Jedes Jahr im März gibt das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) seinen sogenannten NaDiRa-Monitoringbericht heraus. Der diesjährige Bericht ist das Ergebnis des „Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors“ für den Zeitraum Oktober 2025 bis Januar 2026 und stützt sich auf eine repräsentative Online-Befragung von über 8.000 in Deutschland lebenden Erwachsenen im Alter von 18 bis 74 Jahren. Er trägt den Titel „Verfestigte Abwertungen, fragiles Vertrauen“ und geht nach Angaben der Herausgeber folgenden drei zentralen Fragen nach: Wie verbreitet sind rassistische Einstellungen in Deutschland? Welche subtilen und offenkundigen Diskriminierungserfahrungen machen Menschen im Alltag? Und wie zeigt sich indirekte Betroffenheit von Rassismus? Und welche Folgen hat das für das Vertrauen in staatliche Institutionen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt?
Drei Fragen? Moment. Es handelt sich eindeutig um vier Fragen, die noch dazu auf der NaDiRa-Webseite mit vier orangefarbenen Aufzählungspunkten auffällig präsentiert werden. Offenbar hat beim DeZIM niemand nachgezählt. Und das bleibt nicht die einzige Ungereimtheit im NaDiRa-Monitoringbericht. So heißt es zur Datengrundlage ausdrücklich: „Eine Besonderheit des NaDiRa.panels ist die gezielte Überrepräsentation von Bevölkerungsgruppen, die in Deutschland potenziell von Rassismus betroffen sind. Dadurch können ihre Erfahrungen genauer analysiert werden, als dies in vielen klassischen Bevölkerungsumfragen möglich ist.“ Das mag ja mitunter sinnvoll sein, so wie auch generell nichts dagegen spricht, Rassismus seriös zu erforschen. Doch wie passt diese Aussage mit dem Ergebnis des Monitors zusammen, dass zwei Drittel der Befragten meinen, bestimmte Kulturen seien „fortschrittlicher und besser“ als andere? Diese Aussage soll offensichtlich als Beleg für rassistische Einstellungen in Deutschland herhalten. Allerdings handelt es sich bei den im Monitoring überrepräsentierten Personen konkret um Personen mit Bezügen zu afrikanischen Ländern, Süd-, Ost- und Südostasien, zur Türkei sowie zu mehrheitlich muslimisch geprägten Ländern.
Zeigt der NaDiRa-Monitoringbericht also auf, dass zum Beispiel Menschen aus mehrheitlich muslimisch geprägten Ländern zu 66 Prozent rassistisch sind, weil sie womöglich ihre eigene Kultur höher einschätzen als diejenige ihres Gastlandes? Um Himmels Willen, so ist es vom DeZIM natürlich nicht gemeint! Die Unausgewogenheit der Stichprobe wird prompt mit der Erklärung relativiert: „Damit die Ergebnisse trotzdem aussagekräftig für die Gesamtbevölkerung bleiben, werden die Daten mehrstufig gewichtet und für den Monitoringbericht 2026 zusätzlich an den Mikrozensus 2022 angepasst.“ Wem dieser Ansatz nicht unmittelbar einleuchtet, erfährt auf Seite 14/15 des Berichts Genaueres, jedoch nicht weniger Irritierendes. Hier ist zu lesen:
„Um trotz der gezielten Überrepräsentation bestimmter Gruppen und vorhandener Ausfälle im Panel verlässliche Aussagen über die Gesamtbevölkerung treffen zu können, wurden die Daten in mehreren Schritten statistisch angepasst, das heißt ‚gewichtet‘. Dafür wurde zunächst berücksichtigt, dass nicht alle Personen die gleiche Chance hatten, überhaupt an der Befragung teilzunehmen (Designgewichte). Anschließend wurde ausgeglichen, dass manche eingeladenen Personen nicht (mehr) an der jeweiligen Folgebefragung teilgenommen haben. Dies geschah, indem anhand bestimmter Merkmale abgeschätzt wurde, wer eher teilnimmt und wer eher ausfällt – zum Beispiel entlang des Geschlechts, Alters, der Erwerbstätigkeit sowie nach Merkmalen im Themenfeld Rassismus und Diskriminierung (etwa der Selbstidentifikation und Einstellungen gegenüber verschiedenen Bevölkerungsgruppen). Zum Schluss wurden die Daten so angepasst, dass wichtige Grundverteilungen in der Stichprobe den offiziellen Bevölkerungsdaten des Mikrozensus 2022 entsprechen. Diese Anpassung wurde in dem vorliegenden Bericht das erste Mal umgesetzt. Sie verbessert die Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit der Gesamtbevölkerung nochmals. Frühere Berichte können dadurch in einzelnen Zahlen leicht abweichen, weil diese zusätzliche Angleichung an die Mikrozensusdaten darin noch nicht vorgenommen worden war.“
Unterscheidung zwischen „altem“ und „modernem“ Rassismus
Mit anderen Worten: Es wurde in dem Bericht nach Herzenslust geschätzt und modelliert. Offenbar sollte vor allem ein Ergebnis herauskommen, das der Ideologie der Autoren entspricht. Letztlich geht es dem DeZIM nun einmal in erster Linie darum zu verbreiten, die „soziodemografischen Befunde“ würden „wissenschaftlich“ belegen, dass Vorstellungen kultureller Überlegenheit in der gesamten (deutschen) Gesellschaft präsent seien. Dabei verzeichnete der Monitor übrigens keinen großen Unterschied zwischen den Geschlechtern oder zwischen Personen mit hohem und niedrigem Bildungsstand. Und es fällt sogar tatsächlich der bemerkenswerte Satz: „Zudem ergeben sich keine Unterschiede zwischen rassistisch markierten und nicht rassistisch markierten Personen.“
Oha, das konnte natürlich so nicht stehen bleiben! Und sogleich wird diese Feststellung in einer Fußnote zurechtgerückt: „Muslimische, asiatische und Schwarze Menschen zeigen durchschnittlich etwas geringere Zustimmungswerte. Die deskriptiven Unterschiede werden demnach teilweise nicht sichtbar, weil sich die Gruppen in ihrer Zusammensetzung in Bezug auf das Alter unterscheiden.“ Ach so, dann sind „rassistisch markierte Personen“ also doch die besseren Menschen! Wir können aufatmen.
Wie kommen die Autoren überhaupt darauf, die Aussage, manche Kulturen seien fortschrittlicher als andere, kurzerhand mit Rassismus gleichzusetzen? Nun, sie unterscheiden schlicht zwischen einem „alten“ und einem „modernen“ Rassismus. Letzteren definieren sie als eine subtilere, indirekte und „kulturalistische“ Variante rassistischen Denkens, die nicht unmittelbar als rassistisch erkennbar sei, sondern sich zum Beispiel über Argumente kultureller Unvereinbarkeit äußere. Anders als bei den explizit biologistischen Zuschreibungen werde hier zwar vordergründig auf „Kulturen“ Bezug genommen, aber diese Kategorie fungiere in rassistischen Diskursen oft als Ersatz für „biologistische“ Begründungsmuster. Insbesondere dann, wenn kulturelle Unterschiede mit Fortschritts- und Entwicklungsnarrativen verknüpft würden. Denn dadurch würden kulturelle Unterschiede nicht bloß beschrieben, sondern auch hierarchisch zueinander in Beziehung gesetzt und etwa als „aufgeklärt“ versus „nicht aufgeklärt“ bewertet. Auf diese Weise würden dann Kolonialismus und Ausbeutung gerechtfertigt.
So weit das DeZIM. Damit wendet sich das Institut allerdings erklärtermaßen gegen die Errungenschaften der europäischen Aufklärung, wobei es als ressortforschungsähnliche Einrichtung ausgerechnet vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird. Dem DeZIM-Jahresbericht 2024 ist zu entnehmen, dass die institutionelle Förderung des Instituts in diesem Zeitraum 4.823.700 Euro betrug, wozu noch 292.000 Euro als Personalverstärkungsmittel hinzukamen. Zudem hat sich die Höhe der Drittmittelzuwendungen im Zeitraum von fünf Jahren auf 9.095.000 Euro mehr als verdoppelt. Von welchem Personal die Einrichtung, die fast 200 Mitarbeiter beschäftigt, geleitet wird, hat unter anderem Wolfgang Meins in seinem Achgut-Artikel „Die Migrations-Forschenden aus Wokistan“ anschaulich beschrieben.
Angesichts derart zweifelhafter wissenschaftlicher Standards, wie sie im aktuellen NaDiRa-Monitoringbericht offen zutage treten, stellt sich allerdings die Frage: Liest überhaupt irgendjemand im BMFSFJ die Veröffentlichungen des DeZIM?

@ Thomas Szabo: „Die Europäer werden heute aufgefordert jeden Rassismus aufzugeben und sich ersetzen zu lassen: “Bunt und vielfältig statt weiß!„“. Wobei die sogenannten „People of Colour“, die „Farbigen“, gar nicht bunt sind, sondern nur vielfältige Brauntöne zeigen, von schwarzbraun bis hellbraun, auch gelbbraun, rotbraun, aber nicht einmal blaubraun oder grünbraun.
Es heißt ja immer bei den Gutmenschen, dass es keine Unterschiede unter den Menschen gibt. Egal woher sie kommen, egal welche Hautfarbe sie haben, welcher Religion sie angehören, ob sie ungläubisch sind oder nicht oder welches Geschlecht sie haben, welche sexuelle Orientierung, keiner ist besser oder schlechter als der andere, alle sind gleich. Allerdings scheinen Biodeutsche in solchen Berichten über Rassismus rassistischer zu sein als die anderen in Deutschland. Obwohl wir doch alle gleich sind.
„ … wenn kulturelle Unterschiede mit Fortschritts- und Entwicklungsnarrativen verknüpft würden. Denn dadurch würden kulturelle Unterschiede nicht bloß beschrieben, sondern auch hierarchisch zueinander in Beziehung gesetzt und etwa als “aufgeklärt„ versus “nicht aufgeklärt„ bewertet.“ Na so was, das mache ich die ganze Zeit! Es muss einem doch gesagt werden, wie verwerflich das ist. Das Erbe von Kant, Hume, Rousseau (nur um das Spektrum anzudeuten) hat also nicht zu einer besseren Kultur geführt? Vor-aufklärerische Kulturen sind nicht schlechter, nur anders? Wusste ich bisher noch nicht, man lernt eben jeden Tag dazu. (Satire aus)
Drogenhändler machen n Studie über Koks. Alles klar.
„Sind Migranten rassistischer als Deutsche?“ Nein, alle Menschen sind ähnlich „rassistisch“. Deutsche halten nur besonders ihre Klappe, weil ihnen schon als Kind eine angeblich angeborene Schuld eingetrichtert wurde. Bei Deutschen gilt kulturelle Selbstbehauptung im eigenen Land schon als gefährlicher „Rassismus“. Manchmal benötigen derart gestört konditionierte Deutsche deshalb wohlmeinende Migranten ohne besagte deutsche Erbschuld, die frei für sie sprechen, weil ihnen Deutschland ans Herz gewachsen ist.
Ach menno, Frau Binning, irgendwie müssen doch diese Sozialwissenschaftend*Innen ihren Lebensunterhalt er„arbeit“en. In der Produktion sind die weder brauchbar noch werden sie, dank Energiewende, gebraucht. Sollen die dann etwa in der Pflege oder der Ausbildung unserer Kinder diletieren … Gott bewahre. Dann lieber Studien nach eigenen Kriterien erstellen lassen – und die dann mit „erläuternder Kommentierung“ veröffentlichen.
„Rassismus gegen Weiße, auch anti-weißer Rassismus ist ein Schlagwort konservativer und rechter Kreise, das von der Existenz von Rassismus gegenüber Menschen mit heller Hautfarbe (“Weißen„) ausgeht. Es wird in der westlichen Welt verwendet, um Maßnahmen zur Gleichstellung von People of Color zu bekämpfen oder Migration zu kritisieren.“ wikipedia
Die Gleichstellung von „Migranten“ mit den Ureinwohnern ist weder völkerrechtlich, noch verfassungsrechtlich verankert und eine Erfindung der Propaganda.
Wie : Kein Mensch ist illegal!
Damit wird der gesamte Verfassungsstaat aus der Verankerung gerissen, was Staatsschutz unf Verfassungsschutz ebenfalls nicht merken.
Wikipedia stellt sich auf die Seite der Verfassungs- und Völkerrechtsfeinde, der Invasoren, der Landnehmer, der Pioniere Amerikas, ist also vom Rassenhass durchtränkt.
Das ist ein allgemeines Phänomen, daß die Antirassisten implizit die bösartigesten Rassisten sind, die sich lediglich hinter einer Wortkonstruktion und viel Propaganda und kriminellen Gesetzen verstecken. Denn von selber scheint Willkommenskultur-Kampagne nicht ins Laufen zu kommen. Da muß man halt nachhelfen.
Dabei ist das Kompositum verräterisch, denn „anti-“ ist ein griechisches Präfix und bedeutet „gegen“. Im Wortlaut ist der Antirassist also ein Gegenrassist, wie der Antifaschistz ein Gegenfaschist ist. Womit das Phänomen sehr klar beschrieben ist.
Die Frage nach der Rechtslage wird völlig ausgeblendet, die Frage der Dauer, die Frage des Antriebs, der hinter der Migration steckt. Und sie wird mit verräterischen Kampagnen flankiert, was ein weiterer Verdachtsmoment ist, und den Staatsschutz auf den Plan rufen sollte.
Welchen Staat schützt der eigentlich? Oder ist der ein Parteienschutz?