Am 23. Januar dieses Jahres begann vor dem 5. Senat des Oberlandesgerichts Dresden der Strafprozess gegen acht junge Männer, die angeblich sächsische Separatisten sein sollen. Zwei Angeklagte hat der Autor in der Haft bereits besucht, darunter den „Rädelsführer“ – nachzulesen hier. Eine weitere Visite kam vorige Woche zustande. Der Autor besuchte das AfD-Mitglied Kurt Hättasch. Ihm wurde bei der Verhaftung aus kurzer Distanz in den Unterkiefer geschossen.
Kurt Hättasch sitzt in der Justizvollzugsanstalt (kurz JVA) Leipzig ein. Alle Angeklagten sitzen in anderen JVA in Sachsen, das nennt sich „Tätertrennung“. Mit Ausnahme von zwei Angeklagten, die in Dresden inhaftiert, aber auch dort getrennt sind. Am Eingang in Leipzig das gleiche Prozedere wie in Dresden. Sachen abgeben und im Besucherraum warten. Die Vorsitzende Richterin, Simone Herberger, hatte dem Autor diesen Besuch genehmigt. Gegenüber saß eine Familie, die offenbar aus der Ukraine stammte. Die Tochter war Teenagerin, neben ihr saß anscheinend ihr Bruder, der ständig auf russisch fragt, wie lange es noch dauert. „Чуть-чуть, пятнадцать минут“, nur noch ein kleines bisschen. 15 Minuten, zischte sie ihn an. Wir kamen ins Gespräch. Die Teenagerin berichtete, dass sie die 10. Klasse abgeschlossen habe, aber nach ukrainischem Lehrplan. Die Familie lebe in Leipzig. Ob sie danach eine Ausbildung machen wolle. Sie denke darüber nach, antwortete sie. Der Vater (oder Großvater – konnte ich nicht richtig verstehen) säße wohl ein, seit zwei Monaten.
Dann kam die BKA-Beamtin, die auch schon in Dresden meinen Besuch optisch und akustisch überwacht hatte, in den Besucherraum. Gemeinsam warteten wir, bis die Zeit heran war. Eine Justizbeamte führte uns durch einen grünen Innenhof zu einem Nebengebäude, wo sich die Besucherräume befanden. Das Gelände war kürzlich Medienthema: Dort wurde am 1. Juni ein neuer Spielplatz eingeweiht. Das Konzept: Mehr Familienfreundlichkeit hinter Gittern. Inhaftierte Väter haben die Möglichkeit, mit ihren Kindern, wenn sie auf Besuch sind, unter freiem Himmel auf dem Spielplatz Zeit zu verbringen anstatt in einem vergitterten Besucherraum. Es gab auch Sitzgelegenheiten. Das Ensemble wirkte wie eine sehr gut gepflegte Autobahnraststätte mit Parkcharakter. Das Konzept soll helfen, die Bindung zwischen Kindern und deren inhaftierten Vätern aufrechtzuerhalten. Für das Projekt und die Idee dahinter gibt es vom Autor – auch aus fachlicher Sicht – beide Daumen hoch! Finde ich sehr gut.
Der Raum für meinen Besuch hatte wieder eine spezielle Ausstattung: Trennscheibe und Wechselsprechanlage, die manchmal etwas pfiff. Kurt Hättasch wurde auf der anderen Seite reingeführt. Die BKA-Beamtin belehrte ihn sofort, dass über die Inhalte des Verfahrens weder in objektiver noch in subjektiver Sicht gesprochen werden dürfe, das sei die Auflage des Gerichts. Sie drückte das Schreiben gegen die Trennscheibe. Kurt Hättasch las es sich durch und fragte, ob er eine Kopie haben könne. Das war wohl eher schwierig.
Kochlehre im Gefängnis
Auf meine erste Frage nach seinem Befinden, antwortete der Inhaftierte, dass es ihm gut gehe. Unter den sehr schlechten Umständen, dass er inhaftiert sei, dass er von seiner Familie getrennt sei und seiner Arbeit nicht nachgehen könne, gehe es ihm gut. Er werde gut behandelt von den JVA-Beamten, die seien alle vernünftig. Mal ganz abgesehen davon: Beide JVA, die ich bisher besucht habe, hinterließen bei mir einen guten Eindruck. Das Personal war professionell und freundlich, die Einrichtungen wirkten relativ modern.
Der 26-Jährige wirkte ruhig, freundlich, aufmerksam und nachdenklich. Er hatte eine Ausbildung zum Metallfacharbeiter abgeschlossen, war bei der Bundeswehr und befand sich im November 2024, als er verhaftet wurde, kurz vor dem Abschluss eines Schweißer-Lehrgangs in Halle/Saale. Was er jetzt in der JVA den ganze Tag mache, fragte ich. Er habe eine Lehre als Koch begonnen, antwortete er. Von den 20 Monaten, die er inzwischen einsitze, absolviere er bereits seit 14 Monaten die Lehre, drei Prüfungen habe er schon bestanden. Abgenommen von zwei Ausbildern sowie einem IHK-Prüfer. Ich war beeindruckt.
Die bestandenen Prüfungen (schriftlich, mündlich und praktisch) hätten sich auf das monatliche Entgelt positiv ausgewirkt, so Hättasch. Das Grundgehalt sei 260 EUR, er erhalte jetzt aber 360 plus 120 Hausgeld, da er sich selbst versorge. Bedeutet: Er kocht für sich selbst. Das Geld ist digital auf einer Art Haftkonto. Später wolle er für seine Frau kochen, aber nicht als Koch arbeiten. Weißkrautpfanne sei sein Lieblingsgericht.
Pro Monat dürfe ihn seine Frau insgesamt vier Stunden besuchen, zweimal zwei. Jedes Mal mit Überwachung durch einen Beamten. Sein zweijähriges Kind sehe er nur einmal im Monat, Frau und Kind immer durch die Trennscheibe. So hat es das Gericht angeordnet. Der Grund: Weil Hättasch und die anderen sieben Angeklagten verdächtigt werden, eine terroristische Vereinigung zu sein und sie als „Sächsische Separatisten“ geplant hätten, Teile von Sachsen zu erobern und und und. Deshalb darf Hättasch Kind und Frau nicht in den Arm nehmen und auch draußen auf dem Haft-Spielplatz nicht mit seinem Kind spielen. Das Gericht verbietet die Aufrechterhaltung der Vater-Kind-Bindung bzw. der Familienbindung. Ich finde: Das ist unmenschlich.
Anträge schreiben für Mithäftlinge
Das Kind hat das Recht auf direkten Kontakt mit seinem Vater. Doch das Gericht schränkt dieses Recht ein. Das ist nur eine der zahlreichen Besonderheiten bei dieser Art von Prozessen (die der Autor in einem späteren Artikel ausführlich aufgreifen wird): verschärfte Haftbedingungen – eine Art Extra-Bestrafung während der Untersuchungshaft. Welchen Sinn oder welche Rechtfertigung gibt es dafür, seine Frau bzw. sein Kind nicht in den Arm nehmen zu dürfen? Ich finde, keine. Außerdem gilt für Kurt Hättasch immer noch die Unschuldsvermutung.
Er berichtete weiter, dass er mit 40 Mitgefangenen im Zellenblock lebe. 40 Prozent seien Deutsche, 60 Prozent seien aus dem osteuropäischen oder arabischen Raum. Zahlreiche Zellengenossen seien im Alter mit 15 oder 16 Jahren durch Drogenkonsum auf die schiefe Bahn geraten. Er, Hättasch, hätte für Mitgefangene bereits zwischen 100 und 120 Anträge geschrieben für alles Mögliche, wie Strafanträge oder Anträge für Telefongenehmigung. Für einen Mitgefangenen persischer Herkunft habe er sogar einen Berufungsantrag geschrieben. Interessant, der Mitangeklagte Jörg S. hatte ebenfalls berichtet, über 100 Anträge geschrieben zu haben. Seit Haftbeginn habe er, Hättasch, seine Schreibmaschine dabei. Deshalb hätten sich vor allem Mitgefangene ausländischer Herkunft und mit schlechten Deutschkenntnissen an ihn gewandt.
Hm, dachte ich, komisch, die „Sächsischen Separatisten“, Jörg S. und Kurt Hättasch, die laut Anklage sinngemäß ausländerfeindlich sein sollen, schreiben für inhaftierte Ausländer Anträge. Und er, Hättasch, teile sich mit einem Afghanen und einem Perser eine Haarschneidemaschine. „Mit Ausländern verstehe ich mich“, schloss Kurt Hättasch das Anträge-Schreiben-Kapitel.
Er lese sehr viel: Romane, Der fliegende Holländer, Werner Holt, Felix Dahn (Kampf um Rom) sowie Publikationen über Wirtschaft und Stiftungsrecht; auch bestelle er sich selbst Bücher z.B. über das Mittelalter und germanische Mythologie. Bücher ausleihen könne er sich in der Bibliothek oder über einen Bestellservice kaufen, das gehe mit dem Geld aus seinem Haftkonto.
Kurz pendelte das Gespräch in Richtung Prozess. Schon als Kurt Hättasch anhob und etwas wie „zu Unrecht angeklagt“ äußerte, schritt die BKA-Beamtin ein. Sie stand auf und ermahnte den Inhaftierten. Sie tat es bestimmt, aber doch freundlich. Es war kein Problem. Die „Szene“ dauerte zwei, drei Sekunden. Höchstens.
Die Solidarität aus der AfD ist schwach
Dann sprachen wir über seine Rolle bei der Alternative für Deutschland. Seit Juni 2024 ist Kurt Hättasch gewählter AfD-Stadtrat von Grimma und zugleich Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Stadtrat, im Moment aber entschuldigt wegen seiner Haft. Er habe auch keine Kenntnis davon, dass er nicht mehr Fraktionsvorsitzender sei.
Der Autor hatte beim sächsischen Landesverband der AfD nachgefragt, wie es um den Status der drei Angeklagten bestellt sei. Hättasch, Hans-Georg P. und Kevin R. sind wohl formal noch AfD-Mitglieder. Der AfD-Landesvorstand antwortete auf eine Anfrage des Autors schriftlich:
„Vielen Dank für die Anfrage!
Zu den genannten Personen laufen Verfahren bei unseren unabhängigen Schiedsgerichten.
Mit freundlichen Grüßen“.
Nachfrage des Autors:
Besten Dank.
Wie muss man sich ein laufendes Verfahren vorstellen, wenn die Betroffenen in Untersuchungshaft sitzen? Müssten sie nicht persönlich angehört werden?
Danke und mit freundlichem Gruß!
Keine Antwort der sächsischen AfD. Deshalb schrieb der Autor erneut:
Werden Sie meine E-Mail noch beantworten oder nicht? Ich bitte um eine zeitnahe Information.
Besten Dank und mit freundlichem Gruß.“
Keine Antwort der sächsischen AfD.
Wie Kurt Hättasch mitteilte, hat sich bis heute, mit ein oder zwei Ausnahmen, niemand von der sächsischen AfD-Führung bei ihm gemeldet. Seit er mit Kopfschuss im Krankenhaus lag, bis heute nichts. Nicht einmal Genesungswünsche. Keine Mitteilung des Landesvorstands, kein Anruf oder Information von AfD-Landeschef Jörg Urban. Nichts. Kurt Hättasch äußerte Verständnis, dass seine Partei nach der Verhaftung reflexartig das Ausschluss-Verfahren betrieben hätte. Doch nun sei er enttäuscht.
Während der 23 beobachteten Prozesstage sah ich zweimal einen AfD-Landtagsabgeordneten im Zuschauerraum. Die AfD bezeichnet sich selbst als Rechtsstaatspartei, und für diese drei Mitglieder gilt die Unschuldsvermutung. Aber die Landespartei geht auf Distanz.
Antwort des Bundesinnenministeriums auf AfD-Anfrage sorgt für neue Fragen
Dass im Prozess gegen die sogenannten Sächsischen Separatisten eine Reihe von Merkwürdigkeiten aufgetaucht sind, hatte die AfD-Bundestagsfraktion allerdings zu einer Kleinen Anfrage im Bundestag getrieben. (Nachzulesen hier). Nun hatte kürzlich die Bundesregierung, genauer gesagt, das Bundesinnenministerium, geantwortet. (Nachzulesen hier). Der interessanteste und zugleich merkwürdigste Satz aus der ansonsten recht oberflächlichen Antwort ist:
„In dem fragegegenständlichen Verfahren kam kein (verdeckter) Ermittler des FBI zum Einsatz.“
Wie bitte? Es kann nur ein Witz sein. Denn unstrittig scheint, dass zwei verdeckte US-Ermittler mit dem Rädelsführer Jörg S. in Kontakt standen, einer kam sogar zweimal nach Brandis, im sächsischen Landkreis Leipzig. Die Merkwürdigkeiten und Ungereimtheiten in diesem Prozess, in dem der Verdacht besteht, dass sich das Gericht mindestens vom Bundesverfassungsschutz auf der Nase rumtanzen lässt, nehmen kein Ende. Wenn die beiden US-Männer keine Ermittler waren, wer waren sie dann? Wer führte sie? Das Bundeskriminalamt? Dafür gibt es in Deutschland sehr klare Regeln. Die Antwort aus dem Innenministerium könnte noch prozessrelevant werden.
Zurück in die JVA Leipzig zum Gespräch mit Kurt Hättasch, der hinter der Trennscheibe saß und berichtete, dass er sich für die Zeit nach der Haft viel vorgenommen habe. Zu viel. An seinem Unterkiefer ist noch eine Narbe erkennbar. Kürzer Rückblick: Dort hatte ihn am 4. November 2024 ein Projektil aus der Waffe eines Polizeibeamten getroffen. Offenbar eine GSG-9-Truppe hatte um 6 Uhr – im morgendlichen Novembernebel – versucht, das Haus zu stürmen. Weil Hättasch dachte, eine Antifa-Truppe wolle ihn überfallen, war er mit einem alten Karabiner herausgetreten. Hättasch besaß eine Waffenbesitzkarte. Wie ein Zeuge, ein Polizist, aussagte, hatte Hättasch die Waffe nach unten und nicht auf die Polizei gerichtet. Außerdem ist noch unklar, ob sie geladen war. Dennoch schoss ein Beamter zweimal auf Hättasch und traf einmal am Kopf.
Wenn er wieder draußen sei, endete Hättasch, wolle er wieder als Metallbauer arbeiten, oder als Ausbilder. Möglicherweise wolle er sich im sozialen Bereich engagieren, z.B. für Häftlinge. Auswandern wolle er nicht. Er sei in der JVA der einzige politische Häftling. Vor einiger Zeit habe es noch einen weiteren gegeben. Wen denn, wollte ich wissen. Jemand noch aus Coronazeiten, so Hättasch. Aber das sei doch lange her, erwiderte ich. Ja, der habe eine Ersatzfreiheitsstrafe abgesessen, weil er das gegen ihn verhängte Bußgeld nicht gezahlt hat, klärte Hättasch auf. Ich schüttelte innerlich den Kopf. Statements über die – in meinen Augen – gnadenlose Corona-Justiz – siehe Dr. Bianca Witzschel – wollte ich vor der BKA-Beamtin nicht loslassen.
So wie die beiden anderen Mitangeklagten, die der Autor besuchte, hat auch Kurt Hättasch sich in der Haft nicht aufgegeben. Im Gegenteil. Er nutzt die vorhandenen Möglichkeiten, um sich weiterzubilden. Auf Fragen reagierte er responsiv, nicht ausweichend, und seine affektive Schwingungsfähgikeit war auch gut. Im Vergleich zu Jörg S. und Hans-Georg P. erschien der AfD-Stadtrat aus Grimma etwas gereifter. Abgesehen von seinen politischen Auffassungen oder wie er über Geschichte denkt oder oder: Hättasch wirkte wie jemand, der Dinge überlegt angeht. Dass er zwischen Familie, Stadtrats- und Parteitätigkeit, Schweißer-Lehrgang und Arbeit beabsichtigte, sich sozusagen „nebenbei“ als „Hobby-Separatist“ und „Terrorist“ einen Teil des Freistaates unter den Nagel zu reißen, klingt – aus meiner Perspektive zumindest – wenig plausibel. Es klingt eher wie ein schlechter Science-Fiction-Film.

@Lutz Herrmann : >>Schlage eine Kur im IK-6 in Omsk vor, um die Gedanken wieder zu ordnen.<<
## Am Ende steckt dahinter immer ein Geheimdienst und das Prinzip der glaubhaften Bestreitbarkeit. Außer bei Ihnen, da ist nichts glaubhaft.
@Ilona Grimm: Danke für Ihren Kommentar!
Da ich selbst im beruflichen Leben die Erfahrung mit erbärmlichen Feiglingen weiblichen Geschlechts (Lehrer) machen durfte, denen ich massiv geholfen hatte, empfinde ich nur noch Verachtung für solche Leute.
Genau solche erbärmlichen Feiglinge habe ich als viermalige Prozessbeobachterin im Prozess gegen Dr. Witzschel im OLG Dresden erlebt.
Zeugen, welche die Ärztin vor Verzweiflung, Krankheit, Arbeitsplatzverlust gerettet hatte.
Und keine(r) von den 8-10 Zeugen, die ich im Februar und April 2024 erlebt habe, hat Frau Dr. Witzschel nur eines Blickes gewürdigt!
Ich dachte, es sei ihnen nicht gestattet gewesen, ihr einen Blick zuzusenden, ihr eine Geste des Dankes, des Erkennens zu senden.
Irrtum!
Ich hatte extra einen Rechtsanwalt gefragt!
Dieses Verhalten war so schäbig; andere versuchten später, das Verhalten der Zeugen schönzureden, es verständlich zu machen: Angst!
Für solche Leute ist Dr. Witzschel in den Knast gegangen!
Ganz krass: Ein Zeuge schilderte wortreich seine schweren Leiden; die Ärztin hatte ihm geholfen, indem sie ihm ein Attest ausgestellt hatte.
Auch er würdigte sie keines Blickes; das hielt ich noch seiner Aufgeregtheit und der Erinnerung an sein Leiden zugute.
Am nächsten Morgen traf ich seine Frau, die zufällig im gleichen Hotel übernachtet hatte wie ich.
Sie jammerte nur, dass der ganze Prozess eine furchtbare Belastung für sie und ihren Mann sei.
KEIN EINZIGES WORT über Frau Dr. Witzschel. Zero!
Diese Leute sollten sich abgrundtief schämen!
Ob es an den vielen Verhandlungstagen auch Zeugen gegeben hat, die Rückgrat gezeigt, die Ärztin gegrüßt oder gar vor Gericht geäußert haben, dass sie ihr für ihre Hilfe dankbar waren, entzieht sich leider meiner Kenntnis.
Wird denn gegen den Polizisten ermittelt, der Herrn Hättasch in den Kopf geschossen hat?
Das wüsste ich ZU gern!
Hier stinkt etwas ganz gewaltig!
AfD Sachsen: Schämen Sie sich!!!
@Gerd Alois Werz : >>Bekommt die „Richterin“ nicht langsam selbst Zweifel, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zugeht?<<
## Das können Sie sich doch selbst beantworten. Wer Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit, an UnsereDemokratie und an der Rechtmößigkeit deutscher Gerichte bekommt, kann in Deutschland nicht Richter*Innen werden. Oder nur ganz kurz!
Wer Richter wird, bestimmen immer noch WIR! Das wäre ja, wie wenn der Schwanz mit dem Hund wackelt! Passen Sie lieber auf, dass man Ihnen nichts anhängen kann. Mehr können Sie doch nicht tun. Und nochwas: Für seine Eltern kann niemand, aber für seine FREUNDE!
Was ich im Netz schreibe ist kein ausgedachter Film, sondern eine Dokumentation über Dinge, die hier seit 25 Jahren eingerissen sind und wie man sich davor schützt. Das ist keine Panikmache, das ist eine Hilfestellung und daran ist auch nichts verfassungswidrig. Verfassungswidrig ist was hier seit 25 Jahren über den Apparat läuft. Und das hat seine Ursache in einer massiven geostrategischen Fehleinschätzung, um nicht zu sagen einer bewussten Lüge damaliger internationaler Spitzenpolitik, des Militärs und der Geheimdienste. Die Folge davon betrifft aber nicht nur die gerade genannten, sondern leider die gesamte Gesellschaft inkl. Polizei. Da sich der Parasit von unten nach oben bzw. der Schimmel hinter der Tapete ausbreitet, ist die Landespolizei mehr betroffen als die Bundesbehörden. Ich habe damals selbst darum gebeten FBI und BKA mit reinzuholen, auch weil das eine internationale Angelegenheit ist. Das eigentliche Problem kommt aus dem Kalten Krieg, ist ein Geist der Vergangenheit der immer noch wütet, seit 25 Jahren mit Wucht über die Welt verbreitet wird und das exakte Gegenteil von dem ist, was nach außen propagiert wird. Das ist kein „Kampf gegen den Terror“, das ist ein still untergeschobenes, vollkommen illegales Massenüberwachungssystem a la 1984, ausgerechnet durch die finanziert, die da angeblich bekämpft werden sollen. Ich weiß wovon ich rede, ich war damals Teil der Show. Je nachdem wer wo im Apparat im Filz steckt oder wer zum Widerstand dagegen gehört, trägt das Stilblüten, die nur wenig nach dem aussehen was wirklich dahinter steckt. Damit kann man umgehen. Ich mache das seit 25 Jahren und habe noch immer kein Einschussloch im Kiefer und sitze auch nicht im Rollstuhl. Die echten(!) Fachleute sollte man als politische Alternative deswegen nicht auf Distanz halten, wenn man in Deutschland wirklich was ändern will. Denn wenn dieser seit 25 Jahren laufende illegale Zustand nicht abgestellt wird, wird hier niemand etwas ändern. Auch die AfD nicht.
@Klara Altmann : >>Einem Mann bei der Verhaftung in den Kopf (!) schießen, aber keine überzeugenden Beweise gegen ihn haben? Deutschland ist ein Unrechtsstaat und dem ist nichts mehr hinzuzufügen.<<
## Das ist die viel gerühmte Gewaltenteilung. Die Verhafter konnten nicht wissen, dass die Verleumder verleumden. Und man kann sie deshalb auch nicht verantwortlich machen. Hören Sie doch mal mit dem vorwurfsvollen Ton auf. Die Leute haben ALLE nichts als ihre Pflicht erfüllt. Und sie haben KEINEN Fehler gemacht und würden es jederzeit wieder so tun. Wie die WÄHLER! Schauen Sie mal in den Spiegel.
Wie sogar die taz in einem Beitrag über Kurt Hättaschs „Nähe zum NS“ (konstruiert aus Fällen von Kontaktschuld, die zum Teil nicht mal existierten) zugeben musste, hatte Hättasch sehr kurz, bevor ein BKA-Beamter auf ihn schoss, bei der örtlichen Polizei angerufen, da er die anrückenden BKA-Beamten für schlägernde, linke Aktivisten oder auch für sonstige Kriminelle hielt. Ob die lokalen Polizeibeamten versuchten, ihre BKA-Kollegen über ein Missverständnis zu informieren oder ob keine Zeit mehr dafür blieb, bevor ein BKA-Beamter schoss, weiß ich nicht. Sicher ist anscheinend, dass Hättasch nicht der Angreifer war. Zurzeit verhalten er und weitere „Sächsische. Separatisten“ sich NICHT wie Terroristen: sie lesen nicht-extremistische, meistens unpolitische Bücher, sie opfern nicht ´rum, obwohl sie wahrscheinlich sehr viel berechtigtere Gründe dazu hätten als „Maja“ T., sie kommen gut mit den anderen Häftlingen klar, auch mit Migranten, die sie verabscheuen müssten, wenn sie die ihnen unterstellte Ideologie teilten. Sie tippen sogar Anträge für ausländische Mithäftlinge. Sie sprechen sachlich und stellenweise positiv über den nicht-apokalyptischen Alltag in deutschen Gefängnissen und über die JVA-Beamten. Ihre Forderungen sind bescheiden, besonders bei Hättasch, der bei seiner Festnahme schwer verletzt wurde, fällt das auf. Hättasch hat vor kurzem eine Gesinnungs-Vernehmung voller inquisitorischer Fragen ruhig und höflich beantwortet. Und der und seine Freunde sollen rechtsextremistische Terroristen sein . . .? – Dass die AfD Sachsen sich politisch sehr bedeckt halten muss, solange es Rechtsextremismus- und Terrorismus-Vorwürfe gegen ihr Mitglied Hättasch gibt, liegt nicht an ihr selbst, sondern an ihrer Situation. Mehr vorsichtige Solidarität (Vorsicht ist für die AfD immer zwingend nötig) bei weniger taktischem Herumschlingern und Schweigen stünde ihr allerdings besser als das Fallenlassen eines Parteimitglieds, gegen das wahrscheinlich eine Täter-Opfer-Umkehr läuft.
@Richard Loewe: Ja, das sehe ich auch genau so. Danke für Ihren Kommentar. MFG