Sie haben ihre Toten besser vermarktet

Die Palästinenser sind gut darin, sich medial zu verkaufen. Die Folgen wird Deutschland noch zu spüren bekommen.

Ich bin als unumstößlicher Freund Israels bekannt und muss doch eines festhalten. Es gibt 197 jüdische Nobelpreisträger, darunter 12 israelische. Israel ist eines der Länder mit den meisten Patentanmeldungen in Relation zur Bevölkerung weltweit, es ist also reichlich Hirnmasse vorhanden. Es fand sich aber nicht einer, der den 7. Oktober, ab dem 8. Oktober, besser hätte managen können und müssen. Die Welt war nur am 7. Oktober an der Seite Israels und gegen Hamas. Jetzt sind die Wahrnehmungen eher anders herum. Selbst Studierende, die man für klug hält, drehen durch und lassen sich für eine Terrororganisation begeistern. Das Bild der Straße ist pro Terrororganisation Hamas und gegen Israel.

„Die Unterstützung einer Terrororganisation“ ist weltweit ein Verbrechen und wird mit Gefängnis geahndet. Nicht aber in diesem Fall! Israel kann ab jetzt vielleicht kriegerisch gewinnen, wobei man weltweit nicht ein einziges Beispiel hat, dass eine Terrororganisation durch eine Armee besiegt wurde, aber der Kampf ist im Ganzen verloren. Die Palästinenser haben ihre Toten besser verkauft, ich meine marketingtechnisch. Jetzt werden einige Freunde sagen, die schon immer verbal gegen mich geschossen haben, weil ich an der Seite Israels stehe, dass ich endlich auf den richtigen Weg gefunden hätte. Nein, ich bin auf dem richtigen Weg und an der Seite Israels – nicht unbedingt auf Netanyahus Seite.

Die Hamas und die Palästinenser, die diese Terrororganisation mehrheitlich unterstützen, ernähren sich vom Krieg und können zu Friedenszeiten nicht existieren, aber Fakt ist, wieder muss ich darauf zurückkommen, sie haben ihre Toten besser ins Bild gesetzt, und die meisten Medien machten mit. Um die Ecke haben wir ein Beispiel an der Türkei. Sie verschießen seit Jahrzehnten für Milliarden von Euro Raketen und opfern türkische Soldaten, um die Terrororganisation PKK unter anderem kleinzubekommen. Das wird nicht gehen. Der Terror verschwindet, wenn Wohlstand und Gerechtigkeit über die Menschen hereinprasseln. Dann gibt es auch keinen Grund mehr für Terror und auch keine fanatischen Massen, die den Terror feiern.

Regeln sind für alle da

Die Geschehnisse stoßen derzeit auf einen nahrhaften Boden, zumal wir durch „Wir schaffen das!“ die Fans des Terrors nach Europa geholt haben. Wer aus dieser Krise wieder rausfindet, dem gehört die Krone. Es gibt diese Kriege, die man nicht gewinnen kann. Dass wir so viele davon zur gleichen Zeit haben würden, hätte man sich auch nicht denken können. Siehe Ukraine-Russland-Krieg. Am Ende, wenn es denn ein Ende gibt, werden sich beide Seiten zu den Siegern erklären, oder, wir machen einfach weiter, bis Europa am Boden und die US-amerikanische Wirtschaft obenauf ist, dass die USA sagen: „Genug, das reicht!“

Für Europa sieht es bitter aus. Selbst, wenn Ruhe in Gaza wäre. Die hiesige Fangemeinde würde als Stiller Brüter weiter existieren, sich weiter vermehren und auf den Funken warten, damit man wieder auf die Straße geht und für den Terror laut wird. Die Straße gehört dem Islam, so scheint es, denn die Pro-Kalifat-Demos waren an sich nicht gefährlich, aber eine Demonstration dessen, dass die islamistischen Gruppen der Öffentlichkeit bewiesen haben, dass ihnen auf der Straße nichts passieren kann und der schwache deutsche Staat immer nur Zuschauer sein wird.

Überhaupt lässt man den Islam machen, das betrifft nicht nur die Islamisten. Bei schönem Wetter kann man in den meisten Städten in den Parkanlagen tausende Migranten beim Grillen beobachten. „Bitte den Rasen nicht betreten“, „Bitte nicht Grillen“ – die Schilder scheinen nur für die Deutschen zu gelten. Der Islam, so auf die leichte Schulter genommen, oder sogar so ernst genommen, dass man sie nicht stört und gewähren lässt, wird Deutschland noch größere Probleme aufbürden, die heute schon nicht zu lösen sind und in der Zukunft sicher überhaupt nicht mehr.

Der Staat muss Stärke zeigen und den Islamisten einen Riegel vorschieben, aber auch die Regeln für das „Leben in Deutschland“ besser umsetzen. Regeln sind nun einmal für alle gemacht und nicht nur für Deutsche. So ist das, wenn du mit Palästina, Israel und Hamas anfängst, hörst du mit dem Islam in Deutschland auf.

 

Ahmet Refii Dener, geb. 1958, ist deutsch-türkischer Unternehmensberater, Blogger und Internet-Aktivist aus Unterfranken. Mehr von ihm finden Sie auf seiner Facebookseite.

Foto: Montage Achgut.com

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Klara Altmann / 15.05.2024

Die Zuschauer aus den meisten Staaten haben beim ESC für Israel gestimmt. Das war zum Teil Anerkennung für den guten Beitrag und es war aber auch Zeichen der Solidarität im Hinblick auf den 7. Oktober und den Krieg gegen die Hamas - aus meiner Sicht. Die Jurywertung kann man dabei getrost unter den Tisch fallen lassen, ganz offensichtlich vertrat sie eine deutliche Mindermeinung. Es mag laut sein auf der Straße, aber ich habe den Eindruck, dass sich die Menschen nach wie vor mit Israel solidarisieren. Und auch wenn die Ampel noch so aggressiv für den Islam trommelt und insgesamt die Altparteien. Und dass sie deshalb dessen Extremisten in dieser Dreistigkeit gewähren lassen, während sie die Opposition in Deutschland mit Mitteln bekämpfen, von denen wohl kaum noch eins demokratisch zu nennen ist. Für mich ist das nur die Ruhe vor dem Sturm, da viele schon sehr lange die Nase voll davon haben, wie sich Vertreter einer fremden Kultur, die sich nicht vereinbaren lässt mit der unseren, in Deutschland und Europa benehmen. Die Europawahl wird der Anfang der Veränderung sein, wir haben gesehen, was wir sicher nicht wollen. Veränderungen geschehen vielleicht langsam, aber ich bin mir sicher, dass zurückgedreht wird, was in den letzten zwei Jahrzehnten geschah. Nicht heute oder morgen, aber vielleicht am Tag danach.

Hans-Peter Dollhopf / 15.05.2024

Aus Putins einwöchiger Spezialoperation wurde ein mehr als zwei Jahre dauernder Krieg. In diesem Zeitraum griff Aserbaidschan sich Berg-Karabach. Zu erkennen ist, dass die Unterstützung der Ukraine nach dem 7. Oktober schlagartig bröckelte. Möglich erschien nun auch ein Angriff auf Taiwan. Der Westen hätte sich verzettelt. Aufgefallen waren kurz vor dem Hamas-Angriff die Treffen Putins mit den Führungen der Türkei, Chinas, Nordkoreas und Irans. Es war mit Händen zu greifen, dass sich ein Plan entfaltet. Vermutlich stellte sich für den Kreml zur Entlastung Israel als optimaler Eskalationsfaktor dar. Der Iran bindet über die Huthis als nächstes Kräfte. Die Hamas wird geopfert. Als Entschädigung gibt es den Staat Palästina. Taiwan ist noch lange nicht vom Tisch, da wird der Ukraine-Verbündete GB auch schon durch Milei plötzlich wieder mit der Falklandfrage konfrontiert, weil wer - natürlich Russland - in der Umgebung unglaublich reiche Erdöllager findet. Kommen zu Gaza noch Taiwan, Falkland und Krieg zwischen den beiden Koreas, hat der Westen bei diesem 3. Weltkrieg kein Schießpulver mehr. Die Lösung des Dilemmas ist sofortige Eliminierung Putins.

Wolfgang Richter / 15.05.2024

“Es gibt diese Kriege, die man nicht gewinnen kann.” - Aber es gibt solche, die man grandios verlieren kann, so wie die USA und ihre Folger aus Afghanistan August 2021 am Ende Hals über Kopf geflüchtet sind. Und wenn sie nicht aufpassen, ereilt sie im Irak dasselbe Schicksal. Die “Welt” scheint sich zunehmend gegen “sie” zu stellen. Das kommt ua.  davon, wenn sich zur Schau stellende “Haltungspolitiker” meinen, sie könnten ihre Ideen zum zukünftigen Miteinander unter ihren wirtschaftlichen Bedingungen anderen aufzwingen. Und wenn deren Kreis über einen “Kippunkt” hinaus zu groß wird, schwappt diese Welle zurück und übermächtig über sie hinweg. Es kann einfach nicht klappen, eine Mehrheit von Ländern zu sanktionieren, zumal wenn selbige über die Masse der benötigten Bodenschätze verfügen und eigentlich die Absatzmärkte für die eigenen Produkte wären.

Wolfgang Richter / 15.05.2024

“Die Palästinenser haben ihre Toten besser verkauft, ich meine marketingtechnisch.”—Dies aber mit Hilfe der westlichen “Mainstreammedien”, für mich unverständlicherweise. Da werden zu “Gaza” Zahlen von toten Zivilisten im Bereich über 30 000 behauptet. Dabei hat mir bis heute noch niemand meine schon zu Zeiten von “Afghanistan” gestellte Frage zur Unterscheidung von “Zivilisten” und “Milizen-Kämpfern” beantwortet. Wenn man Bilder aus “Gaza” sieht, dann tragen nahezu alle “Kämpfer” -außer bei ihren Paradeaufmärschen- T-Shirts und Turnschuhe, wenn sie Granatwerfer bestücken oder mit Panzerabwehrwaffen israelische Stellungen oder Fahrzeuge beschießen. Bei der “Vermarktung” von Toten geht es natürlich neben politischen Zielen schlicht um “Berge von westlichem Steuergeld”, die auf ihr Abgreifen warten, Deutschland und EU vorneweg als Sponsoren.

Gabriele klein / 15.05.2024

@Frau Meyer: danke f. interessanten Kommentar, Allerdings glaube ich niemals dass Israel den “Propagandakrieg” verloren hat.  Falls die Hamas Propaganda überzeugt wäre meine Frage warum dann alle Länder dicht machen und die Herrschaften bei sich eher nicht als Flüchtlinge haben wollen?  Auch die USA sind in ihren Erwägungen was flüchtlingsmäßig aus dieser Ecke in Frage kommen könnte höchst vorsichtig.  Dann, heute las ich dass die Kandidatin aus Israel im Eurovision Wettbewerb unglaublich angefeindet wurde u. dennoch,  Platz 5 am Ende erreichte, (1) wenn ich die internationale evangelikale Presse richtig verstand. Dies u.a. dank vieler Schweden, die sich offenkundig von dem ganzen Rabatz in ihrem Stimmverhalten nicht beeindrucken ließen.Allerdings scheint es mir nicht klug wenn ein Land ständig betont es stünde ganz alleine auf der Welt da und damit die Propaganda seiner Gegner quasi selbst transportiert.  Eine Aussage die obendrein auch nicht stimmt. Israel hat das ganze Trump Lager hinter sich und den Bible Belt der USA der Demokraten teils mitumfaßt auch.  Auch in anderen Ländern scheinen mir die christlichen Israelfreunde eher mehr zu werden Hinzu kommt die biblische Zusage.  Nein Israel ist nicht allein. Das Problem scheint mir eher die eigene Spaltung .  Würde Israel der eigenen Berufung mehr folgen, würde der radikale Islam sehr viel an Zulauf verlieren. Ja es gibt sie die Unterschiede in den Religionen doch letztlich scheint es mir dass die Gemeinsamkeiten überwiegen und 100% ige Monotheisten scheinen sie mir ohnehin allesamt nicht, Islam inklusive,  Der Weg den Trump mit den Abraham Agreements politisch einschlug ergänzt durch den von Rabbi Sacks im religiösen Bereich scheint mir so wichtig wie vernachlässigt. (1) Die nicht europäische Presse die ich zum Thema las kommentierte diesen Wettbewerb 2024 zurecht als unterste Schublade, von daher frägt sichs obs nicht klüger wäre bei sowas abzusagen.

Stefan Riedel / 15.05.2024

Vielleicht doch ihre Hamas erfundenen Toteszahlen? Israels Krieg gegen die Hamas,  UN halbieren Anzahl getöteter Kinder (Zivilisten S.R),  in Gaza ! (BILD 13.05 2024).

Sam Lowry / 15.05.2024

p.s.: Dann gehen sie immer in die Opferrolle… die ach so armen Mörder!

Sam Lowry / 15.05.2024

Möglicherweise sind es ja jetzt (endlich) mehr tote Hamas-Terroristen als friedliebende Konzertbesucher?

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