«Sex and the City» ist Comic. Keiner von der allzu unanständigen Sorte, der moralische Grenzen auslotet, sondern eher so «Fix und Foxi»-niedlich. Normale Damen verfielen der Serie, weil es das Prinzip von Serien ist, ihnen zu verfallen. Damals, vor zehn Jahren, als alles anfing, gab es «Six Feet Under» noch nicht, die «Sopranos» waren kaum bekannt, «Lost» war noch nicht fertig. Also «Sex and the City», was um Klassen einfallsloser war, aber besser als «Lindenstrasse» oder «Friends».
Das Prinzip der Serie ist, dass man wissen möchte, was mit den Figuren passiert, selbst wenn sie einem weder sympathisch noch in irgendeiner Art interessant sind. Vermutlich funktioniert das wie die Casting-Maschinerie, bei der ein Superstar in irgendwas gesucht wird, oder wie Verkehrsunfälle. Es ist das Wissenwollen, wie es weitergeht. All die endlosen Abhandlungen (hier wäre dann eine mehr) zur angeblich revolutionären, emanzipatorischen Wirkung der Serie sind, um es gewählt auszudrücken, gelangweilter Quatsch in Zeiten gelangweilter Medienkonsumenten. http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/der_teufel_traegt_blahnik_1.736618.html