Redaktion / 20.12.2023 / 16:00 / Foto: Achgut.com / 6 / Seite ausdrucken

Serie „Wir haben es gesagt.“ Heute: Hans Hofmann-Reinecke

Achgut.com veröffentlicht in dieser Reihe regelmäßig Texte aus den vergangenen Jahren, deren Mahnungen, Warnungen, Voraussagen sich jetzt bewahrheiten. Man konnte alles wissen, wenn man nur wollte. Heute Hans Hofmann-Reinecke im Jahr 2019: „Die Auferstehung Nongqawuses.“ Ein Zeitzeugnis.

Das betrifft alle Gebiete. Beispielsweise bei Themen wie Migration, Energiewende, Covid und Antisemitismus, um nur einige Stichworte zu nennen. Beim Thema Antisemitismus sagen wir seit langem voraus, was jetzt die sogenannten Mainstream-Medien schreiben. Diese Beitragsfolge soll auch eine Vergewisserung für Sie, liebe Leser, sein, dass Sie das richtige Medium lesen. Es gab und gibt immer wieder Versuche, uns zu diskreditieren und politisch zu stigmatisieren. Die Zeit und die Tatsachen arbeiten aber für uns. 

Heute veröffentlichen wir einen Beitrag vom 24.03.2019 von Achgut.com-Autor Hans Hofmann-Reinecke unter dem Titel „Die Auferstehung Nongqawuses“ Er warnte schon damals anhand einer historischen Analogie vor der kritiklosen Verehrung Greta Thunbergs. Zitat: „
Das war anno 1856. Ist die Menschheit inzwischen klüger geworden? Wissenschaft und Technik sind zwar mit Lichtgeschwindigkeit vorangestürmt, aber politische Klugheit und Vertrauen in die eigene Urteilskraft haben sich nicht entwickelt. Und so ist Nongqawuse wieder auferstanden – als Greta. Sie kommt mit der gleichen Weissagung wie damals: Wenn ihr nicht sofort alle Kraftwerke abschaltet, alle Autos verschrottet, alle Flugzeuge zerstört, dann werdet ihr untergehen. Und mit euch der ganze Planet.“ 

Dr. Hans Hofmann-Reinecke studierte Physik in München und arbeitete danach 15 Jahre in kernphysikalischer Forschung. In den 1980er Jahren war er für die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien als Safeguards Inspektor tätig. Er lebt heute in Kapstadt. Hier ist sein Text:

Die Auferstehung Nongqawuses

Wenn Sie von Kapstadt die tausend Kilometer nach East London fahren, dann bewegen Sie sich entlang des Südrands von Südafrika, der gleichzeitig der Südrand des Kontinents ist. Sie reisen vom Western Cape, wo sich ab dem 17. Jahrhundert die Buren ansiedelten, ins Eastern Cape, in die Heimat der Xhosa. Das ist der Stamm mit den lustigen Klicklauten in der Sprache, der so berühmte Persönlichkeiten wie Nelson Mandela und Desmond Tutu, die beiden zentralen Figuren der Demokratisierung Südafrikas, hervorgebracht hat.

Der Great Fish River bildete die Grenze zwischen beiden Völkern, und hier gab es immer wieder Scharmützel. Es kamen allerdings weder Flugzeugträger noch strategische Bomber zum Einsatz, die Buren waren ja – wie der Name schon sagt – in erster Linie Bauern, die auch mit der Flinte umgehen konnten, und die Xhosa hantierten mit ihren Speeren, so dass es bei begrenzten Konflikten blieb.

Nun, in der Mitte des 19. Jahrhunderts, betraten weitere Mächte das Spielfeld: Die Zulu, welche die Xhosa von Norden her bedrängten, und die Engländer, die als imperialistische Eroberer gekommen waren, um sich auch diesen Teil Afrikas als Kolonie anzueignen. Das Volk der Xhosa war also in einer recht ausweglosen Situation, in der nur noch ein Wunder helfen konnte. Und je mehr man auf Wunder angewiesen ist, desto leichter glaubt man an sie. 

Eine psychologisch auffällige Fünfzehnjährige hatte dann in den Nebeln eines Flusses die Geister ihrer Vorfahren getroffen, welche ihr Weissagungen und Weisungen für den Clan gaben: Nur wenn ihr alle Rinder schlachtet, alle Felder verbrennt und alles Korn vernichtet, dann könnt ihr überleben, dann werdet ihr für jeden toten Ochsen zehn gesunde bekommen und eure Scheunen werden von Mais überquellen.

Hunderttausende tote Tiere auf den verbrannten Feldern

Das Mädchen namens Nongqawuse erzählte ihrem Onkel, einem professionellen Seher und Schwindler, von dem Erlebnis. Der befahl ihr zu schweigen und organisierte, dass das Mädchen mit dem eigenartigen Namen und dem seltsamen Charme den Würdenträgern des Clans präsentiert wurde. Die waren tief beeindruckt, und bald entwickelte sich ein regelrechter Kult um sie. Auch außerhalb ihres Clans fand Nongqawuse mehr und mehr Anhänger, bis schließlich das ganze Volk der Xhosa von ihrer Weissagung bekehrt war.

Nun machten sie sich daran, die Rinder zu schlachten und die Äcker zu zerstören. Bald lagen hunderttausende toter Tiere auf den verbrannten Feldern, für die Geier und Hyänen zum wohlfeilen Mahl. Die Xhosa aber erlebten die schlimmste Hungersnot ihrer Geschichte, denn das versprochene Wunder war nicht eingetreten. 

Das war anno 1856. Ist die Menschheit inzwischen klüger geworden? Wissenschaft und Technik sind zwar mit Lichtgeschwindigkeit vorangestürmt, aber politische Klugheit und Vertrauen in die eigene Urteilskraft haben sich nicht entwickelt. Und so ist Nongqawuse wieder auferstanden – als Greta. Sie kommt mit der gleichen Weissagung wie damals: Wenn ihr nicht sofort alle Kraftwerke abschaltet, alle Autos verschrottet, alle Flugzeuge zerstört, dann werdet ihr untergehen. Und mit euch der ganze Planet. 

Und vielleicht hat auch Greta einen cleveren Onkel im Hintergrund, der dafür sorgt, dass die Mächtigen der Welt auf sie aufmerksam werden, dass sie auf der UN-Klimakonferenz in Katowice oder auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos zu ihnen sprechen darf. Und wieder fällt das Volk darauf rein. 

Mit Elan an die Vernichtung der Infrastruktur

Zunächst sind es die Gleichaltrigen. Keiner Generation in der Geschichte der Menschheit wurde jemals so wenig abverlangt wie ihnen. Keine Generation hätte mehr Grund, den Eltern und Großeltern für ein Leben in Wohlstand und Sorglosigkeit zu danken. Aber sie, die nicht in der Lage sind, auf eigenen Beinen in die Schule zu gehen, werden jetzt die Welt retten.

Sie sind Experten darin geworden, sich zu beklagen, Forderungen zu stellen und zu demonstrieren. Statt in den Unterricht lassen sie sich jetzt von der Mutter im Auto zur Demo bringen – und wieder abholen. Eltern und Lehrer sind zu feige geworden, ihnen die Leviten zu lesen. Und die Politik hat die willenlosen Kinder sofort als nützliche Idioten für ihre Zwecke vereinnahmt, so dass von oberster Stelle nichts als Unterstützung für den Unfug laut wird.

Was wird jetzt passieren? Das Schlachten der KKWs hatte ja schon vorher begonnen, aber jetzt geht es mit noch mehr Elan an die Vernichtung der restlichen Infrastruktur. Die Kadaver unserer Flugzeuge werden auf untauglichen Landebahnen verrotten, ICEs werden entgleist an den Bahndämmen liegen, und wir werden mit Lichtgeschwindigkeit in Nongqawuses Welt landen: in der Dritten Welt.

 

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Marcel Seiler / 20.12.2023

Sehr schöner Bericht. Vielen Dank! In Jonestown vergiftete sich im Jahre 1978 eine christliche Sekte ziemlich komplett. Auch sehr nett. Laut Wikipedia nur 909 Tote. Immerhin verhungerten sie nicht. Es passiert also immer wieder.

Wilfried Cremer / 20.12.2023

hallo Nachtschicht, die Geschichte sticht. Vergisst man nie. Und vor dem Selbstmord kommt der Antisemitismus.

T. Weidner / 20.12.2023

Tja - dafür macht die ökosozialistische EU nun in Polen Nägel mit Köpfen…

Thomas Szabó / 20.12.2023

Ich erinnere mich an diesen Artikel! Ein in seinem eigenen Geist verworrenes Kleinkind mit prophetischen Gaben, das mit CO2-Molekülen plaudert, verkündet unter Applaus der globalen Eliten die Prophezeiung, die Welt könne nur gerettet werden, wenn die wirtschaftlichen Grundlagen des globalen Wohlstandes zerstört werden. Das Nongqawuse-Greta Paradoxon: Das was die Weltbevölkerung am Leben hält soll zerstört werden, um die Weltbevölkerung zu retten. Lasst uns die Welt zerstören, um die Welt zu retten!

Karsten Dörre / 20.12.2023

Zitat aus Wikipedia:“Eine kleine Minderheit, bekannt als Amagogotya (Geizige), weigerte sich, ihre Tiere zu schlachten oder zu vernachlässigen. Diese Ablehnung wurde von Nongqawuse herangezogen, um das Scheitern der Prophezeiungen über einen Zeitraum von fünfzehn Monaten (April 1856 bis Juni 1857) zu erklären… Nachdem Nongqawuses Prophezeiung nicht eintraf, gaben ihre Anhänger zunächst denjenigen die Schuld, die ihren Anweisungen nicht Folge geleistet hatten.” - Als auch das nicht half, übergab man Nongqawuse den Briten. Sollten wir heutzutage auch machen: Propheten, die Hungersnot und anderes Ungemach verursachen, des Landes verweisen.

Dr. Joachim Lucas / 20.12.2023

Während damals offensichtlich nur ungebildete Bauern und Nomaden diesen schwachsinnigen Prophezeiungen geglaubt haben, haben heute diepolitischen Eliten der (westlichen) Welt, samt Kirchen, diesen billigen Schmarrn von der heiligen Greta geglaubt. Die haben sich alle gegenseitig besoffen geredet. Es ist offensichtlich so, dass auch scheinbar intelligente Menschen jeden offensichtlichen Unsinn glauben können. Die sind doch alle ein Fall für die Psychiatrie.  Ein zivilisatorischer Fortschritt ist in dieser westlichen Welt jedenfalls nicht zu erkennen. Auch das eine Dekadenzerscheinung. Kant jedenfalls hat angesichts dieser hoffnungslosen Fälle geirrt. Und von denen hängt auch noch das Schicksal ganzer Völker ab. Offensichtlich kann man jeden Deppen zum Führer machen, kommt nicht drauf an.

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