Die Debatten um Sinn und Unsinn der Windkraft werden heftig geführt. Im Freistaat Sachsen wehren sich vor allem die Bewohner in ländlichen Regionen gegen geplante sogenannte Windparks, die im Grunde nichts anderes sind als Ansammlungen von Monsterwindrädern, die teuren Flatterstrom produzieren, der hauptsächlich von unseren Steuergeldern finanziert wird. Man nennt es auch linke Tasche, rechte Tasche. In der Stadt Naunhof im Landkreis Leipzig steht nun ein Bürgerentscheid an. Dort ist ein grüner Stadtrat verbal ausfällig geworden.
Der grüne Naunhofer Stadtrat Jens Redmann ist erklärter Windkraftbefürworter. Im erweiterten Stadtgebiet sind 18 riesige Windkraftanlagen geplant. Dagegen gibt es aktiven Widerstand von den Bürgerinitiativen Gegenwind Belgershain-Naunhof und Gegenwind Fuchshain. Am kommenden Sonntag, dem 1. März, ist der Bürgerentscheid zum Thema Windkraft geplant. Abgestimmt werden soll zur Frage:
„Sind Sie dafür, dass die Stadt Naunhof im Rahmen ihres Einvernehmens nach § 36 BauGB alle rechtlich und tatsächlich zulässigen Möglichkeiten nutzt, um die Errichtung von Windenergieanlagen auf dem Stadtgebiet zu verhindern, mindestens aber in ihren Auswirkungen einzuschränken?“
Die beiden Initiativen wollen den Mega-Windpark verhindern und werben für ein JA bei den Bürgern. Unter anderem mit einem Autokorso. Der grüne Stadtrat Jens Redmann findet das nicht so lustig und wertete die Aktivitäten der Windkraftgegner ab. Auf seinem Facebook-Profil schrieb er:
„Gegenwind stinkt. Heute mal mit einer stinkenden Autokarawane in Naunhof! So kann und will man gar nicht informieren – sondern einschüchtern... Widerliches braunes Zeug!“
Ein Screenshot des Posts liegt dem Autor vor. Unter den Zeilen ist ein Güllewagen zu sehen und daneben das Ortschild von Naunhof. Das Fahrzeug spritzt Gülle aus und verdreckt dabei auch das Ortsschild. Ohne Worte.
Sprechblasen aus dem Phrasendrescher
Gemeinsam mit den Genossen von der Linken organisierte Redmann eine Pro-Windrad-Veranstaltung, genannt „Rückenwind für Naunhof.“ Witzig ist die Argumentation der Pro-Windkraft-Leute. Schauen wir sie uns an. Dort heißt es bei den vier wichtigsten Gründen für ein NEIN beim Bürgerentscheid:
„1. Das sächsische EEErtrBetG garantiert: 20.000–40.000 € pro Anlage und Jahr für Kommunen. Für Sportstätten, Feuerwehr, Radwege – ohne Steuererhöhungen.“
Das ist lustig. Durch Windräder steigen die Stromkosten, die wir alle bezahlen, und dann bekommen wir etwas zurück. Grüne Logik. Und was ist mit Lärm, Infraschall, Abrieb der Rotorblätter und damit Umweltverschmutzung, soziale Spaltung der Kommune?
„2. Sachsen muss bis Ende 2027 1,3% der Landesfläche für Windenergie ausweisen. Ein pauschales „Nein" nimmt uns Handlungsspielräume. Wer konstruktiv verhandelt, kann Einfluss nehmen: auf Standorte, Abstände und Bürgerbeteiligungsmodelle.“
Wo bitteschön dürfen die Bürger konstruktiv mitverhandeln? Was ist ein Bürgerbeteiligungsmodell? Tausende Bürger hatten beim zuständigen Planungsverband Einwendungen eingereicht gegen Windvorranggebiete im Bereich Nordsachsen und Leipziger Land. Bis heute ist nicht bekannt, wer diese Stellungnahmen überhaupt gelesen hat und wann.
„3. Die Gaskrise 2022 hat gezeigt: Wer von Energieimporten abhängig ist, ist erpressbar. LNG aus den USA oder Katar schafft nur neue Abhängigkeiten. Windkraft ist heimische Energie – frei von geopolitischen Risiken.“
Anmerkung des Autors: Das ist auch lustig und richtig weltfremd. Redmanns Parteifreund Robert Habeck hatte sich 2022 tief vor dem Emir von Qatar verbeugt und um Gas – sprich Energieimporte – gebettelt. Es stimmt, dass LNG nicht billig ist. Aber: Bitte vergessen wir nicht: Es waren die Grünen, gemeinsam mit der CDU, die unsere heimischen Kernkraftwerke abgeschaltet haben, die preiswerten Strom produziert hatten. Nach dem „Energiewende“-Plan soll grundlastfähiger Strom künftig aus Gaskraftwerken kommen. Alles schon vergessen, Herr Redmann?
Jetzt kommt mein Lieblingsargument der grünen und linken Windkraftbefürworter:
„4. Das 1,5-Grad-Ziel erfordert konsequentes Handeln. Windkraft ist klimaneutral im Betrieb und ein wichtiger Baustein für Sachsens Energiewende – lokal handeln, global denken.“
Sorry, was? Das 1,5-Grad-Ziel? Sachsens Energiewende? Da haben die Pro-Windkraftler die ideologische Phrasendreschmaschine angeworfen. Wir in Sachsen retten die Welt? Mit 18 Monsterwindrädern in Naunhof? Grandios. Wer’s glaubt.
(Der Autor hat bereits mehrfach auf Achgut über das Thema Windkraft berichtet. Der jüngste Artikel ist nachzulesen hier. Darin finden sich am Ende des Artikels die Links zu weiteren Beiträgen. Auf Achgut berichtet auch Prof. Dr. Andreas Schulte in seiner Reihe „Windräder, Wald und Wahrheit“ über die Gefahren im Zusammenhang mit Windenergie. Nachzuschauen ist der aktuelle vierte Teil hier. Darin befinden sich ebenfalls die Links zu den Teilen 1 bis 3.)

Ich spreche lieber von widerlich drehendes Zeugs, welches da die Landschaft verschandelt. Derweil der Energiewende Trauzeuge Graichen in der Ukrainischen Atomwirtschaft tätig ist.
Zahlen und Fakten oder ?Im Jahr 2025 waren 77 GW an Kapazitäten von Windkraftanlagen in Deutschland installiert.Diese erzeugten 132 TWh an elektrischer Energie.Das sind 1715 Volllaststunden! Das Kalenderjahr hat 8760 Stunden . Damit rettet niemand das „Weltklima“ mit Windkraftanlagen in Sachsen oder Deutschland.Die installierte Kapazität von KKW in Deutschland betrug 25 GW.Die haben im Besten Jahr 2001 170 TWh an Strom erzeugt.6800 Volllaststunden und im Gegensatz zur Windkraft hätten sie bei Bedarf mehr Strom erzeugen können. Reguläre Wartung/Revision: Typischerweise dauern geplante Stillstände zur jährlichen Wartung und zum Brennelementewechsel etwa 5 bis 8 Wochen.Also maximal 1350 Stunden.Aber wer rechnen kann ist eben voll Nazi im Besten Deutschland ever !
„Dobrindt lässt AfD-Gutachten von Faeser neu überprüfen“ welt
Die Jubelpresse istz wieder voll in ihrem Element. Das haben wir den alternativen Quatschköpfen zu verdanken, die sich seit Jahr und Tag anstellen, als könnten sie nicht bis 3 zählen.
Und das ist wirklich besonders höflich ausgedrückt, weil das Internet ja auch seine Brandmauern hat.
Ein sehr sachlich orientierter Beitrag, der die Realität darlegt. Danke für die sehr gute Berichterstattung.
Ich habe mal gelesen, daß 20 Jahre alte Windmühlen abgerissen und zu gigantischen Bergen Plastikmüll verarbeitet werden. Nicht weil die Dinger kaputt sind, sondern weil die ihren einzigen Zweck nicht mehr erfüllen: Subventionen abzufassen.
IQzero: Nazi ist, was nicht „LINKS“ ist ------- und dann wäre da noch Hitlers Sozialismus … ganz besonders erbaulich … zum Quietschen
„Nach Urteil im Eilverfahren: Forderung nach Verbot einzelner AfD-Landesverbände“ Berliner Zeitung
Das kommt davon, daß chronisch und seit jahrzehnten die falschen Fragen gestellt werden. Man leistet dem damit Vorschub.
Das System ist völlig exzentriert und hat mit Demokratie so viel am Hut wie Idi Amin. Kohl hat aus dem Gesellschaftsvertrag Klopapier gemacht.
Die kleine Fehlhaltung wird von den sozialdemokratistischen Milizionären gnadenlos ausgenutzt. Man öffnet damit selber immer wieder das Tor in den Abgrund.