Sehr geehrte Mitglieder des Landesverbandes Evangelische Frauen in Hessen und Nassau,
mit Befremden habe ich gelesen, dass Sie der ehemaligen Nahost-Korrespondentin von der Tann den Katharina-Zell-Preis verleihen wollen.
Ausdrücklich sprechen Sie von mutigem und unerschrockenem Einsatz, von sachlicher und verständlicher Einordnung eines hochkomplexen Konflikts.
Der Konflikt ist tatsächlich hochkomplex. Als häufiger Zuschauer von „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ kann ich allerdings nicht feststellen, dass Sophie von der Tann den Konflikt sachlich begleitet hätte.
Sie hat ständig Bilder aus Gaza verwendet, von denen sie nicht wusste, unter welchen Bedingungen sie entstanden sind. Aus eigener Berichterstattung für den NDR weiß ich, dass nicht ein Bild den Gazastreifen verlässt, ohne dass die Hamas und ihre Gefolgsleute die Hand darauf legen. Jeder Gesprächspartner, jedes Bild wird von der Hamas kontrolliert. Unabhängigen Journalismus gibt es dort nicht. Sonst bezahlen das Kameraleute und Reporter mit dem Leben. Oder warum denken Sie, gab es nur vereinzelt Bilder von den Massakern der Hamas an Palästinensern, die versucht haben, sich gegen deren Terror aufzulehnen? Das erste, was die Hamas nach dem Waffenstillstand machte, waren Massenerschießungen im Gazastreifen. Davon erfuhr man von Frau von der Tann nichts.
Ich habe nicht festgestellt, dass Frau von der Tann auf diese Umstände hingewiesen, ja ‚dass sie sie auch nur einmal erwähnt hätte. Sie hat sich nur beklagt, dass sie selbst dort nicht hindürfe wegen des Verbotes durch Israel.
Mutig war Frau von der Tann keineswegs
Dass aber nach der Geiselnahme völlig unschuldiger Menschen durch die Hamas im Oktober 2023 Israel an weiteren Geiselnahmen und dem Tod von Journalisten bei Schießereien und Raketenangriffen nicht gelegen sein kann, liegt klar auf der Hand.
Mutig war Frau von der Tann keineswegs, wenn sie in den Tunneln der Hamas unterwegs war, denn bei diesen Drehs stand sie unter dem Schutz und der Begleitung der israelischen Armee. Mutig war es auch keineswegs, dass sie sich in israelischen Schutzbunkern bei Luftalarm und Raketenbeschuss in Sicherheit brachte. Das teilte sie mit tausenden Bürgerns Israels. Ich habe 2014 für „Gott und die Welt“ über die Aktion Sühnezeichen berichtet, und auch wir mussten bei Raketenangriffen in Bunkern Schutz suchen. Das ist nicht mutig, sondern leider seit Jahren notwendig.
Von dem Schicksal der Israelis erfuhr man als interessierter Zuschauer wenig bis nichts. Oder kennen Sie Berichte von israelischen Familien, die monatelang evakuiert werden mussten, um nicht unter Beschuss der Hizbollah im Norden zu geraten, die in Behelfsunterkünften ausharren mussten, deren Kinder traumatisiert wurden ohne Kontakt zu Spielkameraden, Freunden, Nachbarn und Familien? So einen Bericht von Frau von der Tann habe ich nicht gesehen. Nur auf Social Media von Besuchern, die kleine Posts absetzten und auf diese Situation aufmerksam machten.
Haben Sie einen Bericht gesehen über die Familien der jungen Soldatinnen und Soldaten, die um das Leben ihrer Kinder im Kampfeinsatz bangten? Gab es einen Bericht über die Kibuzze am Rand von Gaza, die von dem Mob zerstört wurden, deren Bewohner zerstückelt, vergewaltigt, verbrannt wurden? Unter anderem von Palästinensern, die jahrelang Arbeit in den Kibuzzen fanden und die diese Zeit ausnutzen, um anzugeben, wo sich welche Schutzräume befanden, wo es Wertsachen gab, wer in den Häusern wohnte, wer ein „lohnendes Ziel“ sein könnte, abgesehen von einem Bericht über die Familien der getöteten jungen Menschen, die einfach nur ein Musikfestival besuchen wollten?
Ich schäme mich für meine Kirche
Stattdessen jeden Tag Berichte von angeblichem israelischen Genozid und angeblicher Hungersnot der Palästinenser. Dass nach dem Waffenstillstand gut genährte Männer riesige Mehlsäcke von LKWs herunterzerrten und wegschleppten – diese erstaunlichen Bilder kommentierte von der Tann nicht, ebenso wenig, dass die angeblich unabhängigen UN-Mitarbeiter Schulbücher verteilen, in denen explizit die Ermordung von Israelis gefordert wird.
Kaum ein Bericht darüber, dass die Hamas-Tunnel meist unter Wohnhäusern, Moscheen und Krankenhäusern liegen, dass Israel als einzige Armee der Welt die Bewohner vor einem bevorstehenden Angriff auf Flugblättern warnt.
Ich bin evangelische Christin und denke, es stünde Ihnen gut an, Israel zu unterstützen und nicht eine Journalistin auszuzeichnen, deren Berichterstattung so einseitig ist, gerade angesichts der Vergangenheit der Evangelischen Kirche in der Nazizeit. Ich denke da nur an die „Deutschen Christen“, die den Antisemitismus der Nazis unterstützten. Bonhoeffer war leider die Ausnahme.
Ich schäme mich für meine Kirche, dass sie nicht entschieden für das Lebensrecht der Juden in Israel und hier in Deutschland eintritt, dass sie zusieht, wie inzwischen wieder einmal Juden auf gepackten Koffern sitzen und dass sie eine Journalistin auszeichnet, die durch ihre einseitige Berichterstattung dieses Treiben unterstützt.
Sie sollten sich schämen, und ich bin sicher, es wird wieder einmal viele Kirchenaustritte geben, weil die Menschen diese einseitige Positionierung ihrer Kirche satt haben.
Dr. Rita Knobel-Ulrich ist langjährige ARD-Autorin und -Filmemacherin. Siehe auch hier.
Ich frage: Ist der Status der Gemeinnützigkeit für die Evangelische Kirche noch gerechtfertigt? Die Evangelische Kirche zeigt durch die Preisverleihung an Frau von der Tann, daß sie die von Frau von der Tann weiterverbreitete Propaganda der Terrororganisation Hamas kritiklos übernimmt und gutheißt. Wieviele Spendengelder an die Evangelische Kirche fließen wohl bereits auf Umwegen an die Hamas weiter, getarnt als Humanitäre Hilfe für Gaza?
Der Landesverband evangelischer Frauen Hessen verleiht diesen Preis (Zitat Webseite) „an eine Frauen*, die sich in der Gesellschaft, in der Frauenarbeit, in Kirche oder Diakonie herausragend engagiert haben; die sich Widerständen entgegengestellt, auf vielfache Weise zu einem guten Leben beigetragen haben und ein Vorbild für mutiges und unerschrockenes Frauenleben sind.“
Einer der prägenden Theologen der nachkriegsdeutschen evangelischen Kirche war Dietrich Bonhoeffer. Bonhoeffer, im Rahmen der Endphaseverbrechen noch im April 1945 ermordet, wurde gerade in der DDR von vielen Christen verehrt. Von ihm stammt das Wort: „Nur wer für die Juden schreit, darf auch gregorianisch singen.“ Das war im Deutschland der 30-er Jahre ein ungeheurer Satz – und offen und bewußt STAATS-FEINDLICH. Ja, Christen, im Sinne Bonhoeffers, sind FEINDE der NS-Ideologie, Feinde des Antisemitismus und Feinde von dessen heute wirkmächtigster Spielart: des Anti-Zionismus! Juden können heute in Deutschland und ganz West-Europa schon wieder nicht sicher leben; ich verweise auf das Interview von Ralf Schuler mit der großartigen Sarah Maria Sander vom 15. Mai 2026. Ihnen hilft es allerdings wenig, wenn wir Nachgeborenen über die Menschen der damaligen Zeit – unsere Vorfahren – selbstgerecht richten und die (damaligen) Opfer betrauern. (Letzteres sollte man – EHRLICHEN Herzens – trotzdem tun). Aber im Kern geht es HEUTE darum, es HEUTE und angesichts HEUTIGER Problemlagen selber besser zu machen! Da der wehrhafte Staat Israel für Millionen jüdischer Menschen Hoffnung, Heimat und Schutz bedeutet und darstellt, kann die Konsequenz – gerade für Deutsche und für Christen – nur heißen: Solidarität mit den HEUTIGEN Juden – und mit Israel! Bedingungslos. „WIR ALLE sind Israel – und Israel ist in uns allen!“ (Geert Wilders – niederländischer „Rechtspopulist“). Eine evangelische Kirche, die eine Journalistin auszeichnet, auf die ein Stürmer stolz gewesen wäre, verrät nicht nur die Theologie des großen Dietrich Bonhoeffer – sie verrät den Juden Jesus. „… Jesus von Nazareth ist nach seiner menschlichen Natur aus ‚dem Geschlechte Davids’, also ein Jude. So lehrt es das NT unmißverständlich und klar . … Von den Briefen des Apostels Paulus zu lassen, ist der Kirche verwehrt, wenn sie nicht aufhören will, Kirche Jesu Christi zu sein … .„ (Bischof Otto Dibelius; 1937).
Wir jüdischen Bürger hätten noch während der „Kohl-Jahre“ nie gedacht, daß dermaleinst ein späterer deutscher Bundeskanzler vom „Besatzerstaat Israel“ spricht. Seine Regierungsverantwortlichen Pseudo-Palästinenser massenhaft hierher holen, und durch unsere Großstädte toben lassen mit Rufen wie „Juden in´s Gas“. Und eine hörige Berichterstatterin (wirkliche Journalisten haben ein anderes Format) derartig auszeichnet. Nein, das hier ist nicht mehr mein Land!
Sophia von der Tann, daß ist – bildlich gesprochen – der gute bzw. böse alte ELIMINATORISCHE Antisemitismus in ein unschuldig wirkendes menschliches Anlitz gehüllt. Ein reißender Wolf, der das unschuldige Lämmchen mimt. Denn die TÄTERIN von der Tann wird nicht bepreist, gelobhudelt und sozusagen „geleckt“ OBWOHL, sondern WEIL sie eine eliminatorische Antisemitin ist! Ich dokumentiere Statement anlässlich der (unverdienten) Verleihung des einst rennomierten Hanns-Joachim-Fridrichs-Preises an Sophie von der Tann. „Sophie von der Tann ist keine Journalistin. Sophie von der Tann ist eine Missionarin. … Sie bedient perfekt alle Ressentiments gegen diesen wehrhaften jüdischen Staat Israel. … Sophie von der Tann wird diesen Preis bekommen und das ist gut so. Deutschland zeigt sein Gesicht wie es ist, und es verrät damit, wie schlimm es noch werden wird. … Deutschland unterwirft sich (vorerst) dem dumpfen Antizionismus. Deutschland hat Sophie von der Tann verdient, und sie wiederum diesen Preis. … “ (Der österreichische Autor und Journalist Götz Schrage auf facebook). „… Bei der britischen BBC führte – auch – die einäugige Nahostberichterstattung dazu, dass die Senderspitze ausgetauscht wurde. In DEUTSCHLAND gibt es dafür (offenbar jedes Jahr wieder; WD) einen Preis.“ (Christian Knatz; vrm medien, Allgemeine Zeitung). „ … Zu Lebzeiten von Hajo Friedrichs hätte derlei Ignoranz jede Karriere beendet. Heute BEGRÜNDET sie sie. Gratulation!“ (Lorenz Beckhardt; Jüdische Allgemeine). Die großartige Esther Schapira formulierte schon am 19.05.2025 in der Jüdischen Allgemeinen, wofür Sophie von der Tann ausgezeichnet wird: In von der Tanns Beiträgen werde „den Nachkommen der Schoa-Opfer kaltschnäuzig und nassforsch die Leviten gelesen!“. DAS ist es! Ein solches „unabhängiger Journalismus“ genanntes Lügengewebe ist in der bunten Republik Deutschland offenbar JEDEN Preis wert! Von der Tann wird nicht bepreist OBWOHL, sondern WEIL sie Israel delegitimiert!
Wer für Deutschland die Islamisierung wünscht und an ihr verdient, wird kaum die Hamas kritisieren. Da nehmen sich von der Tann und die EKD wenig.
„Die Frau von der Tann hat wohl genau das getan, was von ihr erwartet wurde“
Stand so in der Stellenbeschreibung. Karl May Geschichten über edle Wilde und High Tech Barbaren. Der Rest kann vom Stürmer übernommen werden.