Es gehört zu den selbstverständlichen Umgangsformen, dass ein Gastgeber seinem Gast entgegen kommt. Merkel macht es, wenn sie von Hollande besucht wird, umgekehrt ebenso. Es ist mehr als eine Geste der Höflichkeit, es ist auch ein Zeichen von Gleichwertigkeit.
Und jetzt schauen Sie mal, wie es war, als unser Wirtschaftsminister beim iranischen Präsidenten aufschlug, in den Tagesthemen vom 20.7., ab 19’26.
Gabriel stampft auf Rouhani zu, der ihm keinen Schritt entgegen kommt. Beachten Sie zudem das äußerst geschmackvolle Mobiliar, das allen Sanktionen zum Trotz seinen Weg nach Teheran gefunden hat. Ja, so sieht es aus, wenn sich ein Monarch dazu herablässt, einen Handelsvertreter zu empfangen. Der ergreift die Hand, die Hunderte von Todesurteilen unterschrieben hat, und mag sie gar nicht mehr loslassen. Sigmar im Märchenland. - Wer jetzt noch die SPD wählt, und sei es nur, weil er sie für das “kleinere Übel” hält, dem ist nicht mehr zu helfen.
Siehe auch:
“The Holocaust is an event whose reality is uncertain and if it has happened, it’s uncertain how it has happened,” Khamenei’s Twitter account quoted him as saying in the speech. http://www.jpost.com/Iranian-Threat/News/Irans-Khamenei-questions-certainty-of-Holocaust-346116

"keinen Schritt entgegen kommt" sehe ich nicht ganz so. Rohani macht durchaus einen klitzekleinen Schritt von etwa 1/8 Fußlänge in Richtung Siggi. Uberaus entzückend. Siehe auch: Mit einer Gefolgschaft von 600 Personen, selbst im Hotel Adlon residierend, traf der saudische König Abdullah gestern in Berlin ein. Kanzlerin Merkel begrüßte den Monarchen bei der Ankunft am Flughafen Tegel. Alle anderen mussten auf ihn warten. http://www.tagesspiegel.de/berlin/staatsbesuch-koenig-abdullah-liess-warten/1089760.html