@ sybille eden. Was jetzt am National-Sozialismus genau links und was rechts war, darüber kann man lange streiten. Ich sehe jedenfalls viele Gemeinsamkeiten mit dem, was allgemein als linkstotalitär bezeichnet wird. Fakt ist, daß Stalin deswegen den „Faschismus“-Begriff propagierte, weil er verhindern wollte, von National-„Sozialisten“ sprechen zu müssen, damit niemand auf den naheliegenden Gedanken käme, sein Sozialismus könnte damit irgendetwas gemein haben. Dabei war doch der Faschismus die Eigenbezeichnung für das autoritär-totalitäre System des Benito Mussolini. Ich vermeide den Begriff „Faschismus“, wenn es um den National-Sozialismus geht. Von National-Sozialismus reden Linke nicht gerne, weswegen sie, wenn es sich nicht vermeiden läßt, lieber zu Abkürzungen wie „NS“ oder „Nazi“ greifen. Der Gedanke, den real existierenden International-Sozialismus mit dem National-Sozialismus zu vergleichen, soll nicht zugelassen werden.
@Hjalmar Kreutzer & Horst Jungsbluth: Während andere kritische Sendungen, an “Kennzeichen D” erinnere ich mich am deutlichsten, von uns in der DDR mit Interesse geschaut wurden, geschah es bei das bei Löwenthal - wenn überhaupt - deutlich distanzierter. Seine Kommentare klangen in unseren Ohren boshaft und gehässig, also nicht nur gegen das System im Osten gerichtet, sondern gegen alles dort, einschließlich der Menschen. Leider war genau diese Haltung dann 1990ff die typischere bei denen, die mit “Buschzulage” in das Neuland geschickt wurden, während die dortigen Einheimischen mit gleicher Selbstverständlichkeit deutlich schlechter bezahlt wurden, noch viele Jahre lang. Wer das mit Produktivitätsunterschieden rechtfertigt (wie damals), kennt wohl das auf uns losgelassene, oft kriminelle Westpersonal nicht. Viele Dörfer und auch Städte sind noch heute schwer verschuldet, als Folge solch “qualifizierter” Beratung. Warum das Geld aus dem Westen kaum zu Besserung im Osten führte? Weil es - gezielt” - solchen Typen in die Taschen floß. Ganz wie es jetzt, dank Corona, ganz Deutschland erleben kann. Ja, auch damals ging es schon bis in die Milliarden bei manchen Raubzügen. (An die Bremer Vulkanwerft erinnere ich mich noch, gut, da waren es ‘nur’ ca. 850 Millionen, die nie im Osten ankamen.) Neben diesen Raubrittern waren die West-Sympathisanten des alten DDR-Systems und sonstige Westlinke die nächstgrößere Gruppe derer, die uns erklärten, wo es langgeht. Sachliche Kritiker und wirklich Hilfreiche waren dagegen selten. Die hatte vermutlich in ihren Heimatorten schon genug zu tun. Denn natürlich: Vor Ort im Westen waren die Glücksritter und Ideologen, die wir im Osten am Hals hatten, meist eine nicht sichtbare Minderheit. Deshalb haben ja so viele bis heute nicht verstanden, was in den 1990ern im Osten geschah. Mit Absicht der Mächtigen.
Ich verstehe das nicht, wenn Nannen ein Nazi und bei der SS war, war er doch ein Linker. Oder wollten die Nationalsozialisten nicht den arischen Sozialismus in die Welt bringen ?
Mir war Löwenthal lieber.
@Hjalmar Kreutzer: Sie haben korrekt beschrieben, dass das “ZDF-Magazin” mit Gerhard Löwenthal selbst im Westen mit Sudel-Edes “Schwarzer Kanal” in einem Topf geworfen wurde. Meine Verwandtschaft in der DDR!!! hat mich damals erst darauf aufmerksam gemacht, dass die Beiträge des “ZDF-Magazin” die Zustände in der DDR zutreffend beschreiben. Sein Team wurde von 70 Stasi-IMs “begleitet” und man wollte ihn unbedingt zum Nazi stempeln, was deshalb nicht funktionierte, weil er Jude war und wohl die NS-Zeit nur durch Glück überlebt hat. Nannen wurde verehrt und Löwenthal gehasst, selbst bei den Medien.
Die Funk-Jungfunktionäre aus dem virtuellen Propagandaministerium, das in der Ära Merkel geschaffen wurde und außerhalb der Bundesbehörden aus Rundfunkbeiträgen und aus steuerfinanzierten Staatszuschüssen finanziert wird, haben nichts anderes geleistet, als den Wikipedia-Artikel über Nannen abzuarbeiten. Die relevanten Quellen sind dort seit mindestens sechs oder acht Jahren angeführt. Was die Funkies nicht erwähnten war, dass Nannen 1940 ein 26jähriger war, der bis 1945 alles tat, um nicht an die Front zu müssen. Da hatten es die Funkies gut, sie mussten dank Guttenberg und Merkel nicht mal mehr - völlig risikolos - den Wehrdienst verweigern. Wenn mich irgendetwas ankotzt, ist es die Selbstgerechtigkeit spätjugendlicher Moralscharfrichter*innen, die sich in keiner Weise in die Lebensumstände und den Zeitgeist früherer Generationen einlesen und eindenken können. Sie sind zu doof zu erkennen, dass auch sie nur Kinder ihrer Zeit sind. (Was bei Hunderten sich jüngst in der Blitzkonversion zu Bellzistinnen und Bellizisten ausdrückte - freilich weit vom Schuss und sicher, nicht eingezogen zu werden.)
Wolfgang-Röhl-Preis wär doch was. Nachdem Beitrag allemal. Ein Genuß.
Als Nächstes werden Sternfunk oder ein anderes wokes Hetzwerk die Nannen-Tagebücher hervor kramen. Dann ist aber endgültig Schluss mit dem Herrn. “Welches Unglück! Massive Blähungen und seit Tagen ein mülliges Aufstoßen. Dabei erwarte ich den Minister am Nachmittag! Wie kann ich gottbegnadet werden, wenn ich rund um die Uhr rülpse und furze?... “
@Thomas Hechinger: Ihre Version von “Der Mörder ist immer der Gärtner” hat gute Aussichten auf den Henryk-Broder-Preis für die genialste Parodie auf der Achgut-Kommentarspalte 2022!
Na, wenns nur der Stern wäre….schaue wir doch mal, wies mit der Vergangenheitsbewältigung im Hause Willi Geiger steht. Was Sie kennen das Haus Willi Geiger nicht? Die heißen so lange bei mir -das Haus Willi Geiger- bis sie mal mit der Vergangenheit ihres am längsten gedienten Richters aufgeräumt haben. Wird womöglich seine Pension auch aus Zeiten bevor er dem hohen Hause gedient hat Bezugen haben. Zitate aus Wikipedia: “1940 verfasste er bei Wilhelm Laforet eine Dissertationsschrift zum Thema Die Rechtsstellung des Schriftleiters nach dem Gesetz vom 4. Oktober 1933.[1] Darin rechtfertigte er unter anderem die Berufsverbote für jüdische und linke Journalisten. Die Vorschrift habe „mit einem Schlag den übermächtigen, volksschädigenden und kulturverletzenden Einfluß der jüdischen Rasse auf dem Gebiet der Presse beseitigt“.” “1941 bis 1943 war Geiger als Staatsanwalt am Sondergericht Bamberg tätig. Er erwirkte dort in mindestens fünf Fällen Todesurteile,[5] darunter gegen einen 18-Jährigen, der sexuelle Handlungen an einer Minderjährigen, die etwas jünger als er selbst war, begangen haben soll. Ein Gnadengesuch des Verteidigers wegen der Jugend des Angeklagten wies Geiger zurück. Er nahm an der Hinrichtung teil und setzte durch, dass sie durch Plakate und Pressehinweise öffentlich bekannt gemacht wurde.” Zitate Ende Der Schmutz wird im Hause Willi Geiger, seit Gründung 1951 ausgesessen….. Frage mich ob sein Bild noch in der Ahnengalerie ausgehängt ist…..
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