Ulrike Stockmann / 14.08.2021 / 12:00 / Foto: Achgut.com / 45 / Seite ausdrucken

Senatorin will Kinder zur Impfung locken

Berlins Gesundheitsministerin Dilek Kalayci will Kinder für die moralische Erpressung ihrer Eltern zurichten und verfasst dazu irreführende amtliche Schreiben.

Derzeit versteigen sich Politiker zu immer irreren Mitteln, um den Druck auf Ungeimpfte zu erhöhen. Markus Söder verkündete jüngst, dass „2G“ „so oder so kommen werde“. Mit „2G“ ist gemeint, dass der Zugang zum öffentlichen Leben nur noch für Geimpfte oder Genesene erlaubt sein soll, während aktuell mit „3G“ außerdem Getestete die Möglichkeit haben, Zugang zu bestimmten Lebensbereichen – wie etwa Veranstaltungen – zu erhalten.

Und während man noch ungläublich den Kopf schüttelt, kommt aus Berlin der nächste dicke Hund. Dort werden jetzt Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren über die Adresse ihrer Eltern angeschrieben, um zum Impfen überredet zu werden. Gezeichnet von Berlins Gesundheitsministerin Dilek Kalayci. Der Berliner Senat versucht also, Minderjährige zu einem medizinischen Eingriff zu überreden, der kein reguläres Zulassungsverfahren passiert hat. Hier ein Auszug:

„Die Corona-Schutzimpfung schützt nämlich dreifach“

„Ich möchte Euch über das Thema Impfen informieren.

Die Corona-Pandemie hat viele Einschränkungen für uns alle und vor allem für Euer Leben gebracht. Leider ist das Rennen gegen Corona noch nicht gewonnen!

Wir haben in den letzten Monaten Erfahrungen sammeln können und wissen jetzt: Die Impfung gegen COVID-19 ist wirkungsvoll, schützt Leben und verhindert schwere Krankheitsverläufe. Auch kann eine Impfung die Übertragung des Virus auf andere Menschen verhindern.

(…)

Die Corona-Schutzimpfung schützt nämlich dreifach:

- Euch selbst,

- die Personen, mit denen Ihr Euch trefft und

- die gesamte Gesellschaft, also uns alle!

(…)

Die STIKO (Ständige Impfkommission) ist eine Expertengruppe, die Empfehlungen zu Impfungen in Deutschland ausspricht. Sie hat die Impfung für Eure Altersgruppe ab 12 Jahren bisher nicht allgemein empfohlen. Zu den Nach- und Nebenwirkungen wusste man zum Zeitpunkt der Empfehlung nicht so viel. Daher war die STIKO vorsichtig und hat noch keine allgemeine Empfehlung zur Impfung in Eurem Alter ausgesprochen. Inzwischen wurden ca. 10 Millionen Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren weltweit geimpft.“

Ausnutzen kindlicher Naivität

Unter dem Dokument werden noch die Eltern und mutmaßlichen Mitleser adressiert und darum gebeten, sich ebenfalls impfen zu lassen:

„Bitte tragen Sie dazu bei, dass unsere Kinder keine Infektionen aus dem häuslichen Umfeld in die Schulen einschleppen und weiter Infektionsketten verursachen.“

Die Bezeichnung „emotionale Erpressung“ für das Ausnutzen kindlicher Naivität durch Erwachsene ist noch ein gelinder Ausdruck für diese dreiste Manipulation durch eine offenbar übergeschnappte Politikerin. Angesichts einer hohen Infektionsquote in einem Land wie Israel, das ebenfalls eine hohe Impfquote vorzuweisen hat und gerade zum Hochrisikogebiet erklärt wurde, ist Frau Kalaycis Aussage, die Impfung sei „wirkungsvoll“, für ein amtliches Schreiben ein wenig voreilig, um es höflich zu sagen.

Das anmaßende Übergehen der STIKO als unabhängiger Expertengruppe, die bislang keine Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren gegeben hat, verrät darüber hinaus, dass man sich in Berlins Amtsstuben von der Wissenschaft längst verabschiedet hat (auch wenn soeben STIKO-Mitglied Dr. Martin Terhardt äußerte, man werde „versuchen, der Politik ein bisschen entgegenzukommen.“). 

STIKO-Vorsitzender Prof. Dr. Mertens hatte vor über zwei Monaten deutliche Worte für seine Meinung zum Thema Kinderimpfung gefunden: „Wir dürfen ja nicht vergessen: Bei der Impfung werden ja keine Bonbons verteilt, sondern da wird ja immerhin ein medizinischer Eingriff vorgenommen. Wenn sich zum Beispiel herausstellen sollte (…) dass die Kinder aus medizinischen Gründen eine Impfung nicht dringend als Einzelperson brauchen, dann kann man ja zum Beispiel andere Maßnahmen ergreifen.“

Die Dreistigkeit, mit der die Politik das Wohl der Kinder übergeht und sie für die moralische Erpressung ihrer Eltern zurichten will, ist einfach nur noch unanständig. Selbst der eher gefällige Markus Lanz äußert hierzu immer wieder Bedenken. So zum Beispiel in dieser Sendung, wo er im Juni sagte: „Riesiges Thema: Kinder impfen – ja oder nein? Ich frage mich, selbst Vater seiend: Wie kann es eigentlich sein, dass Politik so lässig darüber weggeht und sagt: Die STIKO hat zwar noch nichts empfohlen (…) aber bitte, jetzt werden auch Kinder geimpft (…) Und ich habe schon manchmal das Gefühl (…) es geht darum, ganz schnell die billige Schlagzeile zu haben (…) vorne zu sein.“

Foto: Achgut.com

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Gabriele Klein / 14.08.2021

Erinnert doch ganz an das was mir von Zeitzeugen über Adolf*s Zeiten berichtet wurde und was ich von Zeitzeugen über die Spitzelmethoden der alten DDR hörte Also, nachdem die Kinder angeschrieben wurden, werden sie, sofern nicht durch die Eltern, von d. Schule dann über das Schreiben irgendwann informiert, und das was sich ggf. hinter ihrem Ausschluß aus der Gruppe u. ihrem Außenseiter Dasein verbirgt,  nämlich die eigenen Eltern gegen die sie auf diesem Wege aufgehetzt werden.  Passt ganz ins Bild der AGITPROP nach dem Motto “Teile, entzweie, spioniere ( am besten mit den Kindern) und herrsche. Die Traumen und Störungen dürften jenen entsprechen wo Bezugspersonen oder entzweite Ehepartner ihre ganz persönlichen Anliegen in den Kindermund legen.  Ach ja, die Lügen der Erwachsenen haben die kurzen Beine der ihnen anvertrauten Kinder die je nach dem für sie zur Demo gehn, oder als kleiner Spion die eigenen Eltern verraten.  Das nenn ich “Pfarrhauspolitik” vom feinsten

Jochen Lindt / 14.08.2021

“Liebe Kinder, seid brav und zeigt eure Eltern an, dann werdet ihr belohnt”.  Modern gemacht, so ist die CDUCSU von heute.  Vielleicht gibt es ja auch Sonderpreise zu gewinnen.  Einen Besuch in der Villa von Jens Spahn und seinem Mann etwa (natürlich nur für Jungs, versteht sich).

Alex Müller / 14.08.2021

Wenn ich solche Meldungen höre, fällt mir immer George Orwell’s Winston Smith ein: “I understand HOW: I do not understand WHY”. Was treibt Politiker an, Kinder und Jugendliche unter 20 unbekannten Langzeit-Risiken auszusetzen? Es sterben jährlich etwa den Faktor 200 mehr Menschen unter 20 Jahren an etwas anderem als an Covid (Todeszahlen der Altersklasse 2019: 4500, dagegen Covid-Tote bislang in 1,5 Jahren: 25). Wo soll da der Nutzen sein im Verhältnis zum Risiko? Wenn dabei irgendetwas passiert (Contergan-mäßig o.ä.), wie können diese Leute jemals wieder ruhig schlafen?

Silas Loy / 14.08.2021

Die Sozialisten haben sich doch schon immer an die Kinder rangemacht, an den Eltern vorbei, gerne auch mal gegen diese. Kalayci ist von derselben Sorte. Und sicher weiss diese Pfostin nicht einmal, dass sie nur Blödsinn schreibt.

Tom Tompson / 14.08.2021

@Hans Reinhardt. Länder mit hoher Impfquote testen mehr und lockern früher. Ergo haben die auch höhere Inzidenzen. Was sagt das nun darüber aus, wie “gut” eine Impfung nun ist?

M.-A. Schneider / 14.08.2021

So allmählich fragt man sich wirklich, was dahinter steckt. Werden die Verantwortlichen immer drängender und immer erfindungsreicher bis hin zum Rechtsbruch, da sie fürchten, dass die ganze Sache doch bald auffliegt, weil 1. die zu erwartenden Impffolgen, wie sich jetzt schon andeutet, nach ca. sechs Monaten doch deutlicher zu Tage treten und zwar so, dass es auch durch die geschicktesten Medien nicht mehr verheimlicht werden kann und 2. die Impfe, die gar keine ist, gar nicht so wirkt, wie vollmundig und verlogen immer dargestellt wird und 3. die Ungeimpften vielleicht doch gar nicht so Unrecht haben, und dadurch das ganze Kartenhaus und die enormen Gewinne der Pharmaindustrie und mit ihr der vernetzten “Elite”  einstürzen könnte? Da will man doch lieber durch Drohungen, Schikane und Ausgrenzung schnell retten, was zu retten ist und möglichst alle impfen lassen, koste es, was es wolle?! Ist aber nur eine Verschwörungstheorie!

P. Wedder / 14.08.2021

Bereits in Quarantäne schreiben 2020 stand, dass einem bei Nicht- Einhaltung ggf. das Kind für die Dauer der Quarantäne entzogen werden kann. Die Angst, das dies bei der Impfverweigerung durchgesetzt wird steigt. Man versucht es so lange wie möglich hinauszuzögern.

Tom Tompson / 14.08.2021

@Andreas Mertens. Wenn Sie Kirchen und Synagogen mit Moscheen auf diese Weise in einem Atemzug nennen, dann haben Sie sich offensichtlich zu wenig oder auf die falsche Weise damit auseinander gesetzt.

Tom Tompson / 14.08.2021

@Johannes Schumann: so wie ich das verstanden habe, ging der Brief an die Eltern mit der Bitte ihn an die Kinder weiterzuleiten. Es ist ein Appell, den die meisten wohl unweitergeleitet in die Tonne kloppen werden. Man könnte durchaus was sinnvolleres mit den berliner Steuergeldern anstellen. Wer sich von den Erwachsenen von diesem Erguss erpresst fühlt, dem kann ich allerdings auch nicht helfen.

Klaus Keller / 14.08.2021

Was soll man machen wenn man Angst vor den Folgen hat? Wenn es wirklich so ernst ist gibt es doch die Möglichkeit den Eltern, für diesen einmaligen Sonderfall, das Sorgerecht zu entziehen und die Schutzbefohlenen wenn nötig unter Zwang zu impfen. Es kann natürlich sein das dies alles doch nicht so wichtig ist dann kann man weiter verfahren wie bisher, wenn einem der Wähler nicht die rote Karte zeigt, ups in den Hintern tritt. PS Es gibt Fälle in denen Eltern lebensnotwendigen Bluttransfusionen nicht zustimmen. Dann müssen Ärzte, über das Gesundheitsamt und oder Jugendamt(wenn ich mich nicht irre) Zwangsmaßnahmen einleiten bzw beantragen. Der Rechtsrahmen müßte eigentlich da sein. Was fürchtet die Behördenleiterin? Den Volkszorn? Verdient hätte sie ihn ja.

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