Showdown für Impfgegner

Die Impfgegner sind unter uns. Sie leugnen oder bestreiten die Wirksamkeit von Impfungen. Im Gegenteil: Sie sehen Impfungen als große Gefahr. Gründe: Religiöse, naturheilkundliche, Angst vor Impfschäden. Einige behaupten, es gebe überhaupt keine Viren, manche denken in Verschwörungen. Auch diese Menschen haben ihren Platz in unserer Gesellschaft. 

Dazu folgende Richtigstellung: 

Die Impfgegner werden voraussichtlich sehr bald ihre Einstellung unter Beweis stellen dürfen oder müssen. Wenn der Corona-Impfstoff da ist, vermutlich binnen des nächsten Jahres, kommt es zum Showdown. 

Ich erwarte, dass die Impfgegner, die so laut agieren, konsequent in ihrer Ablehnung bleiben. Am besten, sie würden schon jetzt freiwillig und schriftlich ihren Verzicht auf jede Impfung erklären, damit jene, die sich impfen lassen wollen (oder müssen, wie medizinisches Personal), die Vakzine dann auch bekommen – und nicht anstehen, weil Narren ihre Meinung ändern. Das wäre der Gipfel: Die klar und vernünftig Denkenden warten hinten in der Schlange, während irgendwelche Serum-Honks plötzlich in Panik den Impfstoff für sich entdecken. 

Apropos Narren: Jüngst berichtete mir ein Freund, wie einer seiner Bekannten dröhnend angekündigt habe, der Bund plane „Zwangsimpfungen“: Bei dem Begriff denkt man unwillkürlich an die Nazi-Zeit. Soweit ist es mit Verwirrungen und Verirrungen schon gekommen. Da hilft nun wirklich kein Impfstoff.

Leidtragende des Irrsinns sind wie meist Kinder. Sie können sich nicht wehren, sie werden nicht um ihre Meinung gefragt, und bis zur Volljährigkeit ist es für das eine oder andere Kind schon zu spät. Leider. Vielleicht gibt es ja nach Corona weniger Impfgegner.  

Zuerst erschienen im Euro am Sonntag

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Leserpost

netiquette:

Martin Holzinger / 10.08.2020

Ein Basketball Profi wird aus seiner Mannschaft rausgeworfen, weil er mit der Teilnahme an einer sogenannten Anti Corona Demonstration gegen die Hygienevorschriften seines Vereines verstoßen hat. “Bestrafe einen, erziehe hundert”. Die bundesdeutschen Intensivstationen versorgten mit Stand vom 14.Juli 266 Covid-Patienten, von denen 125 beatmungspflichtig waren. Das sind 0.000% bzw 0.000% von ca. 80 Millionen Einwohnern, die in dieser Momentaufnahme abgebildet seien. Während außerhalb der Hospitäler, mittels durch nunmehr eingeführte, längst überfällige flächendeckende Tests, eine Durchseuchung auszumachen ist, die den überwiegenden Teil unserer Bevölkerung der Infektion nahezu grundsätzlich symptomfrei gegenüber stehen lässt! Die syndikatisierte, alarmistische “neue Normalität” nimmt sich pharmazeutisch besonders profitabel aus; ist doch der Profit als solcher, nach Spinoza, auch Balsam für die Seele. Und sofern wir eine ebensolche besitzen, haben wir armen Duroq Schweine dann auch etwas davon; eine Win/Win Situation. Wir dürfen dann, nach Einführung eines Impfstoffes, endlich unsere Stoffmasken wieder fallen lassen, und in die nur vermeintliche alte Normalität mit unseren Fleischmasken wieder zurückkehren. Einige werden einen Immunitätsausweis bekommen, der, im allerschlimmsten Falle einer hygienewahngewordenen totalitären Dystopie, den Einlass in so einige Gebäude, oder gar die Reise ins Ausland gesundheitsbewusst legitimieren könnte. “Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie.” F. N.

Sabine Heinrich / 09.08.2020

@Gunter Frank und @ Petra Wilhelmi: Ich stimme Ihnen vollkommen zu und frage mich, woher Herr Tiedje die Dreistigkeit nimmt, Impfskeptiker so zu beleidigen! Das ist unverschämt, werter Herr! Die große Schar der sog. Impfgegner richtet ihre Kritik nur gegen die von Politikern und der Pharmaindustrie forcierte Impfpflicht (darauf läuft es doch hinaus, so mein Eindruck) gegen das Corona-Virus mit einem kaum erprobten Impfstoff, der gewissen Leuten viel Geld bringt (könnte der Wuschelkopf aus Berlin evtl. auch wieder profitieren wie seinerzeit - Stichwort “Schweinegrippe”?) - und anderen Schaden zufügt? Ich bin kein Impfgegner, bin froh, dass ich dank Pocken-, Polio-, Malaria-, Cholera-, Tetanusimpfung bislang gesund durchs Leben gekommen bin. Aber man müsste mich schon in Handschellen dazu zwingen, mir eine Substanz injizieren zu lassen, die - wie ein anderer Kommentator es so treffend bezeichnet hat - mit der heißen Nadel zusammengemischt wurde. Natürlich gibt es auch “feinere” Druckmittel, um uns zu zwingen, als Versuchskaninchen für ehrgeizige, von Geldgier und Erfolgsdruck getriebene Chemiker, Virologen, Mediziner etc. herzuhalten. Ich wiederhole meine Frage an Sie, Herr Tiedje - was (oder wer) treibt Sie an, gegen die Netiquette gegenüber anderen derart zu verstoßen? Dass Sie sich damit selbst disqualifizieren, ist Ihnen hoffentlich klar? Nun, Sie werden sicher zu den Ersten gehören, die sich den Impfstoff gegen das Virus, das nach Schätzungen der qualifizierten Herren aus dem RKI vom März/April schon Zehn-,wenn nicht gar Hunderttausende allein in Deutschland dahingerafft haben müsste, injizieren lassen werden. Dann bin ich auf Ihren Erfahrungsbericht gespannt.

Johannes Schumann / 09.08.2020

Noch eine Anmerkung: RNA-Impfstoffe gibt es seit 1994 und sind damit jünger als das Neuland Internet.

Johannes Schumann / 09.08.2020

Wenn der Impfstoff verfügbar ist, wird es bestimmt Ausnahmeregelungen geben, wonach besonders alte und schwache Menschen diese Impfung nicht bekommen, weil zu riskant. Das heißt, nach dem Lockdown, den der Teil der Bevölkerung bezahlt hat, der ökonomisch diese Republik trägt bzw. jener Teil, der unsere Zukunft darstellt und der nun etliche Wochen nicht vernünftig zur Schule gehen konnte, müssen, werden diese beiden Teile noch einmal dem Risiko ausgesetzt, dass sie sich zwangsimpfen lassen müssen. Wie bescheuert muss man sein, um alle Last und jedes Risiko auf diese Teile der Bevölkerung abzuwälzen. Ein sinnvolles und gezieltes Isolieren der Risikogruppen hat man “aus Solidarität” abgelehnt. Was wir nicht alles machen, dass Ü70-Leute mit etlichen Vorerkrankungen ein halbes Jahr zusätzliches Leben geschenkt bekommen. Dafür nimmt man den jungen und mittelalten Menschen etliche Jahre weg. Der wirtschaftliche Schaden geht einher mit Suiziden, Depressionen und Suchterkrankungen. Das alles, weil die Politik der Paranoia der Satten nachgibt.

Susanne Weis / 09.08.2020

Impfpflicht gegen Masern gibt es seit 1. März 2020 für Kinder UND MITARBEITER (!) in allen Einrichtungen, die mit Kindern zu tun haben - das sind ziemlich viele Menschen, die da schon unter diese Impfpflicht fallen. Dazu ist zu sagen, dass die Masern-Impfung seit 50 Jahren auf dem Markt ist, es bisher aber nicht für nötig erachtet wurde, sie verpflichtend zu machen. Warum aber jetzt?  Etwas anderes, als die Gewinne der Pharmaindustrie noch weiter zu erhöhen, fällt mir da als Grund nicht ein. Es ist übrigens die erste Impfpflicht dieser Art - der Weg für “Impfpflicht” ist also bereits freigemacht worden. Unter dem Artikel hier steht “Zuerst erschienen in Euro am Sonntag”. Die “Euro am Sonntag” ist eine Wirtschafts- und Finanzzeitung, aktueller Titel: “Megatrend Medizin”. Also, wer jetzt nicht Eins und Eins zusammenzählen kann ... Es geht um das ganz große Geschäft. Die Profiteure können den Hals wieder nicht vollkriegen. Die Gesundheit der Menschen (Folge- und Spätschäden der Impfungen, deren Ursache in der Impfung man naturgemäß schwer nachweisen kann) ist dabei nachrangig. Die Pharmakonzerne sind von der Haftung für etwaige Impfschäden befreit - die Kosten dafür trägt die Allgemeinheit - besser kann es für die Pharmaindustrie und alle flankierenden Profiteure doch gar nicht laufen! Was für ein widerlicher Hetzartikel hier auf der Achse. Herr Tiedje, ich unterschreibe Ihnen, dass ich Ihnen meine Impfdose schenke, damit Sie sich gleich zweimal impfen lassen können - doppelt hält besser. Ich würde wetten, dass sich noch viele Andere finden, die Ihnen ihre Impfdose liebend gerne abtreten. Hauen Sie sich diese Impfung hundert Mal rein! Ich wäre wirklich froh, wenn ich zu dieser Impfung nie, auch nicht über einen Umweg, genötig werde. Warum hetzen manche Impffreunde eigentlich immer so gegen Impfkritiker - kann ihnen doch völlig egal sein, wenn sie selbst geimpft sind und dem Schutz durch die Impfung so sehr vertrauen.

Behm, Jürgen / 09.08.2020

Da stelle ich hier auf der Achse nicht zum ersten Mal die Frage, wo bitte in welchen wissenschaftlichen Publikationen die Nützlichkeit und Wirksamkeit des Impfens belegt ist. Antikörper? Sind Laborartefakte, die gemäß der vorherrschenden Hypothese von Virologen den Beweis der Wirksamkeit belegen. Eine kühne Behauptung, sage ich dazu. Auch beschränkt sich der aller größte Teil der Entwicklung von Impfstoffen auf die Vermeidung von schädlichen Nebenwirkungen. Da halte ich es lieber mit Dr. Buchwald und seinem Buch “Impfen - das Geschäft mit der Angst” Buchwald hat bei allen Infektionskrankheiten anhand der statistischer Daten des statistischen Bundesamtes und seines Vorgängeramtes nachweisen können, dass sich die Impfkampagnen der jeweils Regierenden immer an den schon begonnenen Rückgang der jeweiligen Infektionskrankheit nach den großen Kriegen rangehängt haben.  Gute Verpflegung, hygienische Wohnverhältnisse, sauberes Trinkwasser, eine funktionierende Abwasserentsorgung und Behandlung waren die Voraussetzung für den Rückgang der Infektionskrankheiten.  Wo ist das Formular wegen des Verzicht auf Impfungen? Gerade die Eltern meiner Enkelkinder würden sehnsüchtig auf ein solches Formular warten.

Johannes Schumann / 09.08.2020

Es ist doch seltsam, wenn Regierung und linksgrüne Medien wegen kleinster Mengen Radioaktivität, wegen Glyphosatrückständen in Bier und wegen Feinstaub in minimalsten Dosen die riesengroße Gefahr sieht, aber ‘ne Impfung, die in kürzester Zeit zusammengeschustert wurde, soll nun auf Teufel komm raus injeziert werden. Bill Gates verwechselt Impfstoffe mit seiner Bananensoftware, die so heißt, weil sie beim Kunden reift. Die meisten Kommentatoren sind hier mit mir einer Meinung und alle beginnen sie mit der Feststellung, kein Impfgegner zu sein. Aber doch wird diese Corona-Impfung abgelehnt.

Johannes Schumann / 09.08.2020

Ich bin kein Impfgegner, aber ich bin Gegner einer Impfung, die unter kürzester Zeit zusammengepfuscht wurde. Ich lasse Frau Merkel, Herrn Drosten und Co. gerne den Vortritt. Man muss besondere Vorsicht walten lassen, was sowas angeht.

RMPetersen / 09.08.2020

Sehr merkwürdige Argumentation: Der Satz, jeder Kritiker möge den “... Verzicht auf jede Impfung erklären ...“ lenkt davon ab, dass die Situation bei Corona nicht diejenige wie bei anderen Impfungen ist: Früher wurden sehr lange, sehr gründliche Tests über Jahre durchgeführt, bevor eine Entscheidung fiel. Bei Corona soll und wird etwas durchgezogen, verkürzt und im Schnellverfahren. Wer diesen Unterschied nicht sieht und die Corona-Impfgegner nicht Ernst nimmt, sollte im Spiegel schreiben und nicht in der Achse.

Helmut Bühler / 09.08.2020

Nun Herr Tiedje, wenn es nächstes Jahr einen Impfstoff geben sollte, dann lasse ich Ihnen gerne den Vortritt. Meine Dosis können Sie haben. Ich werde Corona noch so lange ungeschützt die Stirn bieten, bis ein sorgfältig überprüftes Vakzin verfügbar ist, also in ca. 3-4 Jahren.

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