• Erwerbsalter – Rund 24 Prozent aller deutschen Beschäftigten (im Osten 28 Prozent) gehören zur Altersgruppe 55–64 Jahre. Deutschland hat damit die älteste Erwerbsbevölkerung der Welt. Bis 2040 wird die Beschäftigtenzahl um vier bis fünf Millionen Personen (≈ 8–10 Prozent) sinken. In Ostdeutschland dürfte der Rückgang etwa 20 Prozent (≈ 1,5 Millionen) betragen. Die Auswanderungswelle in Höhe von 300.000 jährlich ist nicht enthalten; eine fiktive Zuwanderung von etwa 500.000 in den Arbeitsmarkt hingegen schon. Bleibt diese aus, läge der Rückgang der Erwerbstätigen bei etwa 25 statt 10 Prozent. Damit wären in fünfzehn Jahren nur noch etwa 40 Prozent der Bevölkerung „in Arbeit“. Rechnet man nun noch den (stetig wachsenden) nicht wertschöpfenden Anteil heraus, stehen einem Werktätigen in Kürze vier (oder mehr) „Abschöpfende“ entgegen.
• Arbeitszeit – Unter den großen Industrienationen weist Deutschland aktuell die höchsten Arbeitskosten pro Produktionseinheit auf, dazu eine der geringsten Wochenarbeitszeiten sowie die höchste Teilzeitquote (ca. 29 Prozent).
• Wachstum/Löhne – Die deutsche Volkswirtschaft ist unter den fünfundzwanzig größten der Welt die einzige mit einer anhaltend rezessiven Entwicklung. BIP/Kopf und die Arbeitsproduktivität stagnieren seit zehn Jahren. Die Reallöhne zeigen einen deutlichen Negativtrend.
• Verschuldung – Bedingt durch das Streichen der grundgesetzlichen Schuldenbremse steigt die Zinsbelastung des Staatshaushaltes von 4 Mrd. Euro (2021) auf 40 bis 50 Mrd. Euro (2025). Zusammen mit dem Negativwachstum, Pensionslasten, Renten) ergibt sich für die Zukunft eine noch nie dagewesene implizite Staatsverschuldung (Leistungsversprechen) von 400–450 Prozent des BIP. Die höchste je verzeichnete Staatsschuldenquote Deutschlands lag (in Wachstumszeiten) bisher bei etwa 80 Prozent.
• Industrieproduktion – Seit 2017 wurde ein steiler Rückgang von 14 Prozent verzeichnet. Seit 2019 wurde eine viertel Million Industriearbeitsplätze abgebaut. Die deutsche Industrieproduktion liegt 2026 nun wieder auf dem Niveau von 1995! (Der öffentliche Sektor verzeichnet im gleichen Zeitraum einen Aufwuchs von 510.000 Stellen).
• Automobilbau – Die für Deutschlands Wohlstand entscheidenden Gewinne der Automobilindustrie brechen 2025 im Schnitt um 44 Prozent ein. Beim Erfolgsunternehmen Porsche sind es 98 Prozent. VW kündigt an, dass acht von zehn Werken geschlossen werden.
• Investitionen – 2018 wurde ein Investitionszufluss ausländischer Unternehmen nach Deutschland von 105 Milliarden Euro gemeldet. 2023 waren es noch 32 Milliarden. Das Drei- bzw. Vierfache an Kapital wird von deutschen Unternehmen inzwischen im Ausland investiert. 2024 betrug das Netto-Auslandsvermögen Deutschlands rund 3,45 Billionen Euro, etwa 80 Prozent des BIP. Die Investitionsquote deutscher Unternehmen in den USA steigt von 25 Prozent (2010–2015) auf inzwischen 50 Prozent (2025).
• Migrationskosten – Die (offiziell gemeldeten) staatlichen Ausgaben im Zusammenhang mit Migration (Unterbringung, Sozialleistungen, Integration, Verwaltung, Infrastruktur) lagen in den Jahren 2015–2022 bei etwa 20 bis 25 Mrd. Euro jährlich. Seit 2023 werden jährlich 45 Mrd. Euro oder mehr verbucht. Hinzu kommen indirekte Kosten in Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Verwaltung und Justiz. Die Gesamtkosten belaufen sich damit auf etwa 80 Mrd. Euro jährlich. Eine vierköpfige deutsche Familie zahlt somit ca. 3.400 Euro/Jahr für Leistungen im Bereich Migration.
• Rente – unter den zehn wirtschaftsstärksten Nationen in Europa liegt das Rentenniveau mit ca. 50 Prozent des letzten Nettoeinkommens auf dem vorletzten Platz. In Griechenland, Spanien, Österreich, Italien, Niederlande liegt das Niveau bei 70-90 Prozent, der OECD-Durchschnitt weist 64 Prozent aus.
• Gesundheit – Zwei Drittel aller deutschen Krankenhäuser schreiben rote Zahlen. 75 Prozent erwarten anhaltende Verluste. Lediglich sechs Prozent der Häuser bewerten ihre wirtschaftliche Lage als gut. Seit 1991 wurden 570 Krankenhäuser (24 Prozent) geschlossen.
• Pflege – In den letzten fünf Jahren erhöht sich die Zahl erfasster pflegebedürftiger Personen um 38 Prozent auf inzwischen knapp sechs Millionen. Pflegebedürftig sind somit 6,5 Prozent aller Deutschen. Die Pflege erfolgt zu 84 Prozent zu Hause. Die Zunahme der Pflegebedürftigkeit erfolgt exponentiell.
• Bildung – Das Mindestniveau beim Lesen und in mathematisch naturwissenschaftlichen Fächern wird von 25–33 Prozent der Schüler nicht erreicht. Der Stand fällt (beginnend 2018) unter das Niveau von 2000. Im Bereich Mathematik wird ein Lernverlust gemessen, der etwa einem Jahr Unterricht entspricht. 12,1 Prozent aller Deutschen gelten als „funktionale Analphabeten“.
Dipl.-Ing. arch Rocco Burggraf, Jahrgang 1963, ist freier Architekt und Stadtplaner. Er lebt und arbeitet in Dresden. Diesen Beitrag veröffentlichte er zuerst auf seinem Facebook-Account.
Beitragsbild: Aperissinotti - Trabajo propio, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Zustimmung von mir beim Thema Staatsschuldenquote.
G7: Deutschland ist peinliches Schlusslicht, mit 63%.
Alle Anderen der G7 sind dreistellig!
– Großbritannien 102%
– Kanada 106%
– Frankreich 112%
– Vereinigte Staaten 121%
– Italien 137%
– Japan 251%
außer Konkurrenz:
– China 88%
Wie unfähig kann man sein?
Zahlen, die Angst machen. Viele davon. Ohne Einordnung, Kontext, Analyse, Diskussion.
Kommt mir irgendwie bekannt vor.
Nichtzuständigkeitswahrnehmung betreffs Lösungsvorschläge. Funktioniert!
Here German Coast Guard: What are we sinking about?
Und trotzdem sind die Regale bei Aldi voll, wie auch die Autobahnen am Wochenende, die dummen fahren also und arbeiten. Obwohl die Funkgeräte der Bundeswehr nicht funktionieren greift uns Russland nicht an, und obwohl die CO2 Grenzen gerissen werden schneit es im Winter.
Der Verfall geht langsam und ob ein Aufprall kommt? Deutschland war 1648 kaputt, aber 1914 eine Weltmacht. Mal sehen was wir sehen.
Rolf PAGEL, – … im Kaiserreich hatten sie noch nicht die Söhne und Töchter Allahs im Land.
Das ist recht anschaulich, aber gesagt ist damit nicht viel solange man nicht die sich in diesen Zahlen manifestierenden Strukturen, kulturelle, politische, soziale, ökonomische etwa, sowie die damit verbundenen Mentalitäten benennt. Was wir sehen ist das konsequent katastrophale Ende einer Epoche die 1871 begonnen hat, mit Wurzeln in der Zeit um 1800, und in der sich alles um den Kult des Staates sowie einer staatszentrierten Fiktion des Sozialen dreht. Wenn die Deutschen sich nicht grundsätzlich ändern, neu finden und erfinden, dann werden sie mit dieser Epoche als Nation, als Ethnos und damit verbundener Ethos untergehen. Für die Mehrheit der noch nicht ausgewanderten Deutschen bin ich da nicht besonders optimistisch, wobei ein Untergehen dieses Restes auch nicht eben als großer Verlust erscheint. Es ist ein Jammer. Was tun?
Also, nachts erhöhren die Tankstellen die Preise ca. um 10 Cent. Z.B. Globus Baumarkt Lahnstein, Selbstbedienung, nur Kartenzahlung. So, wenn sie jetzt abends nicht mehr erhöhen dürfen, müssen sie also mittags um 12 Uhr schon den Nachtpreis verlangen, wo man sonst abends am günstigsten hier getankt hat, so um 18 Uhr etwa. Meine Ex kann aber nicht vormittags tanken, muss also abends dann den Nachttarif zahlen, also nochmal 5 Euro aktuell pro Tankfüllung. Gute Idee, ihr lieben Politiker. Sind wieder verdammt viele Mehreinnahmen an Steuern für unsere Gäste, Beamten-Pensionen und Radwege/Komposthaufen in Weitwegistan… lol