlen sich die Labore beim Melden von positiven Testergebnissen offensichtlich nicht an die Gebrauchsanweisungen der Hersteller bzw. die Funktionslogik des jeweiligen PCR-Test-Designs gebunden und erfinden frei (oder mit Verweis auf eine WHO-Empfehlung, die Single-Targets zulässt) eigene und neue Kriterien, die sie zwischendurch auch noch verändern, nach denen sie entscheiden, ab wann die Resultate von beliebigen Vermehrungszyklen einer beliebigen Anzahl von RNA-Zielen als „positives“ Gesamtergebnis gemeldet werden. Und jedes Labor scheint hier individuell verfahren zu dürfen. Weder das Gesundheitsministerium noch das Robert-Koch-Institut, das die von den Laboren gemeldeten Daten sammelt und summiert als „Infektionsgeschehen“ darstellt, trägt durch eindeutige Vorgaben und ein Qualitätsmanagement, das die Labore entsprechend kontrolliert, dafür Sorge, dass die „nationale Teststrategie“ halbwegs vernünftigen und einheitlich vordefinierten Standards folgt. Im Gegensatz dazu war ein durch den Einsatz von verschiedensten Testsystemen – die auch noch frei gehandhabt werden – vorprogrammiertes Chaos einkalkuliert. 

Man hätte den Verdacht aufs Vorhandensein eines intakten Virus (nicht bloß von Virentrümmern) an ein positives Ergebnis fürs ORF-Gen, E-Gen, N-Gen und M-Gen koppeln können, und den für seine Vermehrungsfähigkeit an einen Ct-Grenzwert von 10–15. In der Test-Realität wurden aus weniger zuverlässigen Dual-Target-Tests auch noch Single-Target-Tests, die sich mit der Detektion einzelner auch unspezifischer Gene zufriedengaben, sodass niemand nachvollziehen wollte oder konnte, wer von den positiv Getesteten eigentlich auf wie viele und welche RNA-Abschnitte nach wie vielen Zyklen detektierte. Auch von Drosten war zur bekannt gewordenen schlechten, gar missbräuchlichen Verwendung seines – nach Experteneinschätzung ohnehin schon mittelmäßigen – Tests in den Laboren kein Einspruch zu hören. Stattdessen behauptet er noch Ende September für „das PCR-Verfahren“ eine „wasserdichte Diagnostik“.

Das Infektionsschutzgesetz definiert Infektion (in §2) als Aufnahme eines vermehrungsfähigen Agens im menschlichen Organismus und seine nachfolgende Vermehrung. Entscheidende Voraussetzungen, dank derer der PCR-Test bei symptomatischen Menschen einen Beitrag zur Verdachtserhärtung leisten könnte – ein Ct-Wert von unter 30 (bevorzugt 10–15) und wenigstens zwei (besser drei) bestätigte Zielsequenzen, von denen mindestens eine SARS-CoV-2-spezifisch sein sollte – wurden von der „nationalen Teststrategie“ jeder Behauptung eines „‚Goldstandards‘ für die Diagnostik“ (RKI) zum Trotz nicht erfüllt. Viele positive Tests sind dadurch nicht unbedingt falsch-positiv im anspruchslosen Sinn bloßer RNA-Auffindung, aber wertlos für die Bekräftigung eines Infektionsverdachts. Sie hätten in einer Meldestatistik zu „Neuinfektionen“ oder gar „Covid-19-Fällen“ nichts verloren.

Eine weitere Voraussetzung für in Hinblick auf Infektionen halbwegs aussagekräftige PCR-Tests besteht darin, die selbst bei optimal gebauten und gehandhabten Tests unvermeidliche Rate falsch-positiver Ergebnisse gering zu halten. Dies gilt umso mehr, wenn positive Testergebnisse als alleinige Begründung für die Einschränkung von Grundrechten Einzelner und/oder der Gesamtbevölkerung herhalten. Von der Einwicklung und Einhaltung vernünftiger Standards kann auch hier keine Rede sein. Im Gegenteil wurde die Falsch-Positiven-Rate wissentlich hochgetrieben, wie sich in der nächsten Folge zeigen wird.

Teil 1 finden Sie hier.

Teil 3 finden Sie hier.

Teil 4 finden Sie hier.

Teil 5 finden Sie hier.

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Leserpost

netiquette:

M.Friedland / 15.12.2020

Die Aussagen zu der diesjährigen Influenza sollten berücksichtigen, daß sich die Auswirkungen der Wintergrippe üblicherweise erst Anfang des Jahres zeigen; im Jahr 2018 zB gab es die erhebliche Erhöhung der Sterbezahlen erst Ende Februar, dann den März hindurch.

Judith Panther / 15.12.2020

Mit dem Drosten-Test die Zahl der Infektionen zu ermitteln ist, als würde man die Krümel auf dem Boden vor einer Dorfbäckerei zählen und daraus die Zahl der im ganzen Land gebackenen Brötchen errechnen. Drostens „Papaya“-Test macht aus jeder Scheibe Salami ein ganzes Schwein und die Mitläufer und Maulhuren des Staatspropagandaministeriums beschwören von morgens bis abends, daß das Schwein lebt und gerade dabei ist, ganze Dörfer niederzutrampeln. Aber die erzählen uns ja auch seit Jahren, daß es sich bei den Horden halbbekleideter, minderbemittelter Männer im besten Kampfesalter auf Racketes Trojanischen Seepferden in Wirklichkeit nur um harmlose Grüppchen unbegleiteter Minderjähriger mit Ingenieurs-Diplom handelt, die es nicht erwarten können, den Altparteienwählern im Seniorenheim den Hintern abzuputzen.  (Aus MERKEL HAT FERTIG -  Buchblock gratis per Mail im Anhang. Anfrage an whistleblowjob@t-online.de genügt)

Judith Panther / 15.12.2020

Jetzt aber mal ein dreifach Hoch! und Dankeschön mit Stern an Thomas Maul für diese Ausführungen von seltener Klarheit und Unmißverständlichkeit!  @Stephan Zeyn: Ja. Sie dürfen. Als ich das erste Mal davon hörte habe ich es auch nicht geglaubt, ich war überzeugt, das könne sich nur ein Verschwörungstheoretiker ausgedacht haben. Doch es stimmt. Somit haben wir es hier mit dem Straftatbestand u.a. des Vorsätzlichen Betruges zu tun. Nur einer von vielen, wie inzwischen immer deutlicher wird und allesamt strafbar. Deshalb werden sich diese Jahrhundertverbrecher bald vor Gericht erklären müssen. Natürlich nicht vor der deutschen Justiz, die sich derzeit kadavergehorsam und feige vor der Verantwortung wegduckt, die Serienvergewaltigung unserer Grundrechte endlich zu ahnden und schon wieder sind es die USA, die sich daranmachen müssen, die jüngsten Verbrechen der Deutschen juristisch aufzuarbeiten – siehe Sammelklagen von Dr. Füllmich und seinem Corona-Ausschuß gegen Drosten. Ich schlage als Verhandlungsort den Justizpalast Nürnberg vor.

Alexander Mazurek / 15.12.2020

Die Covid-19(84) Plandemie ist ein Beispiel für die ewige Gültigkeit des platonischen Höhlengleichnisses im ach so aufgeklärten 21. Jh., in dem die Mehrheit der Menschen den auch öffentlich-rechtlichen Schatten an der Höhlenwand tief GLAUBT, Dr. Luder wäre auf soviel “sola fide” bestimmt stolz ....

Th. Wagner / 15.12.2020

@Hauke Fürstenwerth: Vielen Dank für die ergänzende Beschreibung des Analyseverfahrens. In Ihrem Fazit beschreiben Sie genau das, was die Hersteller in Ihrem “Manuel” ebenfalls sagen.—Sehr erstaunt hat mich Ihre Aussage “Von den DNA-Fragmenten werden solche ausgewählt, von denen man vermutet, dass die korrespondierenden RNA-Fragmente nur im SARS-Cov-2-Virus vorkommen.” Gestolpert bin ich über das Wort vermutet. Je mehr man sich mit der Materie befasst, um so skandalöser wird der ganze Hype und die besonders falsche Berichterstattung über die “Neuinfektionen”. Leider scheinen die Damen und Herren in der Politik, insbesondere in den Ministerien Ihre Lügen inzwischen selbst zu glauben. So nach dem Motto von J. Göbbels, man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, dann wird die Lüge zur Wahrheit.—Das Schlimme ist diese Panik. Jede sachliche Diskussion über die teils schweren Verläufe der Krankheit wird erstickt, sodass es keine vernünftige Diskussion aus dem Dilemma gibt.

Gabriel Bagradian / 15.12.2020

An Herrn Stephan Zeyn: Wie Sie es formuliert haben, stimmt es nicht ganz. Das E-Gen ist Bestandteil von SARS-CoV2, aber es kommt auch in anderen Viren vor. Der Nachweis dieses Genes bei einem Menschen ist also nicht mehr als ein Indiz, dass er mit SARS-CoV2 infiziert sein *könnte*. Dass auf dieser Grundlage Quarantäne verhängt wird, ist, sagen wir es mal vorsichtig, fragwürdig.

T. Schneegaß / 15.12.2020

@Volkmar du Puits: Wie es um Mathe-Kenntnisse bei der Schafherde bestellt ist, kann man an der Reaktion auf die täglichen Panikzahlen ablesen, die man auch aus einer Lostrommel ziehen könnte. Ob man 1000 oder 1 Million meldet, ändert NICHTS an den Zahlen der tatsächlich Erkrankten oder Toten. Diese erkranken oder sterben nicht in Abhängigkeit einer “gemeldeten Infektionszahl”, die Testpersonen liefern. Nimmt man die Anzahl Tests und den prozentualen Anteil “erkannter (oder gewollter) Neuinfektionszahlen”, kann man auf die “erkannten (oder gewollten) Neuinfektionszahlen” schließen, wenn 80 Millionen getestet würden. Dass die Herrscher über die Schafherde nicht täglich einfach so Millionen “Neue” erfinden und melden, kann nur zu dem Schluss führen, dass sie tatsächlich befürchten, die Herde rennt bei solcher Steigerung der Panik geschlossen in den todbringenden Elektrozaun. Ganz ohne Volk würde es ja auch für die Terroristen “über"lebensgefährlich.

T. Schneegaß / 15.12.2020

@Steffen Lindner: Ergänzend zu Ihrer Antwort an Winston Schmitt: Aufgrund der absurden Begründung seitens der ARD, eine paritätisch besetzte Diskussionsrunde zu Corona im ÖRR nicht durchzuführen, hat der Petent Bastian Barucker eine zweite Petition gestartet. Sie kann auf openpetition unter “corona debatte” gezeichnet werden.

Max Anders / 15.12.2020

Nachdem ja der Ostbeauftragte Marco Running Gag endlich festgestellt hatte, daß die AFD Hochburgen quasi die aktuelle Hotspot Hitliste anführen, würde mich mal brennend interessieren, wie speziell die Labore in (Ost)Sachsen die PCR Tests handhaben. Man liest garnix über die Anzahl der Tests in den Landkreisen und über die Anzahl von Zielsequenzen und Ct Werten brauchen wir uns ohnehin keine Gedanken machen. Der Landkreis Görlitz in welchem Ministerpräsident Kretschmar 2017 sein CDU Bundestags-Erbmandat an Chrupalla verlor, wird aktuell richtig hochgehypt und hat sachsenweit den höchsten Anteil an in diesem Jahr Verstorbenen mit positivem PCR Testergebnis (aktuell rund 6,5 % aller jährlich Verstorbenen aufs Mittel der Jahre 2010-2019). Sachsens größte Stadt und Ballungszentrum Leipzig (immerhin Platz 4 der “kriminellsten” Städte in Deutschland) liegt dort übrigens bei 0,75%. Wird aber aber auch von der SPD regiert und die 45.000 Teilnehmer fassende Anti Corona Demo und die allwöchentlichen Connewitzer Festspiele scheinen der fast makellosen Corona-Bilanz keinen Abbruch getan zu haben. Das entspricht weniger als einem Achtel des Görlitzer Wertes. Der Anteil der “Covid-Toten” liegt unterhalb der Schwankungsbreite der absoluten Todeszahlen der letzten 10 Jahre in allen einzelnen Landkreisen.  Die Statistiken kann man aus den offiziellen RKI Zahlen und denen von regionalstatistik.de zusammensetzen. 

Dietmar Richard Wagner / 15.12.2020

Wie der erste Teil ein gut lesbarer und in der Argumentation nachvollziehbarer Text, vielen Dank! - - Es folgt eine Verständnisfrage, um die Argumentationskette wasserdicht zu machen. § 2 IfSG “Im Sinne dieses Gesetzes ist ... 2. Infektion die Aufnahme eines Krankheitserregers und seine nachfolgende Entwicklung oder Vermehrung im menschlichen Organismus,”. Mir fällt auf, dass oft, auch im Artikel, “Entwicklung oder” weggelassen wird. Da der Gesetzgeber hier differenziert, müsste es einen Unterschied geben. Welchen? Spricht man bei Viren vielleicht generell nicht von “Entwicklung”?

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